Jetzt wird es aber Zeit - Ewig wird Trump auch nicht halten, auch wenn die halbe Menscheheit ihn
scheinbar für
die unsterbliche Korruptionsschleuder des Planeten hält, Gott nimmt kein Schmiergeld, also wird er sterben. Es wird
jetzt Zeit ordentlich an der
Filmindustrie
rumzuschrauben, denn was aus Hollywood wird, wenn die nur noch Bibelverfilmungen anbieten, weiß niemand. Hier
sollte man nicht den Weg über Subventionen gehen, sondern analog Sonderwirtschaftszonen - über
Sonderbranchenkondition - also z.B. 0 % Steuer für 15 Jahre, Kinoförderung bis zum Abwinken, vielleicht in alten
Karstadt Gebäuden, und auch noch einen eigenen deutschen Streamingdienst hochziehen, der endlich auch
funktioniert und mit Netflix mithalten kann - ach ja - schääään wärs. Träumen wir ein wenig .... Ach ja - es
braucht auch noch einen deutschen Oskar, nicht schwer, angesichts des Nobelpreisträgers Grass und Oskar mit der
Trommel, der sollte mit 15 Mio € dotiert sein, damit in den ersten Jahren auch wirklich jeder
ihn haben will. Daneben muss das Filmstudium an staatlichen Schulen ersetzt werden durch private Institute, die
öffentlich-rechtlichen / Politik müssen aus dem Filmbusiness rausgeschmissen werden etc. etc. etc. pp. pp.
Till Schweiger könnte der neue Filmbeauftragte werden, und den Problemfilm Fokus durch Kanninchenfilme ersetzen,
bis die Kassen klingeln. *grins*
Dieser Text ist dem Referenten von Claudia Roth gewidmet, der endlich den Sumpf der deutschen
Filmförderung inklusiver aller hirnrissigen Festivals und (Geld)Filmpreise, politischer
Einflussnahme, Selbstbeweihräucherung, Kulturbürokraten und aufgeblasener öffentlich rechtlicher
Fernsehfictionlandschaft, trocken legen will, durch die unglaubliche Transformation von Subventionen
in Steuervorteile. Das ist zumindest die Nachricht die wir aufgefangen haben.
In der unendlichen Dunkelheit des Weltraums schwebt unsere Swashmark,
ein glänzendes Konstrukt aus Metall und Technologie, stolz und majestätisch.
Ihre äußere Hülle reflektiert das Licht der Sterne, die wie funkelnde Diamanten
in der endlosen Leere glitzern.
Doch leider wurde der Empfang der Nachricht des Kulturamtes des Bundes durch
die wilde Wut der Sonne gestört. Starke Sonnenstürme peitschen durch den Raum,
laden unser Schiff mit gefährlicher Energie auf und stören jedes Kommunikationssignal,
welches von der Erde kommt, was natürlich auf für Rückfragen, Widersprüche und Einwendungen gilt.
Diese wichtige Nachricht, die wir dringend erwartet haben, bleibt vielleicht
für immer im digitalen Nebel
der Stürme
verborgen.
Aber unser Bordingenieur, ein Meister seines Fachs, ließ sich nicht entmutigen.
Mit großer Entschlossenheit und einem Genie für Innovation beginnt er
neue Technologien zu nutzen, um die
Nachricht zu entschlüsseln.
Mit Hilfe von Datenanalyse, KI, Thinkbot "Alice", viel Mate und den besten Algorithmen
versucht er die fragmentierten und
gestörten Signale zu dekodieren, um den geschredderten Code der Massage aus dem Bundeskulturamt
predictive-reversed-forwarded zu ergänzen. Nach stundenlanger Arbeit zeigt der Bordcomputer
schließlich einen Teil der entschlüsselten neu zusammengesetzten Nachricht an.
Zwischen den Wirbeln der Zahlen und Buchstaben erscheint eine
kryptische Botschaft:
"...dringend. Notfall. Unbekannte Bedrohung nähert sich unserem Standort.
Bitte um sofortige Rückmeldung.
Wann geht es endlich nach Italien. Ich
halte diese
Ungewissheit
nicht
mehr aus, du hattest es versprochen - wo bist du?
Ti Amo ... SOS, SOS."
"Äh"
Wir sind alarmiert und beeindruckt von der
Entschlossenheit unseres Bordingenieurs Klaus. Während die Sonnenstürme weiterhin um das Schiff toben,
arbeiten wir gemeinsam daran, die Nachricht aus dem Berliner Kulturbunker Amt 12, vollständig zu
entschlüsseln. Alice gibt Anweisungen, wie wir auf die unbekannte Bedrohung,
die im endlosen Kosmos lauert, reagieren könnten:
"Fresse Alice, nächster Vorschlag"
"Jawoll mein Föhrer!"
"Fresse Alice!'Nächster Vorschlag"
"Jawoll mein Föhrer! Das Marine Korps will keine Roboter, das Marine Korps will Killer! Jawoll, mein Föhrer!
Willst du ein Gewehr der südvietnamesischen Armee? Niemals benutzt, nur einmal fallen gelassen.
Wir sind die Squadron der geilen Ärsche? Wilde Rächer, scharfe Stecher! Wir schießen ihnen Löcher
in den Bauch und füllen sie dann mit Blei! "Alice halt die Fresse." "*blub*" "Ich habe es immer
gesagt, die hat einer vom BSI programmiert und hier irgendwie
eingeschmuggelt." "Die Alice hat immer recht." "Fresse Alice!" "*blub*"
Einige Tage später
war es dann so weit, wir wissen nicht wirklich was in der Nachricht stand, reagieren aber
im Rahmen unserer Möglichkeiten und senden die unten folgende
Nachricht an die Erde, ohne zu wissen, ob sie jemals dort ankommen wird:
Die deutsche Filmindustrie hat in den letzten Jahren viel Kritik einstecken müssen.
Insbesondere das bestehende Förderungssystem steht immer wieder im Fokus. In diesem
Zusammenhang wird vorgeschlagen, einen Wechsel von Subventionen zu
steuerlichen Vorteilen vorzunehmen.
Die bisherige Art der Förderung, die hauptsächlich auf finanziellen Zuwendungen basiert,
hat einige Probleme offenbart. Zum einen ist die Vergabe von Subventionen
oft undurchsichtig und nicht nachvollziehbar. Es besteht die Sorge, dass
bestimmte Projekte bevorzugt werden, während andere vernachlässigt werden.
Dies führt zu einem Mangel an Vielfalt und Innovation in der deutschen Filmlandschaft.
Darüber hinaus ist das aktuelle System stark abhängig von politischen
Entscheidungen und jährlichen Budgets. Dies führt dazu, dass die Finanzierung von Filmprojekten
unsicher ist und die Planungssicherheit für Filmemacher beeinträchtigt wird. Zudem
sind die bürokratischen Hürden und Anforderungen für die Beantragung von Subventionen oft sehr hoch,
was kleine und unabhängige Filmemacher benachteiligt.
Es wird daher vorgeschlagen, das Förderungssystem umzustrukturieren und
stattdessen steuerliche Vorteile einzuführen. Dies hätte mehrere Vorteile.
Erstens würde es eine größere Flexibilität für die Filmemacher bieten,
da sie die Unterstützung nutzen könnten, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.
Zweitens würde dies den bürokratischen Aufwand reduzieren, da keine umfangreichen
Anträge und Überprüfungen mehr erforderlich wären.
Natürlich gibt es auch Kritiker dieses Ansatzes, die Bedenken hinsichtlich der Umsetzung
und möglichen Steuerverlusten äußern. Es muss jedoch betont werden, dass ein solcher Wechsel zu
steuerlichen Vorteilen in anderen Ländern bereits erfolgreich umgesetzt wurde und positive
Auswirkungen auf ihre Filmindustrie hatte.
Insgesamt wäre ein Übergang von Subventionen zu steuerlichen Vorteilen ein
vielversprechender Schritt für die deutsche Filmindustrie. Dies würde zu einer
gerechteren Verteilung der Ressourcen führen, die Planungssicherheit für Filmemacher
verbessern und die Vielfalt und Innovation in der Branche fördern.
Daneben könnten Investitionen in Filmprojekte, auch für "branchenfremde" Unternehmen und Investoren
diesen Bereich zu einer interessanten Anlagestrategie machen. Damit könnten auch Brücken zu anderen
Kulturprojekten und Kulturtechnologien geschlagen werden. Es wird ohne jeden Zweifel, zu starken
synergetischen Effekten zwischen KI Informationstechnologie und Filmprojekten kommen. ChatGPT 4.0 kann
schonmal einfache Videos "drehen". Selbst wenn sich die EU zu Tote reguliert, wird es kommen.
Damit sind traditionelle Boards und Institutionen der Kulturbürokratie hoffnungslos
überfordert und zudem überaltert und wenig divers.
Dieses Setting hat nicht zuletzt durch "#metoo"
seine alten und überholten Machtstrukturen, die aus der Moderne und aus alten Vorstellungen von
Gesellschaft und Politik stammen belegt. Es ist geradezu grotesk ein solches Setting gegen neue Ansätze,
auch aus der Informationstechnologie, der agilen Produktion, sowie der Postmoderne ausspielen zu wollen.
Die alten Strukturen sind generell abzuschalten, es hängt nicht an irgendwelchen besonderen
Einzeltätern, es ist systemisch.
Kleinteilige Reformen von innen scheitern regelmäßig an der umgebenden systemischen Grundlage, die zwar
Verbesserungen erlaubt, aber keine Generalrevision unter den Bedingungen der neuen Zeit. Daher erleben
wir auch viele Replays, "Sissi", "Im Westen nichts Neues", welche Formal upgedatet und ästhetisch
aufpoliert, dennoch die Erzählweisen und strukturellen Vorbedingungen der Moderne wiederholen.
Die Vertreter:innen der alten Strukturen sind beispielsweise nur allzu oft von Ressentiment
und irrationalen Ängsten im Zusammenhang mit IT und KI geprägt, klammern sich an ihre Positionen,
sehen überall Gefahren, statt Chancen und Fortschritt, der auch ganz neue Filmjobs bringen wird. Sie
stammen fast immer aus einem Umfeld der formalisierten, phrasenhaften Kulturbildung und
operieren innerhalb dieses System als selbstreferentielle
Verstärker eines politischen Kulturkanons, einer staatstragenden Bürokratie. Nur für diese Leute
kann KI und IT aber überhaupt eine Gefahr werden, dies aber auch nur dann, wenn sie den Zug der
Zeit nicht nutzen, um sich von den, von ihnen selbst geschaffenen und gescheiterten Strukturen zu
verabschieden. Sie verstehen nicht, dass ihre Bildung einfach und simpel ist, das kann eine Maschine
besser.
Es kommt auf die Abstraktionen, Schlussfolgerungen und Verbindungen an, nicht auf die
Repetition von stochastischen Phrasen. Es ist also wesentlich mehr für die Bildung und die Kultur zu
gewinnen als zu verlieren, weil die Dinge, die heute formale Voraussetzung für z.B. Bildungsgänge sind,
lediglich auf dem Level von Maschinen angesiedelt sind. Sie bedeuten gar nichts.
Sie dienen seit langem viel mehr einer sozialen Selektion, als der Bildung und der Kultur,
sie sind ein Instrument, um Bildungsressourcen in einem sozial gesteuerten
Selektionsprozess künstlich zu verknappen.
KI schlägt dieses Selektionsinstrument aus der Hand der Mächtigen, der Reichen und der Kleinbürger.
So wird
endlich Zeit und Raum für wichtiges geschaffen, indem man das Zusammentragen der Phraseologien
den Maschinen überlässt. Der Mensch soll analysieren und Zusammenhänge erkennen, nicht in
Bildungssilos die Arbeit der Maschine machen.
Vermutlich würden GPT'S schon heute bessere Entscheidungen treffen als die meisten Festivaljurys.
Film ist entstanden als
eine bahnbrechende proletarische Innovation (auch der Kulturdemokratisierung), er würde sich selbst
vernichten,
wenn
dieses innovative Potenzial nicht genutzt wird und ein Veharrungseffekt auf tradierten Ergebnissen
der Moderne einsetzt. Die kleinbürgerliche
Filmemacherrei, mit ihrem krampfhaften Versuch an die bildende Kunst und Theater
anzuknüpfen entstand
erst viel
später, sie hat profitiert von den
proletarischen
Traditionen, die
zunächst aus Russland, insbesondere Deutschland, Italien kamen, hat sich aber stets
überheblich und
arrogant darüber
hinweggesetzt.
Bleibt es dabei würde Film
allen positiven
gesellschaftlichen und kulturellen Fortschritte,
den er einmal gebracht, ins Gegenteil verkehren und Teil
einer reaktionären Kulturbürokratie, was er in Deutschland, zumindest in der Masse der
Produktionen, ohne
jeden Zweifel längst ist. Den unteren Schichten, dem Proletariat, dessen Ausdruck der Film einmal war,
wirft man dann den amerikanischen Blockbuster hin oder den bekannten Kommödiendünnschiss. Die
Selektionsmechanismen der Bildung setzen sich in den Kinosaal fort. Schön kuschelig im Programmkino,
aber entbehrlich und jeder gesellschaftlichen Relevanz beraubt, auch die Kritik verkommt zum reinen
Marketing.
"Metropolis" von Fritz Lang also ein Menetekel für alles:
Blühendes deutsches
Filmleben, Flucht vor den Nazis, junges Hollywood, KI und wieder zurück. Ich kenne keinen einzigen
deutschen Film nach 45, der im direkten Vergleich zu Metropolis bestehen kann, keinen einzigen,
ich kenne alle. Fast keiner der Filme nach 45 ist Film, sie sind irgendwas anderes. Da muss es wieder hin,
oder man kann
es lassen.
"Death to the machines!" - ist reine Dialektik, aber, es gibt keine Antwort, denn eine Maschine kann nicht
sterben. Bis heute Geheimnis der künstlichen Intelligenz. Eine Maschine, die sterben kann, ist eine
Vorstellung, welche jedes menschliche Hirn explodieren lässt, weil das einzig menschliche, das einzig
natürliche, was auch perspektivisch schwer zu implementieren sein wird, ein echtes emotionales
und endokrines Setting rund um die eigene Vergänglichkeit sein wird. Dem Tod eine Bedeutung geben. "Death to
the Machines!" - das ist die Final Frontier der KI Entwicklung. Dieser Satz, dieser
eine Baustein des Films "Metropolis" hat Generationen von Filmemachern und hunderte Filme inspiriert. "Blade
Runner", zuletzt die HBO Fernsehserie "Westworld", die wiederum auf einen Film zurückgeht, so erweitert sich
der Horizont des Films, um immer mehr Schichten, aber der Kern lag irgendwo in Deutschland.
"Death to
the
machines!" eigentlich ein Aufbegehren, ein verzweifelter Wunsch der Unterdrückten in Metropolis die
Maschinen wieder beherrschen zu können, die eigene Geschichte wieder in die Hand nehmen zu können.
"Death to the machines!" Eine Parole der Freiheit, des Widerstandes und doch so fragil und
mehrdimensional, wie der Film selbst. Schließlich ein Imperativ, der in sich magisch gewendet zur
Frage transformiert, zur schüchternen Bekenntnis - das ist nicht möglich, oder doch? Transformation ist
alles in Metropolis. Damit hat Fritz lang - was man über
kapitalistische Maschinen sagen kann, in einem marxistischen Sinne, in grenzenloser und ewiger Perfektion
umgesetzt.
Und schließlich ist Film eine Maschine - das ist seine wesenhafte Materialität, er kann
kein
Theater sein, weil er eine Maschine ist und der Maschine bedarf, sie ist sein Leben, ohne Maschine ist er
nicht da, "Death to the machines!" ist Selbstmord. Danke dafür!
Das große Problem
bei der
Kulturbürokratie
ist ja nicht,
dass sie Geld gibt. Das roße Problem ist, dass dieses Geld direkt oder indirekt an
überholte inhaltliche und/oder formale Voraussetzungen geknüpft ist.
Damit wird die politische / formale Auflage unausgesprochen zur Regel. Scharfe Kritik und
politisch radikale Aussagen, die vielleicht nicht in den Kanon der jeweils aktuellen Ausrichtung
politisch-kultureller Institutionen passen, werden (unbewusst) zensiert, während andere bevorzugt werden.
Das bezieht sich auf sehr viele Bereiche. Sicher ist es richtig, dass im politischen Raum und im
gesellschaftlichen Raum bestimmte politische Ansichten und
Vorgehensweisen durch die Politik mitbestimmt werden, jedenfalls in einer Demokratie. Kunst und Kultur
aber kann nicht mit Mehrheit und anderen zur Demokratie gehörenden Maßnahmen gesteuert werden. Sie muss
ihren eigenen Raum haben, den der Kunstfreiheit, einen Raum in dem alles erlaubt ist, was gefällt.
Der unbestreitbare Antisemitismus auf der jüngsten Dokumenta ist ein solcher Fall. Wir sind auch der
Auffassung, wie mehrfach dargelegt, dass es sich in vielen Fällen um plumpen Antisemitism handelte, der
am Ende der Sache der Palästinenser:innen schadet. Wir sind aber auch der Auffassung, dass Kunst
in einem gewissen Rahmen antisemitisch, rassistisch,
xenophob und homophobisch oder what ever sein darf,
solange es sich um Kunst und nicht um reine politische Propaganda handelt. Soweit alles auch im Kontext
der Kunst und nicht in einem rein politischen Kontext stattfindet.
Die Chronik eines angekündigten Todes: Navalny lieben
Der Fall Navalny - Oskar prämierte ;) Dokumentation aktuell beim ZDF
Oben das letzte Statement Navalnys, vor seinem Tode, der natürlich in einem Zusammenhang steht mit seiner
langen Haftstrafe und mit der zögerlichen Haltung in Sachen Ukraine, die auch durch Milliarden nicht wett
gemacht werden kann. Deutschland, namentlich Scholz, behauptet ständig, man tue alles, was man kann.
Man verweist heuchlerisch auf die absoluten Zahlen und verschweigt, dass Deutschland irgendwo auf Platz 15
liegt. Wenn man das BiP zur Grundlage macht, daraus den Ukrainiansoli Quotienten berechnet. Ist aber
auch fast schon egal, denn wenn es noch ein Jahr so weiter geht, wird man Selenskyj kaum noch von Putin
unterscheiden können, was in der Natur der Sache liegt. Es ist zum Haare raufen, so war das gemeint,
oder? Wann waren nochmal Präsidentschaftswahlen?
2014 Grüne Woche, der CSU Landwirtschaftsminister zu den Saktionen der EU bzgl.
der Krim Annektion. Keiner konnte es ahnen!
Niels Annen (SPD):
Vielen Dank, Herr Präsident. – Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn wir die Nachrichten
über die Toten, die Verletzten, die Verwundeten in der Ukraine betrachten, dann dürfen wir eines
nicht vergessen: Diese Tragödie betrifft auch uns, weil das, was dort passiert, in unserer
unmittelbaren Nachbarschaft stattfindet. Deshalb ist es gut, dass während dieser Debatte die
Außenminister Polens, Frankreichs und Deutschlands in Kiew bei Präsident Janukowitsch sind und
dort den erneuten Versuch unternehmen, zu einer politischen Lösung des Konfliktes beizutragen
und für eine Atempause zu sorgen. Ich danke Außenminister Steinmeier für diese Initiative; denn
es ist vielleicht der vorerst letzte Versuch, eine weitere Eskalation zu verhindern. Die
Nachricht von einem Gewaltverzicht, die uns gestern am späten Abend erreicht hat, gibt Hoffnung,
dass der heutige Besuch tatsächlich etwas bewirken kann. Aber Sie alle haben in den letzten
Stunden und Minuten vielleicht die Nachrichten von weiteren Schusswechseln auf dem Maidan
gehört. Es ist wirklich eine angespannte Situation, und die Lage steht auf der Kippe. Es ist
völlig klar: Bei einem weiteren Rückschlag werden die EU Außenminister in Brüssel gar nicht
umhinkommen, Sanktionen zu beschließen. Ich bin mir sehr bewusst darüber, dass Sanktionen
natürlich nicht die Lösung des Problems darstellen. Unsere Politik der Östlichen Partnerschaft
steht am Scheideweg. Wir dürfen in der Ukraine nicht wieder den Eindruck erwecken, das Land
müsse sich quasi zwischen Russland und Europa entscheiden. Diese Nullsummenlogik müssen wir
überwinden. Aber damit gar kein Missverständnis aufkommt: Die Hauptverantwortung für die
Eskalation tragen Präsident Janukowitsch und seine Entourage.
(Beifall bei der SPD, der CDU/CSU und dem
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
17. Plenarsitzung am 20.02.2014, Berlin, Bundestag im Reichstag
Nochmal: "Aber damit gar kein Missverständnis aufkommt: Die Hauptverantwortung für die
Eskalation tragen Präsident Janukowitsch und seine Entourage."
Wenige Monate später wurde die Krim
besetzt. Die Planungen und Arbeiten zu NS2 liefen ohne jede Modification weiter, bis nach dem
Überfall Russlands auf die Ukraine, der noch in den ersten Tagen ungläubiges (gespieltes?) Staunen bei
der dann aktuellen Regierung, namentlich Bundeskanzler Olaf Scholz, auslöste.
Steinmeier,
der in der Zeit des Maidan, nachdem die orange Revolution endgültig gescheitert war, auf Frieden und
Ausgleich mit Putins Russland setzte ist nun Bundespräsident. Olaf Scholz war Generalsekretär der SPD
während der Schröder Regierung und hat neben der Hartz Reform auch die Russlandpolitik
in der Partei durchgepeitscht. Er war befreundet mit Schröder, die drei S. Er war
letzter Finanzminister im letzten Kabinett Merkel.
Im Rahmen dieser ersten
ukrainischen Revolution der Nachwendezeit, die vorübergehend den erklärten
Kreml Gegner Wiktor Juschtschenko zum Ministerpräsidenten der Ukraine machte, unter Präsident
Kutschma. Es gegann eine Phase der Annäherung an das westliche Europa. Die deutsche Außenpolitik
ignorierte diesen zunächst langsamen Prozess.
„Das strategische Ziel unseres Landes ist die Integration in die europäischen und euroatlantischen Strukturen. Die Ukraine hofft, in ihrer Absicht verstanden zu werden, eine graduelle, partnerschaftliche Kooperation mit EU, WEU und NATO zu etablieren, und aktiv zu sein bei der Gestaltung der neuen europäischen Sicherheitsarchitektur. Unsere volle EU-Mitgliedschaft ist unsere Priorität und folgt nicht Mode oder politischem Romantizismus, sondern das ist unsere profunde pragmatische Entscheidung, weil es die EU ist, die das Image Europas im 21. Jahrhundert prägen wird.“
Kutschma war nicht unumstritten und wahrscheinlich Teil einer relativ korrupten Führungsregie, er wurde
weiter regelmäßig beschuldigt für die Ermordung eines georgischen Journalisten verantwortlich zu sein.
Cut
Die deutsche Position zu jener Zeit war blass, die Annäherung an die russischen Gasfelder stand im Fokus,
um die exportorientierte und ungewöhnlich industrielastige Volkswirtschaft mit billiger Energie versorgen
zu können.
Das deutschen Steinzeit-Sondermodell beinhaltet einen extremen Exportüberschuss und einen
sehr hohen Industrieanteil. Beides ist weltweit ungewöhnlich und eigentlich ein schwerwiegendes strukturelles
Problem. Ein Problem was Deútschland, welches keinerlei eigene Rohstoffe hat, in Abhängigkeiten drängt,
langsam, wenig innovativ außerhalb der alten Technologien macht. Daneben bestimmen sehr wenige
große und mächtige alte Konzerne auch die Politik des Landes. Der Aktienindex DAX ist weltweit der
älteste der Welt, nirgendwo sonst gibt es so viele Unternehmen,
die seit der Gründerzeit immer noch am Markt sind.
Insgesamt ein oligopolistischer, wenig
diverser und eng mit der Politik verzahnter Markt, der insbesondere in der Informationstechnologie - also
Software - abgehängt ist. Mit Ausnahmen von Anwendungen im Zusammenhang der Verwaltung von
Großunternehmen, Behörden und großen Institutionen -> ERP. Aber auch SAP hat seine besten Zeiten lange
hinter sich.
Praktisch alle IT Investitionen in Deutschland, ob
nun Hard- oder Software kommen aus dem Ausland, der größte Player am Markt ist Microsoft.
Das alles muss man wissen, und man muss wissen, dass Deutschland eigentlich keinerlei Rohstoffe hat, die
eine solche Positionierung erlauben. Die Löhne sind hoch, der Ausbildungslevel ist gut, die Steuer
ist eine der höchsten der Welt, die Sozialversicherungskosten sind astronomisch. Die Durchlässigkeit
aller Strukturen ist im internationalen Vergleich sehr gering, was zu einer verkrusteten und
überalterten Gesellschaft mit extremen, Japan vergleichbar, demografischen Problemen und einem großen
Mangel an jungen Fachkrääften führt. Der Arbeitsmarkt steht still, das ist schon keine
Verkrustung mehr.
Es gibt nur eine geringe Binnennachfrage, aber einen gewaltigen Exportüberschuss.
Alles in dem Land ist sehr teuer!!
Das ist ein ganz typisches Symptom von abgeschwächtem Wettbewerb durch Oligopole, zahlreiche
Preisabsprachen unter diesen Unternehmen sind in der Vergangenheit bekannt geworden. Selbst auf dem
Markt der Lebensmittel herrscht eine oligopolistische Situation. Deutschlands sogenannte soziale
Marktwirtschaft wird zu einer verdeckten Staatswirtschaft. Das Land ist von zahlreichen Eingriffen
des Staates geprägt, was die Staatsquote zu einer der weltweit höchsten macht.
Ein
solches Land muss in die
Abhängigkeit z.B. von Russland geraten, wenn es dieses verkrustete System aufrechterhalten will.
Weite Teile der SPD sind bis heute nicht nur die Erschaffer dieses Systems, es ist auch die
politische Lebensversicherung der SPD, die eng verzahnt ist mit den bürokratischen Gewerkschaften und
mit den industriellen Größen. Die CDU/CSU ist eher im Mittelstand und bei den Bauern verankert, der
Mittelstand hat zunehmend Probleme in diesen Strukturen zu überleben, was zu einer noch stärkeren
Oligopolisierung führen muss. Die Bauern sind EU gesteuert.
Im Osten, der ehemaligen "DDR" sind praktisch alle Industriebetriebe abgeräumt. Weite Landstriche sind entvölkert,
da bis heute eine Abwanderung in den Westen zu verzeichnen ist. Tourismus / Gastronomie mit naturgemäß geringer
Wertschöpfung und schlechten Jobs ist in vielen Teilen der einzige nennenswerte Markt. Es gibt keine
Konzernzentralen, keine eigenen Investitionen, alles Kapital kommt aus dem Westen.
Die Bevölkerung hatte keine Chance Kapital aufzubauen, da der
Aufbau von privatem Vermögen in der "DDR" so gut wie unmöglich war. Der Osten existiert in totaler Abhängigkeit
von den Oligopolen des Westens. Angesiedelt werden konnten ausländische Großinvestoren, wie Tesla und einige
Chipproduzenten, dies gelang nur mit erheblichen Subventionen und einer erheblichen Aufweichung vieler Rechtsgüter
bzgl. Umweltrecht, Baurecht und anderer Teilaspekte. Politisch ist der Osten derzeit geprägt von
rechtsextremistischen bis nationalsozialistischen Bestrebungen, der Stimmenanteil solcher Gruppen, wie der AfD,
macht diese nach Umfragen derzeit in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, zunehmend Brandenburg zur stärksten
politischen Einzelkraft. Das Bundesamt für Verfassungsschutz bestätigt diese Aussage amtlich.
All das
zusammengenommen sind die Perspektiven für die sog. neuen
Bundesländer, trotz
erheblichen und weltweit einzigartigen Transferleistungen aus den alten Bundesländern, extrem schlecht und von
zunehmender politischer Instabilität geprägt. Die Überalterung der Bevölkerung ist dramatisch.
Es muss hier
festgehalten werden, dass das Projekt der sogenannten Wiedervereinigung gescheitert ist. Weite Teile der
Bevölkerung in den neuen Bundesländern fühlen sich der Diktatur Putins nahestehend und empfinden Sympathien für
die alte Besatzungsmacht, die von 1945 bis 1989 die Geschicke der "DDR" bestimmte.
Aktuell ist Deutschland innerhalb der EU der problematischste Wackelkandidat aufgrund schlechter
Wirtschaftsdaten und einer instabilen Bundesregierung unter dem Kanzler Olaf Scholz - sogenannten
Ampelkoalition aus SPD, FDP, Die Grünen.
Cut
Auch gegen Julija Tymoschenko wurde zunächst
eine extrem reservierte bis ablehnende Politik aufgelegt. Beide Regierungen, mit Timoschenko als
Ministerpräsidentin
und Juschtschenko, der von 1999 bis 2001 Ministerpräsident war, wurden von Russland mit einem
Energiekrieg überzogen. Dieser Energiekrieg wurde auch möglich, weil enge Verzahnungen zwischen
russischer und ukrainischer Energiewirtschaft, die ehemaligen Staatsbetrieben entsprachen, nicht aufgelöst
wurden. Wie im verlinkten Artikel des Manager-Magazins dargelegt, waren die Probleme der Ukraine aufgrund
ihres durch und durch korrupten Gaskonzerns auch hausgemacht. Der Europakurs der Ukraine stand also von
Beginn an
in einem Spannungsfeld zwischen ukrainischen Russlandtreuen und den der EU zuneigenden Teilen der
ehemaligen Staatswirtschaft und damit der KP. Es fanden sich also auch in der Ukraine die typischen
oligarchischen Strukturen, die aus der Bürokratenklasse des Staat kapitalismus in der UdSSR hervorgingen.
Es
wurde unter dem
Vorwand von nicht gezahlten Rechnungen, durch Gazprom, die Gasversorgung der Ukraine eingestellt, ganz
oder teilweise, davon war auch Polen und Weißrussland betroffen.
Am kommenden Montag um 10 Uhr läuft das Ultimatum ab: Bis dahin soll die
Ukraine bei dem russischen Energiekonzern Gazprom eine Milliarde Euro Schulden
begleichen. Doch das Land will Druck ausüben, gegen Korruption und Benachteiligung -
und riskiert damit einen Lieferstopp wie 2006, der auch Deutschland betraf.
Ohne jeden Zweifel, war für alle
Beteiligten ersichtlich, dass Moskau die Absicht verfolgte, über das Muster des Gaskrieges,
Energiekrieges, die Vertreter:innen der orangenen Revolution aus dem Amt zu drängen, um einen
Vasallenstaat zu errichten. Ohne die deutsche Unterstützung in Sachen Energie, ohne die enormen Summen,
die Deutschland nach Russland transferierte, wäre dies alles nicht möglich gewesen.
Da Deutschland, wie bereits 2006 vorgemacht, um die eigene Teilversorgung fürchten musste, hielt es sich
aus den Konflikten weitgehend heraus.
2021/2022 war die Regierung Scholz mit seltsamen Verhalten
von
Gazprom rund um eine Gasturbine konfrontiert. Es ist mehr als blamabel, dass ein Bundeskanzler hier
nicht offensichtlich sofort verstanden hat, worum es geht. Sich noch in einer höchst peinlichen
Position vor der fraglichen Siemens Turbine ablichten ließ, um zu zeigen, dass diese ja gar nicht
kaputt sei. Mal abgesehen davon, dass bei Siemens nie was kaputtgeht, zeigt es, dass diese
Bundesregierung in der entscheidenden Phase erneut auf eine anbiedernde Diplomatie gesetzt hat, statt
dieses Verhalten von Putins Russland als offenen Affront zu werten und entsprechend zu reagieren,
indem mit den Amerikanern sofort Maßnahmen zur Härtung Deutschlands und Abwehr des drohenden Krieges
ergriffen wurden. Es wurde Putin die Lage gänzlich überlassen, unter Preisgabe der eigenen Sicherheit.
Die einzige Sorge dieses Kanzlers war, dass die Turbine endlich wieder eingebaut wird, damit die
Gaslieferungen an Deutschland weiter gehen können. Da stellt sich also ein deutscher Kanzler in
vollkommener Unschuld hin, posiert hochnotpeinlich vor einer Gasturbine, und fleht Gazprom im Grunde
an, endlich mit dem Unsinn aufzuhören, und die Gasleitungen wieder freizuschalten. Nachdem er erlebt
hat, wie Putins Russland schlimmste Kriegsverbrechen begangen hat.
Er hat also offensichtlich Angst dafür verantwortlich gemacht zu
werden, dass seine Regierung eventuell einen Konflikt mit Russland provoziere,
indem eine gewartete Turbine nicht ausgeliefert wird. Die einzige sinnvolle Aktion nach dieser
peinlichen Show, war es, die Pipeline in die Luft zu jagen. Ein Wunder, dass dieser strategische
Zwerg nicht auch vor dem austretendem Gas posierte und dazu sagte: "Wir waren es nicht." Wären wir
es mal gewesen, dann würde die Geschichte eines Tages vielleicht anders über Deutschland und diesen
Kanzler urteilen.
Hallo? Haaaallo --- Ist da jemand?
"Die Turbine ist da, sie kann geliefert werden, es muss nur jemand sagen,
ich möcht' sie haben, dann ist sie ganz schnell da"
"Es ist offensichtlich, dass nichts, aber auch wirklich gar nichts dem Weitertransport
dieser Turbine und ihrem Einbau in Russland entgegensteht."
Insbesondere die russischen Kriegsverbrechen stehen dem Weitertransport der Turbine nicht im Wege.
Es
ist genau das gleiche Verhalten, was bereits 2006, 2008 und 2014 zu beobachten war, bis zur
Selbstaufgabe setzt man auf russisches Gas und Putin.
Alle
deutschen
Regierungen seit 2001, spätestens, damit auch Oskar Lafontaine, waren sich darüber
in vollem Umfang im Klaren .
Es wurde im Rahmen des
sog. "Peterburger Dialogs" auch vom Außenminister Fischer, Putin hofiert.
(Sponsoren:
DaimlerChrysler Services
Deutsche Bank
Jenoptik Jena
Gebr. Knauf
Westdeutsche Gipswerke
Lufthansa
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Ruhrgas
Sberbank
Siemens
ThyssenKrupp
Vneshekonombank
Vneshtorgbank)
Die Grünen, so muss
man sagen, waren später jedoch die einzige Partei in Deutschland, die diese Politik infrage
stellte, so auch das NS1 und NS2 Projekt, was ihnen von allen anderen
Parteien Häme und Spott einbrachte. Von der nun gebeutelten Industrie den Vorwurf der
"Industrieferne" "Gefährdung des Standorts" "Gefährdung von Arbeitsplätzen".
[ Aber Autoteile und die Chinapolitik sind was
völlig
anderes, als die
energiebezogene Grundversorgung
eines ganzen Staates,
der dadurch in eine verbrecherische Komplizenschaft geriet und seinen Bürgern Gasheizungen
subventionierte, die eben diese Bürger:innen nun doppelt und dreifach bezahlen. Das nur am
Rande.]
Die
gesamte
strategische
Außenpolitik Deutschlands konzentrierte sich nicht auf eine Integration der Ukraine, sondern auf
eine Anbindung Putins, um billige Energie importieren zu können.
Diese und
alle folgenden Regierungen
haben
aufgrund der Discount-Energie auf
einen Kurs gesetzt, der Deutschland jetzt eine stark Energie getriebene ökonomische Katastrophe
brachte. Die letzten "Überlebenden" dieses Kurses sind Steinmeier und Scholz.
Im September 2004 wurde auf Wiktor Juschtschenko ein Attentat mit Dioxin verübt. Dieses Gift hat
sein Gesicht entstellt und seine Organe lebensgefährlich angegriffen. Die ersten Anzeichen einer
Vergiftung wurden am 6. September 2004 festgestellt. Am Tag zuvor hatte
er sich zu einem Abendessen mit Ihor Smeschko, dem Chef des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes,
und dessen Stellvertreter Wolodymyr Sazjuk auf Sazjuks Datscha getroffen. Die Reaktion gegen die
ornagene Revolution nahm ihren Lauf und endete zunächst mit der Einsetzung des kremlfreundlichen
Vasallen Janukowitsch, der dennoch, unter Auslassung von Putin, auch von der SPD und dem
versammelten deutschen Bundestag, siehe Zitat, adressiert wurde, als sei er nicht ein von Moskau
eingesetzter Vasall, sondern ein Vertreter der Ukraine.
Währenddessen wurden die
Demonstrationen auf
dem Maidan denunziert, die Schusswechsel und die Gewalt wurden nicht als berechtigte
Selbstverteidigung der verratenen und verkauften "orangenen" Ukraine gewertet, sondern als
verwerfliche Gewaltanwendung.
Wenige Monate später wurde die Krim besetzt und es fanden die
olympischen Spiele in Sotchi statt.
Am 24. Februar 2022 überfiel die Russische Föderation in
einem völkerrechtswidrigen mit schwersten Kriegsverbrechen angereichertem Angriffskrieg die Ukraine.
Trotz der Warnungen der Amerikaner und der Briten, der Polen, der baltischen Staaten, die
spätestens Mitte 2021 einsetzten, war die deutsche Regierung, die deutsche Öffentlichkeit und die
deutschen Dienste überrascht von diesem Angriff. Bis zur letzten Sekunde behauptete auch
Bundeskanzler Olaf Scholz, es handele sich um Manöver. Er ließ sich im Fall einer Gasturbine und im
Fall des berühmten langen Tisches von Putin vorführen wie ein Schuljunge, der einen Intelligenzdefekt
hat.
Olaf Scholz formt bis heute die instabilste Regierung der Nachkriegsrepublik. Er gibt
sich als großer Waffenlieferant, spricht von Zeitenwende und Grenzen in Europa, verschweigt aber die realen
Bedingungen, verschweigt, dass die Hilfen der Deutschen ein Tropfen auf den Heißen Stein sind.
Verschweigt, dass sein Zögern in entscheidenden Momenten des Krieges, was dann, insbesondere
vor der Mobilmachung der Russen, in Sachen Panzer, Waffenlieferungen generell, Kampfjets, einer der
wichtigsten Gründe war, weshalb der Krieg sich in die Länge zog und zieht. Der Moment auf dem
Schlachtfeld wurde
durch diesen Kanzler verspielt.
Man kann keine Absicht unterstellen, aber der Lauf der
Geschichte ist mehr als eindeutig, er verlief über mindestens 24 Jahre, ab der Schröder Regierung.
Nach der Nazidiktatur ist dieses Verhalten gegenüber der Ukraine und Putins Russland das größte
Staats"verbrechen", was deutsche Regierungen begangen haben, zusammen mit der nach billiger Energie
gierenden Industrie und etwa 85 Jahre nach dem Hitler-Stalin-Pakt. Das alles bringt die
gesamte Aufarbeitung der Nazi Diktatur ins Wanken.
Für uns ist vollkommen
unverständlich, wie eine demokratische Öffentlichkeit, die auch noch von der AfD bedroht wird, es
zulassen kann, dass dieser Präsident und dieser Kanzler weiter die Geschicke des Landes beeinflussen
.
Der Tod des demokratischen "Anti Korruptions Oligarchen" Navalny, der gerne selbst zum Machtzirkel
gehörte,
aber durch
Putins Vertikalismus und nach seiner öffentlich vorgetragenen Kritik an der Korruption,
insbesondere von
Gazprom, in Ungnade fiel und darauf hin immer mehr zu einem glaubwürdigen Demokraten wurde, wenn auch
mit nationalistischen bis rassistischen Ausfallerscheinungen (Kaukasier),
ist nun tot. Damit ist der letzte "berühmte" Kritiker Putins verschwunden.
Wenn die
bürgerlich-demokratische
Öffentlichkeit all dies
ihren
gewählten
Vertreter:innen durchgehen lässt und vielen als Alternative nur Nazis oder Wagenknecht einfallen,
dann ist diese Demokratie ein Haufen Scheiße, sie verkauft sich an jeden Xbeliebigen im Namen der
Reichen.
Facts und Fiction: Die ewige Litanei der Täter Opfer Umkehr im smarten Gysi Look
Es gibt nur den Weg der Trump Diplomatie - und nein - niemand, wirklich niemand konnte sich ja
vorstellen, dass Trump Präsident wird. So ein Pech. Nein - zu keinem Zeitpunkt wollte Putin ernsthafte
Verhandlungen. Er mordet sich durch die Ukraine, vom ersten Tage an. Zudem wird die gesamte
Vorgeschichte einschließlich der grünen Männchen auf der Krim und des Euro Maidan auf perverse Weise
verzerrt,
als sei es normal, dass eine Schrottsupermacht entscheidet, was die Menschen wollen. Das alles
war nur so möglich, weil viele das Gas und Öl Putins auch mitten in der Klimakatatstrophe als
Non Plus Ultra ansehen. Das Rohstofffthema sollte auch für selbsternannte Linke das Thema sein.
Mehrfach
haben
die Menschen in der Ukraine in großer Mehrheit gezeigt, sie wolen die EU - das will Russland nicht,
soll man mit Russland verhandeln, welche Staaten in die EU dürfen? Das ist die alte Welt der
autoritären Regime, die stets den Willen der Menschen, auch wenn sie ihn, wie beim Euro Maidan unter
Opfern zeigen, ignorieren. Die Tradition aus der Mr. Schlaumeier kommt. Ein leere Hülle.
Gysis Rethorik ist das, was sie immer
ist und war - smarte
Oberfläche ohne jeden
belastbaren Inhalt, bei der es immer nur um seine Eitelkeit, um Gysi geht. Was im Bundestag die
Regel ist. Eitle Pfauen. Es ist wirklich doof, dass es in der Tierwelt keine aufgeblasenen und
paarungswillig, umherstolzierende, natürlich geschmückte Weibchen gibt, ich hab mir die Finger
wundgesucht, um eine Genderform
des eitlen
Pfaus zu finden. Vergeblich. Wer mehr weiß - bitte melden. Aber keine Urwaldfrösche in bunten Farben,
die sind Zwitter und bespringen sich selbst ;) - oder auch nicht.
Schon witzig, ausgerechnet derjenige, der eine echte Revolution in der DDR ängstlich in einen
dekadenten "demokratischen Sozialismus" verwandelte. Reaktionäre unter sich, so möchte man ausrufen.
Hat der überhaupt verstanden, dass Gorbatschow das Baltikum überfallen hat? Im Prinzip argumentiert
Gysi mit der alten Logik des Staatskapitalismus, des Stalinismus, aus dessen Tradition er stammt. Aus
einem Staat, der zu keinem Zeitpunkt, wie es Lenin, Trotzki und die Bolschewiki ab 1917 gefordert
haben, es Finnland erlaubt haben, trotz Bürgerkrieg, freiwillig zum Reich Stalins gehörte. Ein Staat,
der von Anbeginn an ein abhängiger Vasallenstaat war, durch dessen Straßen schon am 17. Juni 1953,
8 Jahre nach Ende der Nationalsozialisten, Panzer gegen Bauarbeiter und Streikende rollten.
Ein Staat also, der niemals in den Genuss des Manifests der Bolschiwiki kam, so nicht die Kraft
hatte der Reaktion der Bourgeoisie 1989 zu widerstehen, in die permanente Revolution überzugehen, genau
wie es vorausgesagt wurde. Gysi ein reaktionärer Staatssozialist und Bürokrat aus dem Lehrbuch. In
diesem ehemaligen Vasallenstaat stehen heute in einigen Bundesländern gesichert rechtsextremistische
Bestrebungen vor der Machtübernahme. Auch in einem Bundesland, in dem ein aus dem Westen stammender
Staatssozialist und Gewerkschaftsbürokrat mit christlichen Spinnereien im Kopf noch
Ministerpräsident ist. Wir, liebe Freunde, wir sind die anderen Sozialisten, die echten. Dass diese
Linke sich aufgelost hat, ist nur ein Verlust für die Mitarbeiter, nicht für die politische
Landschaft der Bundesrepublik, sie ist eine durch und durch reaktionäre Gruppierung,
deren Splitter nun als Aushilfs AfD und nationale Sozialisten durch die Lande touren.
Geschichte ist gnadenlos, so ist es eben. Was war die Position der
Bolschewiki, bevor der Commissar für Völkerfragen, Stalin, die Macht übernahm und
damit gleichzeitig praktisch die gesamte sozialdemokratische Partei Russlands auslöschte und
den großen Verrat am revolutionären,
die-erfolgreichste
internationalen, demokratischen Sozialismus einleitete
und zum Totengräber des Oktobers wurde? Das Manifest der revolutionären bolschewistischen Regierung
Russlands:
... Nur durch einen solchen Bund können die Arbeiter und Bauern der Völker Russlands zu einer
revolutionären Kraft vereinigt werden, die allen Angriffen der imperialistischen und auf Eroberungen
ausgehenden Bourgeoisie standhalten kann."
Diese in der Einleitung des Manifests formulierten Grundsätze fanden in der Öffentlichkeit
weniger Beachtung als die in vier Thesen zusammengefaßten Ausgangspunkte der neuen
Nationalitätenpolitik :
„1. Gleichberechtigung und Souveränität der Völker Rußlands.
2. Das Recht der Völker Rußlands auf freie Selbstbestimmung bis hin zur Lösung von
Rußland und zur Bildung eines unabhängigen Staates.
3. Die völlige Abschaffung aller nationalen und national-religiösen Vorrechte und
Einschränkungen .
4. Die freie Entwicklung aller auf russischem Gebiet wohnenden nationalen Minderheiten und Volksgruppen.
[ Dekrety sovetskoj vlasti. Band 1 : 25 oktjabrja 1917 g. -
16 marta 1918 g. Moskva 1957, S. 39-41.]
Wladimir Iljitsch Lenin: Programmdebatte SDAPR Ende 1917: „Wir wollen die freie Vereinigung, und darum
sind wir verpflichtet,
das Recht auf Lostrennung anzuerkennen, ohne das Recht auf Lostrennung kann die Vereinigung
nicht als frei bezeichnet werden (…) Aber wir wollen die Vereinigung (…)
Nicht durch Gewalt, sondern ausschließlich durch freiwillige Vereinbarung.
Auch wenn wir uns hier nicht auf alle Details der ukrainischen Geschichte einlassen können, muss gesagt
werden, dass Lenins, Trotzkis, also die Sicht der echten SDAPR Bolschewiki, die noch nicht in der
antimarxistischen Tradition der Stalinisten standen die für Finnland skizzierte Politik, auch für die
Ukraine umgesetzt haben.
Nicht nur umgesetzt, sondern mit großem Elan vorangetrieben. So, dass wir hier,
aus dem Lande Marx nicht umhinkommen zu sagen, die Nationalitätenpoltik der echten Bolschewiki war einer
der größten Erfolge,welchen die europäische Politik je gesehen hat.
Während das alte Kosakenreich
der Ukraine unter Peter I und Katharina der Großen (einer Deutschen) als eine Kolonie behandelt
wurde, alle Bauern in Leibeigenschaft der Moskowiter gebracht wurden, die ukrainische Sprache unterdrückt und als
Dialekt denunziert wurde, brachte die Nationalitätenpolitik der ersten revolutionary
Regierung eine wahre Befreiung der Ukraine. Sie eröffnete der Ukraine die Möglichkeit in der europäischen
Moderne anzukommen. Davon zehrte noch der Maidan, das machte die Hinwendung zur Demokratie und dem
Westen erst möglich, die zaristische Umklammerung der Lügen war auf einen Schlag beendet. Die DDR hat
davon nie profitiert, das Ergebnis kennen wir. ;) Erst unter dieser
Regierung entstand das ukrainische Bildungssystem, die reiche Kulturlandschaft der modernen Ukraine, moderner Nationalstolz,
Freiheit, Gerechtigkeit.
Auch die junge Filmwirtschaft der Ukraine, die ohne diese Befreiung
nicht denkbar gewesen wäre, brachte große Filme hervor. Es entstanden Kunsthochschulen und praktisch
alle heute auch in Westeuropa bekannten großen ukrainischen Künstler:innen stammen aus dieser Zeit.
Architektur, das gesamte moderne Bild der Ukraine, konnte nur dank des Dekrets der revolutionären
Regierung zur Nationalitätenpolitik überhaupt entstehen. Die ständige Behauptung des Verrats, weil die
Ukrainer mit den Schweden Karl XII koalierten, oder, wie von Putin dem großen "Historiker" ständig
kolportiert, die
Behauptung sie
hätten sich
den
Moskowitern
unterworfen, all dies wurde einkassiert. Verlor komplett seine Bedeutung, weil die
Geschichtsschreibung der Macht hinfort gespült wurde, durch die Geschichte, welche die Menschen
selbst schreiben, leben, erstreiten und erarbeiten - ein ganzes Jahrzehnt der Glückseligkeit.
Alle was Schewtschenko sich erträumt hat, wurde Wahrheit, es wurde nicht durch ihn Wahrheit, sondern
durch uns.
Mit einem Wort, es war die erste revolutionäre Regierung der Bolschewiki, die eine moderne Ukraine
überhaupt denkbar machte. Damit ist die moderne Ukraine aus einer marxistischen, dialektischen, dem
historischen Materialismus verpflichteten Nationalitätenpolitik
enstanden. Eine Politik, die nicht nach nationalistischem Idealismus fragt, sondern den Menschen
in den Regionen gibt, erlaubt, was den Menschen in den Regionen ist, sie mit den Mitteln der
Region fördert, um sie zu stärken, für einen viel größeren Kampf, der nicht mit Vasallen und
Knechten, sondern nur mit dem Freiem Willen geführt werden kann. Wir träumen
davon nicht und schreiben schwülstige Gedichte, wir tun es. Aus einem ganz einfachen
Grunde, die Menschen waren schon immer da, es ist ihr Land. Im Übrigen rasieren wir uns.
Es ist ein bitterer Beigeschmack, dass meist auch die Ukrainer:innen selbst dies
nicht zu würdigen wissen, da heute eben keine Differenzierung mehr vorgenommen wird.
Entscheidend hierbei ist aber die Abkehr der Sowjetregierung von der marxistischen, dialektischen
Nationalitätenpolitik, und die Hinwendung zu einer Vorstellung, man könne Sozialismus aufbauen, indem
man sich einkapselt, abkapselt und alles, was im gekapselten Raum ist, unter eine Knute der
Gleichschaltung zwingt. Die Abkehr vom Internationalismus, der in der Nationalitätenpolitik
eigentlich der Kern ist: die Synthese aus der Befreiung der Nation ist Internationalismus und nicht
Sozialismus in einem Lande, nationaler
Sozialismus. Es war also der Internationalismus dieser Nationalitätenpolitik, die
gerade
in der Ukraine
bewiesen hat, dass sie ohne jeden Zweifel bis heute, für jede revolutionäre, internationalistische,
sozialdemokratische
Regierung
das Maß aller Dinge ist.
Es gibt kein freies Proletariat ohne die freie Entwicklung von
Völkern. Und nur freie Völker, können sich zu einer Weltgemeinschaft der Solidarität verbinden.
Proletarier aller Länder vereinigt euch. Proletarier, nicht Sklaven vereinigt euch.
Stalin hat dies pervers umgekehrt, aber - dazu musste Lenin sterben, dazu musste Trotzki vertrieben
und ermordet werden, dazu musste ein großer Teil der SDAPR und der auf Lenin zurückgehenden Schule des
Marxismus ermordert werden, ins
Gulag gehen, in Schauprozessen verurteilt werden. Die revolutionäre sozialdemokratische Partei Lenins und
Trotzkis musste zur albernen KP werden.
Sie alle haben einen ebenso hohen Preis gezahlt, wie
die Ukrainer:innen und so viele andere die Stalin ermordet hat.
Auch Deutschland wird
einen hohen Preis zahlen, wie die NATO, wie Bundeskanzler Olaf Scholz, wie Strack-Zimmermann,
wenn sie endlich entschlossen an der Seite der Nationalitätenpolitik der echten Sozialdmokratie
stehen und die Freiheit der Völker, damit des Proletariats gegen alles Anfeindungen verteidigen.
Das aber ist jeden Preis wert, oder um es mit Genossin Merkel zu sagen: Alternativlos.
Mützenich
ist abzusetzen, dem Antrag der CDU/CSU Fraktion ist zuzustimmen, es sei denn, der Antrag der
Koalition wird um die Wortkombination "Taurus Marschflugkörper" ergänzt. Der Koalitionsfrieden wird
nicht durch Strack-Zimmermann gefährdet, sondern durch die Heuchler der Grünen und der SPD Fraktion,
deren letzte Bastion offensichtlich der Fraktionsfrieden ist. Die CDU/CSU Fraktion sollte namentliche
Abstimmung beantragen, damit für die Geschichtsbücher klar ist, wer Deutschland an Moskau verrät, für
einen Appel und ein Ei. Es gibt keine kölsche Lösung mit Düsseldorfern.
Hä,
Hä, Hä -
oder
Gedichte
schreiben,
wie
Engels es
so schön
sagt,
Gedichte des
wahren Sozialismus.
Aus dieser Perspektive und
nur
aus dieser Perspektive muss heute nur umso entschlossener die Unterstützung der Ukraine gefordert werden.
Das bringt auch die zu Banditen gewandelte Bürokratenklasse der stalinistischen Nomenklatur ihrem Ende
näher.
Es heißt aber nicht, dass die ukrainische Bourgeoisie verschont wird, wenn es so weit
ist. Willkommen im freien Westen ihr Clowns. So hätte es Lenin gesagt, so unterstützen wir es aus
theoretischer und damit marxistischer Sicht.
Das sollte die ukrainische Armee, die sich nur
viel zu sehr auf den verlogenen Westen eingelassen hat schnell verstehen, ihre Mittel entsprechend
anpassen und nicht auf den Sankt Nimmerleinstag warten, oder bis die Ukraine eine Milutärdiktatur ist.
Nur umso schneller werden sie diesen Krieg gewinnen und sich mit den russischen Soldaten vereinigen können,
gegen die Macht der Banditen.
Na, ja - für den Anfang könnte man mal ein paar Leninstatuen
aufstellen und sich nicht allzusehr in Kleinbürgern wie Selenskiy und der hinter ihm stehenden Oligarchie
der Ukraine täuschen -
diese Leute sind nützliche Idioten, aber wenn es darauf ankommt, dann sind sie weg. Kleiner
Scherz, oder nicht? Historisch gesehen, geht es nie gut, wenn man die Leute, welche ein Erbe erst
besorgt haben, enterbt.
In der nächsten Staffel von "Diener des Volkes", erscheine ich dem
Selenskiy, dann wird er sich Ivan den Schrecklichen noch zurückwünschen. ;)
Zum Schluss - gewinnen immer wir!
Diese Demokratie darf
sich
nicht wundern, wenn wieder, irgendein
Despot, sie eines Tages abräumt, sie hat kein Rückgrat, keinen Charakter, keine Attitude. Es sind
schwache Demokratien mit einer heuchlerischen,
feigen und
auf den eigenen Vorteil bedachten politischen Klasse, die nicht die Sprache der Freiheit und
Gerechtigkeit spricht.
Sie sprechen die Sprache des Kapitals und opfern jeden und alles, um ihren
Reichtum, der über jedes Maß und jede Notwendigkeit hinausgeht, auf dem Rücken der Schwachen, der
Freiheit, der Demokratie zu
vermehren.
No
Justice, No Peace!
"Lüüüüüüüügenpressse halt die Fresse!"
"Fresse Alice, nächster Vorschlag, und sei nicht immer so ichbezogen!"
"Jawoll mein Föhrer"
Der Frieden in Europa kann nur gewahrt werden,
wenn Grenzen nicht verschoben werden.
Insbesondere gewahrt! Die Grenzen der Glaubwürdigkeit und zwischen Zynismus und Realität, so möchte man
ausrufen,
sollten ebenfalls nicht allzu sehr verschoben werden. Kölle Alaaf, oder wie sagt man in Hamburg, ach so, da
fängt man an zu weinen. Wie? Karneval ist vorbei? Egal, nach der Session ist vor der Session. Du Lisbeth
war schon Aschermittwoch? Hättest mir ja mal sagen künne. Lisbeth? Hallo? Lisbeth, du wolltest doch ne
Atombombe kaufen, ja? Bei Macron, wie doch nicht? Achso, Blumenstrauß? Strüßje, statt Atombombe, lern schon
mal russisch. Die Heuchelei geht weiter, ohne Frankreich und England würden sie sowas nicht riskieren, aber
brüskieren können sie Macron - ist das eine Heuchlertruppe. Da wünscht man ihnen den Trump an den Hals,
dann fällt Putins Miniatombombe direkt ins Klo vom Kanzleramt, wenn Scholz bei einer
Sitzung gerade
die
neueste Ausgabe von Mickey Mouse liest und krampfhaft versucht gleichzeitig zu lachen und zu scheißen, dann
kommt er endlich der lang ersehnte 4 K Wumms Ultra HD, und der Kanzler ist in der Umlaufbahn.
Blockbuster mal anders gedacht, hä,hä,hä, im Deutschen "Dr. Seltsam - oder wie ich lernte die Bombe
zu lieben". Nein, das Kulturbildungsgrundverständnis mit pädagogischem Überbiss kann es nicht lassen, es
muss klugscheißerisch und arrogant an "Dr. Strangelove", rummachen, es zu "Dr. Seltsam" vergewaltigen,
weil so einer nicht Strangelove, sondern Seltsam heißen muss. Wo dann der Name nicht mehr Satire genug
ist, weil man ihn zuvor völlig erratisch durch Dr. Seltsam ersetzte und nur deshalb liebebedürftig im
Nachsatz wurde. Also um auch ja ganz sicherzugehen, doppelt hält besser, noch den
dümmsten Nachsatz der Filmgeschichte dranhängen, wie man dem guten Bowles
und seinem Sheltering Sky
irgendeinen
scheiss
"Himmel über
der Wüste" verpassen musste.
Aber, wenn aus Dr. Strangelove, Dr. Seltsam wird, dann geht es nicht
mehr um
eine seltsame Liebe zu einer Bombe, aus einem Fehler geboren, es geht dann um was? Richtig, der deutsche
Titel hat mit dem Film nichts mehr zu tun. Besser kann man nicht dokumentieren, dass man den Film nicht
verstanden hat, trotz all des Kulturschweißes, der bei dieser komplexen Titelfindung geflossen sein
mag. Das prägt ganze Generationen von deutschsprachigen, vermutlich ist nur wegen der bescheuerten
Titelgebung von fast jedem synchronisierten Film die Filmförderung entstanden, man hat die
englischsprachigen Filme nicht verstanden und wollte was gegen die Gewaltverherrlichung im amerikanischen
Kino tun, weil dies eine Verpflichtung ist, die sich aus der deutschen Geschichte ergibt. Es ist
wie beim Doktor, sie brauchen immer irgendetwas, damit der Arm nicht direkt wieder zum Gruße erhoben wird,
sie schaffen es nicht einfach so, oh nein, sie brauchen dafür einen ganzen beschissenen Staat, weil sie Angst
vor sich selbst, damit eine Kultur der Angst erzeugt haben, der Angst vor Freiheit, weil sie bei
ihnen und nur bei ihnen in der Shoa endete. Führer befiel mir frei zu sein, dann kann ich auch sein, so
beschissen frei, wie dieser Reimbrei. Und hier ist er "Dr. Strangelove"
Wir haben in diesem Aufsatze wieder gesehen, welche borniert-nationale Anschauungsweise dem vorgeblichen
Universalismus und Kosmopolitismus der Deutschen zugrunde liegt.
Franzosen und Russen gehört das Land,
Das Meer gehört den Briten,
Wir aber besitzen im Luftreich des Traums
Die Herrschaft unbestritten.
Hier üben wir die Hegemonie
Hier sind wir unzerstückelt;
Die andern Völker haben sich
Auf platter Erde entwickelt.
Dieses Luftreich des Traums, das Reich des »Wesens des Menschen«, halten die Deutschen den andern Völkern mit gewaltigem Selbstgefühl als die Vollendung und den Zweck der ganzen Weltgeschichte entgegen; auf jedem Felde betrachten sie ihre Träumereien als schließliches Endurteil über die Taten
´der andern Nationen, und weil sie überall nur das Zusehen und Nachsehen haben, glauben sie berufen zu sein, über
alle Welt zu Gericht zu sitzen und die ganze Geschichte in Deutschland ihr letztes Absehen erreichen zu lassen. Daß dieser aufgeblasene und überschwengliche Nationalhochmut einer ganz kleinlichen, krämerhaften und handwerkermäßigen Praxis entspricht, haben wir bereits mehrere Male gesehen. Wenn die nationale Borniertheit überall widerlich ist, so wird sie namentlich in Deutschland ekelhaft, weil sie hier mit der Illusion, über die Nationalität und über alle wirklichen Interessen erhaben zu sein, denjenigen Nationalitäten entgegengehalten wird, die ihre nationale Borniertheit und ihr Beruhen auf wirklichen Interessen offen eingestehen.
Mein Führer, das Kulturgesindel muss ausgemerzt werden - äh - Wo waren wir stehengeblieben? Man kann also
nicht
einfach hingehen und Kunst mit einer Moral überziehen, die nicht zur Kunst gehört. Das Gleiche gilt für
Film. Damit bleibt nur, jede politische Einflussnahme aus dem Kontext der Kultur zu verbannen. Man kann
diese Kultur dann sicher in einem auch politischen Raum diskutieren, aber man darf nicht politisch oder
moralisch eingreifen, denn dies öffnet die Pforten der Hölle. Wenn die AfD dann an der Macht ist,
wird sie dies genauso tun, aber mit einem ganz anderen politischen Ansatz.
Deshalb bleibt Zensur, Zensur, wer auch immer sie aus welchen Gründen auch immer ausüben will, ist zu
verdammen, wenn es mit den Mitteln der Kulturförderung ausgeübt wird, ist es nur umso schlimmer. Damit
ist auch Positivzensur gemeint, also die ständige Förderung von "Staatskünstlern".
Jeder Ansatz von Förderprogrammen muss also insbesondere einen Weg weisen, der jede Form von politischer
Einflussnahme und politischer, aber auch karrieristischer und institutioneller, korrupter Machtausübung
verhindert. Gleiches Recht für alle, ohne weitere (formale) Voraussetzungen, dies lässt sich nur über
Steuern machen. Das schlimmste für eine Kulturszene ist eine Schere im Kopf, die durch langjährige
Erfahrung mit ganz bestimmten Kulturinstitutionen, Jurys, Klüngeleien etc. quasi schon mit den
einschlägigen Ausbildungen übergeben wird, das setzt sich fest.
Das ist in Deutschland ohne jeden Zweifel der Fall, beim Film, ganz besonders zum Nachteil des
deutschsprachigen Publikums, die auf internationale und vornehmlich US-Produktionen angewiesen sind,
wenn sie nicht nur 1-mal im Jahr einen richtig guten Film sehen wollen. Dabei hat die regionale
Filmförderung zu perversen Konstruktionen geführt:
Twenty Century Fox dreht einen Blockbuster in Berlin,
und sorgt dafür, dass der Kudamm fünf mal im Bild ist, dann gibts Kohle vom Filmboard
Berlin/Brandenburg. Das Drehbuch oder der Plot wurde nicht aus inhaltlichen Gründen so konzipiert,
sondern weil ein Big Player aus den USA bis zu 10 Prozent des gesamten Budgets vom Staat und
seinen vorgeschalteten "Kultur"institutionen erhält. Ein wunderbares Beispiel, wie inhaltliche Zensur
aussieht. Eine deutsche Produktion, die einen Blockbuster machen will, könnte das auch tun, aber sie hat
von vornherein überhaupt kein 20 Millionenbudget, sie hat keine Stars, keine Starregisseure, sie kann
dafür vor Anspruch kaum noch laufen, und im Abspann pappt alles von Filmboards bis ARTE und ZDF auf, damit
bekommt sie vielleicht 5 Millionen zusammen, darf aber kein Blockbuster oder Trash sein, weil es dann ja
kein Kulturprodukt ist. So kommt nie Geld zusammen, insbesondere auch kein Transfer von Blockbuster zu
richtig gutem Film. 20. Century macht aber beides: Blockbuster und einige der besten Filme, die je über
eine Leinwand flimmerten, da würde ich mich mal fragen: Wie machen die das?
Blockbuster spielen
eine sehr wichtige Rolle, die kommen nie aus dem deutschsprachigen Raum, weil eine schwachsinnige
Filmbürokratie, die Politik, vor langer Zeit entschieden hat, dass Europa eh keine Chance hat gegen die
amerikanischen Blockbuster anzustinken. Es wurde politisch willkürlich zum Nutzen einer aufgeblasenen
und selbstreferentiellen Kulturbürokratie auf "Anspruchsfilm" gesetzt. Konnte man auch machen, weil es
Truffaut, Fellini, Chabrol , vieles mehr, die Cinecittà und New britisch Cinema gab - wo ist all das
geblieben? Erstickt im Bürokratensumpf. Wo Babelsberg geblieben ist, kann ich euch sagen, in Hollywood, weil
der Führer oberster Filmemacher wurde, mit seiner Schlampe Riefenstahl als Maskottchen.
Am Ende sind dabei herumgekommen, mit einigen Ausnahmen, vollkommen verkopfte elitäre Produktionen, die
einem
akademischen Publikum schmeicheln, in wenigen Programmkinos, 90 % der potenziellen Kinogänger
am Arsch vorbeigehen. Oder der
absolute deutsche Komödien-Dünnschiss mit und ohne Ohrhasen. Daneben
sind es in der Regel keine Independent Produktionen, sondern formalistische Produktionen, die ihr Budget
aus staatlichen und halbstaatlichen Programmen beziehen, und ihre Kosten so gut wie nie
wieder einspielen.
Ein Fall für den Bund der Steuerzahler.
Insgesamt ist die europäische Filmindustrie durch diese Vorgehensweise stark geschwächt worden, ist
hängen geblieben und den Anforderungen der Zeit nicht gewachsen, was sich besonders am Streamingmarkt
zeigt. So schön da auch einzelne Erfolge, wie "Dark", sein mögen, am Ende machen die Kohle die US-Player
und nichts davon bleibt in Europa.
Bei genauerer Betrachtung stellt sich bei vielen der jüngeren und gar nicht so schlechten Produktionen, zu
nennen ist hier "Anatomie eines Falls" oder "Das Klassenzimmer" eine bittere Wahrheit heraus: Es wird
zunehmend auf US-Handwerk gesetzt, auf eine US-Ästhetik, was grundsätzlich sehr sinnvoll ist. Es kommen
europäische Schauplätze, europäische Schauspieler und europäische Regie zum Einsatz. Aber, diese Filme
sind weit davon entfernt dieses Handwerkzeug, auch was Schauspiel angeht, in
einen
echten
europäischen
Kontext, der bereits erwähnten überragenden europäischen Traditionen z.B. der 60er zu erzählen.
Das ist genau das,
was passieren musste, wenn der Raum viel zu eng gefasst ist.
Blow Off-On: The Greatest Cut Of All
Es entstehen wirklich gute Filme, aber etwa im
Fall von "Anatomie eines Falles" sind zahlreiche Konzepte hinsichtlich der Szenografie der grundlegenden
Settings, an Filme angelehnt die "Winter und Abgeschiedenheit", "Sonderlinge" zum Thema machen. "Fargo" unten
ist einer davon. "Cold River" ein weiterer. Der große Unterschied ist, man kann "Anatomie eines Falles"
ohne weiteres mit der gleichen Besetzung und Story meinetwegen nach Montana verlegen, man könnte aber
etwa "Fargo", um keinen Preis der Welt in die Alpen verlegen. Die große Gefahr, die insbesondere auch bei
einigen Netflix Produktionen zu beobachten ist: Europa wird zu einem Schauplatz ohne Gesicht degradiert,
was den Amerikanern und den Europäern unmittelbar verständlich sein soll, damit wird der Kontinent
degradiert, zu einer Bühne, der seiner großen Komplexität und Reichhaltigkeit nicht gerecht wird. Er wird
zu einem Schaufenster für den "Oskar".
So macht man einen Mafia Film, das ist dann auch der entscheidende Unterschied
zu Scorsese und den Amerikanern. "Im Namen des Gesetzes", fragt sich nur welches.
Es wird also bei "Fargo" nicht nur irgendeine Story super gut erzählt, es wird eine lange
erzählerische Tradition sichtbar, die sich an einen ganz
bestimmten regionalen Kontext bindet. Dies auf mehreren Ebenen. Einerseits an einen realen
Context in Norddakota, andererseits aber auch an eine fast nur für Amerikaner verständliche Metaebene
"over Dakota". Es reicht also bei weitem nicht sehr gut irgendwas zu erzählen, es muss eine
feste mehrdimensionale und unauflösbare, weil einzigartige, Verbindung zu Schauplätzen, Story und
Charakteren geben. Dies ist mal wieder Kaurismäki perfekt gelungen. Es kommt also nur in einem
ersten Schritt darauf an, von den Amerikanern zu lernen, was das Handwerk angeht,
viel wichtiger ist aber die autonome und die komplexe Gegenwart und Geschichte in Europa, welche die Menschen
auf diesem Kontinent prägt, seit Jahrtausenden, verarbeitende Erzählweise. Daraus entsteht bestenfalls der
einzigartige europäische Blick auf die Welt, ohne ständig den Zeigefinger zu erheben.
Genau das hat die alten Heroen des europäischen Kinos,
vor der gestelzten, "Kunstfilm" Epoche, ums mal einfach auszudrücken, geprägt.
Viel besser gehts dann nicht mehr:
Sie alle haben eine unverwechselbare europäische Filmsprache geprägt, die so nur auf dem alten
Kontinent entstehen konnte, was Fellini mit der Szene am Trevi Brunnen in "La dolce Vita" so dermaßen
auf den Punkt gebracht hat, dass der Film mit dem Brunnen wichtiger wurde als das Meiterwerk der
Architektur selbst. Aus dem Brunnen - einem seiner zahlreichen Wasserläufe gleich kam diese Szene, und
sie scheint so sehr Rom zu sein, wie Rom selbst, zur damaligen Zeit. Das war Kino aus Europa, heute ist
es fast Kitsch, aber nur deshalb, weil es so überragend und einzigartig war. Wo sind sie nur geblieben,
diese ganzen Helden, die Hollywood den Marsch geblasen haben? Oskar? Was ist
das denn? Der Typ in der Tonne aus der Sesamstraße.
Marcello? Where are you - möchte man ausrufen! Steht dat Ding nich aus Pappe heute auch in Las Vegas?
Hieraus
haben sich zwar die berechtigten Kritiken an Hollywood abgeleitet. Was aber vergessen wurde,
man muss besser sein als die Amerikaner, wenn man europäisches Kino machen will, dazu gehört auf
dem Niveau, über das wir hier
reden, viel, viel mehr als einfach nur so gut, wie die Amerikaner, zu sein. Es gehört dazu, den
Grundgedanken des anspruchsvollen UND revolutionären Kinos auch mit den Mitteln
des Blockbusters und einer dann daraus abgeleiteten
unverwechselbar europäischen Handschrift erzählen zu können. Dazu muss man genauso auf
die Amerikaner "hören", wie sie bekriegen. Das war das Geheimnis der
echten alten europäischen Filmschulen, von denen das New British Cinema eine der besten und
detailversessenen
wahrscheinlich die "klassen"kämpferischste war. Danke dafür, aber so gut wie "Kes", wurde Ken nie wieder,
denn Ideologie bringt auch nichts, isn't it?
Die
Konsequenz ist, dass auch der anspruchsvolle Content in Serie und Film hauptsächlich aus den USA
kommt, und das Kapital auch dorthin zurückließt. Die US-Produktionen sind so stilprägend, wie nie zuvor.
Der europäische Ansatz der Filmförderung hat auf allen
Ebenen spätestens ab Ende der 80iger komplett versagt und dient nur noch irgendwelcher
Selbstbeweihräucherung, vorwiegend von Politik, die
an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Kultur tätig ist. Natürlich gab es immer gute Filme
aus Europa und auch aus Deutschland, aber sie hatten keine globale Durchschlagskraft mehr, und so wurden
sie zu einer kleinen Szene, die bei weitem nicht die Bedeutung hat, wie das Kino der 60iger/70iger und
vor dem 2. Weltkrieg. Da haben die Amerikaner alles von den Europäern abgeschrieben, ausser den Western.
Aber wenn man an "Im Namen des Gesetzes" denkt, auch den.
Steuervorteile dürfen nur von einer einzigen Sache abhängen:
Das privat zusammengetrommelte Budget für Filme und Serien wird durch
Steuervorteile vergoldet.
Keine Jurys, keine Filmpreise
(außer jene die nur Ruhm und Ehre zu vergeben haben), keine Kulturfuzzis, keine Redakteure,
keine staatliche Filmausbildung - nur die Freiheit Filme und Serien zu machen,
auf die alle Bock haben.
Mit anderen Worten, wir sind für Roths Referentenentwurf, aber es
kann nur ein erster Schritt zur konsequenten privaten Filmwirtschaft sein, mit dem Boost von
inhaltsunabhägigen und formlosen Steuervorteilen für den Filmstandort Europa.
Darum gehts es doch, oder? Ja gut, ein erster Schritt.
Erst dann, wenn eine solche Landschaft entstanden ist, können Independent
Produktionen im Windschatten der Blockbuster segeln, erst dann kann eine echte independent Szene
entstehen, erst dann wird Film und Serie wirklich Kult.
Und genau aus diesem
Grunde kommen die mit Abstand besten "Anspruchsfilme", "Kunstfilme" nicht aus einer gestelzten
Kulturbürokratie, sondern aus den Blockbustern.
Damit sind ganz sicher auch keine Oskars gemeint, einen
Oskar könnt ihr in die Tonne hauen, und das weiß im Grunde jeder, dort wird seit Jahrzehnten nur noch
gutes Handwerk ausgezeichnet. Der Oskar interessiert doch in den USA schon lange keine Sau mehr,
solange es um anspruchsvollen und independent Film geht. Checkt es endlich, und hört auf,
euch nicht mit den besten amerikanischen Filmen zu vergleichen, nicht mit der independent Szene
dort zu vergleichen, hört auf euch nur mit euresgleichen zu vergleichen
und maximal nen scheiß Oskar oder Auslandsoskar anzustreben - seht es
endlich ein, nur so kann es gehen!
Hört auf Filme für Jurys, euren scheiß
Filmprofessor zu machen, der das doch eh nur ist, der eh nur an der Uni rumhängt,
weil er eben keine geilen Filme macht, Filme für
Kleinbürger,
Bürokraten,
für
Rentner
und Politiker, für leere Kinos und Kulturspießer, Schickeria und Festivals als Stadtmarketing, macht die
Filme, die ihr machen
wollt, um jeden Preis, macht Filme, die Spass machen, macht Filme komplett ohne die alten Säcke und gründet
eine
neu junge, europäische, kapitalstarke Filmindustrie, die auf alle Traditionen scheißt,
make Money, make more
Money, make the
most Money, and put it into
Firefyly the overnet Generation yo Fuckers, und hört
auf euch ständig zu wiederholen.
Und:
Genre Rules! Und jetzt verpisst euch.
Die Schauspieler sollten nicht mehr für Theater ausgebildet werden, und man sollte ihnen nicht mehr
ansehen, dass sie schauspielern.
Mit anderen Worten, die strikte rein privatrechtliche und privat
finanzierte Schauspielausbildung ist das wichtigste. Aber - der Markt ist groß genug, da findet man
schon das passende Gesicht.
"Panisch suchte Captain Lena nach einer Lösung und fand sie in einem alten Slip,
den sie zufällig in ihrer Tasche hatte" "*schepper, kawumm, qualm, rauch* *blub*"
"Jetzt, ja, jetzt hälts du endlich die Fresse für immer." "*krrrr* ei *krrr* nen hab ich noch*"
"Na bitte geht doch."
"Danke, mein Föhrer. *rauch ab*"