Fahrrinnen und LKW - Albernheiten
Das Halluzinieren der Schwarz/Roten geht weiter. Ich sag nur :
SSP3-7: Wie politische Maßnahmen
"gegen" Klimafolgen, Klimafolgen und Klimawandel verstärken.
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Die Zeit ist ein Gauner
Umfragetief Merz, Vermögen im Osten, Rente konzeptionell, Rente im
Vergleich:
Platz 18: Kasachstan,
Platz 19: Chile, Platz 20: Deutschland, Platz 21: Kroatien.
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Menschliche Tiere
Ein "Rückblick" auf den Menschenzoo. "Wir kämpfen gegen menschliche Tiere
." Galant, israelicher Verteigigungsminister.
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Merz, der Klotz am Bein
Endlich! Merz schafft 3 Millionen Marke bei den Arbeitslosen!
Rücktritt vom Rücktritt x 2 - außerdem Umlage-Rente,
die X-te
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Bildung und Kultur ist Ländersache
Wir schauen uns den
schleichenden Umbau von Bildung und Kultur vor und in der NS-Zeit
exemplarisch an.
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Dobrintds Fanal
Verbrauchertipps für die Bundeswehr. Eine Fatwa. Dumpfbacken- Rituale der
Islam/Migrantenhetze.
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Saudische Dunkelflaute, Yalla, Yalla Bibi
Eigene EU-Regeln Iran - jetzt - wg. Ölpreis. Saudi-Arabiens
große
Energieprobleme. Deutsche jüdische Gemeinde ist nicht nuhr komisch. Eine
antifaschistische Laudatio.
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Holiday Notes 3a: Witzigkeit kennt keine Grenzen
Der Superstar der Union Laschet als
Fraktionsvorsitzender. Reichinneck und eine outdated
Hausfrauen-Droge. Canada und
Playmobil U-Boote, Freilichtmuseum Infrastruktur
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Holidy Notes 4: 42 x EU
42 Fragen, die sich nicht nur die Briten bei der Neuauflage des
Referendums stellen sollten, sondern alle.
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Spahn weg! & UK - der Nächste bitte!
Spahn im White Lotus der Fertilität, identitäre Politik ist reaktionär und
unzureichend. England
braucht
jetzt das Referendum
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Holiday Notes 2, Jesu' letztes Hemd, Volksbank,
Braunschlag, 666 - Amen.
Volksbank? Jawoll! Braunschlag, der niederösterreichische Marienwallfahrtsort
ist immer eine Reise wert.
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Holiday Notes 1
Ahrtal, sehr traurig, sehr Alzheimer. "Schlangentöter" und Schwachmatenkaiser.
Runde Nordschleife, genüsslich schwebend im C5 Aircross, Zeit: 98:11:12 wird
relativ im C5 Weltall.
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Holidays, Harlan II, New York
Urlaub bis Oktober. Schwarz-Rot langweilt mit Reförmchen für Trottel,
die zur Agenda aufgeblasen werden, während der IWF die Prognosen senkt und
der DAX den Irankrieg wichtiger findet. *Gähhhhn*
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"Mitte hat geliefert"
Merz/SPD liefern Opas Resterampe:
Kosten steigern, primitiver Rüstungskapitalismus (ohne
Personal), digitales Totalversagen, Staatskapitalismus, Klimawandel-
und Transformationsignoranz.
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Gehirnfurchenvertiefung ist allemal effektiver als Fahrrinnenvertiefung
Verkehr ist ohnehin der absolute Verlierersektor, was Klimawandel und Ökonomie angeht. Ha, Ha, Ha.
Der Rhein ist auch deshalb so wichtig, weil weiter der Brenner Basis Tunnel und der
eiserne Rhein ab
Rotterdamm, in
Deutschland,
keine Fahrten aufnehmen, Ha, Ha, Ha.. Die Frickelei der Bundesregierung erscheint hier u.A. als
Fahrrinnenvertiefung, die Dürre beschleunigt und den Bauern nicht egal sein kann -
Zielkonflikte ohne Ende. Sonntagsfahrverbot LKW, Fahrrinne sind typische
erratische Maßnahmen, die in das
Szenario SSP3-7 einzusortieren sind.
Weiter ist mehr
als fraglich, ob es überhaupt noch Fahrer gibt, wenn man sie nicht von hinter dem Ural rekrutiert,
was derzeit schwierig wird. Schön auch, dass der Familienausflug auf dem Rasthof inmitten eines
wilden Speditionshofes endet, auch Sonntags alles voller LKW ist, nicht nur die also, die da nach
EU Recht garnicht übers Wochende da stehen dürften, deshalb stehen sie in Deutschland und nicht in
Belgien,
sodass man die
Raststätte
kaum
erreicht und das Kind sich in die Hose macht, weil Papa nicht durchkommt. Bilger sollte einfach den
Pannenstreifen
auf ganzer Länge zum LKW ruhepausen
freigeben.
Vielleicht kann ja
die Bundeswehr ein paar Laster steuern, ach ne,
auch kein Personal. Es ist doch nur noch ein schlechter Scherz, was da aus Berlin kommt.
"Ausgerechnet" der Alptraumsektor Verkehr macht, was er im Klimawandel gerne tut, er bricht
zusammen. Und übrigens ist dies das Ergebnis einer Winterdürre, wer sagt denn, dass der nächste
Winter feuchter wird, wenn kein Schneee fällt, gibts kein Tauwasser, ha, ha, ha. El Ninjo jedenfalls
ist nicht der geborene Skifahrer. Nicht
automatisch.
Vielleicht sollten wir
in die
Wolken das geniale Trumps' De Luxe Regenpulver injizieren, das kann doch die Bundeswehr, oder? Oder
die
Bundeswehrkapelle
spielt den Regenmarsch von Morgens bis Abends.
Aber wir wären nicht swashmark, wenn wir nicht was besseres als Bundeswehr hätten:
Obs jetzt regnet? Bei Manni inner Hose bestimmt.
Der Klimawandel ist ein physikalisches Phänomen
und kein politisches, ob sie das endlich nun begreifen? Oder werden sie weiter Amok gegen die
Realität laufen, wie irgendwelche Junkies auf Droge. So mancher hat sich dank der Physik schon
ordentliche Beulen geholt. Besonders im Vollrausch, dabei dachte Merz doch, seine Regierung hätte
den Klimawandel endlich erfolgreich bekämpft und überwunden. Weshalb ja auch bei Rente und Gesundheit
keine Hitze eingepreist wurde. Dabei könnten tausende Senioren, die in ihren Wohnungen zu Tode
gegrillt werden, einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Rente leisten. Nicht eingepreist, was?
Vielleicht braucht man ja keine Rente mit 70, weil die mit 69 kollabieren. Weil diese Hitzewelle ganz
sicher nur die nächste längere und schlimmere vorbereitet, da mag man nicht ans nächste Jahr denken.
Die Waldbrände könnten dann ganz leicht zum Krematorium werden, was ebenfalls die Rente schonen würde
. Sind keine Wälder mehr da, braucht man nur ganze Kohorten in der Wüste aussetzen und die Rente ist
gerettet.
Der Klimawandel
wird unterschätzt, die erfolgenden "Natur-Katastrophen" "Jahrhundertdürre",
"Jahrhundertunwetter", "Jahrhunderthochwasser", "Jahrhunderthitzewelle" mit Ansage
und Sirene, werden mit Maßnahmen angegangen, welche
den Klimawandel beschleunigen. Darauf folgen Maßnahmen, die ihn noch schneller machen.
Das ist der Klassiker einer ignoranten, nationalen bis nationalistischen Klimapolitik.
Die Le
Pen in Frankreich hat gemerkt, dass sie in Paris transpiriert. Nachdem gerade ihre Fraktion, die
mittlerweile eher
mit
der rechteren Union als mit der AfD vergleichbar ist, alle Klimawandelmaßnahmen abgeblockt hat, mit
dem Argument der Klimawandel ist eine Erfindung der Grünen, will sie nun Milliarden in Klimaanlagen
stecken. Diese Klimaanlagen brauchen in Frankreich Atomstrom. Sie sorgen selbst für deutliche
Erwärmung, nicht nur in der Stadt, direkt, sondern auch durch ihre Produktion und ihren Betrieb auf
abstrakter Ebene hinsichtlich CO₂. Aber - der Atomstrom hängt an den Flusspegeln. Das ist genau der
Teufelskreis, in den uns falsche Klimapolitik bringt. Also selbst, wenn sie den Wandel nicht mehr
leugnen schlagen sie so hirnrissige Maßnahmen vor, dass das Ergebnis eine Beschleunigung ist, denn
die übrige Umweltpolitik ist ja immer noch grün. Also muss man Betonmaßnahmen finden, damit die
Grünen immer noch Unrecht haben. Es dreht sich im Kreis. Aber, wie wir im nächsten Abschnitt genauer
sehen werden, ist auch hier die Zeit ein Gauner.
Diese
Maßnahmen schaukeln sich
hoch und
sorgen auch für große wirtschaftliche Probleme in der Gegenwart und Zukunft. Diese Regierung
verschlechtert die
Lage Deutschlands dramatisch, durch ihre Klimawndelignoranz, auf allen Ebenen und schlägt besosnders
gefährliche Maßnahmen als Lösung vor, während sie im Gegensatz zu den Niederlanden, Österreich und
der Schweiz, Italien alle großen Bahnprojekte nicht so aufgreift und vorantreibt wie es nötig
wäre, wie es eigentlich abgesprochen war.
Seit
Jahrzehnten.
Stattdessen finanziert man Orchideenprojekte für den Personenverkehr.
Heute kommt
zwar ein
Auftragsplus
zustande,
bei der Industrie, aber
ob diese Aufträge sich eben zu den deutschen Kosten rechnen, ob die Margen standhalten, jetzt
noch mit Dürre, ist mehr als fraglich. Diese Situation, dass ein Auftragsplus auf die alte
Kostenstruktur trifft, ist nichts Neues, man
kann sich auch in die Pleite produzieren, siehe VW.
Es sieht also nicht danach aus, dass die
Wellblechökonomie beendet werden kann, die Dürre wird mindestens 0,1 % Wachstum schlucken. Über
die 500 MRD Infrastruktur braucht man nicht mehr reden, wenn sie nicht in den eisernen Rhein und
den Anschluss an den Brenner Basis Tunnel gehen, dann werden sie versickern, vielleicht in
sinnlosen Vertiefungen, die das Grundwasser gefährden, die den Abfluss beschleunigen, die
Hochwasser gefährlicher machen, die weitere Maßnahmen der Kanalisierung erfordern. Aber - durch
eine Vertiefung ist nicht mehr Wasser im Spiel, sondern noch weniger. Gell - es fließt besser ab.
SSP3-7 kann mühelos in konservative und nationalistische Trottel am Bau umbenannte werden. Du bist
ein Brett Kollege, wie prognostiziert.
Im übrigen braucht man eine übergeordnete und letztinstanzliche Klimawandelsuperbehörde, mit
zentralem Wassermanegment, nach
Vorbild von Rijkswaterstaat.
Shared Socioeconomic Pathways (SSPs), auf Deutsch "Gemeinsame sozioökonomische Entwicklungspfade",
sind weltweit anerkannte narrative Szenarien, die beschreiben, wie sich Gesellschaft,
Technologie, Wirtschaft und Politik im Laufe dieses Jahrhunderts entwickeln könnten.
Sie bilden die Grundlage für moderne
Klimaprojektionen
(CMIP6),
um die Auswirkungen von Treibhausgasen auf das Klima unter verschiedenen
Szenarien zu untersuchen.
Zwar sind die Szenarien bis 2100 gestaltet, bei SSP3-7.0 kann man vom Erreichen der
3
Grad Grenze bis 2060 ausgehen, ( 1,5 Grad 2027 - WMO.) SSP3-7.0 führt zu einer starken
Erwärmung, die
oft als "Real-World"-Szenario (ohne
drastische neue Klimapolitik) beschrieben wird. Studien deuten darauf hin,
dass unter SSP3-7.0 bis 2050 ca. 36,3 % der terrestrischen Ökosysteme ihren
Typ verändern könnten. - Dürre Typ verändern, bedeutet, wenn aus einem Wald,
zunächst mal durch Einfluss des Wandels selbst eine brache Trockenfläche wird, kann er kein
CO₂ mehr speichern. Hinsichtlich des Meeresspiegels zeigen Projektionen einen signifikanten
Anstieg von 0,55 bis 0,90 Metern bis zum Ende des Jahrhunderts.
SSP3-7.0 beschreibt also eine Welt mit großen Herausforderungen für die CO₂minderung und
die Klimawandel-Anpassung. Dabei wird aber nicht von einem Worst Case ausgegangen,
wie bei SSP5-8 in dem es praktisch keine Maßnahmen mehr gibt.
Das Interessante bei SSP3-7 ist, zu sehen, wie erfolgende Maßnahmen konterkariert werden,
durch politische und systemische, soziale Entwicklungen, die gegen die Maßnahmen laufen, was eigentlich bedeuten würde, die Maßnahmen müssten ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden, was auch wieder irreal ist.
Damit eben ein "Real World" Szenario, was die großen Widersprüchlichkeiten der
Entwicklungen aufzeigen kann.
Eine ganz neue Studie zeigt nun, dass es in der Tat eine statistisch
significant Beschleunigung
der
Erwärmung gibt.
Was also vielfach überhaupt nicht besprochen wird ist übrigens elementar - wie reagieren die
sozialen Systeme auf den Klimawandel und wie müssen sie gehärtet werden.
Nun die deutsche Rente
lebt ausschließlich von der doppelten Belastung der Arbeit, sie lebt von der Konjunktur und von
guten Zeiten. Sie ist nicht resilient. Schon die jetzige Dürre kann viele Arbeisplätze kosten und
sie kann bei falschen Reaktionen, wie Bilger mit seinen Vertiefungsphatasien, enorme weitere
Probleme verursachen. Daneben kann schon ein solches Niedrigwasser, wenn die Bahn auch nicht voll
einspringen kann, wenn eben kein eiserner Rhein und kein Brennerbasis Anschluss existiert locker
ein halbes Prozent Wachstum kosten.
Eine Rente die nur von Arbeitseinkommen und Konjunktur
abhängt, von Transfers aus Steuergeldern, ist in Zeiten des Klimawandels eine noch schlechtere
Idee, als sie es ohnehin schon ist. Die Bundesregierung regiert erratisch und bisher an allen
Themen vorbei. Die Reformen, die sie präsentiert sind, um im Bilde zu bleiben, sehr dürre
Reförmchen. Danke, am besten, wegtreten. Im doppelten Sinn.
Die Zeit ist ein Gauner
Vorab ein Beispiel, damit wir alle wissen, worüber wir beim Deutschen Almosen Zwangs-System reden:
Die
durchschnittliche Gesamtrente in den Niederlanden liegt für alle Haushaltsformen bei rund 3.957
Euro brutto im Monat, während Alleinstehende im Schnitt etwa 3.105 Euro erhalten.
Die tatsächliche durchschnittliche Altersrente in Deutschland liegt bei rund
1.405 Euro brutto im Monat für Männer und 955 Euro brutto für Frauen.
Nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung verbleibt
im Gesamtdurchschnitt aller Ruheständler eine Nettorente von knapp über
1.100 Euro brutto
Normalerweise müsste jeder der für so einen Output die Arbeitskosten ins Unermessliche treibt jetzt mit
knallrotem Kopf den Raum verlassen. Es müsste endlich eingeräumt werden, dass das deutsche System nicht
reformierbar ist, es ist ein Schrottsystem und muss zu 100 % neu aufgesetzt werden. Auch die laufenden Renten
dürfen eigentlich nicht mehr aus der Umlage bezahlt werden. Es muss eine Regierung geben, die dies angeht und den
Mut hat den derzeitigen Rentnern die Wahrheit zu sagen. Für so einen Scheiß die jungen heranzuziehen und ihnen
gleichzeitig auch nur Armutsrenten zu bieten ist der eigentliche Skandal. Die angedachte Reform ändert daran
gar nichts. Am besten man meldet seinen Hauptwohnsitz im Ausland an, das ist leider die einzige Chance dem
Rentenwahnsinn, auch noch angesichts der zu erwartenden Rentnerschwemme, zu entgehen und sein Geld nach eigenem
Gusto anzulegen. Man sollte es diesen Kassen entziehen, wann immer möglich, aber natürlich legal. Schwarzarbeit
zur Altersabsicherung, auch von Rentnern, die haben wir genug, mehr als genug. Der informelle Sektor in
Deutschland hat seinen Hauptgrund in Sozialabgaben, die keinen sinnvollen Output liefern, bei denen Preis und
Leistung vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Wer bringt die meisten Erträge?
Die höchsten Gesamterträge durch smarte Kapitalanlage:
Niederlande & Dänemark
Diese Länder setzen auf kollektive Pensionsfonds, die das Geld der Beitragszahler
weltweit an den Aktien- und Immobilienmärkten anlegen. Die Niederlande erreichen regelmäßig die
Höchstnote ("A-Grade") im Global Pension Index. Weil das Geld arbeitet, Zinsen generiert, Renditen
erwirtschaftet sind die Renten extrem hoch, ohne dass der Staatshaushalt kollabiert.
Mit diesen Fonds kann auch demografischer Wandel abgepuffert
werden, es kann auch Anlagepolitik gemacht werden, mit dem Ziel bestimmte Anlageformen eher zu fördern.
Renten können zu einem gewissen Teil auch von den letzten Löhnen abgekoppelt werden, sodass auch
Menschen mit geringen Löhnen an den Fonds partizipieren, ohne dass eine Rentenkasse belastet wird.
Besonders krass in Deutschland ist, dass die Kosumausgaben der über 65-Jährigen natürlich gering
ausfallen, besonders im Osten. Zwar reicht das Geld für Miete oder die Instandhaltung der selbst
bewohnten Immobilie, soweit sie abbezahlt ist, aber dann fängt bei praktisch allen das große Sparen
an. Sobald chronische Krankheit und Pflege ins Spiel kommen ist das Versprechen der Altersabsicherung
durch die deutsche Rente ohnehin Makulatur, dann wird es meist richtig schwierig, besonders, wenn man
selbst pflegen muss, ohne dafür bezahlt zu werden, ohne dafür eine Ausbildung zu haben. Derlei Punkte
gibt es viele, das deutsche System erkauft sich also seine angebliche soziale Sinnhaftigkeit mit dem
Verdrängen realer Lebensrisiken, Schönwettersysteme, sobald diese aber eintreten, sind die deutschen
Systeme komplett
unbrauchbar, aber belasten zuvor die Arbeit.
Etwaiges Vermögen muss so
für
Konsum
eingesetzt werden. Es
entsteht also nur ein kleiner Markt. Es kann nicht sowas, wie eine selbsttragende Seniorenökonomie
entstehen, die Erfolgsgeschichten des Alters liefern könnte. Das Bild vom Alter ist also durch ein
solches System vorgeprägt.
Damit einher geht die seltsame, eng eingegrenzte Lebensweise der meisten
deutsche Rentner, ihre Einsamkeit, die eher
nicht
mehr von Teilnahme am Leben geprägt ist, sondern von einer Ghettoisierung der Alten. Niemand fängt
noch was neues an, man wartet auf den Tod und macht daraus eine Lebenseinstellung. Vor allem für
Alte selbst ist Deutschland eine Horrorshow mit nur wenigen zur Verfügung stehenden, irgendwie immer
gleich langweiligen Lebensentwürfen, Enkeltaxi ist da schon eine willkommene Abwechslung. Das geben
viele nicht zu und reden es sich schön. Da muss man eben genau beobachten. Ich möchte jedenfalls
nicht so leben.
An anderer Stelle führen diese reaktionären und konservativen Vorstellungen von Alter dazu, dass man
mit 55 praktisch keinen Job mehr findet. Ja, die Lebenserwartung steigt, das bedeutet nicht, dass
die Lebensarbeitszeit auch steigt. Sie kann sogar sinken, wenn die Lebenserwartung steigt. Die
Lebenserwartung als nackte Zahl ist allenfalls für die Auszahlung der Rente relevant, sowie für die
Propaganda von unhaltbaren Reformvorhaben, für die
Beitragszahler ist aber die Lebensarbeitszeit der wichtige Marker und nicht die Lebenserwartung. Die
Lebensarbeitszeit entscheidet über die Auszahlbeträge - da kann man 120 werden, spielt keinerlei
Rolle. Es gibt keine Statistiken, die belegen, dass die Lebensarbeitszeit steigt, wenn die
Lebenserwartung steigt.
Auch hier halluziniert sich die Commission und die Regierung also eine
Evidenz zusammen, die nicht existiert. Unterstes Niveau.
Damit steht, z.B. in den Niederlanden, ein viel fortschrittlicheres Verständnis von Alter im Fokus. Die
Rente geht nicht nur
nach dem angeblichen
"Leistung"sprinzip,
was oft willkürlich ist. Warum verdient eine Krankenpflegerin weniger als ein ITler? Oft geht
es also gar nicht um Leistung, was in Deutschland immer noch behauptet wird, sondern "Leistung" ist oft
nur ein willkürliches Entlohnungssystem, keine echte Leistung. Damit wird das Alter für viele Menschen,
die im Leben Pech hatten, oder auch mal falsche Entscheidungen getroffen haben, schlechte
Startbedingungen hatten, falsche Berufswahl, dennoch eher eine
schöne
würdevolle Zeit, weil es viel weniger vom Erwerbsleben abhängt.
Wogegen die deutsche Rente das
Alter
nicht als besonderen
Teil
des Lebens sieht, sondern
eher als eine Art Quittung für das, was man im Leben gemacht hat, also ein autoritäres System, was die
Unwägbarkeiten des Lebens komplett ignoriert, den Kapitalismus und Konjunktur ohnehin, ein sehr
naives System einfachster Art, aber hyperkomplex bürokratisch aufgeblasen und teuer.
Tatsächlich wird so aber, gerade in Deutschland, nicht "Leistung" belohnt, sondern Chancenungleichheit,
das Glück der Geburt, Bildungsstatus der Eltern, konjunkturelle Zufälle und Managementfehler, siehe VW
und den Rest der tollen Auto"industrie" etc..
Vieles also, was voreilig und
ideologisch als
Leistung beschrieben wird, ist reines Glück oder von Eltern und anderen Dritten abhängig. Nicht umsonst
stand "Jedem
das Seine" in Buchenwald über dem Tor, man hätte auch "Jeder ist seines Glückes Schmied" nehmen
können. Das Leistungsprinzip ist keins, es belohnt im Gegenteil jene, die aufgrund besserer
Startbedingungen viel WENIGER leisten müssen, als jene die schlechte Startbedingungen haben.
.Auch hier
weist sich das
deutsche
Rentensystem nicht nur
als
ineffektiv, teuer, unsinnig, intransparent, sondern auch als autoritär und als ein Teil der großen
Probleme
hinsichtlich Chancengleichheit aus. Dies sei ganz besonders Linke und SPD gesagt, die dieses
zutiefst
ungerechte System, was Chancenungleichheit, das Geburtslotto, fortschreibt, bis ins hohe Alter,
offensichtlich immer noch für eine Errungenschaft halten. Daran ist
gar nichts gerecht, daran ist gar nichts eine Errungenschaft. Es ist einfach nur peinlich, dass ein
Staat, wie Detschland, sich eine Rente auf dem Niveau von Kasachstan und Kroatien leistet und so tut,
als sei herumschrauben an einem solchen Schrotthaufen, wer weiß wie Sophisticated. Am besten
"Rentenwissenschaft" - ich könnte kotzen.
Das einzige Argument der Kritiker von Kapitalrenten, also echten Renten, bezieht sich meist auf die
geringen Renditen in den letzten 15 Jahren. Der Grund war eine durch Finanzkrise und Corona
getriebene Niedrigzinspolitik, daneben sind aber auch die Staatsanleihen deutlich volatiler geworden,
da immer mehr Staaten sich hoch verschulden. Dadurch ist das gesamte Marktgefüge verändert worden.
Die Schwingungsanfälligkeit von Staatsanleihen hat ein Niveau erreicht, welches seit mehr als 20 Jahren
nicht mehr zu verzeichnen war. Beim Blick auf die Volatilität der
G7-Staatsanleihen seit 2007 sind 3,25 % der untere Bereich, der lange stabil war.
Nach dem COVID Ausbruch jedoch, mit der sich abzeichnenden Finanzierungskrise der Staaten, ging dieser Wert
auf 5%, stieg weiter bis 2022 auf einen Höchststand von beinahe 7% – mehr als das doppelte des Wertes
von 2007.
Aber der Vergleich ist eh albern, denn er lässt aussen vor, was mit Staaten und deren Haushalten so alles
passieren kann. In Deutschland steht die DDR für das Risiko, womit man vergleichen kann. Hier musste ein anderer
Staat und seine Systeme einspringen, damit überhaupt was von den Renten bleibt. Also liegt es wohl eher im Auge
des Betrachters, sagen wir in den letzten 150 Jahren, was risikoreicher ist, Staat oder Markt. Es gibt heute noch
Aktien von Unternehmen, die mehr als 200 Jahre alt sind, sind sie im Portfolio, haben sie alle Probleme
überstanden, die Staaten bekamen. Beispiele für einen Totalausfall von Aktienrenten, oder Kapitalrenten - da muss
man tiefer graben, als wir es vorhaben. Jedenfalls sind seit 1850 mehr als 40 Staaten und ehemalige
Großreiche von der Landkarte allein Europas verschwunden. Selbst wenn die Lage schlecht ist - siehe DAX -
ist der Aktienmarkt
profitabel. Und - Renten, wie die deutsche Rente sind ja nicht unabhängig von Politik, wie wir wieder mal
erleben. Es ist also eine politische Rente, während die Kapitalrente viel eher auch unabhängiger von Politik und
Staaten existiert. Viel weniger auch kurzfristigen politischen Interessen unterworfen ist. Ob eine solche
politische Rente also wirklich sicher(rer) ist, das hängt vor allem auch von der Politik und deren Entscheidungen
ab.
Auch ganze Rechtskonstrukte können von der Legislative geändert werden, dann ist nur der schwammige
Vertrauensschutz relevant.
Man macht nicht nur
Rendite mit den Bullen, sondern
auch
mit den Bären und Shorts.
Aber - im Gegensatz zu den Behauptungen der Apologeten reiner staatlich garantierter Renten durch
eine Umlage, das ist ja das einzige verbliebene Argument um die ganze Umlageschlacht hinzunehmen,
kann auch eine solche Marktsituation adressiert werden und in einen gesamtgesellschaftlichen Gewinn
umgemünzt werden. Die Niederlande haben auf hohem Niveau eine solche smarte Reform am eh schon guten
System vorgenommen, dies zeigt das Video:
Wer hier also nichts unternimmt, der reformiert nicht inhaltlich, sondern kürzt, verschiebt und
ignoriert die realen Bedingungen. Es soll also an einem System rumgefrickelt werden, was schlecht
ist. Kein einziger Vorschlag der albernen und befangenen Arbeitsagentur Kommission reicht hin, um an
diesen Probelem auch nur ein Jota zu ändern. Es sind also keine Reformen, sondern Kostenrunden.
Doch damit nicht genug
2. Die höchsten Erträge gemessen am letzten Gehalt:
Österreich & Südeuropa
Wer wissen möchte, wo man im Verhältnis zu seinem direkten Vorrente-Einkommen, rein
aus staatlichen Töpfen, das meiste Geld herausbekommt, muss nach Österreich, Portugal oder
Spanien blicken. Darf dabei aber nicht vergessen, dass zwar viel hinten rauskommt, aber nur, weil
vorher auch viel reingedübelt wurde. Das ist also ein absoluter Ertrag und kein relativer gemessen
am Input.
Der Ertrag:
Die OECD bescheinigt diesen Ländern Nettoersatzquoten von teils über 85 Prozent
für Durchschnittsverdiener.
Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert bei knapp 53 Prozent. Also im internationalen
Vergleich sehr schlecht - jenseits von Gut und Böse.
Im Mercer CFA Institute Global Pension Index belegt
das deutsche Rentensystem im internationalen Mittelfeld
mit der Note B den 20. Platz, von über 40 Ländern, mit einer Gesamtpunktzahl von 67,8 von 100
Punkten
Platz 18: Kasachstan, Platz 19: Chile, Platz 20: Deutschland, Platz 21: Kroatien
.
Worüber reden wir also? Was soll auch das Gelaber von Merz? Will er die Zukunft seiner Regierung an ein
Schrottsystem hängen? Die Wertung hängt am Umlageverfahren, solange dies nicht aufgegeben wird, wird sich das
Ranking nicht verbessern, sondern egal was man sonst tut, immer weiter verschlechtern, weil keine ausreichende
Rendite erwirtschaftet werden kann. Daran ist weniger als Nichts erhaltenswert. Aber sie tun wieder so, als ob sie
bahnbrechendes leisten, was schon zum normalen Geräuschpegel der PillePalle Renten"reformen" der Vergangenheit dazu
gehörte. Es ist eine Dreistigkeit sondergleichen, dass diese Regierung ihr Rumgefrickel auf niedrigstem Niveau
überhaupt als Reform verkaufen will. Das ist nicht mal Dienst
nach Vorschrift, was diese alberne Kommission da vorstellt. Aber es soll die Schicksalsfrage einer Regierung sein
.
Entweder sie glauben das wirklich, oder irgendein gehirnampsutierter Berater hat Merz und der Union
dazu geraten dieses PillaPalle Reförmchen, wie auch bei Gesundheit, derart hoch zu hängen. Dieser
Berater ist sofort zu feuern und durch KI zu ersetzen.
Soviel Fake, soviel Drama um Tamara, wie unter Merz, war nie! Ein Lufthauch von Reform, der vom Kanzler zur
Schicksalsfrage gemacht wird. Da kann er auch zur Schicksalsfrage machen ob ein Sack Reis in China
umfällt, oder er selbst. Es ist eigentlich völlig uninteressant.
Aber Vorsicht, was das Zwangskollektiv Österreich angeht, was ja gerne von Leuten, die nie in Österreich
leben mussten, gehypt wird, als Erfolgsmodell. Wien ist paradoxerweise nicht Österreich, sondern Wien.
Das nehmen wir mal aus. Auch diese Systeme - hoher Input - hoher Output - bleiben insgesamt aufgrund ihrer staatlichen Machart, auch mit
Umlageanteilen, weit hinter den Niederlanden und Dänemark zurück, auch hinter Schweden. Gleichzeitig weisen
sie ebenfalls schon konzeptionell auf ein extrem konservatives Gesellschaftsbild, vor allem für Alte, hin
. Denn wir haben auch hier die Zwangssolidarität und die Fortschreibung von Chancenungleichheit bis ins
hohe Alter, aus der Umlage - außerdem wird auch in diesen Ländern immer wieder der Haushalt belastet, weil
es doch mal
klemmt z.B. bei niedrigen Einkommen.
Eins schwebt indes über allem: "Die Zeit ist ein Gauner"
Auch das ist also eine politische Rente und keine
objektivere
Kapitalrente, das ist der entscheidende konzeptionelle Unterschied. Größere Freiheit und größere
Unabhängigkeit von den Unwägbarkeiten der Erwerbsbiografie vs. Zwangskollektiv und Fortschreibung der
Chancenungleichheit bei
"leistungsorientiertem" Umlageverfahren auf Basis der Löhne und Gehälter/Erwerbsbiografien. Auch hier kann
der demografische Wandel schwerwiegende Folgen haben, genauso, wie nationale konjunkturelle Probleme,
die aber selten auf die internationale Anlage und den internationalen Aktienmarkt durchschlagen. Also
ist die Aktienrente aufgrund ihres internationalen Blickwinkels und ihrer
internationalen Anlageoptionen auch von den Bedingungen im eigenen Nationalstaat relativ unabhängig,
während die Umlage immer ein nationaler Klotz am Bein ist.
Man kann
ja
nicht
nur schauen, was rauskommt, sondern muss auch sehen, was man dafür aufwenden muss:
Rund 33% des Bruttolohns in Portugal und Italien, daneben sehr hohe Staatszuschüsse aus Steuergeldern, was
man bei allen fraglichen Ländern auch im Haushalt sieht. Dies sind keine Systeme die mehr bringen als das
Deutsche, ihr Output ist nur deshalb höher, weil der Input höher ist. Aber auch hier bleiben die
Probleme des Durchreichens von Chancenungleichheit bis ins hohe Alters
Deutschland ist mit seinem Not-Umlageverfahren aus der Adenauer-Ära ein globales Schlusslicht in allen
qualitativen und quantitativen Fragen rund um das Leben im Alter. Die angedachten Reformen,
insbesondere, der als Feigenblatt zu wertende 2 % Zusatzbeitrag, der eine Beitragssteigerung
ist,,
die generell fallenden Erträge des extrem statischen Systems in Deutschland ausgleichen soll, ändern
an der Liquidität im Alter nichts. Zumal die Auszahlung ja nur in Raten erfolgt und nicht als
Lebenskapital auf einen Schlag.
Weiter ist die Rentenversicherung in Deutschland keine reine Rentenversicherung, sie ist vielmehr ein
Schattensozialsystem, was auch Steuergelder bekommt, was Beiträge für versicherungsfremde Leistungen
ausgibt, haben wir alles zu geschrieben. Jede Reform müsste aus der Rente zunächst eine echte Rente
machen, die nur der Altersabsicherung des Beitragszahlers, nur seiner eigenen, dient. Alles andere
muss
in den Sozialhaushalt, damit dieser extreme Konsum, der sich bei der Rentenversicherung versteckt,
transparent wird. Eigentlich ist die deutsche Rente gar nichts außer ein Flickenteppich aus
Sozialleistungen, in die auch Beiträge einfließen. Kein Punkt der vermeintlichen Reform greift dies
auf.
Das deutsche System leidet unter dem demografischen und konjunkturellems Wandel.
Da die Beiträge der Jüngeren direkt an die heutigen Rentner
fließen (Umlageverfahren) und es kaum eine echte, breit angelegte kapitalgedeckte Säule auf Staatsebene gibt,
schrumpft die rechnerische Rendite für Einzahler kontinuierlich. Es wird in der Regel allenfalls ein
Inflationsausgleich erreicht. Hier haben wir das Geheimnis des lächerlichen 2 % Beitrages, sie
versuchen damit den Impact des unzureichenden Umlagesystems ohne Kapitalstock mit einem Zusatzbeitrag
abzuferden, das ist alles.
Die CDU/CSU taumelt mit dem Merz-Flügel ihrem bisherigen absoluten Tiefpunkt in der Geschichte der
Bundesrepublik entgegen, genauso, wie die SPD. Das Nachplappern populistischer Phrasen, sowie das
großspurige Verkünden und blinde Festhalten an inhaltsleeren, schwammigen "Reformen" durch Merz,
ist
endgültig nicht
nur
gescheitert, sondern hat bei der Union schweren und nicht wieder gut zu machenden Schaden, besonders
im Kernbereich Ökonomie, angerichtet. Niemand hält diese Partei noch für wirtschaftskompetent. Dazu
hat dieser Kanzler viel zu viel Vertrauen zerschlagen und verwechselt Psychologie mit messbaren Zahlen.
Merz ist das Unglück der Union. Das größte Unglück ist aber: Er selbst glaubt immer noch, dass er es
kann, er selbst, hat sich mit Jasagern umgeben. So jemanden wird man nicht mit Hausmitteln wieder los,
da die Einsicht in sein mangelndes Talent vor allem bei ihm selbst fehlt. Nachlesen kann er es die
Gazetten rauf und runter, besonders, wenn er auch auf die Umfragen achtet! Die Zustimmung zu dieser
Regierung zwingt jeden eigentlich in die Vertrauensfrage nicht so bei Merz, das wird weitere Stimmen
kosten und die Wahlen im Osten, so sicher wie das Amen in der Kirche. Jetzt werden sie Druck auf die
ostdeutschen CDU-Wahlkämpfer in Sachen Rente machen, was diesen sofort als Wischi-Waschi berlinhörig,
"Siehste, hab ich dir doch gesagt, der Schulze auch so ein Merzmännchen."
ausgelegt wird.
Das bisherige Agieren der Schwarz/Roten sorgt für einen weiteren
Abwärtstrend im RTL Trendbarometer. Auch
das Anti-Euopäische Panik Manifest in Sachen Spanien zu unterschreiben steht erneut dafür, dass Merz immer
noch versucht die Rechtspopulisten voreilig zu legitimieren, was die Union stets weitere Stimmen kostet
. Offensichtlich auch nach Intervention der Kommission hat sich die Lage heute bereits beruhigt und
es ist keine Rede mehr von Schengen und Meloni. Spanien hat gute Arbeit geleistet, Europa lässt sich
nicht spalten, sollte sich sowas häufen, Migration als Waffe, dann ist eben auch die NATO betroffen,
nicht mehr nur Frontex. Einmal ist Schluss mit der Migrantenhetze, um Europa zu spalten und den
Schengenraum ökonomisch anzugreifen.
.
Europa muss sehr aufpassen, dass die Zäune und Mauern, die es errichtet, sich nicht eines Tages als
die Gefängnismauern der Laberbacken und Dumpfbacken erweisen, welche die Wirtschaftskraft Europas
einengen und
einzwängen, bis niemand mehr atmen kann.
Zur Rente aus Sicht der Jungen und aus
ökonomischer Sicht haben wir
alles geschrieben. Wie auch
zu der Frage
welche Folgen
eine
abartig
teure Armutsrente, oder Bagatellrente, wie die deutsche Zwangs-Rente, für Menschen hat, denen im
Alter nichts bleibt als
dieses staatliche Almosen und Pfandflaschen, was gemittelt für ganz Deutschland 1136 Euro bringt, wow!
Dieser Punkt, also ich habe nur Rente vom Staat sonst nix, fällt ihnen jetzt auf die Füsse und zeigt
vor allem eins: Die befangene Kommission verbleibt in einer staatlichen Blase und schaut nicht über den
Tellerrand, was
für diese, global einzigartig schlechte und teure Alters"versorgung", eben ohnehin das Maß der Dinge
ist:
Bloß nicht
über den
Tellerrand schauen. Diese Rente ist keine Errungenschaft, sondern ein Problem für die Arbeit und die
Zukunft des Landes und der Jungen, sie ist eine Notstandsrente, eine erzwungene Solidarität
der Generationen nach dem Kriege, weil es nicht anders ging, die eigentlich
nur unmittelbar
nach
dem Krieg also einen Sinn hatte, weil es keinen Kapitalstock gab. Den haben sie aber seit 1949 nie
aufgebaut, stattdessen haben sie aus der Rente einen intransparenten Verschiebebahnhof zwischen
Steuern und Beiträgen gemacht, die Versicherung verdeckt zu einem Schattensozialsystem ausgebaut. Sie
muss durch eine
Kapitalrente ersetzt werden, alle Leistungen, die nicht unmittelbar der
eigenen ALterabsicherung des Einzahlers dienen sind in das Steuersystem und damit den Haushalt zu
verlagern und so erstmals in vollem Umfang transparent zu machen. Wenn man
ansonsten im
Kapitalismus
verbleiben
will, ist dies die einzig richtige Veränderung. Die Folgen des Aufschiebens hinsichtlich eines
echten Kapitalstocks sehen wir jetzt - die 2 % sind ein schlechter Scherz. Die
Belastung der Arbeit im
Vergleich
zu Mitbewerbern
ist in Deutschland
das
Hauptproblem,
daran ändert die sogenannte Reform, die nur ein Sparpaket und Leistungskürzungen beinhaltet, nichts.
An den Grundlagen dieses falschen Systems soll ja festgehalten werden.
Tja, dabei wäre es so schön, in der Bar "Himmel", in der Bar, deren Name "Himmel" ist, in der immer die
gleiche Musik läuft, immer die
gleichen Leute sitzen, imme die gleichen Themen besprochen werden, auch noch das Wetter immer gleich
ist, alle immer die gleichen Klamotten anhaben, einfach niemals irgendwas Unvorhergesehenes, neues,
passiert - wie auf dem Friedhof. Wer hätte gedacht, dass das "Nichts" mal bei 41 % landet, außer
uns? Denn wir kennen diesen genialen Song schon sehr lange, im Grunde haben wir, seit dem er
erscheinen ist, keinen anderen mehr gehört ;) ... Übrigens, Pophistorisch, ist das einzige was hier
wichtig ist - das Konzept und der Bass.
Im
Osten
bringt die westdeutsche Rente es
mehr, weil es vor allem mehr Frauen mit geschlossenen Erwerbsbiografien gibt, nicht zuviele
Traditionsweiber also, weil viele
Ostdeutsche länger gearbeitet haben. Dort lag der Auszahlbetrag bei gut 1600. Aber - natürlich
ist ein Teil dieses Anspruchs kein realer Anspruch sondern er wurde aus dem DDR System
hochgerechnet, die Leute haben aber nicht in die Westkassen eingezahlt. Aber - während die
Leute im Westen schon lange schlucken, dass sie viel Beiträge für wenige Output zahlen, sich an
anderer Stelle absichern, Betriebsrenten verbreitet sind, ist dies in Ostdeutschland die Ausnahmen
Diese Aspekte, die nun auch
besonders die sog. Frührente betreffen hat
NTV mal schön zusammengestellt.
Man muss dies aber in
einen biografischen Gesamtkontext des mangelnden Vermögens und Immobilienbesitzes einsortieren.
Auch im Westen z.B. ist die Rentnerarmut fast immer Mieterarmut. Zu keinem Zeitpunkt konnte die Rente
mit den realen Entwicklungen des Kapitals mithalten. Da sie selbst ausserhalb des Kapitalmarktes
existiert, von einem antiquarischen Umlagesystem lebt, für das ein ebenso antiquarischer Staat bürgt,
abhängt. So bedeutet dies vor allem, es ist eine politische Rente und keine Realrente aus
Kapitalerträgen. Damit sind auch ihre Grundlagen politisch und die können geändert werden: Sie
kann auch nicht an den Steigerungen des Kapitalmarktes, der laufenden Produktion, profitieren, die
aber
wieder sind die Grundlage der steigenden Lebenskosten. Die deutsche Rente existiert als ein
exotisches Legacy-System, abgekoppelt von allen Marktentwicklungen. Sowohl, was ihre Einnahmen angeht,
wie
bei ihren Ausgaben. Das alles ist also willkürlich.
Und nochmal - welcher normale Mensch lässt sich sowas gefallen, wenn er von einem anderen Staat
übernommen wird:
Bei der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion im Juli 1990 lag das statistische Sparguthaben in der DDR bei durchschnittlich rund 10.000 DDR-Mark pro Kopf. Da jedoch gestaffelte Höchstbeträge im Verhältnis 1:1 getauscht wurden (Kinder bis 2.000 Mark, Erwachsene bis 4.000 Mark, Senioren bis 6.000 Mark), profitierten die meisten Bürger im besten 1:1-Satz von ca. 4.000 D-Mark, während höhere Beträge im Verhältnis 2:1 umgestellt wurden.
Nur die Ossis lassen sich dermaßen verarschen. Spätestens damit war die gesamte sogenannte Revolution zu
einer Kapitulation vor dem Westen geworden, zu einem kolonialen Akt des Westens, aber sie begreifen immer
noch nicht, welch nachhaltige Folgen dies für immer haben wird, denn sie begreifen den Kapitalismus
immer noch nicht,
obschon sie die SED hatten, was alles über die SED sagt. Sie hat ein Volk von irrlichternden und
opportunistischen Duckmäusern herangezüchtet, obschon sie überall die Marx Bronzen hatten. So wird aus
Revolution - Konterrevolution. Zur gleichen Zeit
hatten die Brüder und Schwestern im Westen etwa 24 mal mehr Vermögen. Nicht 10.000 Osttaler, von denen
gestaffelt noch beim Umtausch abgezogen wurde, sondern um 224.000 Westmark. Plus Immobilien und
sonstiges
Vermögen.
Jezt AfD Wählen, damit aus kein Vermögen, Schulden werden. Glückwunsch.
Themawchsel
Schengen
hat mit den Vorfällen "in Spanien" nichts zu tun. Grenzkontrollen und eine Einschränkung des Schengenraumes
sind, besonders auch angesichts der Spritpreise eine dumme und suizidale Kindergarten-Maßnahme. In
solchen Fällen, wenn ein Land durch bewusst herbeigeführte Provokationen angegriffen wird,
um Politik zu machen, sind sie genauso wirkungslos, wie sonst auch. Wer glaubt denn ernsthaft, dass
auch nur ein einziger dieser missbrauchten Menschen in einem Fahrzeug an eine Binnengrenze gelangt,
wenn er das spanische Festland erreichen würde, wäre es schon ein Wunder. Dort fangen sie
Eierdiebe. Reiner
Populismus.
Immerhin muss Meloni um die
Wiederwahl
fürchten, denn sie hat die
wirtschaftliche Entwicklung Intaliens blockiert, indem sie populistischer Laberpolitik den Vorrang vor
ernsthafter Wirtschaftspolitik gibt. Dazu gehörten Maßnahmen, wie, "den Goldschatz aus USA
zurückholen, um ihn den italienischen Bürgern zu schenken". Da haben so manch andere, lange vor den
Bürgern, ein Pfandrecht.
Diese Vorstellung, dass die Politik
nur
um
Wählerstimmen zu
bekommen
einfach alles machen kann, das wird sich bitter ökonomisch rächen. Dann werden die Populisten und ihre
Nachplapperer, wie Merz,
für
diesen
Niedergang verantwortlich gemacht.
Das einzige, was gegen deratige Vorfälle hilft, das ist das
Militär,
denn hier wird eine Waffe der Migration benutzt, die Europa teilen soll. Die einen fordern falsche
erratische Maßnahmen, wie Dobrintd, Merz, Meloni und versuchen die Stimmung weiter aufzupushen, um die
Gesellschaft zu teilen und so Stimmen aus dem Bodensatz zu bekommen. Die anderen verwechseln solche
Angriffe mit normaler Migration. Es gibt hier auch keine belegbaren Pull Faktoren außer einen: Die
Abwesenheit von Grenzwachen auf marokkanischer Seite, die Position Spaniens an der Seite Algeriens in
diversen Konflikten und die Position Spaniens in Sachen Sub/West-Sahara - das waren die Faktoren, die
Marokko zu "Pullfaktoren" gemacht hat.
Wahrscheinlich noch ein Gag von Trump, der bestens mit Marokko kann.
Damit ist auch Frontex überfordert, es sind ggf. auch Truppen zu stationieren und den Ländern, die diese
Waffe einsetzen wollen, ist unmissverständlich klarzumachen, wie Polen es an der Weißrussischen Grenze
bei ähnlichen Vorfällen tat - das ist Nato Gebiet, diese Art der Migration wird ab sofort als Waffe
gesehen und entsprechend gekontert. Was Spanien gemacht hat, es hat auch Militär eingesetzt. Alledings
sind die europäischen Möglichkeiten begrenzt, denn es gibt ja nur die alberne NATO.
Das ist auch im
Interesse
der realen Migration, der
diese Verwendung als Waffe natürlich großen Schaden zufügt. Merz Reaktion, wie die der meisten
europäischen Länder, ist also ein Ergebnis, was jene, die diese Waffe einsetzen anstreben. Der
Schengenraum soll zum wirtschaftlichen Nachteil gefährdet werden, es sollen Amateurregierungen von AfD -
Merz/Meloni die wirtschaftliche Schlagkraft der Union weiter zerlegen, damit die üblichen Verdächtigen
profitieren.
Es ist Militär an die fraglichen Grenzen zu verbringen, in voller Ausrüstung, um klar zu
machen, dass Europa sich nicht erpressen lässt. Die übrige Migration ist hinreichend abgesichert.
Es ist
auch komplett lächerlich in diesem Zusammenhang 3. Staaten Lager anzusprechen. Merz, Meloni und Co. sind
geostrategische Vollpfosten, was Meloni auch in USA belegt hat, Merz und sein Wadephul machen es jeden Tag,
und tappen jenen, die Europa schwächen wollen in die Falle.
Viel eher belegen solche Vorfälle, wo das Problem bei den 3. Staaten liegt, auch die Türkei war ja ein
solcher Drittstaat. Wenn dann die EU oder einzelne Staaten eine Politik machen, die den entsprechenden 3.
Staaten nicht gefällt, dann öffnen sie eben die Tore und setzen die Politik mit der Migrationswaffe unter
Druck. Schon das Abkommen mit der Türkei war hier exemplarisch. Jetzt ist aber die Türkei normalerweise
halbwegs verlässlich, was man für die meisten angedachten 3. Staaten nicht gerade behaupten kann. Also
auch hier wieder nur strategische Märchen aus Tausend und einer Nacht, die den Befürwortern solcher
Ansätze um die Ohren fliegen werden. Europa muss sich schon selbst verteidigen können, wenn jemand es
wissen will und dabei auch Migration als Waffe einsetzt. Auch als Waffe in der Innenpolitik,
dabei genauso schadwillige, wie unfähige "Agenten", ala Dobrintd, missbraucht, um den Dolch weiter in das
Herz Europas zu rammen.
Gleichzeitig sind
in diesen Fällen die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht hart genug und treffen nicht den Punkt Migration als
Waffe gegen Schengen und die Einheit Europas. Wer solche Staatschefs hat, kann sich Rüstungspakete sparen
und die Waffen gleich niederlegen. Eine Schande für Europa ist der fragliche Jammer Brief an Spanien. Sie
lassen sich
verarschen, von Trump, von Marokko, von Putin von Tante Meloni und Opa Merz. Aber - die wirtschaftlichen
Eckdaten sind
eindeutig - genauso, wie die Benzinpreise. Weg mit Merz. Weg mit dem ganzen Populistenrotz.
Für ein
ernsthaftes Europa der Demokratie!
1. Einleitung
"Wir kämpfen gegen menschliche Tiere."
"Die Ausstellung von Menschen in Tiergärten war jetzt
auch in Deutschland akzeptabel geworden."
"But, today, the gods would be angry with us if we did not,
on the banks of the Gamtoos River, at the grave of Sarah Bartmann,
call out for the restoration of the dignity of Sarah Bartmann,
of the Khoi-San, of the millions of Africans who have known centuries of
wretchedness. […] Indeed, where did the monstrosity lie in the matter
of the gross abuse of a defenceless African woman in England and France!
It was not the abused human being who was monstrous but those who abused her.
It was not the lonely African woman in Europe, alienated from her identity
and her motherland who was the barbarian, but those who treated her
with barbaric brutality. […]
It is a story of our reduction to the
status of objects that could be owned, used and disposed of by others,
who claimed for themselves a manifest destiny "to run the empire of the globe."1
In Südafrika verschärft sich landesweit xenophobe Gewalt. (...) Die Gruppen zielen auf die
Mobilisierung von weniger gut ausgebildeten und jungen Menschen in
prekären Lebensumständen mit Schwierigkeiten auf dem südafrikanischen Arbeitsmarkt ab.
Sie argumentieren, dass Migrant:innen den Südafrikaner:innen die ohnehin knappen Jobs
wegnähmen. Die Arbeitslosenquote liegt offiziell bei 32 Prozent, bei jungen Menschen zwischen
15 und 24 Jahren allerdings bei über 60 Prozent (Stand 2026).
Die Ausstellung so genannter "wilder"Völker war im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Europa ein verbreitetes Phänomen. In Deutschland erreichte diese Form der "Volksbelustigung"zwischen 1880 und 1910 ihren Höhepunkt. Völkerschauen fanden im Zirkus, im Theater, im Rahmen von Varietéveranstaltungen, in Gaststätten, auf Jahrmärkten, auf Welt- und Kolonialausstellungen, in Panoptika und zoologischen Gärten statt. Der "fremde Mensch"als Ausstellungsobjekt diente als exotisches Vergnügen für ein breites Publikum, als ethnologisches Objekt der Wissenschaft oder als ethisch-moralisches Rechtfertigungskonstrukt des Kolonialismus und Imperialismus.2 Die oft von Zehntausenden Menschen besuchten und in der Presse ausführlich thematisierten Zurschaustellungen außereuropäischer Völker waren fester Bestandteil einer frühen Unterhaltungs- und Vergnügungsindustrie, die heute längst zu einem der mächtigsten Gewerbe des 21. Jahrhunderts mutiert ist.
Im frühen 20. Jahrhundert sollten zudem die Reichtümer und Absonderlichkeiten der eroberten unter eiserner Faust verwalteten Kolonien abgebildet werden. Die Völkerschauen boten die Möglichkeit dem "einfachen Volk"die imperiale Größe der jeweiligen Kolonialmacht vorzuführen. Ebenso mussten die immensen Kosten, die mit der Eroberung immer größerer Gebiete einhergingen, gerechtfertigt und der heimischen Bevölkerung verständlich gemacht werden. Der Blick auf den "wilden"und "unzivilisierten Menschen"ist somit nicht zuletzt ein Blick der Selbstvergewisserung der eigenen politischen, kulturellen und militärischen Überlegenheit, der eine moralische Legitimation, einer an gewaltsamer Eroberung, Unterdrückung und Ausbeutung anderer Länder und deren Bevölkerungen verpflichteten Kolonialpolitik, darstellt.
Die katastrophale Quellenlage hinsichtlich der subjektiven Erfahrungswelt der ausgestellten Menschen zwingt zu einer recht einseitigen Auseinandersetzung mit jener der Schauenden. Welche Motive hatten die Besucher, was hat die Faszination der Völkerschauen ausgemacht und wie lässt sich die regelrechte "Massenbegeisterung"des Publikums erklären?
Zu den Völkerschauen im deutschsprachigen Raum gibt es wenige Untersuchungen die sich explizit mit dem Thema beschäftigen und dieses systematisch behandeln. Fünf Monographien34 fanden Eingang in diese Arbeit, die sich ausführlich mit bestimmten Veranstaltungsorten oder einzelnen Aspekten der Völkerschauen beschäftigen. So beziehen sich die Angaben über Verlauf und Organisation der Schauen vorwiegend auf folgende Orte: Basel, Zürich, Wien und Hamburg in Verbindung mit der Geschichte der Firma Hagenbeck, sowie eine Darstellung der lateinamerikanischen Völkerschauen in deutschen Zoos. Allen ist gemein, dass von einer schlechten Quellenlage gesprochen wird und die Arbeiten in erster Linie durch intensive Archiv- und Zeitungsstudien, sowie durch die Auswertung von Lebenserinnerungen, Briefen und Tagebüchern der Organisatoren und beteiligten Impresarios und Weber zustande gekommen sind. Im Zusammenhang mit den Welt- und Kolonialausstellungen, die auch Gegenstand dieses Textes sind, finden sich dagegen zahlreiche Publikationen. Die Ausstellungsjahre seit 1851 wurden lückenlos erfasst. Da die Welt- und Kolonialausstellungen hier nur vergleichend erwähnt werden, wurde mit Michael Wörners Arbeit ein kulturwissenschaftlicher Zugang gewählt.
Somit ist die Quellenauswahl einer rein westlichen, eurozentristischen Blickrichtung unterworfen. Dies ist legitim, da hauptsächlich die Völkerschauen im deutschsprachigen Raum untersucht werden und darüber hinaus die Besucherinnen der Ausstellungen im Fokus stehen.
Zunächst wird eine kurze Begriffserklärung gegeben. Das dritte Kapitel dient einer Einordnung des Themas in den historischen Kontext. Im vierten Kapitel stehen die Formen der Inszenierung von "Fremdheit"im Mittelpunkt, die anhand der Völkerschauen der Weltausstellungen und der Firma Carl Hagenbecks thematisiert werden. Das fünfte Kapitel behandelt die zentrale Fragestellung dieser Arbeit, indem nach der Wahrnehmung der ausgestellten, fremden Menschen durch die betrachtende Gesellschaft gefragt wird. Im vorletzten Abschnitt dieser Arbeit wird kurz auf das Ende der Völkerschauen eingegangen und dann im siebten Kapitel ein abschließendes Fazit gezogen, sowie die Thematik in einen umfassenderen Kontext eingeordnet.
2. Begriffe
Der Begriff "Völkerschau"wird in der Forschungsliteratur recht einheitlich angewendet, jedoch nicht ohne dabei auf Kritik zu stoßen. Werner Michael Schwarz spricht sich gegen die Verwendung dieses Begriffes aus, da er erst ab der Jahrhundertwende zeitgenössisch nachweisbar und häufig unreflektiert übernommen worden ist.5 Schwarz spricht sich für die exakte Verwendung der unterschiedlichen zeitgenössischen Begriffe aus, wie "Ausstellung exotischer Menschen'', "Dorf'', "Lager"oder "Karawane"bzw. "Truppe''.6 Die Völkerkundlerin Thode-Arora spricht dagegen von Völkerschauen, ohne diesen Begriff zu klären.7 Balthasar Staehelin kritisiert im Falle von Thode-Arora, zu Recht, dass in ihrer Analyse, "… die fragwürdigen Seiten dieser Vergnügungsindustrie und ihre Aufnahme beim Publikum ungenügend ...'', rezitiert worden sind.89 "Truppe"oder "Ensemble"verwendet er für die einzelnen Völkerschauen. Ich lehne mich bei meiner Begriffswahl bei Staehelin an und benutze den Begriff "Völkerschau"oder verkürzt "Schauen"als Sammelbegriff für die Zurschaustellung von Menschen in zoologischen Gärten und auf Welt- und Kolonialausstellungen. Allgemein spreche ich auch von Ausstellungen oder Schaustellungen. Staehelin spricht sich selber für den Begriff "Völkerschauen"aus und benutzt ihn als Sammelbegriff für die Zurschaustellung von Menschen im Zoo.
Die Begriffe "Werber'' und "Impresario"sind zeitgenössische Begriffe, sie werden hier synonym verwendet. Für die Völkerschauen mussten zunächst die Menschen aus ihren Heimatländern nach Europa gebracht werden. Die Begriffe "Werber"und "Impresario"waren im 19. Jh. gebräuchlich für die Personen, die einerseits die Menschen in ihren Heimatländern angeworben und andererseits als Vermittlungsmänner in Europa aufgetreten sind.10 Besonders im 19. Jh. trat der Werber und Impresario vorzugsweise in Personalunion auf. Das 20. Jh. zeichnet sich dagegen durch ein viel höheres Maß an Organisation, Planung und Durchführung der Schauen aus, was nur über eine effektive Arbeitsteilung erreicht werden konnte.
Die Begriffe Indianer-, Neger- oder Eingeborenendorf sind zeitgenössische Begriffe der damaligen Veranstalter, Journalisten und Besucher. Sie charakterisieren sehr genau die Sichtweise der damaligen Besucher auf die ausgestellten Menschen, werden in dieser Arbeit, aufgrund der negativen Konnotation, jedoch nicht verwendet.
Auf die weibliche Form der Bezeichnung der Besucher und Teilnehmer wird verzichtet, da die Zusammensetzung der Truppen nicht immer eindeutig geklärt werden konnte.
3. Die Anfänge und die Entwicklung bis zum 19. Jahrhundert
Mit den Endeckungen der seefahrenden Mächte Portugal und Spanien im 15. und 16. Jahrhundert geriet die autochthone Bevölkerung, des amerikanischen Kontinents, in den Fokus europäischen Interesses. Die ersten Indianer, in diesem Fall vom Stamm der Arawak-Indianer, brachte Christoph Kolumbus von seiner ersten Entdeckungsfahrt mit.11 Sie wurden einer staunenden Gesellschaft in Sevilla vorgeführt und "… wurden zur Sensation auf den Empfängen der Hofgesellschaft."12 In vier Atlantiküberquerungen brachte es Amerigo Vespucci schon auf über 200 Verschleppungen. Die Opfer dieses Menschenraubs wurden in Spanien und auch in anderen europäischen Ländern bereits zu einer Attraktion, die, den späteren Jahrmarktsschaustellungen gleich, vorgeführt wurde. Bitterli beschreibt den Höhepunkt dieser frühen Entwicklung folgendermaßen:
"In Rouen und Bordeux bildeten um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts Rothäute die Hauptattraktionen von Theatervorstellungen und Umzügen; unter üppigen Aufwand an den Kunstbauten und Dekorationen wurde dem staunenden Publikum in den lebenden Bildern ein Eindruck vom Dasein fremder Völker zu vermitteln versucht, und Perser, Araber, Türken und Afrikaner, echte sowohl verkleidete, bereicherten das globale Panaoptikum."13
Doch die Indianer vertrugen das europäische Klima nicht, starben meistens nach kürzester Zeit an Lungen- und Atemwegserkrankungen oder, wie Urs Bitterli ausführt, an Gemütskrankheiten.1415 Hier liegt die Ursache für einen dramatischen Rückgang der Verschiffungen im 17. Jahrhundert. Eine Verschiebung der Wahrnehmung, hin zur romantischen Projektion vom "edlen Wilden", kennzeichnet die Entwicklung im 18. Jahrhundert. Eine beliebte Unterhaltungsform wurden exotische Romane und Theateraufführungen mit europäischen Schauspielern, die Indianer darstellten. Als poetisch verklärtes Idol des "edlen Wilden" wurde der Indianer in Europa, quasi in Abwesenheit, weiter lebendig gehalten. Im 18. Jahrhundert, im Zuge der großen Entdeckungsfahrten in der Südsee, wurden dann zunehmend die Bewohner der Pazifikinseln, wie etwa Tahiti, zur exotischen Attraktion in Europa.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Menschen außereuropäischer Länder auf Jahrmärkten und in Gaststätten als Kuriositäten präsentiert. Insbesondere die Jahrmarktausstellungen galten in bildungsbürgerlichen Kreisen jedoch zunehmend als eine anrüchige Veranstaltung und gerieten in Verruf. Einzelne '' Kuriositäten", wie die von Thabo Mbeki angesprochene Sarah Baartmann, wurden dennoch gerade auch eine Attraktion in bürgerlichen Kreisen. Das ändert sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts gewaltig. Die gesellschaftlichen Umbrüche, hervorgerufen durch die bürgerlichen Revolutionen, beginnende Industrialisierung und Kolonialismus, leiteten eine neue Zeit ein. Zippelius spricht auch von der "Epoche der großen Weltausstellungen".16 Nach Zippelius sind es die "… Schaubuden der Fahrenden …", die "… eine Keimzelle für größere Unternehmen wie Varieté und Zirkus.", bildeten und in inszenierte Massenspektakel mündeten.17
Die Anfänge des professionellen Völkerschaugewerbes fallen außerdem zusammen mit der Gründungswelle von musealen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum, wobei diese Phase zur Mitte des 19. Jahrhunderts bereits weitestgehend abgeschlossen war. Es lassen sich aber dennoch Verknüpfungen feststellen. Die ethnologischen Museen waren auf den Export von Ethnographika angewiesen. Neben der Beschaffung von Ausstellungsteilnehmern waren die Impresarios ebenfalls aktive Zulieferer ethnographischer Devotionalien, die an die Museen weitergegeben wurden. Zippelius schreibt ganz treffend, dass mit den Völkerschauen in zoologischen Gärten, und auf Welt- und Kolonialausstellungen eine "Bühne für den Menschen als lebendes Exponat"1819 Soweit der knappe historische Abriss. geschaffen wurde, was konkret auf das Museumswesen eingewirkt hat, um schließlich in den europäischen Freilichtmuseen zu münden. Zippelius verweist auf das erste europäische Freilichtmuseum auf Skansen (Schweden), von 1891. Auch hier gehörten lebende Exponate zu einem der Programmpunkte und vervollständigten die Objektesammlung.
4. Inszenierungsformen der Fremdheit
Wie bereits erwähnt, fanden Völkerschauen an ganz unterschiedlichen Örtlichkeiten statt, was zu einer großen Bandbreite von Darstellungs- oder Aufführungsformen führte. Der Schweizer Autor Balthasar Staehelin differenziert drei dramaturgische Hauptlinien der Inszenierung von Fremdheit und des Exotischen: "... die zirkusähnliche Schau, das 'Eingeborenendorf' und die 'Freak Show'''.20 Als eine weitere, separat zu betrachtende, Inszenierungsform lässt sich die sog. "anthropologische Show'' hinzufügen. Darüber hinaus lassen sich, etwas grob und vereinfachend, drei zeitliche Phasen von einander abgrenzen, in der jeweils eine bestimmte Inszenierungs- und Darstellungsform dominierte. In den folgenden Unterkapiteln werden zwei Formen der Zurschaustellung von einander unterscheiden. Zum einen die '' Eingeborenendörfer"der Weltausstellungen, sowie die Völkerschauen in zoologischen Gärten.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte jedoch noch die sog. "Freakshow", also die Vorführung von Menschen aus exotischen Ländern oder Menschen mit, als abnormal betrachteten, besonderen körperlichen Merkmalen, auf Jahrmärkten und privaten Veranstaltungsräumlichkeiten, zu einer gängigen Unterhaltungsform aller Schichten der Gesellschaft. Diese Tradition reicht, wie schon angesprochen, bis in das 15. Jahrhundert zurück und verweist auf die "Wunder- und Raritätenkammern"21 der europäischen Hofgesellschaft. Die "Raritätenkammern"werden ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend von Völkerschauen verdrängt. Im Rahmen dieser Arbeit kann auf die "Freakshow"nicht näher eingegangen werde. Sie unterscheidet sich in Form, Funktion und Wirkung erheblich von den Völkerschauen der Weltausstellungen und der zoologischen Gärten, was eine seperate Bearbeitung nötig erscheinen lässt.
Die Anfänge der professionellen Völkerschauen lassen sich etwa ab den 1870er Jahren festmachen, auch wenn solche zeitlichen Grenzen natürlich nur eine grobe Markierung darstellen und nicht für alle Regionen Westeuropas zutreffend sind.
4.1 Die Völkerschauen als Bestandteil der Weltausstellungen
Die Zurschaustellung von Menschen aus "exotischen Ländern"und Kolonien ist ebenfalls keine Erfindung des 19. Jahrhunderts, wurde aber in diesem Jahrhundert in bis dahin nicht gekannten Ausmaßen betrieben, perfektioniert, ja salonfähig gemacht. Wie bereits erwähnt wird aus dem Jahr 1533 von einer Präsentation eines Arawak-Indianerdorfes in Rouen sur Seine berichtet. Ganz im Stil der späteren Welt- und Kolonialausstellungen zeigten die nach Europa gebrachte oder verschleppte indigene Bevölkerung Brasiliens die Verrichtungen ihres alltäglichen Lebens, ihrer Jagd- und Handwerksbräuche.22
Auf den Weltausstellungen, die zu einem festen Bestandteil des ökonomischen und kulturellen Lebens der Nationen und Regionen werden sollten, waren die "ethnographischen Dörfer", zum Ende des 19. Jahrhunderts, nicht mehr wegzudenken. Sie schienen über eine magische Anziehungskraft zu verfügen und wurden gar zum wahren Publikumsmagneten der Weltausstellungen. Michael Wörner bemerkt dazu: "Diese Entwicklung [gemeint ist die "inflationäre Verbreitung"ethnographischer Dörfer und historischer Ensembles] ist in einem engen Zusammenhang mit dem sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollziehenden Wandel der Weltausstellungen zu populären Massenveranstaltungen zu sehen, bei denen kulturelle Darbietungen zunehmend mehr Raum einnahmen ...".23 Wörner unterscheidet jedoch nicht zwischen den sog. "historischen Ensembles", den '' ethnographischen Dörfern", sowie den "exotischen Ensembles".24 Es versteht sich, dass die Art der Selbstdarstellung einer Ethnie, erheblich dadurch determiniert wurde, ob es sich um Kolonialgebiete oder europäische Nationen handelte.
Die Kolonialgebiete wurden in eine reine Fremddarstellung gepresst. Diese beschwor das verzerrte Bild einer primitiven Urbevölkerung herauf, die der spirituellen, sozialen und ökonomischen Anleitung der Europäer bedurfte. Nur wenigen war es vergönnt sich selbst zu inszenieren. Ägypten, mit der, "... für eine Weltausstellung des 19. Jahrhunderts obligatorische[n] ...",25 "Street of Cairo", zählte dazu. Darüber hinaus wäre es sicher undenkbar gewesen, dass sich die "lebenden Requisiten"der "historischen Ensembles'' europäischer Länder, damit sind Inszenierungen des bäuerlichen Lebens gemeint, den erniedrigenden "Körperschauen und Vermessungen"hätten unterziehen müssen.
Mit der industriellen Revolution änderten sich die Produktionsbedingungen und damit die Lebensgewohnheiten breiter Schichten der Gesellschaft. Bis zum Ende des 19. Jahrhundert entwickelten sich die Weltausstellungen so zu "... Massenspektakeln, auf denen das unterhaltende Element immer mehr in den Vordergrund rückte."26 Schon die erste offizielle Weltausstellung von 1851, die Londoner '' Great Exhibition of the Works of Industrie of all Nations", zog bereits sechs Millionen Menschen an. Diese Entwicklung läuft parallel zum allgemeinen Ausstellungswesen und anderen Veranstaltungsformen.
Während das nationalstaatlich orientierte Pavillionsystem, heutiger Prägung der Ausdruck eines zunehmenden Selbstbewusstseins der Nationalstaaten und einer verschärften Konkurrenz der Staaten untereinander, wie sie für den beginnenden Imperialismus kennzeichnend war, ist, stand bei der ersten Weltausstellung von 1851 der Gedanke, die Menschheit als Ganzes zu erfassen im Vordergrund. Das Ziel war "... die Darstellung der "Einheit der Menschheit."2728 Im Zuge dieser Entwicklungen wurden ab 1867 die "ethnographischen"und '' historischen Ensembles"aus dem zentralen Ausstellungskomplex ausgelagert. Wobei auch Wörner kritisch anmerkt: "Der friedliche Wettkampf’ der Nationen verlagerte sich zunehmend auf das Gebiet der Kultur. Ein solcher Wettstreit der Kulturen’ zeigte sich schon in London 1851, als einige Länder zur Abgrenzung gegenüber der im Kristallpalast vereinten "Weltfamilie’ ihre Abteilungen mit eindeutig identifizierbaren Versatzstücken aus ihrer nationalen Ikonographie versahen.''
Die Darstellung "exotischer Länder"auf den Weltausstellungen wurde sehr unterschiedlich realisiert. Der "parc étranger", der Pariser Weltausstellung von 1867 zeichnete sich z.B. durch ein maurisches Bad oder einen orientalischen Basar aus. Die noch junge Evolutionstheorie Darwins galt als chick und modern. Die Naturkunde war "en vogue", so entwickelte sich ein neues Ausstellungskonzept. Diese Entwicklung lässt sich gut anhand der Weltausstellungen von 1889 in Paris und 1893 in Chicago nachvollziehen. In Paris und Chicago wurden ethnographische Dörfer aus verschiedenen außereuropäischen Ländern aufgebaut. Die ausgestellten Gruppen stammten vor allem aus Afrika (Senegalesen) und Asien (Tamilen).2930 Speisen, Vorführungen von Kampfhandlungen mit den entsprechenden Waffen,31 oder die öffentliche Fertigung von Alltags- und Schmuckgegenständen. Die sog. "Histoire de l’habitation humaine"als Bestandteil des Ausstellungsprogramms der "Exposition rétrospective du travail et des sciences anthropologiques"32 wollte mit einer Analyse der unterschiedlichen Wohnformen die Entwicklungsgeschichte der Kulturen nachzeichnen. Auf der einen Seite wurde die Entwicklung der "alten Kulturen"vom prähistorischen Wohnen über die antiken Hochkulturen und europäischer Mittelalterzeit bis zur Gegenwart arichtektonisch nachempfunden. Auf der anderen Seite wurden einfachste Behausungen von Kulturen aufgebaut, die, nach dem damaligen Standpunkt, als '' primitive Völker", als "Wilde"bezeichnet wurden. Hierzu zählten Inuit oder Äquatorialafrikaner.33 Ohne Frage wird diese Art der Präsentation, mit den einfachen Hütten der "Wilden"vor der Kulisse des Eifelturms, als architektonische Krönung der abendländischen Zivilisation, sehr beeindruckend auf die damaligen Besucher gewirkt haben. Die "World's Columbian Exposition"in Chicago setzte dann noch einmal neue Maßstäbe im Bereich der Vergnügungsstätten. Es kann von einer regelrechten Showindustrie gesprochen werden, die auch die ethnographischen Inszenierungen beeinflusste. Wie schon in Paris 1889, nur in noch ausuferndem Umfang, hatte sich ein inoffizielles Vergnügungsviertel, am Rande des offiziellen Ausstellungsgeländes, etabliert. Zu dem alltäglichen Unterhaltungsprogramm gehörte die Aufführung von Tänzen, die öffentliche Zubereitung traditioneller
Was für das liberale Bildungsbürgertum ein "Graus", ein Ort der "Unzucht"gewesen sein muss, lockte zahlreiche Besucher der breiten Bevölkerungsschichten an. Auf dem, einem Jahrmarkt gleichen, '' Middway Plaisance"reihten sich die Verkaufsbuden aneinander, Gaststätten lockten mit schnell zubereiteten Speisen und diverse Attraktionen waren zu bestaunen. Inmitten des bunten Treibens wurde das "Departement M. Ethnology and Archaeology", als eigenständige Abteilung im Rahmen der Weltausstellung untergebracht. Gezeigt wurden Siedlungen aus Lappland, Java, Dahomey, sowie verschiedene nordamerikanische Indianerstämme, "... als bunte Mischung aus ethnologischem Freilichtmuseum und Vergnügungspark."34 Chicago hatte aber noch mit einer weiteren Neuheit aufzuwarten, dem sog. '' Anthropological Building". Das anthropologische Gebäude diente renommierten Anthropologen, wie Franz Boas und anderen Wissenschaftlern, zu Studien am "lebenden Objekt". Es war eine Art "musealer Zurschaustellung",35 wie Michael Wörner betont. Hier wurden Köpervermessungen vorgenommen, sowie anthropologische Kongresse abgehalten. Franz Boas, der auch gerne als "Vater der amerikanischen Anthropologie"bezeichnet wird, war einer der Mitinitiatoren dieser Ausstellungsabteilung. Eine genauere Betrachtung Boas und seines Werkes macht deutlich, dass das Interesse der Anthropologie an den körperlichen Eigenschaften der autochthonen Bevölkerung anderer Länder und Kontinente, zu einem dominierenden Faktor innerhalb dieser Wissenschaft geworden war. Für zahlreiche Forscher war es eine verlockende Vorstellung, das "Objekt der Begierde", die indigenen Kulturen weit entfernter Länder, im eigenen Land studieren zu können, ohne die kostspieligen und gefährlichen Reisen auf sich nehmen zu müssen. Hier spielte es keine Rolle, ob der Forscher an der sozialdarwinistischen Evolutionstheorie Darwins anhing oder ganz im Gegenteil, wie Franz Boas, ein Gegner des Evolutionismus, übertragen auf kulturelle Zusammenhänge, und Rassismus war.
Den Völkerschauen der Weltausstellungen wurden also keinerlei Ressentiments entgegengebracht. Besucher, Impresarios, Wissenschaftler und Initiatoren der Weltausstellungen waren einheitlich von dem Nutzen solcher Darbietungen überzeugt. Lässt sich dieses Interesse vielleicht noch mit einem allgemeinen "Wissensdurst"der westlichen Bevölkerung an den entfernt gelegenen Ländern und Menschen erklären, wird eine solche Erklärung für die Ausstellungen von Menschen in zoologischen Gärten, eingepfercht in Tiergehegen, jedoch zunehmend schwieriger.
4.2 Die Anfänge: Zoologische Gärten und "ihre"Völkerschauen
Die Zoogründungen im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts gingen in erster Linie auf wirtschaftliche Interessen zurück und nicht selten waren es Schaustellerfamilien, welche die kommerzielle Tierhaltung mit anderen Formen der Unterhaltung verknüpften.36"Durch die Kombination von Tierhaltung, Bewirtung und Schaustellungs-Darbietungen entstand eine wirtschaftlich erfolgreiche Mischung, deren Sog sich auch die älteren Zoos nicht entziehen konnten. Sie versuchten seit den 1870er Jahren, ihre finanziellen Schwierigkeiten mit einer Erweiterung des Angebots um ähnliche Attraktionen zu überwinden.''37
Rieke-Müller kann in ihrer Arbeit drei Gründungswellen von zoologischen Gärten in Deutschland ausmachen. Eine frühe Phase, Mitte des 19. Jahrhunderts, die von einem liberal-bürgerlichen Aufklärungsgedanken geprägt war. "Bemühungen, naturwissenschaftliche Kenntnisse einem breiteren Publikum näher zu bringen, lagen in der aufklärerischen Tradition bildungsbürgerlicher Vereinigungen begründet.''38 Diese Entwicklung, hin zu einer Popularisierung wissenschaftlicher, vor allem naturkundlicher Themen, hatte bereits in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts eingesetzt und spiegelte sich in der Öffnung von Museen und Sammlungen für die bürgerlichen Kreise, sowie öffentlichen Vorträgen und Veröffentlichungen in Zeitschriften und Tageszeitungen wieder.39
Die zweite Phase von Zoogründungen, im deutschsprachigen Raum ab den 1860er Jahren, war durch wenig Innovation in Planung und Gestaltung der Anlagen, sowie einer schlechten finanziellen Ausstattung gekennzeichnet. Zu nennen sind hier Gründungsbemühungen in Wien und München, die nach wenigen Jahren zunächst wieder aufgegeben werden mussten.40 Von der anfänglichen Aufbruchsstimmung war nichts mehr zu spüren. Die dritte Phase zoologischer Gründungen beruhte auf eine Initiative von Einzelpersönlichkeiten, die keine, oder nur vordergründig, wissenschaftliche Ziele verfolgten. Vielmehr zielten diese auf ein wirtschaftlich lukratives Unternehmen. Hier ist an erster Stelle Carl Hagenbeck mit seinem Hamburger Tierpark zu nennen, aber auch die Zoogründungen in Stuttgart, München und Leipzig.41 Die älteren Zoos in Deutschland lehnten sich an den neuen Konzepten an und konnten zum Teil nur durch diese neuen wirtschaftlichen Perspektiven ihre Zukunft sichern. Im Zusammenhang mit der Zurschaustellung von Menschen in den zoologischen Gärten ist diese Entwicklung äußerst wichtig, erklärt sie doch die Notwendigkeit neue Attraktionen für ein größeres Publikum bereit zu stellen "Die Ausstellung von Menschen in Tiergärten war jetzt auch in Deutschland akzeptabel geworden.''42
In Wien war der Tiergarten in eigener Regie für die Organisation von Schaustellungen aktiv geworden, was eher die Ausnahme blieb, zumeist wurden tourende Truppen von anderen Veranstaltern angeheuert. Der Wiener Tiergarten hatte jedoch, bis 1901, einen enormen Erfolg mit seinen Völkerschauen.43 Insbesondere das sog. "Aschanti-Dorf"von 1896 und 1897 konnte in einer Liga mit den Hagenbeck’schen Schaustellungen und den großen ethnographischen Dörfern einiger Weltausstellungen spielen. Der Charakter der Schauen zeichnete sich durch angebliche Authentizität aus. Eine "Authentizität"jedoch, die sich aus Phantasien, aus Abenteuer- und Reiseberichten speiste, in der sich eine lange Tradition verfälschender Reiseberichterstattung manifestiert. Werkzeuge, Kleidungen und Lebensgewohnheiten wurden, unabhängig von ihrer tatsächlichen Verwendung, als Requisiten eingesetzt. Indianer der Nordamerikanischen Westküste zum Beispiel, die traditionell keinen Federschmuck kannten, brachten es ohne einen solchen freilich nicht weit. Denn ein Indianer ohne Federschmuck war kein Indianer. Entscheidend war nur was unterhaltsam war und den rudimentären Vorstellungen der Besucher und Ausstellungsmacher, in diesem Fall, über "die Indianer"entsprach. Michael Werner Schwarz konnte zudem ausmachen:
"Die Bedeutung des Darwinismus, gerade auch in seiner politischen und ideologischen Dimension, war eine wichtige Voraussetzung für die Konzeption und den Erfolg der Schaustellungen Hagenbecks. Denn erst die Abstammungslehre legitimierte die gleichzeitige Schaustellung von Menschen und Tieren, die zudem als gleichrangige Elemente bzw. als jeweils notwendige Ergänzung des anderen inszeniert wurde."44
4.3 Das große Geschäft: Carl Hagenbeck und "seine"Völkerschauen
Der Tierhandel und die Zurschaustellung von Menschen waren bei Hagenbeck also ganz eng verflochten.45 Oft suchte er zuerst nach besonderen Tieren, die er ausstellen wollte und veranlasste dann, dass die jeweilige Bevölkerung ebenso vertreten war. Zum Beispiel bei der sehr bekannt gewordenen "Ceylon-Karawane''.46 Die Zurschaustellung von Menschen und Tieren entwickelte sich damit zu einer '' zirkusähnlichen Branche''. Nicht nur Hagenbecks "Truppen'' tourten durch Europa, zahlreiche Geschäftsleute sprangen auf diesen lukrativen Zug auf. Hagenbeck jedoch gehörte zu den erfolgreichsten europäischen Geschäftsleuten dieser Branche. Mittels eines weltweit operierenden Netzes aus Werbern, Impresarios und Schiffskapitänen organisierte Hagenbeck zwischen 1874 und 1931 ca. 60 Völkerschauen. Die Liste der bereisten europäischen Städte ist lang. Hier eine kleine Aufzählung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Hamburg, München, Köln, Hannover, Berlin, Breslau, Dresden, Prag, Wien, Zürich, Basel, Paris, London, Rotterdam, Straßburg.
Den Anfang machte Hagenbeck mit seinem "Carl Hagenbecks Thierpark" 1874 und der ersten Ausstellung die eine Gruppe von Samen und Lappen zeigte, die noch als Tierbegleiter für eine Renntierherde fungierten. Die erste Völkerschau, die 1876 stattfindende "Nubierschau", wurde bereits ein großer geschäftlicher Erfolg.47 Der Durchbruch war damit aber noch nicht geschafft. Es folgten einige Tiefschläge, die vor allem für die ausgestellten Menschen schreckliche Folgen haben sollten. Die folgenden Schaustellungen mit Inuit und einer Gruppe von elf Personen aus Feuerland,48 geriet zum Misserfolg. Ein Entführungsvorwurf gegenüber den Anwerbern der Kaweshkar, die hohe Sterblichkeitsrate dieser Gruppen oder die als schwere Depression beschriebenen Leiden der ausgestellten Menschen sorgten für Aufsehen. Zunächst dachte Hagenbeck daran, ganz aus dem Gewerbe auszusteigen.
Doch er entschied sich stattdessen die gesamte Organisation, vom Anwerben, über die Unterbringung und medizinische Versorgung der "Truppen'' , bis hin zu einem modern anmutenden Werbemanagement, auf professionelle Beine zu stellen. Das Ensemble, samt zahlreichen mitgebrachten Tieren,49 stammte aus Nubien, dem ägyptischen Sudan, und tourte zwei Jahre durch Europa.50 Die Hagenbeckchen Schauen veränderten nun, nachdem die kritischen Stimmen, die im Zusammenhang mit der "Europatournee"der Kaweshkar nicht ungehört blieben, ihren Charakter gewaltig. Bewusst und offensichtlich war Hagenbeck bemüht, seine Geschäfte vom Schaustellergewerbe, den Jahrmärkten und "Wirtshausbühnen"abzuheben. Schwarz stellt dazu sehr treffend, anlässlich der Nubier-Karawane in Wien, fest:
'' Hagenbeck operiert nicht mit dem Außergewöhnlichen und Sensationellen, verweigert sich der Sprache der Attraktion, sondern im Gegenteil, und darin liegt das Besondere der Ankündigungen, er verspricht dem Publikum gerade das »Normale« bzw. »Alltägliche«, etwas, das nur dadurch [...] zum Außergewöhnlichen wird, weil es in einem fernen Land stattfindet."51
Ein Problem, mit dem sich das Schaustellergewerbe herumschlagen musste, hatte Hagenbeck damit beseitigt, die Frage nach dem "Echtheitscharakter"der Schau und der Teilnehmer. So wurden in erster Linie bei den Aufführungen Szenen aus dem alltäglichen Leben nachgespielt. Hagenbeck orientierte sich stark an den ethnographischen Dörfern der Welt- und Kolonialausstellungen, nicht nur in der Art der Präsentation, sondern auch was die Örtlichkeiten betraf. Da wo es möglich war, wurden seine herumreisenden Truppen auf dem Gelände früherer Weltausstellung präsentiert,52 in zoologischen Gärten,53 oder auf öffentlichen Festplätzen.54
Bereits in den Jahren 1883 und 1884 erlebten die Firma Hagenbeck und das private "Völkerschaugewerbe'' weitere Höheflüge. Eingeleitet wurde diese Entwicklung durch zwei in ganz Europa sehr erfolgreiche "Völkerschauen". Die erste dieser Schauen setzte sich aus Menschen der russischen Provinz Astrachahn55 zusammen, die sog. Kalmücken-Ausstellung. Die zweite, die sog. "Singhalesen-Ausstellung", bestand aus Bewohnern der Insel Ceylon, Singhalesen und Tamilen, wobei es mit der korrekten ethnographischen Bezeichnung nie besonders Ernst genommen wurde. Konnte die "Nubier-Karawane"bis dahin mit der höchsten Teilnehmerzahl aufwarten, 10 Männer und 2 Frauen,56 wurden für die Kalmücken-Ausstellung bereits 24 Personen und für die '' Singhalesen-Ausstellung"sogar 51 Personen angeheuert.57 Nicht nur die Teilnehmerzahlen nahmen bis dahin unbekannte Dimensionen an auch der mitgeführte Tierbestand wurde enorm erweitert. So hatten die Menschen aus Ceylon allein 12 Elefanten und 8 Zebus zu betreuen. Die quantitative Erweiterung kann aber nicht alleine für den enormen Publikumserfolg dieser Schaustellungen verantwortlich gemacht werden. Hinzu kam ein neues Vermarktungskonzept, dass den Völkerschauen endgültig zum ökonomischen Durchbruch verhalf. Insbesondere die Abgrenzung zu den traditionellen Schaustellungen wurde weiter zementiert. Die neuen Schaustellungen wurden den Zeitgenossen mit dem recht komplizierten Titel "Carl Hagenbecks anthropologisch-zoologische Kalmücken (bzw. Singhalesen)- Ausstellung"58 "später wird wieder stärker zu theaterähnlichen Präsentationsformen übergegangen. Museum heißt in diesem Zusammenhang auch die wenigen noch erhaltenen ''exotischen Menschen'' und Tiere zu konservieren und für die Nachwelt zu erhalten. Hiermit sollte jeder Zweifel an einem seriösen Anspruch der Unternehmung schon von Anfang an zerstreut werden. Es hätte wahrscheinlich gar nicht des Zusatzes "anthropologisch-zoologisch"bedurft, da schon der Begriff "Ausstellung"im Zusammenhang mit Völkerschauen ein echtes Novum war, und Hagenbeck, als Veranstalter, auf die gleiche Stufe mit einem Museumsleiter stellte, der seine "Objekte", einem Bildungsideal folgend, der breiten Masse der Gesellschaft präsentiert. Schwarz nennt dieses Konzept "das Hagenbeck’sche Konzept der ethnologischen »Selbstpräsentation«
Die Hagenbeck’schen Schauen zeichnen sich also zusammenfassend durch folgende Merkmale aus.
1. Durch eine Inszenierung des Normalen, des Alltäglichen.
2. Durch eine aufwendige, perfekt choreographierte, Präsentationstechnik.
3. Durch ein wissenschaftliches Vokabular und die Nähe zu wissenschaftlichen Persönlichkeiten. 4. Durch eine enge Verbindung, Assoziation, zu den Kolonial- und Weltausstellungen und gleichzeitige Distanz zu dem Schaustellungsgewerbe.
5. Durch eine Präsentationsform, die als Bildungsveranstaltung begriffen werden sollte und
6. schließlich durch eine geschickte Werbe- und Vermarktungsstrategie.63 "
Die Strategie Hagenbecks, sich mittels neuem räumlichen Kontext, wissenschaftlichem Vokabular und der Inszenierung »echten Lebens« vom Image bisheriger Schaustellungen abzuheben, war unbestritten erfolgreich.''64, urteilt Schwarz. Der überragende Erlog Hagenbecks hat seine Ursache in der Tatsache, dass er es wie kein anderer geschafft hat, sich einem wandelnden Zeitgeist anzupassen und die neuen Möglichkeiten, Massenveranstaltungen zu organisieren um diese lukrativ zu vermarkten, frühzeitig erkannte. Hagenbecks Inszenierungsformen haben sich binnen kürzester Zeit grundlegend gewandelt. Waren die Anfänge der Hagenbeck’schen Tierschauen zunächst ein Hoffnungsschimmer für den darbenden Familienbetrieb, entwickelten sie sich zu einem grandiosen wirtschaftlichen Erfolg. Erkauft wurde dieser Erfolg aber, wie so oft, mit menschlichen Tragödien.
Eine Hochphase der herumreisenden Völkerschauen lässt sich für die 80er und 90er Jahre feststellen. Die Quantität der in Deutschland gezeigten Völkerschauen erreichte hier ihren Zenit, was, als Folgeerscheinung, die Konkurrenz unter den Veranstaltern verstärkte und die Einnahmen zurückgehen ließ.65 Auch der Familienbetrieb Hagenbeck wurde von sinkenden Einnahmen nicht unberührt gelassen, konnte aufgrund seines internationalen Renommees und als Garant für Qualität und Zuverlässigkeit bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges aber sogar noch expandieren. 1907 eröffnete die Firma Hagenbeck ihren Tierpark in Stellingen bei Hamburg und konnte die früheren Erfolge und Gewinne, bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges, noch einmal übertreffen. Das feste, ganzjährig geöffnete Ausstellungsgelände bot den Veranstaltern noch einmal völlig neue Möglichkeiten. Der Umfang an Kulissen, die Anzahl der Ausgestellten und die Inszenierung der Aufführungen erreichten unerreichte Dimensionen. "Die Vorführungen folgten jetzt einem festgelegten szenischen Ablauf mit dramaturgischen Höhepunkt und Happy End."66676869 Zu den Klassikern die dort gedreht wurden gehört zum Beispiel Fritz Langs "Harakiri". Völkerschaudörfer in großem Ausmaße wurde errichtet, die nun nicht mehr mobil sein mussten. Die ganzjährigen Schaustellungen wurden damit unseren heutigen Vergnügungsparks sehr ähnlich. Thode-Arora schreibt: "Die Scheinwelt, in die die Besucher eintauchten konnten wurde immer perfekter und so mancher Besucher mag sich tatsächlich in die reale Welt der dargestellten Gebiete versetzt gefühlt zu haben."Nach dem ersten Weltkrieg erreichten die Völkerschauen nie wieder ihre früheren Dimensionen. Auf dem Hagenbeck’schen Tierparkgelände wurden bald schon die ersten Filme gedreht. Vor den Kulissen der Völkerschauen und mit zum Teil echten Komparsen aus den betreffenden Ländern, wie Lappen, Eskimos oder Singhalesen.
5. Wahrnehmung der "Fremdheit"und Interaktion
5. 1 Die Rolle der Wissenschaft
"Wo immer ein Eingeborener auftauchte, waren die Vertreter der Naturwissenschaften sofort zur Stelle, um aufzuzeichnen, was sich ihren Blicken darbot."70, bemerkt Bitterli nicht ohne Ironie, denn der wissenschaftliche Nutzen war doch mehr als zweifelhaft. Die klassifizierende Rassenkunde hat jedoch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen enormen Aufschwung erfahren. Die Naturforscher und Anthropologen widmeten sich jeweils bestimmter Spezialgebiete, wie der Schädelkunde, der Physiognomie oder der Hauttönung. Im 18. Jahrhundert wurde allerdings noch nicht von Äußerlichkeiten auf eine kulturelle hierarchische Stellung der Rassen geschlossen.
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war dann in der Ethnologie und Anthropologie ganz von dem evolutionistischen Abstammungsschema, als herrschende Lehrmeinung geprägt und stand damit ganz unter dem Leitbild der physischen Anthropologie, mit dem Ideal eine "Naturgeschichte der Menschheit" zu entwickeln. Nur wenige Forscher sprachen sich explizit gegen den Evolutionismus aus. Hierzu gehörte der bereits erwähnte Franz Boas, der allen Kulturen die gleichen Fähigkeiten zusprach und Kontext und Umwelt für die Herausbildung von Differenz verantwortlich machte. Diese Einstellung hielt Boas jedoch nicht davon ab, sich engagiert für die anthropologischen Körpervermessungen einzusetzen. Für zahlreiche namhafte Forscher und für die unzähligen Laienforscher, in einer wissenschaftlichen Disziplin wie der Anthropologie, die sich noch im Prozess der Professionalisierung befand, waren die Völkerschauen und "Freak Shows"eine Gelegenheit ersten Ranges, "… um die zur Schau gestellten »exotischen« Menschen zu besichtigen, zu untersuchen und zu vermessen und die Theorie aus der Forschungsliteratur am »lebenden Objekt« zu überprüfen."71 In Deutschland waren es vor allem die Mitglieder der 1869 gegründeten Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte die sich um "geeignete Studienobjekte"bemühten. Adolf Bastian und Rudolf Virchow, die Gründer der Gesellschaft, sind hier an erster Stelle zu nennen. Virchow und Bastian arbeiteten eng mit Carl Hagenbeck zusammen und intervenierten gegebenenfalls bei ausländischen Stellen für die Ausreisegenehmigungen der indigenen Teilnehmer der Völkerschauen. Fachpublikationen der Zeit dokumentieren die wissenschaftlichen Begutachtungen und Vermessungen von Völkerschauteilnehmern, die durch anthropologische und ethnographische Gesellschaften in "außerordentlichen Sitzungen'' vorgenommen wurden. Photographien von Völkerschauteilnehmern finden sich in anthropologischen und ethnographischen Standardwerken der Zeit und dienten in populärwissenschaftlichen Werken über verschiedene "Menschenrassen"als Illustrationsmaterial. Körpervermessungen galten als der beste Beleg, um die "Echtheit'' der "exotischen Menschen"zu beweisen. Damit wurden diese Darbietungen gesellschaftlich aufgewertet und somit salonfähig gemacht. Der sagenhafte Erfolg Carl Hagenbecks ist ohne die enge Zusammenarbeit mit namhaften Wissenschaftlern kaum vorstellbar. Die Wissenschaft lieferte die Erklärungen für den europäischen Fortschritt, für die Überlegenheit der weißen europäischen Rasse. Kolonialismus und Imperialismus wurden damit ideologisch begründet und als einer Sache im Dienste der Menschheit deklariert. Nicht wenige der untersuchten "Exoten", die als "Missing link" zwischen Affe und Homo Sapiens vermessen und rassenideologisch klassifiziert wurden, mussten auch nach ihrem Tod noch als Ausstellungsobjekt herhalten.72
Abschleißend sei noch Rudolf Virchow zitiert, der eine der verstorbenen Kaweshkar sezierte. "Da die Feuerländer von den Europäern einerseits als eine der `niedersten Rassen` angesehen wurden, deren Hirne andererseits aber ein großes Gewicht hatten, musste es sich bei ihnen demnach um einen degenerierten "Volksstamm"handeln.'' Virchow hatte damit den "Wettlauf"der Gelehrten um die Leichenteile, der während der Schaustellung in Zürich verstorbenen Kaweshkar, für sich entscheiden können, so Gabi Eißenberger.73 In diesem Zusammenhang darf jedoch nicht unberücksichtigt bleiben, dass der Mensch und der menschliche Körper mit der Aufklärung ins Zentrum zahlreicher Wissenschaften gerückt waren und ein ausgeprägtes Interesse an vergleichenden und klassifizierenden Studien am menschlichen Studienobjekt nichts Ungewöhnliches war. Sozialreformer wie Virchow hatten in erster Linie ein Interesse an einer Verbesserung der allgemeinen Hygienesituation der gewachsenen proletarischen Bevölkerung. Auch in diesem Zusammenhang wurden Ausstellungen organisiert, die den menschlichen Körper ins Zentrum stellten und ein Publikumsmagnet werden sollten. Die "I. Internationale Hygiene-Ausstellung"in Dresden konnte bereits einen wahren Besucheransturm von über 5 Millionen Besucher verbuchen.
5.2 Die Zuschauer
Die Art der Interaktion zwischen Besuchern und Teilnehmern der Völkerschauen war durch die Örtlichkeiten und die Präsentation bestimmt. Fanden sie in Zoos statt, womöglich neben dem Affengehege, war die Wahrnehmung der Besucher vorbestimmt. Die Ausgestellten wurden bestenfalls als '' Halbmenschen"wahrgenommen.74 Die anfängliche Umzäunung der Ausstellungsfläche schuf eine deutliche Distanz zwischen den Ausgestellten und den Besuchern so wie es noch 1922 im Baseler Zoo üblich war.75 Die Art der Präsentation läuft zum Teil bis zu Anfang des 20. Jahrhunderts parallel zu der Kolonialpropaganda in Europa. Wurde zunächst die gewaltsame Eroberung fremder Kontinente propagiert und die brutale Vorgehensweise mit der Unbelehrbarkeit der einheimischen Volksgruppen gerechtfertigt, schlug die Argumentationsweise um, als es nicht mehr um Eroberung sondern um Kolonialisierung und ökonomische Verwertung der neuen Besitztümer ging. In Bezug auf die Völkerschauen machte sich dieser Bewusstseinswandel in einer zunehmend stärkeren Interaktion zwischen Publikum und Teilnehmern der Schauen bemerkbar. Die weiträumig '' begehbaren Dörfer", wie sie auf den Welt- und Kolonialausstellungen bereits bekannt waren, vermittelten scheinbar unverfälschte, unmittelbare Erlebniswelten. Die Besucher wurden ihrer Alltagswelt entrissen und so in die Rolle von "Ethnographen'' oder Abenteurern versetzt. Carl Hagenbeck war der erste Privatunternehmer der das Konzept der ethnographischen Dörfer, mit der Senegalesen Ausstellung von 1885, zur Gewinnmaximierung nutzte. Andere Veranstalter folgten diesem Beispiel. Der Eindruck einer Bildungsveranstaltung beizuwohnen und sich ein eigenständiges, kompetentes Bild des fremden Alltagslebens zu verschaffen, war das Versprechen das die Veranstalter den Besuchern gaben.
Sehr penible und besonders strikt achteten die Veranstalter aller Schauen jedoch darauf, dass die Teilnehmer möglichst nicht einer europäischen Sprache mächtig waren. "Als 1922 eine Völkerschautruppe aus Berlin eintraf, deren Mitglieder alle Deutsch sprachen, [...] reagierte das Baseler Publikum misstrauisch. Die Illusion, "barbarische Wilde"vor sich zu haben, wurde durch die Verständigungsmöglichkeit schmerzhaft zerstört.", schreibt Balthasar Staehelin.76 Die "ethnographischen Dörfer"ließen dennoch einen größeren Spielraum für Interaktion und Kommunikation zu, wenn auch nicht über die Sprache. So scheint die Gabe von Almosen und Spenden direkt an die ausgestellten Menschen durchaus typisch gewesen zu sein, was einige Völkerschauteilnehmer animierten offensiv darum zu bitten.
Die Öffnung der Ausstellungsgelände für die Besucher übte noch einen weiteren Effekt auf den Charakter der Schauen aus. Waren die Darbietungen in den umzäunten Tiergehegen meist von einer aggressiven Haltung des Publikums gegenüber den ausgestellten Menschen geprägt, die ein hohes Aufgebot an Sicherheitskräften verlangten, kann die Stimmung innerhalb der '' ethnographischen Dörfer"als friedlich bezeichnet werden. Allein der starke Besucherandrang, verbunden mit langen Wartezeiten an den Kassehäusern, führte an einigen Tagen zu Beschwerden und Unmut. Ganz anders verliefen noch die ersten Schaustellungen. Exemplarisch sei hier die Völkerschau der Kaweshkar von 1881/1882 in "Carl Hagenbeck’s Thierpark"in Hamburg kurz beschrieben. Das Publikumsinteresse an den "Kannibalen aus Feuerland", wie die Schlagzeilen verkündeten, war enorm. An manchen Tagen berichteten die Zeitungen über regelrechte Besucheranstürme und über "tumultartige Zustände''.77 In der Nordischen Allgemeinen Zeitung, vom Dienstag, den 8. November 1881, war zu lesen
"Schon im Laufe des Vormittags belief sich die Zahl der Besucher auf ca. 20.000 und stieg bis 5 1/4 Uhr Abends, zu welcher Zeit die Kassen geschlossen wurden, auf 37,163. Während Vormittags alles ganz ruhig verlief, entwickelte sich dem 'Tagbl.' zufolge Nachmittags bei den Pecherähs ein furchtbares Gedränge, so dass einige vierzig Planken der Umzäunung eingedrückt wurden und die Aufseher alle Mühe hatten, einige Ordnung zu erhalten; als jedoch um 5 1/2 Uhr sich die Feuerländer in die inneren Gemächer ihres Erdgelasses zurückzogen, nahm der Tumult bedenkliche Dimensionen an. 'Feuerländer raus!' brüllte ein tausendstimmiger Chorus. Bänke und Stühle wurden zerbrochen und erst mit Hilfe requirierter Schutzleute gelang es, die Ruhe wieder herzustellen, worauf sich gegen 7 Uhr das Publikum verlief. Um die von dem Zoologischen Garten nach der Stadt zurückfahrenden Pferdebahnwagen wurden nun förmlich Kämpfe ausgefochten; [...] Der Bierkonsum an den verschiedenen Restaurationsstellen des Zoologischen Gartens belief sich auf ca. 50 Tonnen.''78
Die Zuschauer hatten deutlich eine fordernde Haltung gegen über dem Zoo, den Veranstaltern und den ausgestellten Menschen eingenommen und wollten eine "gute Show"geboten bekommen. Die Vorankündigungen in den Zeitungen und auf Plakaten hatten eine Erwartungshaltung beim Publikum geweckt, die nun befriedigt werden sollte. Es wurde eine "Show"erwartet, die Spannung, Abenteuer und Unterhaltung versprach. Das Gefühl der Überlegenheit der eigenen Zivilisation war sicherlich ein begleitender Faktor solcher Schauen. Die unmittelbare Wirkung, die zu dem enormen Publikumserfolg geführt hat, ist aber viel mehr in einer ganz profanen Gemütsverfassung zu sehen, die sich bei den Besuchern einstellte und diese emotional stark tangierte, nämlich ein lustvolles Schaudern, ein ungeheuerer Spaß am Unheimlichen und Fremden. Man orientierte sich am populären Publikumsgeschmack und entsprach dem Wunsch der Besucher nach Exotik, Zerstreuung und Konsum.
Jedoch ist das enorme Publikumsinteresse nicht einfach mit einer Bestätigung der eigenen Überlegenheit, dem Schauder beim Anblick des "wilden Kannibalen"zu erklären. Die Anziehungskraft bestand viel stärker noch in der Herausbildung eines Gegenmodells zum eigenen Leben.79 Gerade die begehbaren Eingeborenendörfer zeigten die ausgestellten Menschen als interagierende Menschen, scheinbar wie im "wirklichen Leben"80 und boten so eine Projektionsfläche für die verborgenen Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte, einer im Wandel befindlichen Gesellschaft. Gerade die sich zum Teil diametral gegenüberstehenden gesellschaftlichen Kräfte, schufen eine Stimmung, die von Unsicherheit und Aufbruch gleichermaßen geprägt war. Reichseinheit, Arbeiterbewegung, gravierende soziale Gegensätze und die Lebensbedingungen in den, durch den massenhaften Zustrom neuer Arbeitskräfte, förmlich explodierenden Großstädten, führten zu einer romantischen Verklärung aller scheinbar natürlichen Erfahrungs- und Erlebniswelten.
ngesichts dieser gesellschaftlichen Herausforderungen kann das etablierte politische System, des wilhelminischen Kaiserreichs, nur als antiquiert bezeichnet werden, was nicht zuletzt in den strengen Moralvorschriften der wilhelminischen Zeit sichtbar wird, die so gar nicht zu dem großstädtischen Leben zum Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts passen wollten. Wie Kerstin Gering ausführt, waren in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Moral- und Sittenkodizes durch die viktorianische und wilhelminische Moral geprägt und durch "... eine immer rigiderer Einmischung und Verhüllung des Körpers."81, gekennzeichnet. "Sexualität, als Gegenpol rationalistischer Lebensführung, wurde als Bedrohung der bürgerlichen Gesellschaftsordnung betrachtet, weshalb versucht wurde, sie so weit wie möglich zu tabuisieren."8283 Hier sind nun die Völkerschauen und "Freakshows"erneut eine wichtige Projektionsfläche für die, aus der Öffentlichkeit verbannte, Körperlichkeit. Durch den Besuch einer Völkerschau, mit ihren pflichtgemäß leicht bekleideten Darstellern, war es möglich ein gesellschaftliches Tabu zu brechen, ohne die sonst üblichen Sanktionen befürchten zu müssen. Andererseits wurde Nacktheit in der Öffentlichkeit gleichgesetzt mit unmoralisch, unzüchtig, primitiv, unterlegen, schwach und ausgeliefert sein.
"Diese sog. ursprüngliche, primitive Nacktheit besaß auf Völkerschauen im 19. Jahrhundert eine ganz besondere Attraktivität. Andererseits erlaubte der Kulturbedingte differente Umgang mit der Nacktheit aber gerade auch eine Relativierung der vertrauten Moralvorstellungen, die Nacktheit im 19. Jahrhundert eben weitgehend mit Unsittlichkeit gleichgesetzt haben."
Ideale Schönheit wird mit der nordischen Rasse gleichgesetzt, im deutlichen Kontrast zur "primitiven Nacktheit" der sog. Naturvölker.84 Hautfarbe, Gesichtszüge, Körperformen und Nacktheit dienten damit dem Kulturvergleich. Gemessen wurde die Schönheit eines Menschen an den antiken Schönheitsidealen, damit stand die weiße Rasse ganz oben.85 Daneben spielen noch weitere Motive eine Rolle, die das enorme Publikumsinteresse erklären. Erfahrungen der Unheimlichkeit spielten ebenso eine Rolle. Ein Schauer der über den Rücken läuft, wenn der Fremde eine bestimmte Bewegung macht oder einen ungewohnten Laut ausstößt. Lust und Angst, Rührung und Verachtung, heißen die Komponenten dieser Faszination. Nicht nur in den thematisierten populären Vergnügungsbereichen, sondern auch in Kunst, Literatur, Fotografie, Theater und Wissenschaft wurde das "kulturell Fremde" und geographisch "Anderswosein" thematisiert.
Für den Erfolg der Schauen waren weitere Faktoren, die in den kulturellen Grundzügen der kapitalistischen Gesellschaft zu suchen sind, verantwortlich. Glaubte man doch eine natürliche Unmittelbarkeit oder Unberührtheit entdecken zu können, ein Stück reine und unverdorbene menschliche Natur vor sich zu haben, die die Träume beflügeln und die Fantasien anregen konnte. Eine menschliche Seite, die ansonsten durch die Zwänge und Konventionen des modernen und industrialisierten Lebens vollkommen verdeckt erschien. Blume schreibt sehr treffend:
"Dort, wo der aktive rationalisierende Geist am wenigsten beteiligt ist, weil er sich gleichsam in einem ursprünglichen Zustand befindet, bei den so genannten »Primitiven«, bei den Kindern und auch bei den »Geisteskranken« sowie in den unbewussten Äußerungen, schien noch eine Möglichkeit wahrer Individualität vorhanden, die der Anpassungsdruck des modernen Lebens sonst verweigert.".86
5.3 Die ausgestellten Menschen
Über die Wirkung der Völkerschauen auf die ausgesellten Menschen ist nur sehr wenig bekannt. Augenzeugenberichte existieren, bis auf das Tagebuch eines "Eskimos"und der Rekonstruktion der Lebensgeschichte der Khoi`khoi Frau Sarah Baartmann, nicht. Rückschlüsse auf die Wahrnehmung der Schauen durch die Teilnehmer sind dementsprechend nur durch eine Analyse der vorgefundenen materiellen Lebensbedingungen möglich. So unterschiedlich die Präsentationsformen, Ausstellungsorte und herumreisende Ensemble in Europa waren, so unterschiedlich waren auch die vorgefundenen Bedingungen, unter denen die Menschen leben mussten. Allgemein lässt sich sagen, je professioneller die Veranstalter agierten, desto "bessere'' Lebensbedingungen herrschten. Wie Carl Hagenbeck am eigenen Leibe erfahren musste, war eine schlechte Behandlung, insbesondere was die medizinische Versorgung und die Ernährung betraf, für das Geschäft in direkter Weise abträglich. Die hohen Anwerbungs- Reise- und Verpflegungskosten konnten sich nur amortisieren und in Gewinne verwandeln, wenn die Ensemble über mehrer Monate durch Europa touren konnten. Krankheiten der Teilnehmer führten zu unattraktiven Darbietungen, zu kritischen Stimmen in der Presse, unzufriedenen Besuchern und im schlimmsten Fall zum Abbruch der Tournee. Dementsprechend war die Situation der Ensembles auf Welt- und Kolonialausstellungen sicher besser als bei den zahlreichen privatwirtschaftlichen Unternehmungen. Einige kleinere Unternehmer, die auf den lukrativen Zug mit aufspringen wollten, waren häufig nicht in der Lage für die Rückfahrt ihrer Truppe ins Heimatland zu zahlen, strichen im Zweifelsfall die Gewinne ein, ohne ihre angeheuerten Gruppen zu entlohnen und setzten sich ins Ausland ab.87
Eine differenzierte Betrachtung ist hier nötig. Die '' Buffalo Bill Show",88 oder die zirkusähnlichen Truppen wie die Singhalesen handelten eigenständig die Verträge mit den Impresarios aus, und können als professionelle Schauspieler und Artisten bezeichnet werden. Anders dagegen sah die Situation der weniger privilegierten Gruppen, wie der "Feuerländern"aus. Insbesondere die ersten Teilnehmer der früher Schauen litten unter den schlechten Unterbringungsbedingungen, wurden als Wilde und Kannibalen präsentiert und wie Tiere behandelt. In den Panoptika stellte sich die Situation für die Ausgestellten häufig so schlecht dar, dass die lokalen Behörden sich veranlasst sahen einzuschreiten. Wie bei allen Ausstellungsorten durften die Menschen die Panoptikas nicht verlassen und wohnten, zusammengepfercht in kleinsten Räumen über Monate hinweg.89 Die Unterbringung auf den Ausstellungsgeländen war sehr unterschiedlich, zumeist jedoch sehr einfach ohne die nötigen Schutzvorkehrungen gegen die, für die Völkerschauteilnehmer meist ungewohnte, europäische Witterung. Häufig wird von Atemwegserkrankungen berichtet. Auch wenn die hohe Mortalitätsrate der Feuerländer von 1881 nicht wieder erreicht wurde, kamen einzelne Todesfälle9091 Unterschiede zwischen Menschen und Tieren wurden auch nicht in der Unterbringung während der Schiffspassage gemacht. immer wieder vor. Teilweise waren zwar die Schlafräume beheizt, die Teilnehmer durften sich jedoch während der Vorführungen, die zumeist den ganzen Tag andauerten, nicht ausreichend bekleiden, da ein "Wilder"im Wollmantel die Inszenierung von Exotik gestört hätte. Die Lieferungen von Menschen und Tieren an einen Aussteller wurden auf die gleiche Art und Weise besprochen.
Die anthropologischen Körpervermessungen stießen bei den Untersuchten scheinbar häufig auf entschiedenen Widerstand, den sich die Wissenschaftler nicht gut erklären konnten. Waren es in erster Linie die weiblichen Teilnehmer der Völkerschauen, die sich im Genitalbereich untersuchen lassen sollten, erscheint der Widerstand nur allzu verständlich. Bischoff zeigt sich über die Schamhaftigkeit der Frauen sehr verwundert wenn er schreibt "Allein außer der Schwierigkeit sich mit den Feuerländern zu verständigen, da sie nur eine sehr unvollkommene und gänzlich unbekannte Sprache besitzen, trat mir überraschenderweise die Schamhaftigkeit der Individuen und insbesondere der weiblichen, sehr hinderlich entgegen …"92 Will diese Schamhaftigkeit doch so gar nicht zum Wilden passen.
6. Das Ende der Völkerschauen
Der erste Weltkrieg, und, ganz besonders, die Entstehung eines neuen Unterhaltungsgewerbes, die Rede ist vom Kino93, zwangen die Völkerschaubetreiber in neue Gefilde. Thode-Arora stellt trefflich fest, dass Kino sei für das verebbende Interesse an den realen Völkerschauen, mit ihren doch nur zu leicht durchschaubaren Manipulationen und Inszenierungen, verantwortlich zu machen (Thode-Arora 1997, S. 23). Der Halbbruder von Carl Hagenbeck, John Hagenbeck, ebenfalls im Völkerschaugewerbe aktiv, gründete 1918 die John Hagenbeck-Filmgesellschaft. (Thode-Arora 1997, S. 26). Noch bis 1940 wurden Kinofilme mit "exotischen Darstellern" und Ethnographika aus dem hagenbeckschen Bestand ausgestattet. (Thode-Arora 1997, S. 26) Der allgemeine Wandel des Menschenbildes im Zuge der Entstehung der bürgerlichen Demokratien nach dem ersten Weltkrieg, sorgte dafür, dass nicht länger die "Exotik"des '' fremden Menschen"im Mittelpunkt stand sondern das Unbekannte des eigenen Körpers. Der "gläserne Mensch"94 von 1930 ist so gesehen, zum einen Ausdruck einer rationalen Wissenschaft und zum anderen der eines Strebens nach dem vollkommenen Menschen.
7. Fazit
Die Begegnung mit dem Fremden zu dieser Zeit hat die Wahrnehmung ganzer Generationen von Europäern, hinsichtlich ihrer Stellung in der Welt geprägt. Das Bild des unzivilisierten Wilden, die eigene Überlegenheit gegenüber diesen Menschen wurde hier manifestiert. Das Sendungsbewusstsein der Europäischen Mächte wurde legitimiert. Die Inbesitznahme der Kolonien erschien bis weit in die 60er Jahre als gerechtfertigt, da der Wilde die Hilfe des zivilisierten Europäers benötigt um "etwas aus dem Land zu machen". Die großen eigenen Opfer, die die zahlreichen kolonialen und imperialen Kriege der eigenen Bevölkerung abverlangten, erhielten so ein moralisches, ein mit dem christlichen Glauben zu vereinbarendes Grundkonstrukt, mit dem die erbarmungslose Ausbeutung und Unterdrückung der Kolonien gerechtfertigt werden konnten. Die Beschleunigung und Verschärfung der Gangart des Kolonialismus, der beginnende Imperialismus schließlich war es, der fortan auf der Tagesordnung der Europäischen Mächte stand.
Zu jener Zeit explodierten die europäischen Städte, ihre Bevölkerungszahlen wuchsen durch das endlose Heer der Arbeitsuchenden, die vom Lande in die Stadt drängten. Wo gestern noch ein beschaulicher Park zum Flanieren einlud, rauchten heute schon die Schlote der wachsenden Schwerindustrie, und vergifteten die Luft der Städte. Eingepfercht in schnell und schlampig, ohne jeden Komfort errichteten finsteren Mietskasernen, in überbelegten engen Wohnungen, sehnte sich das frühe Industrieproletariat nach Abwechslung, nach ein wenig Zerstreuung, nach etwas natürlichem in dieser, noch neuen und ungewohnten, zugemauerten Welt der Metropolen. Welcher Kontrast könnte größer sein" Dort der Wilde, das Naturvolk mit unendlichen Jagdgründen, in unberührter Natur, und hier die oben beschriebene Lebenswirklichkeit der Europäer in ihren boomenden Städten. Bis heute ist diese Exotik, diese Inszenierung fester Bestandteil z.B der Bildsprache der Werbeindustrie. Besonders lächerlich sind sicherlich die "Kokosnuss Queens"in zahlreichen Werbespots die mit entblößter Brust, und blütengekränztem Haupt, "Aloe Vera", oder andere Wundermittel, in das Duschgel der zivilisierten Europäer rühren.
Noch im Jahr 2002 wurde in Belgien eine Ausstellung gezeigt, die sich konzeptuell um nichts von den Völkerschauen hagenbeckschen Typus95 unterschied. Gezeigt wurde ein "exotisches" Pygmäen-Dorf, samt indigener Bewohner, um, so die Ausstellungsmacher, auf die Not der Pygmäen in Kamerun aufmerksam zu machen. Anders allerdings als zurzeit von Hagenbeck rief die Ausstellung heftige Proteste hervor. Der Verband der Einwanderer forderte gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen eine sofortige Schließung.96
Es artikuliert sich heute also ein ziviler Bürgerwille der diese Form der "Ausstellung von Menschen'' ablehnt. Andererseits erlebt die Bloß- und Zurschaustellung in den Kanälen der Fernsehanstalten nie gekannte massenhafte Verbreitung. So weit von der Schaulust unserer Ur- Grosseltern ist das nicht entfernt, nur dass sich der aufgeklärte Europäer mit Vorliebe selber bloß stellt.
8. Literaturverzeichnis
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Internetquellen
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URL: http://www.cinegraph.de/kongress/96/ifkmat9.html [zuletzt besucht am: 29.10.2003]
Deutsche Hygiene-Museum Dresden, Abbildung des '' gläsernen Menschen".
URL: http://www.dhm.de/ausstellungen/bildzeug/qtvr/DHM/n/BuZKopie/raum_31.04.htm [zuletzt besucht am: 01.11.2003]
Informationsdienst Dritte Welt "Tourismus. URL: http://www.tourism-watch.de/dt/28dt/28.volkerschauen/ [zuletzt besucht am 29.10.2003].
Rede von Thabo Mbeki:
http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mbeki/2002/ Direkt zu der Rede: http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mbeki/2002/tm0809.html zuletzt besucht am 31.10.2003.
9. Anmerkungen
Abb. 3: Brändle 1995, S. 12
1 Auszug aus einer Rede, die Thabo Mbeki (Präsident von Südafrika und vom African National Congress)
am 9. August 2002 bei der Beerdigung der aus Frankreich nach Südafrika überführten sterblichen Überreste einer 1810 nach Europa und dort als menschliche Kuriosität ausgestellten Frau der indigenen Volksgruppe der Khoi’khoi hielt. Quelle: http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mbeki/2002/ Direkt zu der Rede: http://www.anc.org.za/ancdocs/history/mbeki/2002/tm0809.html zuletzt besucht am 31.10.2003.
2 Staehelin, Balthasar: Völkerschauen im Zoologischen Garten Basel, 1879 - 1935. Basel, 1993, hier S. 90.
3 Thode-Arora, Hilke: Für fünfzig Pfennig um die Welt. Die Hagenbeckschen Völkerschauen. Frankfurt a.M., 1989. Staehelin, Balthasar: Völkerschauen im Zoologischen Garten Basel, 1879 - 1935. Basel, 1993. Brändle, Rea: Wildfremd, hautnah. Völkerschauen und Schauplätze. Zürich 1880-1960. Bilder und Geschichten. Zürich, 1995. Eißenberger, Gabi: Entführt, verspottet und gestorben. Lateinamerikanische Völkerschauen in deutschen Zoos. Frankfurt a.M., 1996. Schwarz, Werner, Michael: Anthropologische Spektakel. Zur Schaustellung »exotischer« Menschen, Wien 1870-1910. Wien, 2001.
4 Wörner Michael: Vergnügung und Belehrung: Volkskultur auf den Weltausstellungen 1851-1900. Münster [u.a.] 1999.
5 Schwarz 2001, S. 9.
6 Ebd.
7 Thode-Arora 1989, S. 14. Hier sei noch anzumerken, dass Thode-Arora insgesamt unkritisch mit dem Thema umgeht. Ihre Arbeit stützt sich hauptsächlich auf unveröffentlichtes Material von Personen aus dem Hagenbeck’schen Umkreis.
8 Staehelin 1993, S. 13.
9 Staehelin 1993, S. 19.
10 Staehelin 1993, S. 19 .
11 Bitterli, Urs: Die "Wilden"und die "Zivilisierten''. Grundzüge einer Geistes- und Kulturgeschichte der europäisch-überseeischen Begegnung. München, 1976, hier S. 180.
12 Bitterli 1976, S. 180.
13 Bitterli 1976, S. 181.
14 Bitterli 1976, S. 181.
15 Bitterli 1976, S. 184.
16 Zippelius, Adelhart: Der Mensch als lebendes Exponat.
In: Jeggle, Utz / Korff, Gottfried / Scharfe, Martin / Warneken, Bernd-Jürgen (Hrsg.): Volkskultur in der Moderne. Probleme und Perspektiven empirischer Kulturforschung. Reinbek bei Hamburg 1986, S. 410-429, hier S. 416.
17 Zippelius 1986, S. 416.
18 Zippelius 1986, S. 422.
19 Zippelius 1986, S. 423.
20 Staehelin 1993, S. 61. Staehelin bezieht sich hier auf Beobachtungen im Baseler Zoo, wobei "Freak Shows", also das Zurschaustellen körperlich oder geistig behinderter Menschen, eher auf Jahrmärkten, als Zirkusattraktion oder in privaten Kuriositätenkabinetten und nicht in öffentlichen Zoos, stattfanden..
21 Zippelius 1986, S. 410.
22 Arnold, Stefan: Propaganda mit Menschen aus Übersee - Kolonialausstellungen in Deutschland, 1896 bis 1940. In: Debusmann, Robert/ Riesz , János [Hrsg.]:
23 Wörner 1999, S. 49.
24 Auch bei Zippelius finden sich zum Teil unkritische Vergleiche von Völkerschauen und Darstellungen bäuerlichen Lebens europäischer Regionen, wie die Präsentation eines Schwarzwalddorfes auf der "World Columbian Exposition" 1893 in Chicago. Zippelius 1986, S. 419.
25 Wörner 1999, S. 72.
26 Wörner 1999, S. 50.
27 Wörner 1999, S. 4.
28 Wörner S. 1999. 49.
29 Wörner S. 1999 S.49
30Traditionell kann in diesem Zusammenhang missverstanden werden. Als traditionell wurde alles betrachtet, was nicht zu den europäischen, städtischen Lebensgewohnheiten gezählt wurde. Es ging nicht um eine authentische Darbietung des heimatlichen Lebens, sondern um die Präsentation etwas außergewöhnlichem, wovon sich die Aussteller ein großes Publikumsinteresse versprachen.
31 Auch hierbei wurde es mit der ethnographischen Korrektheit was die verwendeten Waffen und Kleidungsstücke betrifft, nicht besonders genau genommen (steht auch irgendwo so).
32 Wörner, 1999 , S. 67.
33 Auch Wohnbeispiele aus China waren, so Wörner S. 68, vertreten, was nicht ganz in das Konzept gepasst haben muss, aber scheinbar irgendwo noch gezeigt werden sollte.
34 Wörner, 1999 , S. 72. Auf die Rolle der nordamerikanischen Indianerstämme werde ich nicht zu sprechen kommen, sie nehmen eine Sonderolle ein. Sitting Bull und seine Gefährten hatten eine wesentlich besseren Stand als andere indigene Gruppen und verdienten auf professionelle Weise an den Vorführungen, die in weitaus stärkerem Maße als sonst üblich, Theateraufführungen glichen. Auch war es nicht verpönt, als Europäer an diesen Aufführungen in Form von Siedlern u.ä. teilzunehmen. Der Begriff Völkerschau, mit seiner negativen Konnotation, im Sinne von primitiven oder wilden Völkern trifft hier nicht zu.
35 Wörner, 1999 , S. 72.
36 Rieke-Müller, Annelore/ Dittrich, Lothar: Der Löwe brüllt nebenan: die Gründung zoologischer Gärten im deutschsprachigen Raum 1833-1869. Köln [u.a.], hier S. 265.
37 Rieke-Müller 1998, S. 265.
38 Rieke-Müller 1998, S. 45.
39 Rieke-Müller 1998, S. 47.
40 Rieke-Müller 1998, S. 170.
41 Rieke-Müller 1998, S. 265.
42 Staehelin 1993, S. 31.
43 Schwarz 2001, S. 141.
44 Schwarz 2001, S. 61.
45 Staehelin 1993, S. 31.
46 Staehelin 1993, S. 32.
47 Banzel, Nicolas/ Blanchard, Pascal/ Lemaire, Sandrine: Sozialdarwinistisches Disneyland. In: Regina Bittner [Hrsg.]: Urbane Paradiese. Zur Kulturgeschichte modernen Vergnügens. Frankfurt am Main /New York Jahr, 2001, S. 194-203, hier S. 199, hier S. 194.
48 S. Abb. 1+2. Meistens wir von '' Feuerländern"gesprochen, was eine abwertende, nicht indigene und unzutreffende Bezeichnung ist. Sehr wahrscheinlich handelte es sich um eine Gruppe von Kaweshkar, für die es unterschiedliche Bezeichnungen in der Literatur gibt. Auf die genaue Namensbestimmung kann ich an dieser Stelle nicht eingehen. Sicher ist, dass es sich um Wassernomaden vom süd-westlichen Archipel Feuerlands und Patagoniens handelte, vgl. Eißenberger 1996, S.15. Ich werde die Bezeichnung '' Kaweshkar"verwenden.
49 Balthasar Staehelin führt in einer Auflistung der Völkerschauen im zoologischen Garten von Basel, die Nubier-Karawane auf, die hier zweimal vom 03.09. "14. 09. 1879 und vom 03.09. "19.09. 1880 gastierte. Das erste Mal mit 3 Giraffen, 2 Elefanten, 2 Zebus, 6 Kamele und Dromedare, sowie einen Esel. Beim zweiten Aufenthalt waren noch ein Gepard, 2 Hyänenen und kleinere Tiere, wie Affen und Ziegen dabei. Staehelin 1993, S. 158.
50 Es war mir nicht möglich die Aufenthaltsorte genau zu bestimmen. Staehelin spricht von "alle großen Städte Europas", für die erste "Nubier-Karawane"im Jahr 1878-1879 und von Hamburg, Zürich und Bern im Jahr 1980 (Staehelin 1993, S. 158). Werner Michael Schwarz geht ebenfalls näher auf dieses Ensemble ein, es gastierte also zumindest noch in Wien 1978 (Schwarz 2001, S. 66).
51 Schwarz 2001, S. 64.
52 In Wien nutzte Hagenbeck die Rotunde, der Zentralbau der Wiener Weltausstellung von 1873. Schwarz 2001, S. 67.
53 Hamburg, Berlin, Basel.
54 Zürich u.a.
55 Staehelin 1993, S. 156. Brändle spricht von einem Gebiet, das sie mit "unterer Wolga"bezeichnet, (Brändle 1995, S. 160).
56 Staehelin 1993, S. 156. Brändle 1995, S. 160.
57 Die Zusammensetzung war heterogen, Männer, Frauen und Kinder (Staehelin 1993, S. 156).
58 Brändle 1995, S. 160, Staehelin, 1993, S. 156 oder Schwarz 2001, S. 67.
59 Schwarz 2001, S. 67.
60 Hier ist der Dorfcharakter gemeint, der zwar gelenkt und inszeniert ist, dem Besucher aber ein Höchstmass an Bewegungsfreiheit bietet. Der Besucher kann alles mit eigenen Augen erkunden, solange verweilen wie er möchte, und sich eine eigene Meinung bilden, die Inszenierung erscheint dem Besucher so als völlig real.
61 Schwarz S. 145.
62 Schwarz, S. 138.
63 Freikarten an Schulen, neue Begriffswahl, große Räumlichkeiten, die im Zentrum des öffentlichen Freizeitverhaltens standen
64 Schwarz 2001, S. 66.
65 Thode-Arora, Hilke: Herbeigeholte Ferne. Völkerschauen als Vorläufer exotisierender Abenteuerfilme. In: H.-M. Bock et al. (Hrsg.): Triviale Tropen. Exotische Reise- und Abenteuerfilme aus Deutschland 1919-1939. München, 1997, hier S. 21.
66 Thode-Arora 1997, S. 21.
67 Thode-Arora 1997, S.22.
68 Carl Hagenbeck war 1913 verstorben. Der Familienbetrieb wurde von seinen Söhnen weiter geführt.
69 Thode-Arora 1997, S. 23
70 Bitterli 1976, S. 188
71 Schwarz 2001, S. 113.
72 Die in der Einleitung erwähnte Sarah Baartman wurde auch nach ihrem Tode ausgestellt. Ihre Genitalien wurden entnommen und ebenso wie ihre in Gips gegossenen Körperformen im Musée de l’Homme, Paris öffentlich ausgestellt. 1994 stellten dann die Angehörigen der Volksgruppe der Khoi’khoi ein Auslieferungsgesuch der sterblichen Überreste der Sarah Baartman. Mitter, Partha: The Hottentot Venus and Western Man: reflections on the construction of beauty in the West. In: Hallam, Elizabeth and Street, Brian V. (eds): Cultural Encounters: representing 'otherness'. London, New York, 2000, S. 35-50, hier S. 30.
73 Eißenberger 1996, S. 162.
74 Wobei es dabei deutlich zwischen den einzelnen Völkerschauen zu unterscheiden gilt. Wurden einige Schauen explizit unter das Motto '' die Wilden"kommen gestellt, zeichneten sich andere Schauen durch artistische Darbietungen aus, die von "professionellen Teilnehmern", die mehrer Jahre hintereinander durch Europa tourten, aufgeführt. Im Rahmen dieser Arbeit muss auf eine detaillierte Analyse der einzelnen Völkerschauen verzichtet werden.
75 Staehelin 19 , S. 86.
76 Staehelin 19, S. 92. Staehelin kommt zu diesem Ergebnis nach einer Analyse der zeitgenössischen Pressestimmen.
77 Eißenberger 1996, S. 151.
78 Zitiert nach: Eißenberger 1996, S. 153.
79 Schwarz S. 15
80 Schwarz S.15
81 Gering, Kerstin: Postadamistische Rache am Sündenfall" Nacktheit in Kultur- und Sittengeschichte der Jahrhundertwende. In: Kerstin Gering [Hrsg.]: Nacktheit: ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich. Köln [u.a.] (Literatur "Kultur "Geschlecht: Kleine Reihe; Bd. 17), 2002, S. 67-90, hier S. 68.Gering, Kerstin: Postadamistische Rache am Sündenfall" Nacktheit in Kultur- und Sittengeschichte der Jahrhundertwende. In: Kerstin Gering [Hrsg.]: Nacktheit: ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich. Köln [u.a.] (Literatur "Kultur "Geschlecht: Kleine Reihe; Bd. 17), 2002, S. 67-90, hier S. 68.
82 Gering 2002, S. 68.Gering 2002, S. 68.
83 Gering 2002, S. 80-81.Gering 2002, S. 80-81.
84 Möhring, Maren: Ideale Nacktheit. Inszenierungen in der deutschen Nacktkultur 1893-1925. In: Kerstin Gering [Hrsg.]: Nacktheit: ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich. Köln [u.a.] (Literatur "Kultur "Geschlecht: Kleine Reihe; Bd. 17), 2002, S. 91-110, hier S. 99.Möhring, Maren: Ideale Nacktheit. Inszenierungen in der deutschen Nacktkultur 1893-1925. In: Kerstin Gering [Hrsg.]: Nacktheit: ästhetische Inszenierungen im Kulturvergleich. Köln [u.a.] (Literatur "Kultur "Geschlecht: Kleine Reihe; Bd. 17), 2002, S. 91-110, hier S. 99.
85 Banzel [u.a.] 2001, S. 199.
86 Blume, Thorsten: Städtische Wildnis "behauste Natur. In: Regina Bittner [Hrsg.]: Urbane Paradiese. Zur Kulturgeschichte modernen Vergnügens. . Frankfurt am Main /New York Jahr, 2001, S. 140-161, hier S. 152.
87 Brändle 1995, S. 77.
88 Die "Buffolo Bill Show"wurde von William Cody organisiert und zog 1889/90 durch Europa. Die Stellung der Teilnehmer ist nur schwer mit anderen Völkerschauen zu vergleichen und würde ein eigenes Kapitel füllen, vgl. zur weiteren Vertiefung: Calloway, Colin G., Gemünden, Gerd, Zantop, Susanne: Germans and Indians: Fantasies, Encounters and Projections. Nebraska, 2002. Eine Studie der Beziehungen zwischen der deutschen und der indianischen Kultur Nordamerikas.
89 Brändle 1995, S. 78.
90 Brändle 1995, S. 117.
91 Staehelin 1993, S.. 76.
92 Theodor L. W. von Bischoff: Bemerkungen über die Geschlechtsverhältnisse der Feuerländer. In: Sitzungsbericht der mathematisch-physikalischen Klasse der bayrischen Akademie der Wissenschaften. 12. Bd., München 1882, S. 243. Zitiert nach Schwarz 2001, S. 115.
93 Die Seiten des CineGraph zum 9. Internationalen Filmhistorischen Kongress in Hamburg, 21. - 24. November 1996, geben einen guten Überblick über die große Anzahl von Filmen, welche in den 20er und 30 Jahren des 20. Jahrhunderts als Abenteuer- und Reisefilme die "Exotik'' thematisierten und auf die Leinwand bannten.: http://www.cinegraph.de/kongress/96/ifkmat9.html [zuletzt besucht am 29.10.2003].
94 Der "gläserne Mensch"wurde 1930 zuerst auf der Zweiten Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden gezeigt. Gefertigt wurde die Darstellung von Franz Tschackert, Präparator des Deutschen Hygiene-Museums. Quelle: http://www.dhm.de/ausstellungen/bildzeug/qtvr/DHM/n/BuZKopie/raum_31.04.htm [zuletzt besucht am 01.11.2003].
95 Es versteht sich das '' hackenbeckschen Typs"hier als Metapher eingesetzt wird, die das Prinzip der Ausstellung illustriert
96 Informationsdienst Dritte Welt "Tourismus, http://www.tourism-watch.de/dt/28dt/28.volkerschauen/ [zuletzt besucht am 29.10.2003].
RoundUp: Die Kulissenschieberei des Merz Rente und Personal & Attentat in Berlin: Religiöser
Extremismus
Vorweg muss man mal eins sagen: Der Kapitalismus, also dieses Wirtschaftssystem, mit dem die soziale
Marktwirtschaft mindesten global konkurriert, so selbst nur eine bestimmte Geschmacksrichtung des
Profitsystems ist, erzeugt die ganzen Verwerfungen. Die Idee der Umverteilungssozialisten ist, dass diese
Verwerfungen, die das System der Bosse zwangsläufig erzeugen muss, hauptsächlich von den Arbeitern, also aus der
Arbeit, ausgeglichen werden sollen. Das bedeutet, die Leute, die selbst kämpfen müssen, die selbst schwer von den
Auswirkungen des Profitsystems betroffen sind, sollen mit jenen solidarisch sein, denen es noch schlechter geht.
Das ist die einzige Antwort der SPD, der "die Linke", der "die Grünen". Damit haben sie dafür gesorgt, dass
sie nicht nur das System indirekt erhalten, was die Verwerfungen unendlich erzeugt, sondern sie sorgen auch dafür,
dass
diejenigen, die
selbst relativ weit unten stehen für diejenigen zahlen, die noch weiter unten stehen. Während der grundlegende
Erhalt dieses Systems aber dafür sorgt, dass jene, die von den Verwerfungen profitieren,
sich immer weiter absetzen können.
Daran ändert auch keine Reichensteuer der Welt was, oder nur die 3 % über 150.000 zu belasten, denn das ganze
Geld dieser Leute und das Geld aller anderen reicht nicht, um die Verwerfungen des Kapitals abzumildern. Die
einzige Quelle, die dafür halbwegs reicht - ist die gesamte Arbeit eine nationalen Workforce und die
"Besteuerung" dieser Arbeit, auch
mit Sozialbeiträgen.
Aber schon
heute funktionieren alle diese Systeme, die typisch für den reichen Westen sind, nach dem Beutezug durch die
Taschen der eigenen arbeitenden Bevölkerung, nur noch, wenn der globale Süden niemals aufholt, immer ein geringeres
Lohn-
und Preisgefüge hat. Wenn man ihm die Rohstoffe praktisch stiehlt, wenn man verhindert, dass sie selbst aus den
Rohstoffen Fertigprodukte machen, wenn man Wissenstransfer bei Joint-Ventures vermeidet, wenn man ungebrochen auf
500 Jahre Kolonialgeschichte aufbaut. Ein seltenes Beispiel ist
China (nicht eingepreist bei den Merz "Reformen"), die
haben es
begriffen, und die Folgen für den
alten Westen sind eindeutig. Was also hier läuft, ist keine Solidarität, sondern letztlich zahlen die Leute dafür,
damit sie weiter ausgebeutet werden können. Sie zahlen es beim Umverteilungssozialismus selbst und nicht irgendein
uminöser Sozialstaat, die Bosse zahlen es erst recht nicht. Das Elend durch den Kapitalismus bleibt dank der
reformistischen Ansätze, natürlich auch bei der "sozialen" Marktwirtschaft, stets die Sache der Arbeiter*innen. Das
muss
man natürlich im Hinterkopf haben.
Dabei darf man nicht vergessen, es gibt auch die Verbrauchssteuer auf alle Waren, was aus Sicht der
Arbeiter, erneut einen Teil ihrer Zeit, einen Teil ihres reproduktiven Anteils an den Früchten der
Arbeit frisst
( . . . )
Da die Staatsschuld ihren Rückhalt in den Staatseinkünften hat,
die die jährlichen Zins- usw. Zahlungen decken müssen, so wurde das
moderne Steuersystem notwendige Ergänzung des Systems
der Nationalanleihen. Die Anleihen befähigen die Regierung,
außerordentliche Ausgaben zu bestreiten, ohne daß der Steuerzahler es sofort fühlt,
aber sie erfordern doch für die Folge erhöhte Steuern.
Andrerseits zwingt die durch Anhäufung nacheinander kontrahierter Schulden
verursachte Steuererhöhung die Regierung, bei neuen außerordentlichen Ausgaben
stets neue Anleihen aufzunehmen.
Die moderne Fiskalität,
deren Drehungsachse die Steuern auf die notwendigsten Lebensmittel (also deren Verteuerung) bilden,
trägt daher in sich selbst den Keim automatischer Progression.
Die Überbesteuerung
ist
nicht ein Zwischenfall, sondern vielmehr Prinzip. In Holland,
wo dies System zuerst inauguriert, hat daher der große Patriot de
Witt es in seinen Maximen gefeiert als das beste System, um den Lohnarbeiter
unterwürfig, frugal, fleißig und ... mit Arbeit überladen zu machen.
Wird ja immer doller, jetzt sagt der Abgeordnete, den Merz zum Minister machen wollte, er hätte doch
nicht absagen sollen. Wahrscheinlich nachdem er bei Frei im Folterkeller war. Aber was versprechen
sie sich davon? Die Auswahl von Merz, sowie der dann als Notlösung vereidigte Verkehrsminister,
sind doch
jetzt noch
fraglicher. Wer will schon
einen labilen
Wackelpeter als Verkehrsminister und wenn es doch der Fehler seines Lebens war, was ist dann jetzt
der Neue - ganz offensichtlich 2. Wahl, weil die 1. Wahl ein Wackelpeter war, der nicht mal seine
Klappe halten kann, wenn er eben aus eigenem Antrieb nicht mehr im Rennen ist. Was für
Schlaumeier. Daneben
zeigt
man
so unmissverständlich wie hohl diese Fraktion
mittlerweile ist. Rücktritte von Rücktritten sind ein sicheres Indiz für politisches Irrlichtern.
Es ist einfach unglaublich.
Wichtig ist: Während alle über KI/IT diskutieren, während seit ungefähr 12 Jahren ein Abbau von
hoch bezahlten Industriearbeitsplätzen stattfindet, der nun in der Krise von Auto, Chemie und Stahl
kulminiert und die Arbeitslosenzahlen über 3 Mio gehen, während Deutschland zur
Dienstleistungsgesellschaft wird, entwerfen sie ein Rentensystem
und
nennen es
dann reformiert, was voll und ganz von hochbezahlten Arbeitsplätzen in der Industrie (West) abhängt
.
Gleichzeitig hat dieses vergammelte Altenheim im Zentrum Europas eine negative
Anlageninvestitionsquote,
eine
starke
Kapitalflucht, selbst
beim derzetigen "Boom" der KI Anwendungen nur sehr wenige neue Unternehmen und Gründungen. Es
zeigt sich also, auch die Merz Regierung diskutiert nur über Ausgaben, aber die Einnahmen sollen
offensichtlich vom Himmel fallen.
Das
bedeutet die auch für absolute Laien leicht nachvollziehbaren und durch den Klimawndel
drastisch
beschleunigten gesamtwirtschaftlichen Evolutionen werden durch 100 % Ideologie ersetzt, ignoriert,
nicht eingepreist, in eines der elementarsten Systeme, obschon dieses schon jetzt leidet.
Das
entspricht, von dem politischen Ansatz her, dem narrativem Szenario: Regionale Konflikte, nationale,
isolationistische
Politik, Klimawandel wird nicht in soziale Systeme eingepreist,
SSP3-7 des Klimarates.
Ein System, was über eine Dekade auch
schon
leidet unter dem Niedriglohnsektor/Aufstocker, was der Fehler bei Schröder war, nicht die Hartz
Reformen. Was durch den Klimawandel auch durch physikalische und damit unabwendbare Folgen betroffen
ist.
Aufstocken bedeutet, der
Unternehmer zahlt zu geringen
Lohn, aber er beschäftigt den
Mitarbeiter dennoch, wenn dann der Staat einspringt um fehlende Lohnbestandteile zu zahlen, zahlt er
auch fehlende Beiträge, was Steuergeld für die Rentenversicherung/Krankenversicherung bedeutet. Also
eine Subvention von Unternehmen, die keinen anständigen Lohn zahlen, oder ein Geschäftsmodell mit
viel Teilzeit in voller Absicht fahren. Das ist exemplarisch für die indifferente Situation bzgl.
Steuern vs. Beiträge. Der
Mindestlohn ist aber auch nicht geeignet, um eine auskömmliche Rente zu haben. Das alles lässt nur
einen Schluss zu:
Das ZK der Regierung beschließt auf der Basis unzureichender Grundlagen eine
von
oben und gegen die Realität zielende, ideologische Rentenzukunft. Viele belegte
transfaktische Tendenzen, viele
Gegenargumente werden nicht erörtert, sondern
ausgeblendet, damit
überhaupt
irgendwas
verabschiedet
werden kann. Das ganze ist zur reinen Macht-und Parteipolitkk geworden. Auf diesem Altar des Merz mit
seiner hohlen "Macht" - 21 % -
opfert seine gleichgeschaltete Partei auf Bundesebene möglicherweise eine vernünftige
und zeitgemäße Altersabsicherung. Wer das mitmacht, wird noch zu Lebzeiten erhebliche Gewissesnbisse
haben müssen. DIe Sache kommt so oder so in wenigen Jahren wieder zur Vorlage. Wir haben euch gewarnt.
Das ist ein Sturm im Wasserglas.
Das
ist DDR.
Und prompt passiert, was wir unten über Butler Frei schreiben, er drescht wieder Phrasen im Namen seines
Herren. Ostdeutsche Ministerpräsidenten und der SPD Generalsekretär sprechen sich dafür aus, dass man
nach 45 Beitragsjahren in die deutsche Almosen-Sozial-Rente-Von-Gnaden-Der-Rentenversicherung wechseln darf.
Darauf Frei, die übliche
Plattitüde, dass angeblich ein generationengerechtes System geschaffen wird.
Warum ist das albern?
1. Die Umlage ist es auch, die dem Osten stets Probleme macht, denn sie waren ja bis 89 nicht im Verfahren,
spätestens da hätte man begreifen müssen, dass dieses mittelalterliche Adenauer Umlageverfahren nur eine
Notstandslösung-West für die unmittelbare Nachkriegszeit war.
Diese Rente ergibt auch
im Westen vor allem Sinn für Leute, die Immobilien besitzen, eine gute Rente bekommen und
schließlich auch Vermögen haben. Die nackte Rente hat auch im Westen nie gereicht. Also fehlt
im Osten vor allem Vermögen, was auch die Gründung praktisch unmöglich machte. Hätte man
jedem Ossi bei der Wiederverinigung 50.000 Mark gegeben, und gesagt, jetzt macht mal, dann
wären vielleicht nicht alle Fassaden hübsch, aber sie hätten jetzt eine Wirtschaft mindestens
wie Polen, was die Rente weniger problematisch machen würde.
Bei der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion im Juli 1990 lag das statistische Sparguthaben in der DDR bei durchschnittlich rund 10.000 DDR-Mark pro Kopf. Da jedoch gestaffelte Höchstbeträge im Verhältnis 1:1 getauscht wurden (Kinder bis 2.000 Mark, Erwachsene bis 4.000 Mark, Senioren bis 6.000 Mark), profitierten die meisten Bürger im besten 1:1-Satz von ca. 4.000 D-Mark, während höhere Beträge im Verhältnis 2:1 umgestellt wurden.
Informationen mit KI:
Das durchschnittliche Nettovermögen privater Haushalte in Westsdeutschland lag im
zeitlichen Umfeld des Jahres 1990 (gemessen in den frühen 1990er-Jahren wie 1993 vom DIW Berlin
erhoben) bei rund 126.600 Euro (ca. 248.000 DM). Das reine Geldvermögen der
westdeutschen Haushalte erreichte Ende 1990 insgesamt knapp 3 Billionen DM. KI Ende
Das bedeutet das Vermögen der Westdeutschen, nach dem Umtausch durch die Ostdeutschen, war mindestens um den
Faktor 24
höher und natürlich erst ab dann überhaupt vergleichbar. 10.000 Ostmark waren - garnichts. Nur im
Durchschnitt.
Die
aktuellen Reformen dienen
in einem Umlagesystem nicht den Jungen, sondern nur den in nächster Zeit in Rente
gehenden, nicht mehr den jungen. Die Jungen werden aber von den Leistungskürzungen betroffen sein, die nur
notwendig sind, um das kranke Umlagesystem aufrechtzuerhalten. Was jetzt eingezahlt wird, wird ja sofort wieder
ausgezahlt, ohne über den Kapitalmarkt zu gehen. Das allein ist schon weltweit einzigartiger Bürokraten-Nonsens.
Dennoch werden die jungen, und nur denen werden die Leistungen drastisch gekürzt, lange weiter für die alten Rentner,
die von den alten Konditionen profitieren, zahlen. Während sie selbst zusätzlich unter den neuen Konditionen
leiden werden.
Nicht vergessen: Zwar steigt die durchschnittliche Lebenserwartung,
aber es
ist sehr stark vom
Einzelfall abhängig, ob dadurch auch die Lebensarbeitszeit steigen kann. Diese Lebenserwartung ist aber nicht
umsonst und viele Gesundheitsleistungen werden aus Beiträgen der Rente gezahlt. Die Fälle
über 65 verursachen mehr als doppelt so hohe Geundheitskosten, wie die Fälle unter 65.
Die Rentenversicherung betreibt Kliniken, Psychatrien, Rehaklinken und bezahlt in einigen
Fällen auch die Behandlunsgkosten, Unfallversicherung etc. wenigstens zum Teil.
Also wird diese Lebenserwartung schon mit Beiträgen erkauft und verursacht ebenfalls
Kosten. Weiter ist statistisch belegt, dass die großen Steigerungen der Lebenserwartung
nicht immer eine Steigerung der Lebensqualität sind. Überdurchschnittlich profitieren
wohlhabende Angestellte und diese profitieren auch besonders von der Rente, zahlen aber die
gleichen
Prozentsätze ein. Das mag absolut mehr sein, in der Realität aber bedeutet der höhere
absolute Anteil bei Wohlhabenden nicht eine gleiches Maß an "Lebenskosten", wie bei
weniger verdienenden. 50 % von 1 Euro sind 0,5 Euro, 50 % von 1000 Euro sind 500 Euro. Von
500 Euro kann man leben, von 50 Cent nicht. Beide zahlen das "gleiche" ein. Zwingende
Folge eines nicht kapitalgedeckten Umlageverfahrens, was Unfähig ist das
Leistungsspektrum auch aus Kapitalanlage zu erwirtschaften.
Jedoch ist klar, die Chance sein
eingezahltes Geld jemals wieder zu bekomen, auch diese sinkt. All das betrifft nur zukünftige
Rentnergenerationen, was Frei und diese seltsame neue CDU Generalsekretärin also abspulen sind Märchen, diese
Rente ist niemals gerecht, von den Reformen werden die heute jungen hinsichtlich der Abgaben für die heute Alten
in keiner Weise profitieren, und wenn sie selbst in Rente gehen sind sie die ersten, die von den jetzigen
ideologischen Reformen, die natürlich auch hier nur Kürzungen sind, getraoffen werden. Also ist es ein doppeltes
Minusgeschäft und keine Generationengerechtigkeit. Das Problem ist das Umlagesystem.
Wenn
dann die alten Rentner
abgeschmolzen sind, und auch jene weg sind, die noch für die alten Rentner bezahlt haben. Wenn
also die Reformen für alle gleichlautend irgendwann gelten. Dann haben wir einfach nur
ein schlechteres
System, was weniger Leistungen bringt, aber mindestens genauso teuer ist. Sie drehen sich im
Kreis. Wir sprechen da über Zeiträume von sagen wir 40 Jahren, jetzt schauen wir mal 40 Jahre
zurück, was da alles passiert ist - sogar 2 Währungsreformen, wenn man aus O-Deutschland kommt
.
Man kann also diese angebliche Reform schon dadurch entlarven, dass sie erst über viele,
viele Jahre wirkt, aber alle ihre grundlegenden Überlegungen setzen im Prinzip heute an und
können natürlich nicht prognostizieren, wie die wirtschaftliche Entwicklung langfristig
läuft. Aber dieses Umlagesystem ist auch nicht in der Lage ernsthafte Änderungen des
Wirtschaftssystems hinsichtlich der ihm zugrunde liegenden benötigten Workforce dynamisch
anzupassen. Es ist ein System, was stets darauf angewiesen ist, dass Menschen möglichst
lange, möglichst viel, bei möglichst wenigen Arbeitgebern verdienen, ohne je in
Arbeitslosigkeit oder andere Probleme zu rutschen. Ich bitte euch - man muss nur 5 Jahre
zurückschauen und die deutsche Autoindistrie war eine andere.
Diese ganzen Kommissionen
und
die Politik selbst, weigern sich also sogar ganz aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und
auch eine Arbeitslosigkeit jetzt über 3 Millionen in irgendeinen Zusammenhang mit der Umlage
zu stellen. Das zeigt, diese Rente ist ideologisch, sie ist ein verdecktes Sozialsystem, ein
Instrument der Umverteilung in viele verschiedene Richtungen. Perverserweise zum Teil auch
von Unten nach Oben, bei denen mit sehr geringen Renten, die aber prozentual den gleichen
Beitrag zahlen, um bei 1100 Rente zu landen. Ständig werden nicht nur Bundeszuschüsse
benötigt, sondern auch eben das Umlegen der Beiträge.
Fakt ist - so sind diese Beiträge
eine
Sondersteuer für ein verdecktes Sozialsystem, bei dem nur ein gewisser Teil beim Einzahler zu
seinem eigenen Nutzen verbleibt. Das sagt man den Leuten aber nicht. Letztlich würde dieses
System, wenn es nicht so arbeiten würde, wahrscheinlich die größte Alterarmut des Planeten
verursachen, was dann eben nicht via Beitragumlage, sondern via Steuern und transparent im
Haushalt angegngen werden müsste. Deshalb halten die an der Umlage, um jeden Preis, fest und
erfinden diese ganzen Ablenkungsmöver, sie wollen dieses verdeckte Sozialsystem retten.
Sie haben sonst keine rationalen oder ökonomischen Argumente, um die Umlage so
weiter zu betreiben, also wird durchgedrückt und durchgelogen, weil ihnen nichts besseres
einfällt, um diesen Verschiebebahnhof aus den Beiträgen zu bezahlen. Wir
leisten uns also ein
System, was sowohl hinsichtlich der Input-Optionen, wie der Output-Optionen vollkommen
unzureichend und antiquarisch ist, weil ihnen bei dieser Vorgehensweise ansonsten die
Alterarmut noch stärker um die Ohren fliegen würde. Thats fuckin' all.
-
2. Solange die Rente als eine Umlage betrieben wird, auch aus ideologischen Gründen des angeblichen
gesellschaftlichen "Zusammenhalts", ist sie nicht sinnvoll. Dieses blödsinnige Umlageverfahren muss zwingend
ersetzt werden, ansonsten wird die Rente das gesellschaftliche Minusgeschäft bleiben, was sie mindestens seit der
Wiedervereinigung ist.
Die angedachten Reformen verteidigen lediglich ein gescheitertes und
unsinniges System, sie
sind Verrenkungen und Kürzungen, um den ohnehin unvermeidbaren Zusammenbruch dieses statischen Verfahrens weiter
aufzuschieben.
<> Dabei geht es vor allem darum: Es gibt keinen Kapitalstock für
einen
deutschen Pensionsfond, weil
sie auch in der Vergangenheit an der Umlage festgehalten haben. Daher wird Geld auf die denkbar dümmste Art und
Weise - ohne jede Wertschöpfung, wie zu Fürstens Zeiten, verteilt an die alte Generation. Ohne selbst wertschöpfend
zu sein, wird damit der wertschöpfende- und der reproduktive Teil der Arbeit durch statische Beiträge zu
einer ordinären Bar-Kasse belastet. Diese Belastung könnte
schon dadurch drastisch zurückgefahren werden, wenn das Geld nicht von einer mittelalterlichen Versicherung
lediglich "as is" verteilt werden würde, sondern über einen Kapitalstock.>
Die
2 %
haben
damit nichts zu tun, sie sollen eher jenen helfen, die jetzt schon nicht genug einzahlen
können, wegen geringer Löhne, um eine ausreichende Rente zu bekommen. Die geringen Löhne
sind Sache der Arbeitgeber und nicht des Beitragszahlers. Also wieder eine
Umverteilungsmaßnahme auf Kosten der Beitragszahler, die damit Defizite des abartig teuren
Systems, ausgleichen sollen, die asozialen Arbeitgebern helfen. Das ist sowas, wie
Aufstocken bei Grundsicherung, damit werden Niedriglohnverhältnisse gesponsort und man
trägt dazu bei, dass diese Leute nie aus dem Sektor rauskommen. Krank und typisch für ein
Umlageverfahren.
Daneben
ist Umlage inhaltlich immer ein unsinniger
Zwang. Niemand kann ernsthaft sachlich begründen, warum nicht jeder einfach nur für sich selbst einzahlt, das Geld
wird angelegt und bleibt das Eigentum des Einzahlers. Das würde nicht nur dramatisch
Bürokratie senken, sondern leicht
dynamische Anlage ermöglichen. Sie brauchen die Rente als Sozialsystem. Darum geht es auch bei den 2 %
angeblicher Kapitalanlage. Hier soll kein zukunftsfähiger Kapitalstock aufgebaut werden, sondern es soll dann
Geld in Renten fließen, die nicht mehr durch die Umlage gedeckt werden könnten, oder so gering ausfallen würden,
dass sie nichts bringen. Das soll dann die Sozialämter von den Grundsicherungsrentnern
befreien.
Diese 2 % sind
nichts anderes als eine Sozialabgabe für jene, bei denen die Umlage schon heute nicht mehr funktioniert. Die 2
% sind absolut vergleichbar mit der Übernahme der KK Kosten für Grundsicherung durch die
KK Beitragszahler*innen. Der Unsinn einer nicht frei wählbaren Anlage am Kapitalmarkt
kommt hinzu.
Angesichts der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklungen werden diese Armutsrenten zunehmen. Darum geht es
wirklich. Das ist keine Kapitalanlage, es ist eine Sozialsteuer.
Alle Bestandteile dieser ideologischen Rentenreform sind strikt
abzulehnen. Das ist
lediglich Spagehtticode, um die Umlage zu retten, dabei wird ein noch überkomplexeres und exotischeres
Altsystem entsehen, was auch wirtschaftlich, hinsichtlich der Kosten, ein Klotz am Bein ist.
Fachkräfemangel/ Überalterung/ Migrationsfeindlichkeit / Gründerabwesenheit / Kapitalflucht kommt
hinzu. Es wird auch nicht zu geringeren Bundeszuschüssen führen, weil z.B. die
verlängerte Lebenserwartung nicht in ein Verhältnis zur Lebensarbeitszeit und den Gesundheitskosten
der Alten / Mehrarbeit gesetzt wird.
Das Kernproblem ist, dieses System erwirtschaftet 0 - Negativ (so gerade knapp Inflationsausgleich,
aber den nicht mal immer-
Ukraine etc.) Rendite, sondern hat da Abermilliarden kurzfristig
rumliegen, die sofort wieder ausgezahlt werden. Das ist komplett krank und die eigentliche
Ursache warum auch der demografische Wandel nicht abgepuffert werden kann, wie sonst auch
keinerlei Veränderungen, die aber
zum Kapitalismus gehören, wie die kaputte CDU zu Deutschland. Ein
solches System ist statisch überkomplex und kann aus sich selbst keine Renditen erzielen,
die es an Rentner auszahlen könnte, es verursacht aber
auch enorme Bürokratiekosten. Es ist ein reines Notsystem.
Das
eingezahlte Geld darf nicht für andere ausgegeben werden, das sind eigentlich soziale Aufgaben des
Steuersystems und nicht der Rente. Jeder muss sein eingezahltes Geld behalten und
es muss in seinem Namen nach gewünschten Risikoprofilen angelegt werden und es muss auch in
einer Summe auszahlbar sein..
Dies ist die einzig sinnvolle, im Kapitalismus mögliche, Veränderung, die auch was bringt.
Also - das
angebliche Reformieren ist auch
bei der
Rente nichts
anderes als eine alberne, rückschrittliche Sparorgie,
die nicht für Generationengerechtigkeit sorgen soll, sondern dafür, dass zukünftige Rentner weniger
Leistungen erhalten und kürzer Leistungen erhalten, während genaugenommen die Beiträge für die
Jungen dennoch steigen. Das gleiche Spiel, wie bei Gesundheit, Steuern, Wachstumspaket. Banale
Popelmaßnahmen einer max. mediocren Notkoalition der alten Säcke werden von Merz und seinen Jasagern
hochgejazzt, sind
bei
genauerer
Betrachtung das
Papier nicht wert.Der rasende Stillstand der Merzregierung.
Themenwechsel
USA und Marokko entdecken Migration als Waffe und führen die Drohungen Trumps gegen Spanien aus, mehr
gibt es dazu nicht zu sagen. Erprobt mit Merkel und Syrern durch Orban/Putin. Meloni zeigt mal wieder
ihre brillianten analytischen Fähigkeiten, wie so manch anderer. Diese Art der Migration wird als
Waffe eingesetzt, um Einfluss auf Wahlen zu bekommen, um Europa zu spalten, um die Zivilgesellschaft
zu spalten, um zu destabilisieren und die Wirtschaft zu schwächen, durch etwaige Überreaktionen, wie
bei Dobrintd und Meloni - wann heiraten die? Damit die Feinde der EU, derzeit besonders
Trump, Meloni, Dobrintd und Putin profitieren. Begleitet von
entsprechender
Social
Media und Springer-Like Medien
Strategie.
Melonie
versteht nicht, dass dies auch ein Angriff auf Italien ist, aber nicht durch Migration. Was Merkel auch
nicht verstanden hat, es ist ein Angriff auf den Zusammenhalt der EU. Diesmal sollte man aber die
richtigen treffen und nicht, wie im Fall Merkel, die missbrauchten Migranten. Merkel hätte Orban
Paroli bieten müssen und klar sagen, was da läuft. Eine bewusst inszenierte humanitäre Katastrophe mit
dem Ziel die EU zu schwächen. Dem ist die damalige Kanzlerin auf den Leim gegangen, mit den
entsprechenden langfristigen Folgen, vor allem für ihre eigene Heimat im Osten. Dieses strategische
Totalversagen hat Orban, weil die folgende Diskussion nur um "Migrantion" ging und nicht um sdas bewusst
herbeigeführte Szenario am Budapester Hauptbahnhof, -> Dublin war in Kraft, bis vor kurzem im Amt
gehalten. Mit den
entsprechenden Folgen.
Bis heute wird dieser Zusammenhang nicht richtig verstanden, obschon die
Ereigniss an der Grenze Polen/Weißrussland dann haargenau gezeigt haben, wie diese Waffe benutzt
wird. Man wird ihr nicht mit Migrationspolitk begegnen können, sondern nur indem man klar anspricht
wer bewusst derartige Katastrophen, wie jetzt in Spanien, instrumentaisiert und in welchem Interesse
eine Spaltung der EU liegt. Warum die
Union sich überhaupt
mit aussen bschäftigt, das bleibt
ihr
Rätsel, sie
sollte es SPD rspk. Grüne oder hoffentlich irgendwann wieder der FDP überlassen.
Erst
danach, nachdem Ungarn gezwungen worden wäre, das humanitäre Problem vor Ort, mit EU
Unterstützung, zu lösen, hätte man über das weitere Verfahren entscheiden dürfen. Merkel hätte also
zwingend an Brüssel übergeben müssen. Diese Waffe
arbeitet jedoch mit emotionaler Erpressung in zwei Richtungen (zur Spaltung), was bei Meloni
offensichtlich so gut funktioniert, dass sie gleich ökonomischen Selbstmord begehen will.
Ausgerechnet der instabile Pleitestaat No 1 mit den höchsten
Schuldenbergen nach USA, reißt mal wieder die Klappe auf. Meloni will Schengen in ihren
Migrations-Schwachsinn mit reinziehen, um von ihrer schwindenden Macht abzulenken. Das sagt alles über
die Wirtschaftskompetenz der Meloni, sie ist eine Schwätzerin
und lebt ausschließlich von Märchen und Propaganda.
Meinetwegen kann Italien aber Schengen
verlassen,
am besten auch den Euroraum, dann haben wir ein Problem der Instabilität, gepaart mit großer Fresse,
weniger. Ich mein seit Berlusconi - und dann noch Draghi abwählen. Scheiß rückschrittliches
Spaghettiland, was nur noch von Tourismus lebt, und sich auf alte Steine und Römermüll, was eh keiner
mehr sehen
und sanieren
kann, was einbildet. Ein balsamierter, wunderschönder Toter. Das
ist aus
Italien unter Meloni geworden.
Dies
ist kein
Problem der Migration,
sondern eine durch USA und Marokko herbeigeführte Situation, die noch im 19.Jahrhundert als eine
Kriegserklärung verstanden worden wäre. Es ist nicht die Zeit auf Sanchez einzudreschen, sondern auf
Marokko und seine Verbindungen in die USA. Aber bitte - macht euch zur Kolonie der USA. Ist mir
scheißegal, wir bereiten die Rache vor, danach ist der Zaun von Trump Altmetall. Geht auch mit
Lampedusa. Nur zu - Meloni bekommt eh nix auf die Kette, die Gelegenheit ist günstig auch mal Italien
zu überrennen, überrennen wir sie doch einfach alle und nutzen die Waffe Putins und Trumps für uns
selbst.
Es sollte eine robuste Antwort von Spanien in Richtung Marokko geben, hier auch explicit
West-Sahara ansprechen, was hier auch mit reinspielen dürfte. Botschafter einbestellen. Der
Geheimdienst sollte die USA strickt unter die Lupe nehmen. Trump ist eingeschnappt, was jede Mimose
seiner Güte zur Bedrohung macht. Er ist persönlich gekränkt, der Opa Wichtig aus USA.
s
Themawechel
Der Friedensrat der Milliardäre, der von Trump als Charity Gala für Nah-Ost betrieben wird, so etwa, wie die FIFA,
verkündet ein Abkommen. Dieser Rat ist ein illegitimes Gremium, was der UN Konkurrenz machen soll, weil die UN
Israel und USA nicht passen. Die UN ist anderer Meinung als Trump und Netanjahu, da gründen sie diese Charity
Gala für Superreiche mit abgehalfterten und ebenfalls nicht demokratisch legitimierten Teilnehmern, wie dem
unsäglichen Tony Blair. Dieses Abkommen ist aber nur ein kommunikatives Abkommen, denn die Hamas stellt
Bedingungen, diese Bedingungen scheinen Wadephul mal wieder nicht klar zu sein, hautsache drauf los plappern. Die
Hamas fordet mitten im israelischen Wahlkampf zusammen mit einigen arabischen Staaten u.A. den kompletten Rückzug
aus
Gaza, keine gelben, grünen oder sonstwie bunte Netanjahu-Linien. Das ist ein Widerspruch zur übrigen Politk der
Superreichen in dem "Gremium", denn es gibt ja die berühmten
gelben Linien, es gibt das Westjordanland und es gibt den Libanon. Und es gab in der Vergangenheit 1 Milliarde
Entwaffnungsabkommen. Was macht Wadephul da? Kann dieser Mensch nicht einfach einmal seine Klappe halten, statt
ständig, wie beim Irankrieg über ungelegte Eier zu "philosopieren"? Kann er nicht einmal, bevor er Deutschland
wieder in irgendein peinliches Licht rückt abwarten, was bei diesen Verhandlungen rumkommt. Und dieser Mensch, der
Deutschland ständig blamiert, durch falsche, voreilige und hinsichtlich strategischer Überlegungen völlig daneben
liegender Äußerungen soll also weiter der schlechteste Aussenminister in der Geschichte der BRD bleiben?
Merz
muss weg und zwar schnell - jeder Tag mit diesem Kanzler bringt neue Überraschungen. Jetzt, nachdem es sonnenklar
wurde, dass Merz über Spahn mindestens eine Woche vor dem inszenierten "Rücktritt", mit entsprechendem
Merz-Chaos, informiert war,
gibt es scheinbar, so Söder, doch noch Zukunftsoptionen in der Union. Das hätte Merz dem Laden ersparen können,
Spahn aber auch, wenn er eine inhaltliche Debatte geführt hätte, offen und ehrlich und auch die Forderung erhoben
hätte, bei der Union einen Politikwechsel hinsichtlich nicht-kommerzielle Leihmutterschaft ( mit
Freuenentsschädigung )
durchzuführen. Was
passiert wohl, wenn Spahn nach dieser von ihm selbst und Merz versemmelten Diskussion um Leihmutterschaft und
Änderung an bestehenden Gesetzen nun doch irgendwie wieder irgendwohin weggelobt wird, wg. seiner "überragenden
Fähigkeiten". Die er nicht nur bei Corona, sondern auch in eigener Sache belegt hat. Woran klammert sich die Union
eigentlich noch, an die Erfahrungen Erich Honeckers? Wartet sie bis Merz mit seiner Clique nur noch
das Asyl bei Milei in Argentinien bleibt? Warum muss man warten, bis
die AfD
in
S.A.
35,5 %
bekommt, was bei den Rechenkünsten eines Merz, wie wir sie schon bei den Reformen sahen, ca. eine
Halbierung der AfD ist. Die Union
dann mit Linken,
SPD, Grünen koalieren
muss?
Die ostdeutschen
Ministerpräsidenten haben es
erkannt, jeder Schuss gegen Merz bringt den Landescduen im Osten Punkte. Denn jede Reform, die den Menschen an
den Gelsbeutel geht, trifft die Menschen im Osten doppelt hart - und sie hatten keine Gelegenheit
Vermögen auszubauen. Ineressiert den Merz doch nicht. Dabei müsste er als Sauerländer Hill Billy genau
wissen,
wie es sich anfühlt ständig abgehängt zu werden, wenn kein Schnee mehr fällt. Merz ist am Ende
und das
Land braucht
keine lebenden Toten an der Staatsspitze und auch keinen Aussenclown, der der Reputation des Landes bereits
erheblichen Schaden zugefügt hat, sogar einen UN Sitz hat er versemmelt, während sie gleichzeitig davon kamellen,
dass Deutschland mit ein paar Panzern, für die es kein Personal hat, zur neuen Supermacht wird. Zur
Supermacht der Schrottplätze. Das
wird
nicht besser, wenn man
auf die
Propaganda der Nah-Ost-Charity-Gala für Superreiche reinfällt. Merz wird das Ende der Legislatur im Leben nicht
erreichen, worauf also noch warten? Es gibt für diese Regierung der abgehalfterten Konservativen keine
Perspektive mehr, die einzigen, die sie noch an der Macht halten sind die sozialdemokratischen
Funktionäre (liegen bereits hinter "die Linke"), die die Basis verraten, um einen Job zu haben. Das
einzig sinnvolle, was ein deutscher Aussenminister, gerade angesichts der deutschen Geschichte und
des GG, fordern kann ist: Diese
Verhandlungen sind via UN zu führen. Dem Friedensrat ist jede Legitimation zu verweigern. Die von
Trump und Netanjahu betriebene Delegitimierung der UN
ist sofort zu stoppen. Hätte er dies rechtzeitig gesagt, säß er jetzt im Sicherheitsrat. Es
ist nicht mehr zu entschuldigen. Aller Regeln der internationalen Kooperation, wie sie im
Grundgesetz stehen,
wurden von den Erschaffern des GG direkt aus dem Völkerrecht übernommen. Jetzt soll Wadephul in
einer Talkshow beantworten, warum dies die Struktur des GG ist und warum sogar Änderungen am
Völkerrecht, praktisch automatisch in das GG fließen. Generell raten wir den Journalisten diesen
ganzen Politikern auch mal Fachfragen für ihren Bereich zu stellen. Man muss doch auch mal abklopfen,
aus welchem Bildungsfundus diese Leute schöpfen, um zu ihren Aussagen zu kommen. Ihr