Bauernproteste? Agardiesel? Have you mooed today?
Nun, im Klimawandel ist die Erdrotation der beste Freund der Hitzeopfer. Nachdem wir also die
Sommerfreuden der Berliner Bäder und ihre politischen Implikationen geklärt haben, widmen wir
uns der Heizperiode, die nicht weniger Herausforderungen bringt. Ansonsten? Na klar, man kann ins
Grundgesetz schreiben, was man will. Aber, wenn man bedenkt, was bereits drinsteht und wie die
Realität ist, ist die SPD Initiative löblich. Sie sollte aber im selben Atemzug eine neue und
mächtige Klima-Bundesbehörde fordern, die z.B. auch bei allen Infrastrukturprojekten, bei
Hochwasser und Küstenschutz, bei Wasserbauprojekten, bei Trassenplanung, bei Wassermanagement das
letzte Wort hat. Wenn es also eine Grundgesetzänderung geben soll, oder anders ernsthafte
Verbesserungen kommen soll, dann müssen die Kommunen und Länder bei allen Belangen des
Umweltschutzes und dess Wassermangements, sowie des darauf bezogenen Baurechts beim Bund
gebündelt werden und zusammenlaufen, um auch ein nationales Management zu gewährleisten, und um
einheitliche Standards zu haben.
Angesichts
der zu erwartenden Katastrophen und anderer Veränderungen durch den Klimawandel sollte diese
Behörde auch executive Rechte haben. Vergleichbar mit der Bundeswehr, nicht mit der Polizei.
Dann erspart man sich auch eine Ändrung des GG hinsichtlich des Einsatzes von bewaffneten
Bundeswehreinheiten im Inland. Das ist kein Witz. Man mus nur hochrechnen, was alles durch die
Vernichtung von Lebensräumen passieren kann. Da wird auch die Polizei nicht mehr jede Lage in
den Griff bekommen. Also - man kann es nicht ernst genug nehmen. Man kann
das
eine tun, ohne das andere zu lassen. Es darf auf keinen Fall eine Grundgesetzänderug geben, ohne
im selben Augenblick neue praktische Taten, Strukturen und Finanzierungen aufzulegen. Weiter muss
bei einer solchen Änderung auch besonders in den Blick genommen werden, dass gerade Menschen, die
keinen üppigen Geldbeutel haben, die ersten Opfer des Klimawandels und der Umweltzerstörung sind.
.
"It truly is brilliant," Mr Bridges continues. "I'm over the moon that we got
picked to trial this out. You can't fault the heating system –
it is a 100% improvement on what we had before."
Ein Ehepaar aus Essex hat ein
Pilotprojekt von UK Power getestet, bei dem es sein Haus mithilfe eines
Rechenzentrums im Geräteschuppen beheizt.
Terrence und Lesley Bridges konnten ihre
Energiekosten drastisch senken –
von 375 £ pro Monat auf nur noch 40 £ –, seit sie
ihren Gaskessel gegen einen "HeatHub" ausgetauscht haben –
ein kleines Rechenzentrum mit mehr als 500 Computern.
Rechenzentren erzeugen viel Wärme, die von den beiden
nun genutzt wird, um das Haus mitzuheizen.
Das ist der Mainframe eines einzelnen Moduls des Thermify.
Es wird bei der neuen KI Ära darauf ankommen, dass man Rechenleistung durch smarte Lösungen umweltgerecht
bereitstellen kann. Auch wenn das britische Beispiel noch in den Kinderschuhen steckt, zeigt es das
richtige Denken. Es geht nicht unbedingt um Hochglanzrechenzentren, sondern es geht darum, zu
identifizieren, wo Rechenleistung untergebracht werden kann und dort noch weiteren Nutzen bringt. Diese
Rechenzentren müssen auch nicht als monolithische Blöcke konzipiert werden, besser ist verteiltes Rechnen
. Viele Netze, die nicht ursprünglich für Daten gedacht waren können hier eine Rolle spielen.
Wir haben einen organischen landwirtschaftlichen Betrieb, dieser ist bereits vorhanden und hat Fläche.
Nun graben wir unter diesen Flächen im Rahmen eines staatlich geförderten Mega-Programms sehr große
"Keller".
Oben muss weiter Landwirtschaft betrieben werden, ganz normale Weidewirtschaft, Milchwirtschaft,
Ackerbau.
Unten kommen Server rein, als Teil vernetzter Rechenzentren. Interessant werden da
natürlich nicht nur KI sondern auch kryptografische
Berechnungen für Zahlungsmittel. Es kann aber auch daran gedacht werden Rechenkapazität
zu versteigern,
damit Leute Super Cluster und neuronale Netze für KI weltweit einsetzen können.
Es entsteht eine kryptografische Infrastruktur und gleichzeitig die nötigen Transportverfahren für die
Daten,
sowie Software und deren Wartung und Weiterentwicklung.
Das bringt auf jeden Bauernhof eine gewisse Anzahl sehr qualifizierter und gut bezahlter Jobs,
bietet dem lokalen Elektrohandwerk und Bau Auftragsmöglichkeiten. Sollte aber nicht zu groß werden,
eher dezentral konzipieren. Der ländliche Raum wird Hightech Standort, nicht nur was die Technik angeht,
sondern was die Qualifikationslevel angeht. Mental ein gewaltiges Ding - Change. Sicher werden die
Treckerkanzeln dadurch noch spaciger. Es wird viele Synergien zwischen modernsten IT Lösungen und
Landwirtschaft geben, und zwar ganz praktisch vor Ort.
Oben bleibt alles wie gehabt, aber es ist natürlich eine neue Form der Ernte, unter Tage, die Geld bringt, am
besten in Crypto. Dafür können viele, viele Kühe gekauft werden, muss aber nicht zu groß werden,
kann organisch bleiben, weil die Server unter dem Acker werkeln.
Oben Solar, MicroWindenergie, Biogas - also im Prinzip auch wie jetzt. Aber, die produzierte Elektrizität
bleibt
lokal, da sie direkt ohne zwischengeschalteten Energieproduzenten in die Serverfarmen und ins Städtchen
wandert.
Fertig. Ländlicher Raum? Probleme? Höfesterben? Aldi? War das was?
Ach ja - sicher, da muss ordentlich gebuddelt werden, aber das soll doch angeblich sowieso passieren.
Und außerdem: Wer wohnt schon freiwillig in einer überhitzten stinkenden und völlig verpesteten Großstadt
auf 30 m2 für 1899.- Euro? Ich nicht.
Das ganze Land voller Micro Rechenzentren mit autarker Energieversorgung. Smart Contracts erledigen den
Sale der Aufgaben, die nicht auf Kryptowährungen bezogen sind. Diese Mikrorechnerzentren können auch
zusammengeschaltet werden, sie können auch atombombensicher konzipiert werden.
Durch die hohen zusätzlichen Einnahmen kommt es zu einer smarten Industrialisierung der Landwirtschaft,
aber nicht auf Kosten der Tiere und der Umwelt. Es kann an Strukturen, wie Genossenschaften, angedockt
werden. Damit kann vernünftige und tierfreundliche Landwirtschaft zu vernünftigen Preisen betrieben
werden. Der Schlüssel ist die hybride Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen.
Sicherlich wird es dann in der Mittagspause der Administration auch zu erbaulichen Begegnungen zwischen
Admins und weidenden, glücklichen Kühen kommen. Systemverwalter:innen und Entwickler:innen, normalerweise in
den dunklen
Rechenzentren der
Metropolen
untergebracht,
erleben, wenn sie aus den unterirdischen ländlichen Kryptobunkern zum Lunch kommen, erstmals wie schön die
Natur
ist. Ein kleiner Spaziergang in der Sommerfrische, gute Milch und blutiges Steak, Kräuter, Butter direkt
nebenan, statt Mate, Pizza und Chips.
Mensch und Tier
treten endlich wieder in eine
harmonische Kommunikation ein - alles dank Bitcoin. So macht man das. Heute. Organisch. Den Tieren das
neue Sicherheitskonzept vorrülpsen, einfach aus purer Lebensfreude. Have you mooed today?
Rijkswaterstaat
Vorwort Delta Programme 2021
“We are living in a world confronting us with existential
questions regarding our health, the liveability of the planet, the economic model,
and our social relations. At the global, national, regional, and local levels uncertainties
regarding the future are increasing. Our confidence in governments and institutions, in
science, in vital sectors, and – at the most personal level – in one another is under
great strain. The Corona crisis shows how dependent we, in the Netherlands, are on what
is happening elsewhere in the world. Climate change also revolves around uncertainties
and global dependence. Timely preparation is essential for the Netherlands. The tasking
is urgent and one that can only be successfully tackled in national collaboration,
extending across policy fields and administrative scale levels.” (DeltaProgramme 2021: Staying on track in
climate - proofing the Netherlands)
Die Niederländer zeigen vor allem eins: Der Klimawandel kommt, und auch die Vorbereitungen
auf seine Folgen müssen heute, jetzt, in diesem Augenblick beginnen. Das ist also kein kleines
Ding – oh nein. Dagegen ist der BER ein Einfamilienhaus, ich mein vom Aufwand her.
Einleitung
Rijkswaterstaat ist die mächtigste Behörde des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Umwelt
und hat im Laufe seiner Geschichte ganz maßgeblich die Gestaltung der niederländischen Landschaft
geprägt. Deiche wurden errichtet, Flüsse umgeleitet, neue Kanäle und gigantische Sturmflutwehre
geschaffen oder ganze Landschaftsbereiche trocken gelegt.
Angesichts der bereits eingetretenen Folgen des Klimawandels und der in naher Zukunft zu erwartenden
weiteren gravierenden Auswirkungen der klimatischen Veränderungen lohnt es sich, einmal einen Blick
darauf zu werfen, wie sich unsere Nachbarn den kommenden Herausforderungen stellen.
Wie kein anderes Land in Europa sind die Niederlande von einem Leben mit dem Wasser geprägt und ebenso
durch das Wasser bedroht. Ungefähr ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels und rund
die Hälfte liegt weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel. Ohne Deiche und andere Schutzanlagen
würden gut 66 % regelmäßig oder dauerhaft unter Wasser stehen. Davon wären einige der wichtigsten
wirtschaftlichen Gebiete betroffen, die gut 70 % des niederländischen Bruttoinlandsproduktes ausmachen (Deltawerken). Es ist kaum vorstellbar, dass es die
Niederlande dann noch geben würde.
Bis weit ins 20. Jh. war es die gängige Politik, das Land gegen Überströmung der Flüsse durch eine
permanente Erhöhung der Deiche und der Errichtung anderer Befestigungsanlagen zu sichern. Nach und nach
setzte sich aber die Einsicht durch, dass zukünftige Herausforderungen andere Strategien und Maßnahmen
dringend erforderlich machen. Die jahrhundertealte Politik der engen und hohen Eindeichungen als
primärer Hochwasserschutz wich mehr und mehr neuen Ansätzen im Rahmen eines nachhaltigen
Wassermanagements und einer darauf abgestimmten Raumplanung. So entstanden institutionalisierte
Programme wie das Programm „Raum für den Fluss“ im Jahr 2000 und insbesondere das Regierungsprogramm
„Delta Programme“, das seit 2011 unter anderem jährliche Studien und Pläne vorlegt, um einen Deltaplan
für das 21. Jahrhundert zu erarbeiten und damit vor die Lage und potenzielle Katastrophen zu kommen (Delta
Programme).
Das Mammutprojekt der Deltawerke war dagegen zunächst noch eine Reaktion auf eine der größten
Flutkatastrophen der jüngeren Geschichte des Landes, die Sturmflut von 1953. Die Niederlande tun seitdem
viel, um zukunftsfähige Strategien zu erarbeiten und Maßnahmen frühzeitig einzuleiten.
Rijkswaterstaat – a state within the state?
Die Anfänge der Regierungsbehörde Rijkswaterstaat gehen auf die Gründung des „Bureau voor den
Waterstaat“ im Jahr 1798 zurück und stehen damit in direktem Zusammenhang mit der französischen
Besatzung der Niederlande unter Nopoleon (1795-1814). 1848 wurde der Name in Rijkswaterstaat geändert.
Die Behörde hat sich seit dem frühen 19 Jh. zu der mächtigsten Behörde des niederländischen Ministeriums
für Infrastruktur und Umwelt entwickelt.
Da die Deiche sich in einem schlechten Zustand befanden und das Land immer wieder von katastrophalen
Überflutungen getroffen war, rief Nopoleon ein zentralistisches Organ für das bis dahin durch lokale
Autoritäten wie den Deichgrafen oder anderen lokalen Gremien stark fragmentierte Wassermanagement ins
Leben. Wasserwirtschaft wurde damit eine staatliche Aufgabe, wobei lokale Gremien in Form der waterschappen (dt.
Wasserschaft) auch weiterhin für bestimmte regionale Teile der Wassersysteme bis heute zuständig sind.
Rijkswaterstaat wird auch oft als eine „core component of Dutch national identity“ begriffen, zuständig
für die „wet and the dry functions“ des Landes, also für das Wassermanagement und für
Verkehrsinfrastrukturprojekte (Goverde 2021: 334). Einerseits wird Rijkswaterstaat heute mit einem
erfolgreichen Management des komplexen und in Teilen monumentalen Delta-Urbanismus verbunden, auf der
anderen Seite wurde der Behörde auch immer wieder ein technokratischer, undemokratischer Zentralismus
vorgeworfen und damit als eine Institution betrachtet, die als „state within the state“ agiert.
„On the other hand, Rijkswaterstaat has developed the reputation of
being ‘a state within the state’. Viewed in this way, it can be said to have positioned itself as a
technocratic institution that claims to know best what is good for the country’s security, i.e. for
its people. In short, at the heart of Rijkswaterstaat is an organisational culture whereby decisions
are made on behalf of the polity but without much in the way of democratic deliberation“ (Goverde
2012: 334).
Seit den späten 70er und frühen 80er-Jahren sah sich Rijkswaterstaat allerdings zunehmend mit
gesellschaftlichen Veränderungen und daraus resultierenden Forderungen konfrontiert, die das
Selbstverständnis und den gesellschaftlichen Status der Behörde im Kern erschüttern sollten.
Bis zum letzten Drittel des 20. Jahrhunderts lassen sich in Anlehnung an Harry Lintsen (Lintsen 2002:
550-551) grob drei Perioden in der Geschichte von Rijkswaterstaat unterscheiden, die die Behörde und das
Wassermanagement der Niederlande auf unterschiedliche Weise geprägt haben: a autocratic-traditional
period (1798 – 1850), a democratic-mechanized period (1850-1930) and a technocratic-scientific period
(1930 – 1970/1995). Das Ende des 20. Jahrhunderts bis heute markiert sicherlich einen erneuten „turning
point“, der gesondert betrachtet werden soll.
Die Anfänge: die Autocratic-Traditional Period (1798 – 1850)
Die französische Besatzung Teile der Niederlande ab 1794/1795, die sich bis dahin aus der Republik der
Sieben Vereinigten Provinzen (1579-1795) zusammensetze, stellt innenpolitisch eine größere Zäsur dar.
Waren die Vereinigten Niederlande noch ein Zusammenschluss mehrerer Kleinstaaten gewesen, die
innenpolitisch souverän agierten, wurde mit der Gründung der Batavischen Republik (bis 1806) erstmals
eine zentrale Regierung für die Niederlande eingesetzt. Bereits seit den 1770er-Jahren hatte sich eine
politische Bewegung ausgebildet, die sich für Aufklärung und demokratische Erneuerungen stark machte und
diese Entwicklung aktiv unterstützte. Die Gründung des „Bureau voor den Waterstaat“ imJahr 1798
muss in diesen Kontext eingeordnet werden und ist daher eher als das Resultat der politischen
Veränderungen seit 1795 und nicht akuter Krisen im öffentlichen Bausektor zu verstehen (Lintsen 2002:
553). Die Behörde wurde unter dem Slogan “unity, simplicity, and indivisibility” gestellt und sollte
federführend die Verwaltung des öffentlichen Bausektors übernehmen. Bis dies auch tatsächlich
weitestgehend der Fall war, war es aber noch ein längerer und keinesfalls geradlinig verlaufender Weg.
Die politische Situation wandelte sich unter der französischen Einflussnahme auf die Niederlande oft in
kürzester Zeit, was auch die Stellung und Bedeutung von Rijkswaterstaat in den Anfängen maßgeblich
beeinflusste.
So wurde 1806 aus der Batavischen Republik das Königreich Holland unter Führung von Louis-Napoléon
Bonaparte, welches dann 1810-1813 von dem napoleonischen Frankreich einverleibt wurde. Rijkswaterstaat
wurde in dieser Zeit von der französischen Behörde des „Corps de Ponts et des Chaussées“, einer
mächtigen militärischen und bürokratischen Organisation, inkorporiert (Lintsen 2002: 554). 1813
erlangten die Niederlande ihre Unabhängigkeit zurück und 1815 wurde Wilhelm I. aus dem Haus
Oranien-Nassau König des Vereinigten Königreichs der Niederlande, das bis 1830 auch das heutige Belgien
umfasste.
In den Anfangsjahren von Rijkswaterstaat basierte die Organisation noch stark auf einer
Handwerkstradition. Die ersten Ingenieure entstammten mehrheitlich diesem Milieu und waren Zimmermänner,
Landvermesser oder Windmühlenbauer. Ihr sozialer Status war in dieser Zeit nicht besonders hoch. Die
wichtigsten politischen Positionen, Administration und der Staatsdienst wurden von der Aristokratie und
der Oberschicht besetzt, die die Ingenieur der neuen Behörde als nicht gleichrangig anerkannten, da sie
meist keine professionelle militärisch-technische Ausbildung vorweisen konnten (van den Brink 2009: 73).
Waren die ersten Ingenieur also noch „trained by the job“, wurde die nächste Generation von
Bauingenieuren ab Anfang des 19. Jahrhunderts an militärischen Akademien im Ingenieurwesen ausgebildet,
sodass sich auch der soziale Background der rekrutierten Ingenieur wandelte (Lintsen 2002: 555-556). Mit
dieser Entwicklung fand auch eine Militarisierung der Organisation statt. Ein „esprit de corps“ und das
Bewusstsein, ein Dienst für die Nation zu verrichten wurde gefördert (van den Brink 2009: 74).
Rijkswaterstaat baute unter Wilhelm I dann die eigenen theoretischen und praktischen Kompetenzen in allen
Bereichen des Wasserbaus enorm schnell weiter aus und sammelte und vereinte das regional vorhandene
Wissen in einer zentral organisierten staatlichen Behörde.
The impressive achievements of the first half of the nineteenth
century were made possible because the Rijkswaterstaat added two important ingredients to the
trade-oriented, practical aspect of hydraulic engineering: knowledge consolidation and
organizational capacity (Lintsen 2002: 556).
Trotz des Aufbaus einer zentralstaatlichen Organisation behielten die Provinzen über die Waterschappen
ihren Einfluss auf das lokale und regionale Wassermanagement. Sie kontrollierten den lokalen und
regionalen Wasserbau und waren zum Teil auch für den nationalen Wasserschutz mitverantwortlich. Die
Ingenieure von Rijkswaterstaat nahmen dabei häufig die Rolle eines ausführenden Organs ein. Größeren
Einfluss hatte die Organisation dann, wenn es sich um staatlich geförderte Projekte von nationalem
Interesse handelte (Lintsen 2002: 554-555). Wilhelm I., der auch als Kaufmann-König galt, war dabei von
entscheidender Bedeutung, da unter seiner Führung eine ganze Reihe von Großprojekten realisiert oder
initiiert wurden (1813-1840). Etwa die Schaffung von circa 500 Kilometer neuer Kanäle oder die
Initiierung zur Trockenlegung des Haarlemmermeeres, südwestlich von Amsterdam.
Mit der belgischen Unabhängigkeitserklärung (1830) und dem Bestreben Wilhelms I. dieses zu verhindern
(bis zum Frieden 1839), brach für Rijkswaterstaat eine schwierige Zeit an. Durch die hohen Kosten der
langen Mobilisierung brachen für Infrastrukturprojekte die Unterstützung und die Gelder weg, sodass die
Behörde in dieser Zeit stark an Bedeutung und Einfluss verlor.
The Rijkswaterstaat was rapidly downgraded. It became a marginal
organization of minimal means with unimportant tasks to fulfill and a regular victim of
reorganizations and spending cuts (Lintsen 2002: 557).
Die Democratic-Mechanized Period (1850–1930)
Um 1848 setzten sich mehr und mehr liberale Forderungen im Königreich der Niederlande durch, die darauf
abzielten, den Einfluss der Monarchie auf politischer und gesellschaftlicher Ebene zurückzudrängen und
dem Parlament ein größeres Mitspracherecht zuzusprechen. Aufgrund revolutionärer Bewegungen in ganz
Europa willigte Wilhelm II. einigen Änderungsentwürfen zu und am 3. November 1848 trat eine neue
Verfassung in Kraft, die unter anderem das Parlament stärkte. Die seitdem einsetzenden politischen
Entwicklungen hatten großen Einfluss auf die Stellung von Rijkswaterstaat. Es führte zu einer klaren
Trennung zwischen den Verantwortlichkeiten im nationalen und provinzialen Wassermanagement. Dies ging in
den folgenden Jahrzehnten mit einer ständigen Erhöhung der staatlichen Ausgaben für öffentliche
Bauvorhaben und Infrastrukturprojekte, wovon insbesondere Rijkswaterstaat profitieren konnte.
The Rijkswaterstaat could now devote itself completely to overseeing
public works and executing projects of national importance. (…) The liberal élan was infectious.
Public works engineers spoke of “a newborn country” and believed that the time was ripe for major
undertakings to construct railways, improve rivers, excavate new canals, and close off the Zuider
Zee. (Lintsen 2002: 557-558).
Schon seit den Anfängen von Rijkswaterstaat bestand Uneinigkeit darüber, mit welcher Strategie
Überflutungen durch Flüsse am besten vorgebeugt werden kann. Oft verlief ein Flussbett durch eine ganze
Reihe von Flussarmen, die durch Untiefen, Sandbänke und Inseln geprägt waren. Größere Wassermengen und
Eis konnten so schlecht oder gar nicht abfließen, was zu Überflutungen führte. Zwei Positionen standen
sich grundlegend gegenüber, um eine dauerhafte Lösung für dieses Problem zu finden: 1.
Überflutungsgebiete schaffen oder 2. die Flüsse zu vertiefen und die vielen natürlichen Kanäle in
zentrale standardisierte Kanäle zu überführen (van de Ven, G. & Bosch, A. 1993: 104).
Erst ab 1850 konnte der Stillstand in dieser Frage überwunden werden. Rijkswaterstaat sprach sich gegen
Überflutungsgebiete und für die Vertiefung und Umleitung von Kanälen aus.
Pas na 1850 kwam men tot een systematische aanpak van de problematiek.
De rivierverbetering bleek niet slechts een waterbouwkundige kwestie te zijn. Talrijke factoren van
politieke, culturele en economische aard speelden een rol (van de Ven, G. & Bosch, A. 1993:
104).
Freie Übersetzung: Erst nach 1850 kam es zu einer systematischen Herangehensweise an
das Problem. Die Verbesserung der Flüsse stellte sich nicht nur als Problem des Wasserbaus
heraus. Zahlreiche politische, kulturelle und wirtschaftliche Faktoren spielten eine Rolle.
So sind in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Großprojekte im Wasserbau aus dem Boden gestampft worden,
die die Landschaft komplett verändern sollte. Hunderte von Flusskilometern wurden systematisch
umgestaltet und neue Kanäle und Mündungsarme erbaut. Beispielsweise erhielten Waal und Maas mit der
Nieuwe Merwede und der Bergse Maas neue Mündungsarme. 1865 begann der Bau des Nordseekanals, der
Amsterdam mit dem Meer verbinden sollte. Die Konzession für den Bau wurde in diesem Fall durch den König
an eine private Firma erteilt, die jedoch auch auf Ingenieure von Rijkswaterstaat für die Dauer des
Projekts zurückgreifen konnte. Ebenfalls zu dieser Zeit wurde mit dem Bau des Nieuwe Waterwegs begonnen,
ein künstlicher Rheinarm, der Rotterdam über den Hafen mit der Nordsee verbindet und 1872 für den
Schiffsverkehr freigegeben wurde. Dieses Großprojekt lag wiederum vollständig im Verantwortungsbereich
von Rijkswaterstaat. Neben dem Wasserbau war Rijkswaterstaat auch in anderen Infrastrukturbereichen
tätig, insbesondere in dem Ausbau des nationalen Eisenbahnsystems.
Herausforderungen und technische Entwicklung in dieser
Zeit
Das gesamte Fluss-Verbesserungsprogramm war im 19. Jh. eine gewaltige Herausforderung, nicht nur auf
technischer Ebene, sondern auch auf einer theoretischen Ebene. Noch fehlte es an Wissen, vor allem im
Bereich der Hydrodynamik.
Um das ehrgeizige Flussprogramm umsetzen zu können, mussten jedoch unter anderem:
- Sandbänke und Inseln ausgebaggert oder geebnet,
- neue Deiche errichtet,
- in Höhe und Breite standardisierte Flussbetten geschaffen
- und im weiteren Verlauf Kanalläufe mit vorgegebener Breite und Tiefe in die Flüsse gebaut,
- Mündungsarme umgestaltet und Tidenhub berücksichtigt,
- Dünengürtel durchbrochen (für den Nordseekanal und den Nieuwe Waterweg),
- unwegsame Gebiete erschlossen
- und Versandung/ Verschlammung verhindert werden.
Die Übernahme einer technischen Innovation in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war für
Rijkswaterstaat entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung dieser gewaltigen Anforderungen: Der
Dampfbagger wurde eingeführt.
Dampfbagger kamen ab 1861 beispielsweise zur Vertiefung der Nieuwe Merwede und im großen Umfang des
Nieuwe Waterwegs zum Einsatz. Dies war aber auch einem noch unausgereiftem theoretischem Wissen im
Wasserbau geschuldet.
In reality, steam dredging compensated for a lack of knowledge of
hydrodynamics and of the ways in which rivers flow and the sea moves. Changes in the engineering
profession had not yet led to a consolidated and useful theoretical body of knowledge on hydraulic
engineering (Lintsen 2002: 560).
Mit der Gründung der Royal Academy of Civil Engineers in 1842 änderte sich das langsam und ein ziviles
akademisches Ausbildungssystem für Ingenieure wurde im Laufe der Zeit aufgebaut. Die technischen
Innovationen im Zuge der Industrialisierung prägte eine neue Generation von Ingenieuren und deren
Stellung in der Gesellschaft. Nicht selten bekleideten ausgebildete Ingenieur auch wichtige politische
Ämter, wie beispielsweise Cornelis Lely (1854 – 1929). Lely war von 1891 – 1894 Minister für
Wasserangelegenheiten, Handel und Wirtschaft und hatte auch danach einflussreiche Ämter inne. Nach
seinen Plänen wurde unter anderem die Bergsche Maas gegraben, er förderte den Eisenbahnbau und sorgte
dafür, dass die lange heftig umstrittenen Pläne zur Einpolderung der Zuiderzee 1913 in das
Regierungsprogramm aufgenommen wurde. Bis zur Schließung des Zuiderzeedamms sollte es allerdings noch
bis 1932 dauern.
Anfang 20. Jh.
Nach der Umsetzung der genannten Großprojekte und dem massiv verstärkten Hochwasserschutzprogramm in der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlangsamten sich die Aktivitäten im öffentlichen Wasser- und
Infrastrukturbau und die staatlichen Investitionen gingen Anfang des 20. Jh. deutlich zurück. Der
Ausbruch des 1. Weltkriegs verhinderte ebenfalls die Umsetzung einiger größerer Projekte in dieser Zeit,
wie den Ausbau des Straßennetzes oder die Eindämmung der Zuiderzee.
Auch die dominante Stellung von Rijkswaterstaat im überregionalen Wassermanagement und
Infrastrukturbereich war selten komplett unumstritten in der Gesellschaft. Das umfangreiche
Wasserbauprogramm im 19. Jahrhundert hatte das Prestige der Behörde zwar enorm erhöht, aber schon zu
dieser Zeit mehrten sich vereinzelt kritische Stimmen.
There were even some who feared that an engineers’ pressure group,
independent of parliament, might develop (Lintsen 2002: 559-560).
Dies spitzte sich Anfang des 20. Jh. deutlich zu. Rijkswaterstaat wurde öffentlich kritisiert zu
bürokratisch, schwerfällig in der Entscheidungsfindung, zu wenig innovativ, zu hierarchisch und
insgesamt zu konservativ aufgestellt zu sein. Insbesondere als der Stahlbeton und andere Innovationen
wie neue Schleusentypen in anderen Ländern in den Wasserbau eingeführt wurden, reagierte die Behörde nur
zögerlich.
This led the minister of public works to accuse the agency’s managers
of indecision, lack of expertise, and an overly conservative attitude (Lintsen 2002: 561).
Auch das Prestigeprojekt zur Eindämmung der Zuiderzee und der Schaffung neuer Polder in dem Gebiet konnte
Rijkswaterstaat nicht erfolgreich vorantreiben und wurde der Behörde schließlich entzogen. Stattdessen
wurden zwei neue Organisationen eigens für dieses ehrgeizige Projekt geschaffen. Eine Organisation
zuständig für die Konstruktion der Deiche und zur Einpolderung von Land (Dienst der
Zuiderzeewerken) und eine andere Organisation (Voorlopige Directie van de
Wieringermeer), zuständig für die Entwicklung des neu gewonnenen Landes (van den Brink 2009:
76). Erst 1977 erlangte Rijkswaterstaat in bestimmten Bereichen in der Ijsselmeerregion durch die
Inkorporation der Dienst der Zuiderzeewerken wieder an Einflussnahme.
Die Technocratic-Scientific Period (1930–1995)
Ab 1930 wurde die Behörde unter Leitung des Wasserbauingenieurs Johan Ringers dann entscheidend umgebaut
und konnte sich damit auf Organisationsebene und in technischen Bereichen erneuern. Im Rahmen dieses
Reorganisationsprozesses wurden unter anderem spezialisierte Abteilungen für spezifische Aufgaben und
Techniken geschaffen. Es entstand beispielsweise eine Abteilung für den Brückenbau, eine für Schleusen,
eine für Wehre oder auch eine für den Oberlauf und eine für den Unterlauf der Flüsse zuständige Einheit.
Damit und mit dem Ausbau der technisch-wissenschaftlichen Expertise und Einführung neuer Technologien
konnte Rijkswaterstaat viel an politischem und öffentlichen Vertrauen zurückgewinnen und wurde zu einem
der größten Arbeitgeber des Landes (Lintsen 2002: 562).
The Rijkswaterstaat invested heavily in roads, canals, river
canalization, and reclamation, becoming in the process the country’s largest public employer
(Lintsen 2002: 562).
Die Ingenieure von Rijkswaterstaat wurden zu international führenden Experten im Wasser- und Straßenbau,
wofür auch neue Forschungseinrichtungen in diesen Bereichen stehen (van den Brink 2021: 243).
Trotzdem konnte die große Flutkatastrophe von 1953 nicht verhindert werden, obschon es bereits lange
vorher warnende Stimmen vor den katastrophalen Folgen großer Sturmfluten und Pläne zur Absicherung der
großen Flussmündungen gab. So warnte beispielsweise der Ingenieur Johan van Veen bereits in den
30iger-Jahren davor, dass die Infrastruktur gerade im Süd-Westen einer Flutkatastrophe nicht standhalten
würde. Die von van Veen ausgearbeiteten Pläne wurden zum Vorläufer für den späteren Delta-Plan (van den
Brink 2021: 243).
Anfang des 20. Jh. änderten sich mit neuen technischen Möglichkeiten auch die Prioritäten im
Wassermanagement der Flüsse. Stand in früheren Zeiten immer der Hochwasserschutz im Fokus, wurde nun der
Schiffbarkeit der Flüsse eine höhere Bedeutung als vorher beigemessen. So wurde der Navigationskanal der
Waal dauerhaft um drei Meter vertieft und 1915 entschieden, dass die Maas durchgängig schiffbar gemacht
werden sollte, was im Abschnitt der Grenzmaas nicht der Fall war. Von Plänen, den problematischen
Abschnitt auszubauen, nahm man später Abstand. Stattdessen wurde entschieden, einen neuen künstlichen
Wasserweg zu erschließen, der zwischen Maastricht und Massbracht dem Schiffsverkehr dienen sollte.
Zwischen 1925 und 1935 entstand so der Julianakanaal. Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt
bestand darin, dass ein enormer Höhenunterschied von insgesamt über 23 Meter mit Schleusen überwunden
werden musste. Eine der zunächst drei Schleusen, die Schleuse bei Maasbracht, ist auch heute noch die
niederländische Schleuse mit der höchsten Fallhöhe von knapp 12 Metern.
The Ruler of the Delta
Mit dem Ausbau der eigenen wasserbaulichen Expertise wurden die Pläne von Rijkswaterstaat immer
umfassender und visionärer und mündeten schließlich in dem monumentalen Deltawerke-Projekt. Nach der
großen Flut von 1953 zögerten die Niederlande nicht mehr lange und schon 20 Tage nach der Katastrophe
wurde eine Deltakommission unter der Leitung von Rijkswaterstaat gegründet. Die Kommission sollte einen
Plan erarbeiten, um 1. den Hochwasserschutz dauerhaft zu verbessern und 2. eine zu starke Versalzung des
Bodens und der Gewässer zu verhindern.
Aber schon in den 30er-Jahren erkannte man neben dem Hochwasserschutz noch ein anderes Problem. Die
Wasserversorgung der Bevölkerung sowie der Bedarf für Transport, Industrie und Landwirtschaft musste
sichergestellt werden, was in den Niederlande in erheblichem Maß von den großen Flüssen abhängt. Stark
schwankenden Wasserstände, Verschlickung und zum Teil einer allmählichen Versalzung von Grund- und
Oberflächenwasser in Küstenregionen sollte entgegengetreten werden (Lintsen 2002: 563).
Daher wurde ein ausgeklügelter Plan entwickelt, um die Wasserversorgung im Norden und Süden sicherstellen
zu können. Dazu musste im Norden unter anderem der Niederrhein kanalisiert werden und Schleusen- und
Wehranlagen bei Amerongen und Driel errichtet werden. Fertiggestellt wurden die Anlagen im Rahmen des
Deltaplans in den 60er und 70er-Jahren. Bei Niedrigwasser sorgen geschlossene Wehre dafür, dass Wasser
vom Rhein in Waal und Ijssel fließen kann. Bei Normal- oder Hochwasser sorgen geöffnete Wehre dagegen
für ein schnelleres Abfließen des Wassers in die See.
Im Süden dagegen wurde das Haringvliet engedeicht, sodass ein großes Süßgewässer entstand. Dieses Bauwerk
wurde 1970 fertiggestellt. Auf die erheblichen Auswirkungen, die dieser komplette Abschluss auf das
ehemalige marine und brackische Ökosystem hatte, gehen wir in einem anderen Artikel gesondert ein. Auf
jeden Fall ist eins klar. Spätestens mit diesem Bauwerk kann gesagt werden: „The Rijkswaterstaat became
the ruler of the delta“ (Lintsen 2002: 565). Das drückt sich auch in erheblich gestiegenen
Beschäftigungszahlen aus. Zählte die Behörde um 1900 noch circa 340 Beschäftigte, waren es 1970 bereits
circa 10.000 (van den Brink 2021:244) und Anfang der 80er 14.000 (Lintsen 2002: 367).
Rijkswaterstaat wurde also zu dem dominanten Player im Wassermanagement der Niederlande. Die regionalen
Waterschappen oder auch hoogheemraadschap (Hochheimratschaft) genannt, verloren im Gegenzug zunehmend an
Einfluss. Ein umfassendes Wassermanagement von nationaler Bedeutung konnte diese fragmentierte
institutionelle Landschaft nicht leisten. Bei den Waterschappen handelt sich dabei um eine recht alte
Institution, die sich als örtliche Selbstverwaltung schon offiziell im 13. Jahrhundert zur Verwaltung
der Wasserwirtschaft bildete. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts waren die zahlreichen Waterschappen
neben dem regionalen Wassermanagement auch noch für einen Großteil der Küstenbefestigungen zuständig.
Das änderte sich nach dem 2. Weltkrieg und spätestens mit der Flut von 1953. Gab es 1940 noch 2.700
Waterschappen blieben nach einem kompletten Umbau dieses staatlichen Organs in den 70er-Jahren noch
circa 60 übrig (Lintsen 2002: 565). Stand 2019 sind es noch 21 Waterschappen, deren Parlamente gewählt
werden und steuerfinanziert sind.
Angesichts des monumentalen Ausmaßes der Deltawerke stellt sich also wie oben bereits angesprochen die
Frage, ob ein derartig gigantisches Vorhaben eine eher technokratisch, zentralistisch und nicht selten
undemokratisch agierende Superbehörde mit viel Macht, Geld und Einfluss nötig macht. Eine Behörde, die
auftritt, als wüsste sie am besten, was gut für das Land und die Menschen ist, eben ein Staat im Staat
(Goverde 2012: 334). In der öffentlichen Wahrnehmung wurde Rijkswaterstaat seit den 70er und 80er-Jahren
nicht selten so wahrgenommen, obschon die Deltawerke auf der anderen Seite auch als modernes Weltwunder
gefeiert wurde.
Rijkswaterstaat hatte sich zu einer solchen Superbehörde entwickelt, mit einem nahezu unerschöpflichen
Budget und immensen Entscheidungsfreiheiten ohne dass andere Interessengruppen groß in die
Entscheidungsprozesse einbezogen wurden. Diese Entwicklung wurde seit den 70ern in der öffentlichen
Wahrnehmung zunehmend kritisch aufgenommen.
The heroes of the Delta Works were quickly demoted to the status of
shortsighted engineers, authoritarian specialists, asphalt freaks, environmental polluters, and
landscape destroyers (Lintsen 2002: 566).
Auch auf parlamentarischer Ebene wurden Vorwürfe beispielsweise gegen Kartellrechte oder der
Misswirtschaft laut und Untersuchungen gegen die Behörde eingeleitet.
At the close of the last century, the Dutch Parliament commenced a
major inquiry into fraud relating to key construction projects, the misuse of anti-trust rules, and
fuzzy administration and organisation procedures, which implicated Rijkswaterstaat as a partner in
dubious games (Goverde 2012: 334).
The technocratic paradise was disrupted by developments such as the
ecological movement, the democratisation of Dutch society and a corresponding demand for
participation in policy making on the part of citizens, and also the impact of neoliberal reforms
(Goverde 2012: 334).
Vor allem das Erstarken der Umweltbewegung spielte eine große Rolle im weiteren Ausbau des
Hochwasserschutzes. Gegen die Pläne, die Oosterschelde wie das Haringvliet und das Zeeuwse Meer komplett
einzudämmen, sodass ein reines Süßwassergewässer entstanden wäre, regte sich schnell großer öffentliche
Widerstand aus Umweltschutzkreisen. Das Salz-Süßwassermilieu der Oosterschelde wäre auch noch verloren
gewesen und damit ein sehr einzigartiges und empfindliches Ökosystem zerstört worden. Also wurde
schließlich entschieden, 62 Spaltöffnungen von jeweils 40 Meter Breite in das Sturmflutwehr einzubauen,
um einen Salzwasseraustausch zu gewährleisten und möglichst auch die Gezeiten so gut es geht aufrecht zu
erhalten. Das Oosterscheldewehr wurden 1986 schließlich feierlich eingeweiht, eins der weltweit ganz
großen Bauprojekte seiner Zeit.
Dies war ein Wendepunkt im Hochwasserschutzmanagement der Niederlande. Es wurden zahlreiche
Interessengruppen in die Überlegungen einbezogen, insbesondere auch der Umweltschutz. Der Schutz der
Bevölkerung, wenn sicherlich ausschlaggebend für das Bauwerk, war damit nicht mehr die einzige
Triebkraft für die Planung.
Die Gezeitenwirkung nahm jedoch trotz des Baus eines Wehres anstatt eines abgeschlossenen Damms
nachträglich um ein Viertel ab (Deltawerken online), was also immer noch einen
großen Eingriff in das Ökosystem bedeutete. Allerdings waren Oosterschelde und Westerschelde die
einzigen Meeresöffnungen, die nicht komplett abgeschlossen waren.
Mittlerweile hat insgesamt ein Umdenken Einzug gehalten und beispielsweise auch das Haringvliet wird über
Fluttore seit 2018 spaltweise geöffnet, da unter anderem das Naturschutzgebiet De Biesbosch als
Brackwasserbiotop durch die Eindeichung verloren ging und zu einem Süßwassergewässer wurde. Auf Flora,
Fauna und die Wasserqualität hatte dies erhebliche Auswirkungen. Viele Fischarten verschwanden, der
Schilfgürtel ging ohne regelmäßige Überflutungen stark zurück, Blaualgen vergifteten das Wasser etc.
Doch dazu und zu dem Delta-Programm für das 21. Jahrhundert in einem 2. Teil mehr.
Literatur
Bosch, A.; Ham, van der, W.; Berkers, E.; Horn van Nispen, ten, M. & van Hooff, W.
Lintsen, H.
(Ed.), Twee eeuwen Rijkswaterstaat, 1798-2015, Nieuwe Uitgevers, 2015
de la Bruhèze, A.; Lintsen, H.; Rip, A. & Schot, J. (Ed.), Techniek in Nederland in de
twintigste eeuw. Deel 1. Techniek in ontwikkeling, waterstaat, kantoor en informatietechnologie,
1998
Goverde, H., Rijkswaterstaat, on the horns of a dilemma, Journal of Political Power, 5, 333-351,
2012
Lintsen, H. W., Two centuries of central water management in The Netherlands, Technology and Culture,
43, 549-568, 2002
van den Brink, M., Rijkswaterstaat, on the horns of a dilemma, Uitgeverij
Eburon, 2009
van den Brink, M., Rijkswaterstaat: Guardian of the Dutch Delta, in: Boin, A.; Fahy, L. A. & ‘t Hart,
P. (Eds.), Guardians of Public Value . How Public Organisations Become and Remain
Institutions, Palgrave Macmillan, Cham, 237-262, 2021
van de Ven, G. & Bosch, A., Rivierverbetering, Geschiedenis van de techniek in Nederland, 2,
103-127, 1993
Efficiency and progress is ours once more
Now that we have the neutron bomb
It’s nice
and quick and clean and gets things done
Away with excess enemy
But no less value to property
No sense in war but perfect sense at home
Soldaten der Nationalgarde der US-Armee in South Carolina helfen bei der Verteilung
von Lebensmitteln in Abbeville, South Carolina. Linke
Seite. Rechte Seite: Das Welternährungsprogramm der
Vereinten Nationen erledigt im Südsudan dasselbe wie die Nationalgarde in South Carolina.
Die Verwendung der Autos erzählt die wahre Geschichte. In South Carolina kommen arme Menschen mit Autos
an und die Nationalgarde packt ein. Wir sehen normale Lebensmittel mit dem Werbeslogan "Eat Fresh".
Es ist davon
auszugehen und Berichte von diesen Aktionen während Corona zeigen es, dass hier meist typische
Supermarktprodukte verteilt werden. Eine 4. Klasse Einkaufssituation, wie bei den Tafeln in Deutschland.
Das eröffnet einen weiteren Horizont: Im Norden erhalten die Menschen, z.B. auch bei den "Tafeln"
Lebensmittel, die größtenteils hochgradig industriell verarbeitet wurden also auch auf Obstplantagen
etc. und so schon auf Kosten des Südens produziert wurden. Was ist ein typischer Einkaufszettel der
Tafeloma? Konserven, Industriebrot, Pasta, Aufschnitt und Käse, vielleicht mal Süßigkeiten und
Fertiggerichte. Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau, wahrscheinlich aus Spanien/Almeria. Und so
weiter und so weiter.
Im Südsudan werden die einzigen Autos von einer Organisation benutzt, die UN, und wir sehen einen
leichten Eselskarren, der der scheinbar einzigen Privatperson auf dem Bild gehört. Das ist
Charityrassismus, wenn man ein reales Verhältnis zu der Aktion in South Carolina herstellt. Es ist
systemisch, es bedingt sich und es ist Ergebnis fundamentaler ökonomischer Gesetzmäßigkeiten des
Kapitalismus.
Nur auf den ersten Blick tun sie in South Carolina und im Südsudan also "das Gleiche", aber
wenn man tiefer gräbt, könnten die Situationen nicht unterschiedlicher sein.
Natürlich sind ein Teil der Probleme im Südsudan auch die Autos der "Armen" aus den USA.
Daneben sehen wir keine Marketingverpackungen und Plastiktüten, sondern Säcke in denen
unverarbeiteter Reis oder Weizen oder Hirse sind. Gleichzeitig ist klar, dass der Prozess der
Zubereitung der Speisen im Sudan wesentlich besser sein wird. Vielleicht muss da erst noch der
Teig sozial geknetet werden, zu
Fladen, die dann auf den heißen Stein kommen.
Aber machen wir uns nichts vor, wahrscheinlich
träumt auch
jeder im Sudan vom Mc. Drive, statt UN Donkey Drive. Armut ist kein Adelstitel und ihr mehr
oder weniger zu entkommen ist ein Menschenrecht. Aber derartige Food Programme sind nur der
Schatten unseres Killerkonsums. Vor allem etablieren sie ein steiles hierarchisches Gefälle in der Welt.
Die Leute werden hier ebenfalls zu
Konsumenten gemacht und der Überfluss, der ihnen hier vom WFP zur Verfügung gestellt wird, ist
Teil der Kette. Durch diese Art der Hilfe, der bei uns die sog. Tafeln und andere Projekte der
Almosenverteilung entsprechen, wird die Hilflosigkeit und Passivität der Betroffenen, oft gegen
ihren Willen, werden die Menschen noch hilfloser.
Da es aber im Sudan keine hoch verarbeiteten Industrieprodukte sind, die schon viele extrem
schädliche Schritte, die meist ebenfalls auf Kosten des Südens gehen, hinter sich haben, kann man den
Armen im Sudan nicht
unterstellen, sie würden sich an der Verarmung von Bevölkerungsbestandteilen der G20 beteiligen
.
Das ist
eben der entscheidende Unterschied, und den kann man mit normalen Verteilungsorgien ala Tafeln nur
verschlimmern,
ob man es will oder nicht. Es ist einfach ein grundlegend falsches Konzept, was insgesamt für
viele Ideen
der
Umverteilung steht. Das gilt auch für Projekte der Vergesellschaftung innerhalb kapitalistischer
Systeme, auch hier wird letztlich durch eine politische Obrigkeit unter Nutzung struktureller
Merkmale des kapitalistischen Systems nicht mehr gemacht als Almosen zu verteilen. Anders wäre
es, wenn es z.B. zu Mieterstreiks käme, die belastbare Mieten und Instandhaltung fordern. Was
aus einem solchen Prozess dann werden würde, würde sich aus emanzipatorischen Schritten von
unten ergeben. Das ist was völlig anderes als Almosen, die dann eine politische Partei, oder
mehrere verteilen. Die angedachte Vergesellschaftung innerhalb kapitalistischer Systeme hat
keinerlei emanzipatorischen Mehrwert und ist eine kleinbürgerlich stalinistische VOrstellung von
Sozialarbeit, die die Betroffenen zu passiven Empfängern von Almosen, zum Nutzen von politischen
Parteien macht. Das ist Charityismus.
Armut macht niemanden zu einem besseren oder bewussteren Menschen
Das dichten sich die
meist
ehrenamtlichen Freiwilligen herbei, um ihrem Leben als globaler Konsument einen Hauch von Sinn zu
geben, der aber sofort pervertiert wird, von dem System, was sie nicht ernsthaft bekämpfen. Sie
sind Opfer, wie
die Armen, denen sie über den Tag helfen und damit auch dem System helfen. Solange lange bis sie
kämpfen, bis sie sich selbst organisieren, was die Alternative zu fragwürdigem arroganten
"Mitleid" und Armenfürsorge ist.
Eine Kette ohne Ende. Also geht die Kette weiter, und weiter
und weiter. Der Mann mit dem Esel fährt zur einfachen Hütte mit Lagerfeuer oder Kochplatte und einem
Topf. Der US-Arme im Auto fährt in seine Bauchemiebude, vielleicht seinen Trailer. Geht an den
Herd, Strom oder Gas, und schmeißt vor dem Kochen die Klima an. Das ist relative und absolute
Verelendung par excellence. Denn während all das geschieht, sitze ich im 3-Sterne-Restaurant in Brügge,
mit meiner Keule vom Wildelch, die morgens aus Schweden eingeflogen wurde, wo der Elch den Samen
durch ein schwedisches
Staatsunternehmen geraubt wurde. Weil jeder in Schweden jagen darf, auch jener, der an das
Restaurant in Brügge verkauft. Was
Ausdruck einer sozial
gerechten
Gesellschaft ist. Deshalb darf ich auch beim Samen campen. Das ist die berühmte Schwedische
Jederman Corporation. Doch wie es beim
Jederman so ist, jeder Mann hat seine eigene Perspektive, und Vorstellungen davon, wer jederman ganz
genau ist.
Den Faschismus kann man weder reformieren noch zum Abtreten bewegen. Ihn kann man nur stürzen. Der
politische Weg der Naziherrschaft führt zur Alternative Krieg oder Revolution. Der erste Jahrestag der
Nazidiktatur steht bevor. Alle Tendenzen des Regimes haben sich inzwischen klar und deutlich entfalten
können. Die "sozialistische" Revolution, die den kleinbürgerlichen Massen die unentbehrliche Ergänzung
der "nationalen" schien, wurde offiziell verdammt und liquidiert. Die Klassenverbrüderung gipfelt darin,
daß - an einem eigens von der Regierung bestimmten Tage - die Reichen zugunsten der Armen auf Vor- und
Nachtisch verzichten. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat dazu geführt, daß man die halbe
Hungerration noch einmal teilt. Alles übrige ist Produkt der manipulierten Statistik. Die "geplante"
Autarkie erweist sich als ein neues Stadium wirtschaftlichen Zerfalls.
Man kann es über alles deklinieren, bis zum Brutkasten für Frühchen. Was bei uns für Hunderttausende Euro
am Leben erhalten wird, landet woanders im Wüstensand, das kann man sicherlich medizinisch-sozialen
Fortschritt
nennen.
Aber zu behaupten, all das hätte im Kapitalismus keinen Preis, keinen Schatten, den
die
objektiv
Ärmsten der Armen nicht nur zahlen, sondern, der auch ihre Lebensweise erzwingt, als Voraussetzung
für andere
Lebensweisen, ist Unsinn. Genau das ist der Schatten jeder "guten Tat". Die die Ausblendung ihres
Preises im größeren Kontext zur Bedingung hat, aber seltsamerweise dennoch ein gutes Gewissen
bringt. Sowohl was die
relativ ärmere nationale südliche herrschende Klasse angeht, als
auch global, denn
auch die herrschende Klasse des Südenss muss sich in das globale Gefüge einpassen, das macht den
Druck und
auch die politische Instabilität.
Das Muster, wie gesagt, ist sehr alt und setzt sich eben auf
jeder
Stufenleiter der
erweiterten
globalen Arbeitsteilung, weiter fort, die mangelnde Entwicklung der Produktivkräfte im Süden ist
im Profitsstem die Voraussetzung für die überschießende Entwicklung in den Zentren des
Imperialismus.
Wir haben gezeigt, was die Brüderlichkeit ist,
welche der Freihandel zwischen den verschiedenen Klassen ein und derselben
Nation hervorruft. Die Brüderlichkeit, welche der Freihandel zwischen den
verschiedenen Nationen der Erde stiften würde, wäre schwerlich brüderlicher …
Alle destruktiven Erscheinungen, welche die freie Konkurrenz in dem Innern eines
Landes zeitigt, wiederholen sich in noch riesigerem Umfange auf dem Weltmarkt.
(…) Man sagt uns zum Beispiel, daß der Freihandel eine internationale Arbeitsteilung ins Leben rufen
und damit jedem Lande eine mit seinen natürlichen Vorteilen harmonierende Produktion zuweisen würde.
Sie glauben vielleicht, meine Herren, daß die Produktion von Kaffee und Zucker die natürliche
Bestimmung von Westindien sei. Vor zwei Jahrhunderten hatte die Natur, die sich nicht um den Handel
kümmert, dort weder Kaffeebäume noch Zuckerrohr gepflanzt.
Und es wird vielleicht kein halbes Jahrhundert dauern, bis Sie dort weder Kaffee noch Zucker mehr
finden. Denn bereits hat Ostindien durch billigere Produktion gegen diese angeblich natürliche
Bestimmung von Westindien den Kampf siegreich aufgenommen.
(…) Wenn die Freihändler nicht begreifen können, wie ein Land sich auf Kosten des anderen bereichern
kann, so brauchen wir uns darüber nicht zu wundern, da dieselben Herren noch weniger begreifen
wollen, wie innerhalb eines Landes eine Klasse sich auf Kosten einer anderen bereichern kann.
Diese Sachlage, auf der die Möglichkeit des Menschewismus beruht, hat zweifellos ebenfalls objektiv
ökonomische Grundlagen. Marx und Engels haben schon sehr früh diese Entwicklung, die Verbürgerlichung
jener Arbeiterschichten beobachtet, die aus den Monopolprofiten des damaligen Englands eine – ihren
Klassengenossen gegenüber – bevorzugte Stellung erhalten haben. Diese Schicht hat sich mit dem Eintritt
in die imperialistische Phase des Kapitalismus überall entwickelt und sie ist zweifellos eine wichtige
Stütze der allgemein opportunistischen, revolutionsfeindlichen Entwicklung großer Teile der
Arbeiterklasse geworden.
Georg
Lukács, Methodisches zur Organisationsfrage (1922)
Georg Lukács: Geschichte und Klassenbewußtsein, 1923,
S.298-342.
Die Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen der aufkommenden Bourgeoisie ein neues Terrain.
Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien,
die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren überhaupt gaben dem Handel, der Schiffahrt, der Industrie
einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolutionären Element in der zerfallenden feudalen
Gesellschaft eine rasche Entwicklung.
Karl Marx/Friedrich Engels - Werke. (Karl) Dietz Verlag,
Berlin.
Band 4, 6. Auflage 1972, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1959,
Berlin/DDR. S. 459-493.
Manifest der Kommunistischen Partei
Die Arbeiter wurden abgespeist mit der Ausbeutung des Südens, dadurch werden sie
verkeinbürgerlicht und es eröffnet sich die Möglichkeit der "menschewistischen"
(Linke/SPD/Gewerkschaften/Grüne (z.B. Klimageldansatz)) Umverteilungspolitik. Der Preis dieser
temporären Umverteilung ist nicht nur der Verlust der Glaubwürdigkeit bei den
reformistischen Organisationen, sondern auch,
besonders bei der SPD, der Verlust der eigenen Basis. Man hätte den Leuten sagen sollen, was der
Preis ihrer Verkleinbürgerung und ihrer Verbrüderung mit den Bossen via Tarifpartnerschaft ist.
Unter anderem Rechtsextremisten, die dann von dieser bewusstseinslosen und abgespeisten Klasse aus
Trotz gewählt werden, sobald es an die Privilegien dieser künstlich zu Kleinbürgern gemachten
"Klasse" geht. Dann zog man noch den Schluss, aus dieser Situation, dass es ja eigentlich gar
keine Klasse mehr gäbe. Dass alle nun studieren und kleine Bosse werden, man bräuchte als Linke nur
noch eine kleinbürgerliche und identitäre Politik, bisschen Klimatralala (aber noch bei der
KLimapolitik der Grünen, besonders Habecks und grüner Kapitalismus, ist eine noch aggresivere
Aubeutung des Südens Voraussetzung jedes Ansatzes aus dieser Ecke), sowie
eine Politik, die ALG II und Elend
adressiert, die ein paar
Verbesserungen weit jenseits
ökonomischer Aspekte bringen solle. Parallell wurde postkolinialismus dramatisch verkürzt, als
sei ein Ausgleich möglich, durch mehr Verständnis, Brot für die Welt, Identitäre Indigene. Wie es
wirklich strukturell läuft, auch das ist eine uralte Erkenntniss:
Zunächst ist aber schon aus dem bisher Gesagten klar: Je entwickelter die kapitalistische Produktion
und je größer daher die Mittel plötzlicher und anhaltender Vermehrung des aus Maschinerie usw.
bestehenden Teils des konstanten Kapitals, je rascher die Akkumulation (wie namentlich in Zeiten der
Prosperität), desto größer die relative Überproduktion von Maschinerie und andrem fixem Kapital und
desto häufiger die relative Unterproduktion der pflanzlichen und tierischen Rohstoffe, desto
markierter das vorher beschriebne Steigen ihres Preises und der diesem entsprechende Rückschlag.
Desto häufiger sind also die Revulsionen, die in dieser heftigen Preisschwankung eines der
Hauptelemente des Reproduktionsprozesses ihren Grund haben.
(...)
Tritt nun aber der Zusammenbruch dieser hohen Preise ein, weil ihr Steigen teils eine
Verminderung der Nachfrage hervorgerufen, teils aber eine Erweiterung der Produktion hier,
eine Zufuhr von entferntern und bisher weniger oder gar nicht benutzten
Produktionsgegenden dort verursacht hat und mit beiden eine die Nachfrage
überholende Zufuhr der Rohstoffe - sie namentlich überholend bei den alten hohen Preisen -,
so ist das Resultat von verschiednen Gesichtspunkten zu betrachten.
Der plötzliche Zusammenbruch des Preises der Rohprodukte legt ihrer
Reproduktion einen Hemmschuh an, und so wird das Monopol der Ursprungsländer,
die unter den günstigsten Bedingungen produzieren, wieder hergestellt; vielleicht unter
gewissen Einschränkungen hergestellt, aber doch hergestellt.
Die Reproduktion der Rohstoffe geht zwar infolge des gegebnen Anstoßes auf
erweiterter Stufenleiter vor sich, namentlich in den Ländern, die mehr oder weniger
das Monopol dieser Produktion besitzen. Aber die Basis, auf der infolge der erweiterten
Maschinerie etc. die Produktion vor sich geht, und die nun nach einigen Schwankungen als neue
normale Basis, als neuer Ausgangspunkt zu gelten hat, ist sehr erweitert durch die Vorgänge
während des letzten Umschlagszyklus. Dabei hat aber in einem Teil der sekundären
Bezugsquellen die eben erst gesteigerte Reproduktion wieder bedeutende Hemmung erfahren.
So kann man z.B. aus den Exporttabellen mit den Fingern herauszeigen, wie während der
letzten 30 Jahre (bis 1865) die indische Baumwollproduktion wächst, wenn Ausfall in der
amerikanischen eintritt, und dann plötzlich wieder mehr oder minder nachhaltig zurückgeht.
Während der Zeit der Rohstoffteurung tun sich die industriellen Kapitalisten zusammen,
bilden Assoziationen, um die Produktion zu regulieren. So z.B. nach dem Steigen
der Baumwollpreise 1848 in Manchester, ähnlich für die Produktion des Flachses in Irland.
Der Konkurrenzkampf wird durch Verwohlfeilerung der Waren geführt.
Die Wohlfeilheit der Waren hängt, caeteris paribus, von der Produktivität der Arbeit, diese aber von der
Stufenleiter der Produktion ab. Die größeren Kapitale schlagen daher die kleineren.
( ... )
Abgesehn hiervon bildet sich mit der
kapitalistischen Produktion eine ganz neue Macht, das Kreditwesen, das in seinen Anfängen verstohlen,
als bescheidne Beihilfe der Akkumulation, sich einschleicht, durch unsichtbare
Fäden die über die Oberfläche der Gesellschaft in größern oder kleinem Massen
zersplitterten Geldmittel in die Hände individueller oder assoziierter Kapitalisten zieht,
aber bald eine neue und furchtbare Waffe im Konkurrenzkampf wird und sich schließlich
in einen ungeheuren sozialen Mechanismus zur Zentralisation der Kapitale verwandelt.
Im Maß wie die kapitalistische Produktion und Akkumulation, im selben Maß entwickeln sich
Konkurrenz und Kredit, die beiden mächtigsten Hebel der Zentralisation.
Daneben vermehrt der Fortschritt der Akkumulation den zentralisierbaren Stoff,
d.h. die Einzelkapitale, während die Ausweitung der kapitalistischen Produktion,
hier das gesellschaftliche Bedürfnis, dort die technischen Mittel jener gewaltigen
industriellen Unternehmungen schafft, deren Durchführung an eine vorgängige
Zentralisation des Kapitals gebunden ist. Heutzutage ist also die gegenseitige Attraktionskraft
der Einzelkapitale und die Tendenz zur Zentralisation stärker als je zuvor.
W. Leatham (Bankier in Yorkshire), "Letters on the Currency", 2nd edit., London 1840:
"Ich finde, daß der Gesamtbetrag der Wechsel für das ganze Jahr 1839 war 528.493.842 Pfd.St." (er
nimmt
die ausländischen Wechsel auf ungefähr 1/7 <1. Auflage: 1/5> des Ganzen an) "und der Betrag der im
selben Jahr gleichzeitig laufenden Wechsel 132.123.460 Pfd.St." (p. 55, 56.) "Die Wechsel sind ein
Bestandteil der Zirkulation, von größerm Betrag als alles übrige zusammengenommen." (p. 3, 4.) -
"Dieser
enorme Überbau von Wechseln ruht (!) auf der Grundlage, gebildet durch den Betrag der Banknoten und
des
Goldes; und wenn im Lauf der Ereignisse diese Grundlage sich zu sehr verengert, gerät ihre Solidität
und
selbst ihre Existenz in Gefahr." (p. 8.) -"Schätzt man die ganze Zirkulation" {er meint die
Banknoten}
"und den Betrag der Verpflichtungen sämtlicher Banken, wofür sofortige Barzahlung verlangt werden
kann,
so finde ich eine Summe von 153 Millionen, deren Verwandlung in Gold nach dem Gesetz verlangt werden
kann, und dagegen 14 Millionen in Gold, um diese Forderung zu befriedigen." (p. 11.) - "Die Wechsel
können nicht unter Kontrolle gestellt werden, es sei denn, daß man den Geldüberfluß und den
niedrigen
Zinsfuß oder Diskonto verhindert, der einen Teil davon erzeugt und diese große und gefährliche
Expansion
ermuntert. Es ist unmöglich zu entscheiden, wieviel davon von wirklichen Geschäften herrührt, z.B.
von
wirklichen Käufen und Verkäufen, und welcher Teil künstlich gemacht (fictitious) ist und nur aus
Reitwechseln besteht, d.h. wo ein Wechsel gezogen wird, um einen laufenden vor Verfall aufzunehmen
und
so durch Herstellung bloßer Umlaufsmittel fingiertes Kapital zu kreieren. In Zeiten überflüssigen
und
wohlfeilen Geldes weiß ich, daß dies bis zu einem enormen Grade geschieht." (p. 43, 44.)
Wir sind ja jetzt alle keine Arbeiter und Angestellten
mehr, es geht uns ja so gut - warum - auf Kosten des Südens und der Umwelt wurde diese Politik
überhaupt erst möglich. Und als Gipfel westlicher Arroganz durften dann ein
paar Indigene wieder Indigene sein,
oder man entdeckte auch den Palästinenser in der weißen Vorstadt.
Das Fett der Armen in den reichen G20 ist also ebenfalls kannibalistisch auf die Hüfte gekommen.
Da sie weniger davon haben, als ihre Wohlhabenderen, wollen sie doch eigentlich alle mehr und mehr.
Es werden bei der Sozialpolitik der parlamentarischen Linken schon gar keine
Forderungen mehr formuliert, die über die primitive "Wohlstandsteilhabe" via nationale Umverteilung
hinausgehen. Es geht nicht
darum, diese Teilhabe zu verweigern, oder zu ermöglichen, es geht darum, ihre Quellen in den Fokus
zu
nehmen und die
Menschen zu befähigen, sich diese Teilhabe selbst zu nehmen, damit sie aus dem arroganten Zirkel
der kleinbürgerlichen Almosensysteme herauskommen.
Welch Gesellschaften der Wahnsinnigen (Linken), die selbst das bisschen soziales "Glück" nur auf dem
Rücken der
Ärmsten der Welt erstreiten können und das ganze als soziale Tat der Umverteilung feiern. Noch
versprechen so weiter zu machen und das Almosensystem weiter auszubauen. Arschlöcher muss man sie
wohl nennen. Diese
guten Menschen von
Sezuan.
Das ist etwas, was die traditionelle Wohltätigkeit
nutzlos, sinnlos und rassistisch machen kann.
Weshalb wohl schon bei der FPÖ die Stimmen der Marginalisierten, der Rentner
durch abenteuerliche Versprechen und sogar reale Geldgeschenke, wie in der Steiermark, sehr zahlreich
waren.
Wohlfahrt und Almosen, das ist weit davon entfernt, etwas Progressives zu
sein, aber
es
ist einer
der Schlüssel, um in der brutalen Welt des Kapitals auf der Ebene der Heuchelei erfolgreich Politik
machen zu können. Hier fährt auch die AFD exakt den Haider Kurs, das sind dann Stimmen von der
SPD, der Linken etc.
Wir bezahlen den Eselskarren im Bild und die Hirsesäcke, die verteilt werden, auch die UN zahlen
wir. Wenn wir diese Almosen z.B. via Entwicklungshilfe verteilen, sind die Leute bei uns arm und
die armen deutschen Familien haben nicht genug, weil der N... im Sudan nen Sack Hirse bekommt.
Deshalb lasst uns jedem Rentner 50 Euro schenken, den Kindern ein Willkommensbonus von 2000
Reichsmark zahlen und schließlich ein Winterhilfswerk für Gas, Öl, Strom. Einmal im Jahr dann
auch mal Landverschickung mit Kraft durch Freude. Alles aus den Hirsesäcken im Sudan! Wenn ihr
uns wählt, dann könnt ihr nach der Wahl in die Staatskanzlei kommen und jeder bekommt eine
Barauszahlung von 120 Euro, gegen Vorlage der Geburtsurkunde und des Familienstammbuches.
Wer
meint, mit stellvertretenden Forderungen, die das Lumpenproletariat glücklich machen sollen, etwas zu
erreichen, der kennt das Lumpenproletariat nicht. Ein altbekannter Fehler von Kirchen, linkeren
Sozialdemokraten und Stalinisten.
Zum Beispiel Tafeln könnten aus ihrer passiven Idee der Armenspeisung, der des 2. Arbeitsmarktes
gegen Hungerlöhne im Auftrag der Jobcenter,
herauskommen, in dem sie Urban Gardening betreiben.
Und die Ursachen der Armut mit Selbsthilfe in den Fokus rücken,
statt indirekt auch noch das System der Verschwendung zu propagieren,
indem sie von den Abfällen der Massenproduktion profitieren.
Das ist keine Zukunft, sondern alte Kirche.
Es zeigt sich, dass die Art und Weise, wie die G20 „Wohlstand“ generieren gleich
zwei Dinge erreicht: Sie sorgt für relative Verelendung weiter Teile der
einstmals als Mittelklasse "die Mitte"
titulierten Bevölkerungsanteile und stürzt zugleich die halbe Welt in absolutes Elend.
Übrigens - wenn man relative und absolute Armut zusammenrechnet,
was ergibt das dann? Totale Armut – ha, ha, ha.
Relative Armut: Wenn man also einen ALG II Empfänger nimmt, dann ist dieser sicherlich
arm gemessen an den Reichtümern in seiner deutschen Gesellschaft.
Absolute Armut:
Aber, was er konsumieren kann, ist für den Menschen im Globalen Süden
fast ausnahmslos unerreichbarer Konsumlevel.
Damit ist systemisch, dass noch der ALG II Empfänger (relative Verelendung) für das absolute Elend
des südlichen Menschen mit sorgt. Für uns ist dies eine der widerwärtigsten Perversionen, die dieses
System hervorgebracht hat, und es zeigt, dass wir mit bloßer Umverteilung nicht weiter kommen. Im
Gegenteil, ohne die ganze Wahrheit auf die Tafel zu legen, landet man beim Winterhilfswerk und im Anhang
die Vorstellung nationaler Armenfürsorge und Sozialprogramme. Das ist nicht nach Nationalsozialistisch
abgrenzbar, es ist brandgefährlich. Man muss auch den Armen die Wahrheit sagen und darf keine falschen
Versprechungen machen.
Es ist viel komplexer. Und genau daran krankt mal wieder die ganze "Sozialdiskussion" in
Deutschland. Sie
versucht innerhalb eines geschlossenen (Wohlfahrt und Almosen) Systems für
lokale "Gerechtigkeit" zu sorgen und vergisst dabei die Quellen des zu
verteilenden (Rest/Abfall)Wohlstandes ebenfalls zu adressieren. Diese Form ist unpolitisch und
lediglich
ein
Bestandteil des kapitalistischen Systems, ohne darüber hinauszuweisen, reine Symptombekämpfung,
auch ohne emanzipativen Anteil für die Betroffenen.
Engagiert euch woanders, vergesst die Umverteilung. Handelt
politisch, emazipativ und nicht karitativ!.
Handelt man so, passiert das:
Damit wurde dem System die Maske abgestreift. Es waren diese Gipfel auf denen sie versprochen
haben, die Armut global zu bekämpfen, das tun sie immer noch. Jetzt regiert dort eine
Trumpregierung, die selbst, jetzt aber reaktionär, gegen die WTO vorgeht. Was zeigt, welchen
Charakter das Ganze hat. Wenn die USA die WTO toll finden, dann schicken sie alle Truppen in
den Krieg gegen den Widerstand, finden sie temporär die WTO scheiße, machen sie das Gegenteil.
Bis der nächste Obama kommt, der alles wieder toll findet.
Dennoch war schon in Seattle
klar, dass die Bedrohung durch den Klimawandel letztlich zur entscheidenden Gefahr werden wird.
Da bis heute nicht ansatzweise ausreichend unternommen wurde und die Maßnahmen meist nur
abstrakten, kapitalgängigen Klimaschutz adressieren, während Umweltzerstörung und Artensterben
weitergehen, muss
man damit rechnen, dass die Ressourcenkrise jeden Fortschritt seit 1999 ebenfalls wieder in das
Gegenteil wenden wird.
Auf der langen Schiene sind Umverteilungsversprechen, solange sie
auf temporären politisch-parlamentarischen Entscheidungen beruhen, immer eine wackelige
Angelegenheit. Sie wiegen die Menschen oft auch in Sicherheit, weil die die Verantwortung für
ihre eigene Situation an Stellvertreter delegieren, die ihre reale Macht im Verhältnis zur
Wirtschaftsordnung stets überschätzen und überkommunizieren. Dann wird aus leeren Versprechen das
Einfallstor für die selektive Sozial- und Wohlfahrtspolitik der Nazis, die gerade jenen nun
Hilfen versprechen, die erlebt haben, wie reformistische Versprechen zu Schall und Rauch wurden.
Das war schon zu Trotzkis Zeiten klar.
Die FPÖ ist der König der Rechtspopulisten, weil sie
diese Nazi-Charity-Mischung, aber gebunden an völkische (ausgerechnet Österreich und völkisch,
gibt keine Österreicher, noch weniger als Deutsche, soweit es keine Staatsbürgerschaft, sondern
Blut meint. Vielleicht sind die beiden Länder, die beide historisch reine Vielvölkerstaaten sind,
deshalb so anfällig für völkisches.)
Selektionsmechanismen, perfekt umsetzt.
Die AfD,
gerade mit der Ansprache im Osten, hat aber längst diesen Charityrassismus ebenfalls sehr weit
institutionalisiert. So findet man selbst in den heißesten Debatten bei der Union
diskriminierendere Äußerungen bzgl. ALG II, als bei der AfD. Denn in der Argumentation der AfD
sind nur die vielen "Ausländer" das Problem es ALG II. Mit dieser selektiven Sozialpolitik, kann
sie
weite Teile der
marginalisierten deutschen Bevölkerung sehr gut erreichen. Dass gerade diese Leute aber gut zu
erreichen sind, zeigt auch, mit Armut macht man keine emanzipative Politik. Die Leute greifen
nach jeden Strohhalm.
Während also das System
weiterläuft, gelingt es innerhalb dieses Systems temporär
wenig umzuverteilen. Diese Umverteilung ist aber keine sozialistische Idee, diese Ideen kamen
erst auf, als es genug Wohlstand zu verteilen gab, also mit Imperialismus und Kolonialismus. Und
diese Umverteilungsideen finden sich bei ganz vielen verschiedenen Strömungen und politischen
Gruppen, ganz stark eben bei den Nationalsozialisten.
Aber diese
Umverteilungsprozesse innerhalb einer globalen kapitalistischen
Ordnung erzeugen zugleich den nächsten Backlash. Also erleben wir hinsichtlich reformistischer
Ansätze keinen dauerhaften Fortschritt, sondern stets eine Pendelbewegung. Eine Bewegung, die voll
und ganz
abhängig beibt,
von den globalen, besonders konjunkturellen Entwicklungen des Wirtschaftssystems.
Das ist
NICHT das
Ergebnis sozialistischer Theorie, kommt aus anderen Ecken. Besonders auch staatskapitalistische
Ansätze, wie wir sie in der DDR hatten. Auch der
Sozialdemokratie war
ein derartiger Ansatz zunächst fremd, genauso, wie der Ansatz der Tarifpartnerschaft in
Deutschland.
Entstanden ist dies aus einer überzogenen Vorstellung davon, was Keynes bewirken
kann.
In der Praxis wird also nicht verstanden, dass der Verkauf der Waren am Markt, den die
Konsumpolitik der Gewerkschaften/SPD erreichen kann, nur einen kleinen Teil der Wertschöpfung im
Kapitalismus ausmacht. Das Endprodukt, was die Nachfragepolitik, über das Heben der Löhne und
Gehälter ja nur adressieren kann, das steht erst ganz am Ende einer langen Kette. Die
Nachfragepolitik führt also schlimmstenfalls in die Sackgasse, in der Deutschland sich befindet
.
Gewerkschaftspolitik und auch die Inhalte von Streiks müssen schon deshalb politisch
sein,
die Tarifpartnerschaft muss schon deshalb auch einseitig aufgekündigt werden, damit politische
Fragen außerhalb der direkten Tariffragen adressiert werden können, auch mit Arbeitskämpfen.
Lasst es euch gesagt sein, das Verbot des politischen Streiks und die Gegenleistung
Tarifpartnerschaft, das ist eine Amputation der Arbeiterbewegung, wie sie global in
liberalen Demokratie einmalig ist. Nur in
Deutschland gibt es kein
volles Streikrecht, bzw. die Gewerkschaften nehmen es sich nicht. Dies ist ganz klar ein schweres
Versäumnis der Gewerkschaften, ein Versäumnis
aus Gutglauben und Naivität. Die dürften nichteinmal zum Generalstreik gegen eine AfD Regierung
aufrufen.
Das muss sich ändern, ansonsten ist Deutschland ohnehin keine vollwertige
Demokratie.
Daneben war das Argument der Gründerväter im Westen, besser keine politischen Streiks, sonst
kommt es zu Weimarer Verhältnissen. Der Fehler: Die Weimarer Verhältnisse haben die bürgerlichen
und die Nazis selbst erzeugt, wie heute auch, nicht Gewerkschaften und SPD. Die KPD war zu der Zeit
eine
Stoßtruppe Moskaus und damit des Hitler-Stalin Paktes.
Politische Streiks sind sofort zu ermöglichen, das Konstrukt der Tarifpartnerschaft ist zu
beenden. Deshalb kann man trotzdem noch um Tarifverträge streiten. Die Gegenleistung der Bosse
bei der Tarifpartnerschaft ist - NULL.
Es gibt mittlerweile, und wir erinnern uns an all
die Versprechen von VW, keine einzige Teilgewerkschaft des DGB mehr, die nicht erlebt hat, dass
sie sich auf Leistungen der Arbeitnehmer eingelassen hat, aber die Gegenleistung der Arbeitgeber,
die vertraglich festgehalten wurde, wurde je nach wirtschaftlicher und politischer sLage eben
einfach nicht eingehalten.
Die Arbeitgeber sind im Rahmen der Tarifpartnerschaft so
zuverlässigs, wie scheiß
Sanifair, alle, das ist
Tarifpartnerschaft. Spült sie in den Autobahnklos runter, die scheiß Tarifpartnerschaft.
Vielleicht
nimmt man das endlich mal
zur
Kenntnis oder
zeigt, warum es für SPD und Gewerkschaften ein sinnvoller Deal ist. Wir sehen das nicht
ansatzweise. 116 a ist zu streichen, damit Kurzarbeitergeld auch an Betriebe ausgezahlt werden
kann, die sich solidarisieren oder von Streikmaßnahmen anderer betroffen sind.
Es geht also in Deutschland eher darum, Klassenkämpfe, also auch die Kämpfe um
Tarife zu entpolitisieren, aber gerade diese Entpolitisierung wird sowohl SPD, wie Gewerkschaften
den Hals kosten. Tarifpolitik kann niemals unpolitisch sein, kann niemals dauerhaft wirklich
erfolgreich sein, wenn sie nicht an gesellschaftspolitische Forderungen geknüpft wird. Das
erleben wir zurzeit und man kann bisher nicht behaupten, dass Gewerkschaften und SPD die Krise
genutzt haben, um nachhaltige Veränderungen zu erkämpfen. Die AfD dagegen, hat genau das bestens
verstanden. Linke braucht man in diesem Zusammenhang nicht aussprechen - Lifestyle Kleinbürger
mit proto-stalinistischen Volkssozialimus Versatzstücken, wie Vergesellschaftung im Kapitalismus.
Sie spielen das
Spiel, den Armen einen Köder hinzuwerfen, um ihre eigene Organisation erstrahlen zu lassen,
bei Parlamentswahlen!
Seattle - immerhin - jetzt
müssen sie sich an weit
abgelegenen Orten treffen, weil der Widerstand ihnen keine Möglichkeit gibt in den Zentren der
Metropolen ihre Meetings abzuhalten. Sie müssen sich in Oberbayern verschanzen. Das ist ein Teil
emanzipativer Strategien. Zuletzt in Hamburg gelang es ihnen nur mit äußerster Gewalt und gegen
die eigene Bevölkerung einen solchen Gipfel abzuhalten. Den Preis hat Scholz und die SPD bezahlt.
Das wird nicht nocheinmal passieren.
Am besten ist, wir fangen nochmal ganz von vorne an, diesmal aber richtig! Ohne DDR und Moskau sowieso.
Western Workers Sound
introduced bei the changed part! of democratic party, introduced by, by, Mr. Bernie Sanders, yeah. Hey Bernie,
talking a lot - what about singing, hm, we want to see Bernie singing "Joe Hill" somewhere in Kentucky. ;)
Die Einführung von Bitcoin Spot Exchange Traded Funds (ETFs) hat an den Finanzmärkten
viel Beachtung gefunden und deutet den Beginn einer neuen Ära an. Hinter dieser neuen Etappe des
kapitalistischen Finanzsystems steht viel mehr, als die meisten zunächst annehmen. Hier geht eine
Währung den Weg in den Mainstream, die nicht mehr durch BiP und ähnliches gedeckt ist, sondern durch
Verschlüsselung und Begrenzung der Währung. Also eine Währung, die unter keinen Umständen inflationär
werden kann. Die weitgehend abgekoppelt von lokalen, also nationalen, Ökonomien funktioniert und so den
Weg zu einem global vereinheitlichtem Finanzsystem ebnet. Ein wichtiges Ziel, ein lohnendes Ziel, was
am Ende des Tages, jedenfalls auch theoretisch, den Weg zu einer besser interagierenden und weniger von
nationalen Interessen getriebenen Finanz- und Wirtschaftspolitik ebenen könnte. Wir sind dabei.
Nicht zu ängstlich und vor allem nicht zu kleinlich sein, was die Nutzung der
Währung heute angeht, oder was ihre Skandale und Skandälchen betrifft. Was die nationalen
Währungen erlebten, was sie durchmachten, als ihr Wert nicht mehr dem Metall entsprach, sondern der,
sagen wir Wirtschaftsleistung, das ist Legende. Eine Briefmarke hatte den Gegenwert von einer
LKW-Ladung Banknoten, alles, aber auch alles, was bisher bei Bitcoin & Co. schiefgelaufen ist, das
lief in der langen, langen Gründungs- und Ausrollphase der nationalen Währungen mit ihren Notenbanken
und politischen Finanzsystemen tausendmal schiefer. Die EZB Bilanzsumme reich aus, um zu sagen,
diese Bank betreibt verdeckte Staatenfinanzierung.
Leider verwechseln die meisten unser heutiges System "unbewusst" immer noch mit den Münzen des
Mittelalters, der Antike, bei denen der Materialwert tatsächliche eine Rolle spielte.
Alle wissen aber im Grunde, ein Cent ist nichts wert, wenn ein Staat, seine Notenbank
und die Wirtschaft dies nicht ständig behaupten. Sie können dies behaupten, weil die heutigen Währungen
genau genommen nur dadurch gedeckt
sind, dass versprochen wird, eine Masse Arbeiter:innen, abhängig Beschäftigte,
unter bestimmten Bedingungen dazu zu bringen eine
Masse Ware und Dienstleistungen herzustellen, die in die Sphäre der allgemeinen Warenzirkulation
eintreten. Da wird schon eher vorstellbar, wie prekär und unsicher eine solche Deckung gerne werden kann.
Also ist die Deckung das Versprechen wir schuften dafür, dass diese Waren und Dienstleistungen entstehen
UND auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie überhaupt entstehen können. Eine Milliarde
Schräubchen die gedreht werden können, wird falsch gedreht, dann hat es sich mit der Deckung, wie wir
aus der Geschichte wissen, aus der sehr jungen Geschichte. Was hätten wir sonst, was diese Währungen
decken könnte? Damit existiert eine solche Deckung prinzipiell immer nur als ein vereinbarter
Aggregatzustand menschlicher Arbeit. Na toll. Wer am reichsten ist, für den wurde am meisten
geschuftet, nicht er hat am meisten geschuftet, nur dadurch ist sein Vermögen gedeckt. Will er es
vermehren, setzt er es ein, um noch mehr Arbeit zu kaufen. Das sind die Basics.
Das ist bei Krypto ein wenig anders, weshalb es nun zunächst in ETF umgerechnet wird, damit es in
Dollar handelbar wird und nicht nur eintauschbar. Daher kann so die eigentliche Macht der Kryptos
noch reguliert werden, künstlich eingeschränkt werden, was nicht mehr der Fall ist, wenn sie direkt zum
Zahlungsmittel werden.
Es
ist nicht wie
bei
der
Sesterze, nicht wie bei unseren Währungen, sondern besser,
Code garantiert global diesen Wert, unabhängig von irgendwelchen (eingebildeten oder realen)
Wirtschaftsleistungen
und vor allem unabhängig von der Staatsverschuldung. Die Staatsverschuldung, stets der größte
Inflationstreiber, weil nur die Entwertung der Schulden den Staaten,
jedenfalls theoretisch, eine Rückzahlung ermöglicht. Unausgesprochen damit, die constitutional
unerwünschte politische Notenbank - Erdogan Banking,
Sondervermögen
Banking
etc.
Infolge der
Inflation, die durch Staatsverschuldung kommt, siehe Corona, auch wenn sie in guter Absicht entsteht,
passiert immer das Gleiche: Das wenige Geld der ärmeren wird weniger, während das viele Geld der Reichen
in Immobilien und, ja, Bitcoin etc. geht.
Die Teilung der Gesellschaft wird stärker, ein Teufelskreis.
Alles, was die derzeitigen
Währungen deckt, sind butterweiche Vereinbarungen und Wetten auf Wachstum, genauer, auf zu erwartende
Metamorphosen von Arbeit in Geld.
War Marx ein Notenbänker???
Vielfach wird heutzutage kolportiert die Forderung nach einer Notenbank stammt von Karl Marx. Das
ist auch richtig. Was dabei natürlich in typisch kleinbürgerlicher Klugscheißerei weggelassen wird, ist
der historische Kontext, also die historische Konfiguration des Systems. Generell wird nicht
verstanden, dass dies eine Forderung war, die sich aus einer dialektischen Betrachtungsweise des
Klassenkampfes in der Situation ergab, in der Karl Marx lebte. Also ist diese Behauptung,
wenn sie nicht ebenso einer dialektischen Betrachtungsweise
und der historischen Konfiguration des heutigen Systems folgt zwar richtig, aber dennoch
kompletter Bullshit, sie ist eben nicht transfaktisch, sondern allein ein aus dem Kontext gerissenes
Zitat.
Die Zeit in der Marx lebte war eine Zeit in welcher der Kapitalemus, wie wir ihn kennen, auf einer viel
niedrigeren Stufe entwickelt war. Er war gerade erst in einigen Regionen Europas und der USA aus dem
Schatten der rein muskelgetriebenen Manufakturen in das Zeitalter der Dampfmaschine eingetreten.
Die
Fürstenhäuser waren mit der Revolution von 1789 allenfalls gerade erst entmachtet, aber noch nicht
endgültig, wie sich mit Napoleon auch in Frankreich zeigte. In vielen Regionen
Europas, so auch in Deutschland, waren die Adeligen immer noch an der Macht und verfügten praktisch
über das gesamte Kapital, welches sie erst viel später oft
auch in
die Lage
versetzte zu
Industriellen zu werden.
In Deutschland scheiterte die 1848 Revolution, die einzige demokratische
Revolution, der einzige ernsthafte Versuch zur Selbstbefreiung, den es in Deutschland jemals gegeben
hat.
Die Nationalstaaten waren nicht gegründet, auch die von Bismarck
vorangetriebene Reichseinigung hatte noch nicht stattgefunden. Die heutigen Großstädte standen noch am
Vorabend der Bevölkerungsexplosion, die ihre neuzeitlichen Stadtmauern endgültig sprengen sollte,
sie mit dem Industrieproletariat bevölkern wird.
Marx, konzentrierte sich in seinen
Betrachtungen
für "das Kapital" im Wesentlichen auf das Handelskapital, auf wenige Teile des noch primitiven
Finanzkapitals und auf die Industrialisierung in England und auf die Poahlbürger, von denen der Autor
dieser Zeilen einer "ist".
Die Entdeckung Amerikas, die Umschiffung Afrikas schufen der aufkommenden Bourgeoisie ein neues Terrain.
Der ostindische und chinesische Markt, die Kolonisierung von Amerika, der Austausch mit den Kolonien,
die Vermehrung der Tauschmittel und der Waren überhaupt gaben dem Handel, der Schiffahrt, der Industrie
einen nie gekannten Aufschwung und damit dem revolutionären Element in der zerfallenden feudalen
Gesellschaft eine rasche Entwicklung.
Karl Marx/Friedrich Engels - Werke. (Karl) Dietz Verlag,
Berlin.
Band 4, 6. Auflage 1972, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1959,
Berlin/DDR. S. 459-493.
Manifest der Kommunistischen Partei
Wie wir
hier ausführlich gezeigt haben, geht er auch
auf die große
Industrie
und Maschinerie ein, wie auf die großen Fabriken. Das bleibt bei Marx aber sehr fragmentarisch und
konnte
nur die
wesentlichen Dynamiken beschreiben, da die Großindstrie ja gerade erst entstand und ihre technische
Entwicklung, ihre Form der Arbeitsteilung und insbesondere die Computer ja nicht existierten. Es war eine rohe
und unbehauene Frühform der Industriegesellschaft, die keineswegs flächendeckend bestimmend war. Es waren
industrielle Inseln in einem Meer der feudalen Reste. Ebenfalls kann nicht von einer Konsumgesellschaft
gesprochen werden. Die Güter aus den Kolonien blieben noch lange den Reichen vorbehalten, es waren Luxusgüter.
Erst mit der Kombination aus Stahl, Kohle, Textilindustrie nahm der Zug zur Massengesellschaft am Beginn des 20.
Jahrhunderts erst richtig Fahrt auf, da waren Marx und Engels schon lange tot.
.
Marx hat also zu einem sehr frühen Zeitpunkt
bereits die betrachtenswerten Bewegungsrichtungen und Bedingungen dieses
Systems beschrieben, was viele gerne mit Prophetentum verwechseln. Tatsächlich war er kein
Prophet, sondern Marx fand eine laborartige "frische" Situation vor, aus der er mit wissenschaftlicher
Logik zu erwartende vorhandene und sich daraus ergebende Tendenzen beschrieb.
Ein großer Teil
seiner
Arbeit bezog sich aber gar nicht auf das Wirtschaftssystem, sondern darauf die ideellen Grundlagen des
entstehenden Bürgertums, ala Hegel, sowie des statisch-mechanistischen Materialismus, ala Feuerbach, zu
bekämpfen. Im Falle Hegels haben Marx und Engles die Dialektik aber beibehalten, diese präzise
Art modernen logischen Denkens geht auf Hegel und nicht auf Marx/Engels zurück. Daraus
entwickelte sich
der sogenannte dialektische
historische Materialismus, der
weit mehr ist als einfach nur
Materialismus. Er ist in der Lage den Idealismus mit Stumpf und Stiehl herauszureissen, den
Menschen in seiner realen Situation zu verankern, ihn dort aber nicht festzuketten, sondern vielmehr
stets die Bewegungsmöglichkeiten, die dieser reale Mensch in einer realen von Klassenkämpfen
geprägten Welt hat, zu
beschreiben und auch zu
sagen,
welche
Konsequenzen, welcher Schritt nach sich zieht. Das ist das eigentliche
Werk von Marx und Engels
und kulminiert in dem Satz: "Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt
aber darauf an sie zu verändern."
Feuerbach geht aus von dem Faktum der religiösen Selbstentfremdung, der Verdopplung der Welt in eine religiöse,
vorgestellte und eine wirkliche Welt. Seine Arbeit besteht darin, die religiöse Welt in ihre weltliche Grundlage
aufzulösen. Er übersieht, daß nach Vollbringung dieser Arbeit die Hauptsache noch zu tun bleibt. Die Tatsache nämlich,
daß die weltliche Grundlage sich von sich selbst abhebt und sich, ein selbständiges Reich, in den Wolken fixiert,
ist eben nur aus der Selbstzerrissenheit und dem Sich-selbst-widersprechen dieser weltlichen Grundlage zu erklären.
Diese selbst muß also erstens in ihrem Widerspruch verstanden und sodann durch Beseitigung des Widerspruchs
praktisch revolutioniert werden. Also z. B., nachdem die irdische Familie als das Geheimnis der heiligen Familie
entdeckt ist, muß nun erstere selbst theoretisch kritisiert und praktisch umgewälzt werden.
Heute kann man sagen: Für jeden Gewerkschaftsbeitrag, für jede Streikkasse, ist der Bitcoin und die
Blockchain ein riesengroßer Gewinn, weil so nicht nur global operierende Gewerkschaften entstehen können,
sondern die Gewerkschaftskassen werden nicht nur dem Zugriff der Kapitalisten und Despoten, sondern auch
dem der
inflationären hoch verschuldeten, kränkelnden Staaten mit ihren politischen Notenbanken entzogen.
Diese Notenbanken vertreten nicht die Interessen des Proletariats, genauso wenig, wie die Staaten
und Nationen.
Sie vertreten nun, wie angestrebt und notwendig, die Interessen der bürgerlichen Klasse.
Angesichts der AfD kann man sagen, hätte es während der Nazizeit diese Blockchain Union Treasures
gegeben, dann wäre die Macht der Gewerkschaften nicht zerbrochen. In diesem Sinne: Who the Fuck is
Notenbank? Die Notenbanken waren nur ein Teilabschnitt im Klassenkampf, jetzt kann man sie
entsorgen, was man nicht gekonnt hätte, wenn sie nicht ihre Rolle im Kampf gegen den Adel
und den Absolutismus der Fürsten gespielt hätten.
Die Notenbanken existierten zur Zeit Marx nicht. 1. Die Währungen waren nicht vereinheitlicht, in
Deutschland wurde in jedem scheiß Fürstentum mit einem anderen Taler gezahlt, meist hatte dieses Geld
noch einen Edelmetallanteil, es wurde von lokalen Fürsten, oder den imperialistischen Preußen
geprägt,
herausgegeben, es war Realgeld. Es gab also auch keinen Staatsschatz, sondern immer noch den auf
Blut, Boden und Unterdrückung gebauten Reichtum der Fürstenhäuser, den auf Raub und Eroberung
gegründeten der Preußen, die jeden Taler den Bauern aus dem Leib geschnitten haben.
Da wo es bereits eine Art Schatz und eine Art Notenbank gab, wie in England,
konzentrierte sich diese darauf peinlich genau zu errechnen, ob das in Umlauf befindliche Geld noch
durch den Schatz des Staates gedeckt war.
Das war aber schon ein Sonderfall und kann
auch nicht ohne viele weitere besondere Konstruktionen in England gedacht werden, die vor allem
französische Verhältnisse, also endlich den Sturz des Königs, vermeiden sollten. Weiter waren die
Briten durch ihre kolonialen Raubzüge gezwungen komplexere Systeme zu entwerfen und sie waren weit
fortgeschritten in Sachen Handelskapital. Sie führten die Ideen Flanderns fort.
2. Aus diesen
Tendenzen des Kapitals und den am Horizont erscheinenden großen Maschinerien ergab sich, was Marx
eben erkannte, die Notwendigkeit die Währungen von den Goldreserven abzukoppeln und eine abstraktere
Währung zu formen, die nicht mehr am Gold, sondern nur an der Arbeitsleistung der gerade erst
entstehenden Nationen hing.
Damit war diese Überlegung eine konsequente Fortführung der Analyse
hinsichtlich der geronnenen Arbeit, welche den einzigen Wert der gesamten Produktion darstellt, neben
dem Gebrauchswert, der aber vor dem "Verkaufswert" schon da ist, weshalb man sich den Verkauf in
einem rationalen System auch hinter die Backe kleben kann, könnte.
Wie bereits erwähnt greift es viel zu kurz Marx nur als Ökonom zu sehen. Im Gegenteil, seine Arbeiten
zeigen ihn eher als einen Philosophen, der mit allen Mitteln, jenes, was von den übrigen Ökonomen als
selbstverständlich, also qusi naturgesetzlich gesetzt wurde, in einen geistigen und politischen
Kontext zu bringen.
Die Werte im Allgemeinen sind dabei sein besonderes Steckenpferd, denn die
meisten Ökonomen
gehen davon aus, dass diese Werte automatisch entstehen, nur weil irgendwelche Dinge geschaffen werden.
Es sei alleine wichtig, ob sie einen Markt finden. Die Dinge werden also in dieser Logik von vornherein
zwar mit einem gewissen Gebrauchswert geschaffen, dies ist aber kein natürlicher, sondern einer, der sich
aus der Marktlage ergibt.
Da ist es egal, ob man der Arbeitswertthoerie anhängt oder nicht.
Das aber stellt Marx gerade in Frage, weshalb von hier jedenfalls rätselhaft ist, wieso behauptet wird,
ausgerechnet die Arbeitswerttheorie (Kurzform AWT, auch Arbeitswertlehre) sei Marx Erfindung.
Sie ist eine rein materialistische statische Idee.
Bei Marx ging es nicht um die Arbeit selbst, sondern darum, zu zeigen, dass sie gehandhabt wird, wie eine
Ware. Aber mit einer magischen Eigenschaft, sie ist die einzige Ware, die sich selbst erneuern kann,
nachdem sie verkauft wurde, und genau diese
Selbsterneuerung der Arbeitskraft, weil sie in einem Organismus entsteht, ist das eigentliche Ding, und das
Ding was dem Käufer dieser
wundersamen Ware ebenso wunderbaren Mehrwert liefert. Das hat mit der Arbeitswerttheorie
nicht das
geringste zu tun, schon deshalb, weil sie überhaupt nicht in der Lage ist diesen
"Selbsterneuerungsfaktor" in ihre Überlegungen einzubeziehen. Dieser greift in der Praxis sofort aus der
(National)-Ökonomie raus, wie man heute sagen würde, in die Soziologie, und dann fängt die Politik erst
richtig an.
Und da sehen wir schon, wie politisch die Bindung der Währung an das BiP ist, denn auch
das BiP berücksichtigt - siehe Bahnstreiks - den "Selbsterneuerungsfaktor" nur im Rahmen einer stabilen
Diktatur der Marktwirtschaft, die allenfalls reformistisch soziale Ausschläge zulässt.
Dabei muss man auch sehen, dass diese Selbsterhaltung ja auch nur unter bestimmten Bedingungen im
kapitalistischen Rahmen stattfindet, damit auch Schwankungen unterworfen ist, auch sie wird zu einer
abstrakten "Ware". Der eine lässt sich, privat versichert, vom Chefarzt erneuern, beim Kassenpatienten
kommt der Assistenzarzt. Der eine macht 4 Wochen Urlaub im Chichi Club, der andere alle 2 Jahre eine Woche
auf Balkonien. ;)
Mit einem
Satz: Die Währungen
erwarten, dass
ihr schuftet bis zum Umfallen, weil keine Ökonomie einen ernsthaften Selbsterneuerungsfaktor kennt, und
ihn wenn, nur im Rahmen des bestehenden vollziehen kann, weil
sie dieses Verhältnis zwischen Arbeit und Wert als naturgesetzlich ansieht. Was komppletter Schwachsinn
ist. Dieses Verhältnis ist nicht naturgesetzlich, sondern Ergebnis von Klassenkämpfen. Darum ging es Marx,
er wollte gerade zeigen, dass dieses Verhältnis nur in einem politischen Raum, aber nicht in einem
naturgesetzlichen existiert. Das ist mehr als das Gegenteil der AWT, viel mehr: Er zeigt, die ist purer
Idealismus, damit Spinnerei, ein Traumreich in den Wolken, was sich von den realen sozialen Bedingungen
abhebt.
Dann ist es kein statisch materialistisches Ding, wie bei Adam Smith vs Ricardo etc., sondern, es ist auf einmal
ein abstraktes und dialektisch-
materialistisches, systemisches Ding in einer bestimmten historischen Konfiguration von Klassenkämpfen.
Diese wesenhafte Abstraktion der Arbeit(skraft), zeigt dann in den politischen Klassenkampf.
Der
Tausch
selbst, also der Kauf und Verkauf der Ware, ist bei Marx ebenfalls kein Naturgesetz, nicht schon immer
da gewesen und ganz natürlich, es ist vielmehr nur eine Vereinbarung, nur eine Absichtserklärung, ein Titel,
der zwischen den Kaufleuten ausgehandelt wird. Der eigentliche Gebrauchswert u.Ä. einer Ware ist also schon
da, bevor diese Titel greifen.
Das ist dann der metaphysische
Beweis, dafür, dass der gesamte Kapitalismus eine Vereinbarung ist, die im Interesse
bestimmter Klassen getroffen wurde. Es gibt andere Klassen, die ungewollt Gegenstand dieser
Vereinbarung sind, bzw. sogar erst auf der Basis dieser Vereinbarung als Schatten entstanden, etwa aus
den Leibeigenen. Es ist aber keineswegs ein Naturgesetz, genauso wenig, wie es ein Naturgesetz ist, dass
die gesamte Produktion einer Gesellschaft, abgesehen vom Gebrauchswert, überhaupt einen Wert hat, der
gemessen werden könnte, unabhängig von den Titeln, von den Vereinbarungen der Kaufleute.
Lustig sind also jene Apologeten aus dem rein ökonomischen Context, die Marx entkräften wollen,
indem sie ihm unterstellen er sei ein Anhänger der AWT. Das ist genau jene Liga von Ökonomen, die
das rein politische ihrer angeblichen Wissenschaft nicht verstehen. Sie erforschen Vereinbarungen und
Abmachungen, Paragrafen des Bürgerlichen Gesetzbuches, sie erforschen die Paragrafen des Kapitalismus
und nennen es Ökonomie, nennen es Wissenschaft, als ließen
sich Gleichungen formen, auf der Basis von Naturgesetzen, wie wir sie von Einstein kennen. Sie
verschwinden alle ohne jede Ausnahme, wenn die demokratische Mehrheit zu anderen "Gleichungen" kommen will.
Schall und Rauch, was man von der Schwerkraft nicht behaupten kann. Dafür brauchten sie Geld und damit den
Kanonendonner ihrer Notenbank.
Denn damit kann diese Arbeit aber nur "demokratisch", "gerecht" unter den Bedingungen des aufziehenden
Kapitalismus bezahlt werden, wenn ihr Wert auch in der Währung zum Maßstab wird - das ist die
Geburtsstunde des Lohnsystems.
Der Leibeigne gehört zum Grund und Boden und wirft dem Herrn des Grund und Bodens Früchte ab.
Der freie Arbeiter dagegen verkauft sich selbst, und zwar stückweis. Er versteigert 8, 10, 12, 15 Stunden seines Lebens,
einen Tag wie den andern, an den Meistbietenden, an den Besitzer der Rohstoffe, der Arbeitsinstrumente und
Lebensmittel, d.h. an den Kapitalisten. Der Arbeiter gehört weder einem Eigentümer noch dem Grund und Boden an,
aber 8, 10,12, 15 Stunden seines täglichen Lebens gehören dem, der sie kauft. Der Arbeiter verläßt
den Kapitalisten, dem er sich vermietet, sooft er will, und der Kapitalist entläßt ihn,
sooft er es für gut findet, sobald er keinen Nutzen oder nicht den beabsichtigten Nutzen mehr aus ihm zieht.
Aber der Arbeiter, dessen einzige Erwerbsquelle der Verkauf der Arbeitskraft ist, kann nicht die ganze Klasse
der Käufer, d.h. die Kapitalistenklasse verlassen, ohne auf seine Existenz zu verzichten.
Er gehört nicht diesem oder jenem Kapitalisten , aber der Kapitalistenklasse; und es ist dabei seine Sache,
sich an den Mann zu bringen, das heißt in dieser Kapitalistenklasse einen Käufer zu finden.
Diese ideelle Kapitalistenklasse braucht eine Notenbank "Staatszwang" s.u., eine "Lohnwährung", die dafür sorgt,
dass der
Verkaufswert
der
Arbeitskraft einen bestimmten Wert repräsentiert und damit auch den aller Waren und Dienstleistungen. Wer glaubt,
dies könne unpolitisch sein,
wo doch der Wert
schwankt mit den wirtschaftlichen Lagen und Interessen der Kapitalistenklasse, der lügt so offensichtlich, wie
die Schwerkraft dafür sorgt, dass mein Feuerzeug zu Boden fällt, mit dem ich gerade den Molli angzündet habe,
wenn ich es fallen lasse. Den Einschlag des Wurfgeschosses bestimmt sie im übrigen auch.
Es fragt sich schließlich, warum das Gold durch bloße wertlose Zeichen seiner selbst ersetzt werden kann?
Es ist aber, wie man gesehn, nur so ersetzbar, soweit es in seiner Funktion als Münze oder
Zirkulationsmittel isoliert oder verselbständigt wird. Nun findet die Verselbständigung dieser Funktion zwar nicht
für die einzelnen Goldmünzen statt, obgleich sie in dem Fortzirkulieren verschlissener Goldstücke erscheint.
Bloße Münze oder Zirkulationsmittel sind die Goldstücke grade nur, solang sie sich wirklich im Umlauf befinden.
Was aber nicht für die einzelne Goldmünze, gilt für die vom Papiergeld ersetzbare Minimalmasse Gold.
Sie haust beständig in der Zirkulationssphäre, funktioniert fortwährend als Zirkulationsmittel und existiert daher
ausschließlich als Träger dieser Funktion. Ihre Bewegung stellt also nur das fortwährende Ineinanderumschlagen
der entgegengesetzten Prozesse der Warenmetamorphose W - G - W (Ware Geld Ware Anm. d. Red.) dar, worin der
Ware
ihre
Wertgestalt nur
gegenübertritt, um sofort wieder zu verschwinden. Die selbständige Darstellung des Tauschwerts der Ware ist hier
nur flüchtiges Moment. Sofort wird sie wieder durch andre Ware ersetzt. Daher genügt auch die bloß
symbolische Existenz des Geldes in einem Prozeß, der es beständig aus einer Hand in die andre entfernt.
Sein funktionelles Dasein absorbiert sozusagen sein materielles. Verschwindend objektivierter Reflex der Warenpreise,
funktioniert es nur noch als Zeichen seiner selbst und kann daher auch durch Zeichen ersetzt werden.
Nur bedarf das Zeichen des Geldes seiner eignen objektiv gesellschaftlichen Gültigkeit, und diese erhält
das Papiersymbol durch den Zwangskurs. Nur innerhalb der von den Grenzen eines Gemeinwesens umschriebnen oder
innern Zirkulationssphäre gilt dieser Staatszwang, aber auch nur hier geht das Geld völlig auf in seine
Funktion als Zirkulationsmittel oder Münze und kann daher im Papiergeld eine von seiner Metallsubstanz
äußerlich getrennte und bloß funktionelle Existenzweise erhalten.
Auch wenn viele Leute meinen im Mittelalter gäbe es das alles
schon,
oder bei den Römern, in der Antike, ist das falsch. "Lohn" gab es nicht. Es gab Sklaven, das
Feudalsystem und Handwerker, sowie basalen Handel, meist aber Tausch von Sachen gegen Sachen. Die
Handwerker erhielten keinen Lohn, sondern ihnen
wurde ihr Gewerk
bezahlt, was sie bis heute zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitern macht, weil sie nicht am
Lohnsystem teilnehmen. Nur der Meister hat ein erkleckliches Salär und ist auf die vielfach
romantisierte, tatsächlich jedoch, beinahe Leibeigenschaft der Gesellen angewiesen. Nur selbst zum
Meister zu werden führt aus dem Gesellenelend.
Um den Klassenkampf also auf die nächste Stufe heben zu können, um eine Revolution überhaupt erst denkbar zu
machen, musste Lohn gezahlt werden, was die Basis eines jeden Proletariats ist. Um den Lohn und das Gehalt toben
dann Teile der
Klassenkämpfe, damit die Verteilung des Reichtums zwischen Kapital und Arbeit verschoben wird. Um dieses Ziel
aber zu
erreichen, kann schlecht die Bank of England gestürmt werden und dann verteilt man das Gold unter den Bedürftigen
. Es kann auch kein Palast gestürmt werden und dann verteilt man den Reichtum unter den armen Frauen. Nein, es
musste ein neues Maß her, und dieses Maß war das an die Arbeitskraft gekoppelte Geld, was wir bis heute kennen.
Seinen drastischsten Ausdruck finden wir beim "Stundenlohn" - und unter diesem Gesichtspunkt soll uns der Heuchler
Heil mal erklären, was 12 Euro sein sollen? Sie sind der willkürlich festgesetzte Wert eines bestimmten Quantums
Arbeitszeit - in diesem Fall offensichtlich C-Ware. Damit macht man unter solchen Bedingungen ganze Leben zur
C-Ware, die Leben werden in diesen Kategorien gemessen.
Dieses Lohn-Geld muss aber verwaltet werden, damit es überhaupt das Verhältnis zwischen Arbeitskraft und Wert auf
kleiner und großer Ebene darstellen kann. Von dieser Position aus kann dann über die nächsten Schritte
nachgedacht werden. Also waren die Notenbanken, und genau so funktioniert der historische Materialismus, ein
Abschnitt des Klassenkampfes, der den nächsten Schritt in diesem Kampf ermöglichte, weil diese Strukturierung
des Geldmarktes das Lohnsystem und das moderne Proletariat hervorbrachte. Mehr nicht. Ziel lange erreicht, das
nächste bitte.
Kehren wir zur Sphäre der Warenzirkulation zurück. Die gleichzeitige Erscheinung der
Äquivalente Ware und Geld auf den beiden Polen des Verkaufsprozesses hat aufgehört.
Das Geld funktioniert jetzt erstens als Wertmaß in der Preisbestimmung der verkauften Ware.
Ihr kontraktlich festgesetzter Preis mißt die Obligation des Käufers, d.h. die Geldsumme,
die er an bestimmtem Zeittermin schuldet. Es funktioniert zweitens als ideelles Kaufmittel.
Obgleich es nur im Geldversprechen des Käufers existiert, bewirkt es den Händewechsel der Ware.
Erst am fälligen Zahlungstermin tritt das Zahlungsmittel wirklich in Zirkulation, d.h. geht aus
der Hand des Käufers in die des Verkäufers über. Das Zirkulationsmittel verwandelte sich in Schatz,
weil der Zirkulationsprozeß mit der ersten Phase abbrach oder die verwandelte Gestalt der Ware der
Zirkulation entzogen wurde. Das Zahlungsmittel tritt in die Zirkulation hinein, aber nachdem die Ware
bereits aus ihr ausgetreten ist. Das Geld vermittelt nicht mehr den Prozeß. Es schließt ihn selbständig ab,
als absolutes Dasein des Tauschwerts oder allgemeine Ware. Der Verkäufer verwandelte Ware in Geld,
um ein Bedürfnis durch das Geld zu befriedigen, der Schatzbildner, um die Ware in Geldform zu präservieren,
der schuldige Käufer, um zahlen zu können. Zahlt er nicht, so finden Zwangsverkäufe seiner Habe statt.
Die Wertgestalt der Ware, Geld, wird also jetzt zum Selbstzweck des Verkaufs durch eine den Verhältnissen des
Zirkulationsprozesses selbst entspringende, gesellschaftliche Notwendigkeit.
Der Käufer verwandelt Geld zurück in Ware, bevor er Ware in Geld verwandelt hat, oder vollzieht die
zweite Warenmetamorphose vor der ersten. Die Ware des Verkäufers zirkuliert, realisiert ihren Preis aber nur in einem privatrechtlichen Titel auf Geld. Sie verwandelt sich in Gebrauchswert, bevor sie sich in Geld verwandelt hat. Die Vollziehung ihrer ersten Metamorphose folgt erst nachträglich.
In jedem bestimmten Zeitabschnitt des Zirkulationsprozesses repräsentieren die fälligen Obligationen die
Preissumme der Waren, deren Verkauf sie hervorrief.Die zur Realisierung dieser Preissumme nötige
Geldmasse hängt zunächst ab von der Umlaufsgeschwindigkeit der Zahlungsmittel.
Sie ist bedingt durch zwei Umstände: die Verkettung der Verhältnisse von Gläubiger und Schuldner,
so daß A, der Geld von seinem Schuldner B erhält, es an seinen Gläubiger C fortzahlt usw. -
und die Zeitlänge zwischen den verschiednen Zahlungsterminen. Die prozessierende Kette von Zahlungen
oder nachträglichen ersten Metamorphosen unterscheidet sich wesentlich von der früher betrachteten
Verschlingung der Metamorphosenreihen. Im Umlauf des Zirkulationsmittels wird der Zusammenhang
zwischen Verkäufern und Käufern nicht nur ausgedrückt. Der Zusammenhang selbst entsteht erst in und mit
dem Geldumlauf. Dagegen drückt die Bewegung des Zahlungsmittels einen schon vor ihr fertig vorhandnen
gesellschaftlichen Zusammenhang aus.
Werte, Annahmen, Metamorphosen, Zirkulation, die jederzeit in sich zusammenbrechen können. In
Deutschland muss nur die
AfD
an die Macht
kommen und der Laden ist nichts mehr wert. Das kann uns mit Bitcoin am Arsch vorbeigehen.
Dies ist in jeder Hinsicht also schon deshalb ein
Fortschritt, weil die Staaten, dadurch keinen direkten politischen Einfluss mehr auf das
Zahlungsmittel haben, auch keine Bänker (Sie werden andere Wege finden müssen ;)). It is what it is.
Dies ist auch der Hauptgrund, warum viele Politiker:innen diesen Ansatz regelrecht bekämpfen,
sie fürchten einen Machtverlust, den sie aber eigentlich so gar nicht haben dürften, denn die
Notenbanken sind ja ach so neutral.
Ein Bitcoin Spot ETF ermöglicht es Anlegern, direkt in die Kryptowährung zu investieren,
ohne sie physisch halten zu müssen. Dies bietet Anlegern eine vermittelte Möglichkeit,
von der Volatilität und dem Potenzial der Kryptowährung zu profitieren.
Die potenziellen Auswirkungen von Bitcoin Spot ETFs auf Wall Street sind vielfältig.
Einerseits könnten sie eine breitere Akzeptanz von Kryptowährungen im
Mainstream-Finanzsystem fördern und institutionellen Anlegern ermöglichen in den Markt
einzusteigen. Dies könnte dazu führen, dass Bitcoin als Anlageklasse an Bedeutung
gewinnt und die traditionellen Anlagestrategien verändert.
Andererseits besteht die "Gefahr", dass die Volatilität des Kryptowährungsmarktes
verstärkt wird und Risiken für das Finanzsystem insgesamt entstehen. Dies ist insbesondere
wahrscheinlich, weil die Anlagestrategien der Bitcoin Investoren sich in der Regel erheblich von
den Strategien traditioneller Anbieter unterscheiden könnten. Damit sind es eigentlich keine Gefahren für
den Bitcoin, sondern für das traditionelle Finanzsystem, was keine passenden Schnittstellen hat.
Vornehmlich Digitals, die mit dieser
Währung bereits groß geworden sind, pflegen eigene Analagerituale.
Dabei zeigt sich jedoch schnell, dass es weniger Bitcoin
ist, also die abstrakte Kryptoidee selbst, die viel Volatilität in die Märkte bringt, sondern der digitale
KI-High-Speed Handel. Diese Erweiterung der technischen Möglichkeiten, die vor allem auch einen
niedrigschwelligeren Zugang brachten, sind letztlich Mittel, die nicht zuerst im Interesse der alten
Schlachtschiffe sind, die langfristige Strategien verfolgen, sondern von Tradern und eher jungen, auch
auf Short gehenden (institutionellen) Teilnehmern.
Daneben werden ganz neue Schnittstellen zu den Börsen denkbar, die überhaupt keinen Zwischenhandel
mehr erforderlich machen. Auch nicht indirekt, wie z.b. immer noch beim Daytrading. Es könnte
theoretisch
schon jetzt über direkte Schnittstellen aus Software heraus gehandelt werden, soweit alles irgendwann in
Krypto läuft. Dieser Zug ist nun ganz vorsichtig in Fahrt gekommen. Damit würden traditionelle
Geschäftsmodelle an den Börsen verschwinden. Die Börsen würden zu reinen Selbstbedienungsplattformen
werden, bei denen sowohl aufseiten der Börsen, wie der Händler:innen KI zum Einsatz kommt. Das wird sich
nicht aufhalten lassen, besser ist es neue Modelle zu entwerfen. Damit stellt sich jedoch die
Frage, wie weit sich Börsenwerte, als reine Handelswerte, von den realen Unternehmen entfernen. Das
ist für viele das Problem, welche die Börsenkurse immer noch als ein reales Abbild von
Unternehmenswerten ansehen. Sind sie das?
Einige Fonds haben begonnen, Bitcoin als alternative
Anlageklasse in Betracht zu ziehen und experimentieren mit kleinen Allokationen. In Bezug auf US-Banken und
Fonds, haben einige traditionelle Banken begonnen, Dienstleistungen im
Zusammenhang mit Kryptowährungen anzubieten. Banken wie JPMorgan und Goldman Sachs evaluieren immerhin
die
Möglichkeiten. Unternehmen, wie BlackRock beginnen, in Krypto-Fonds zu
investieren und sich mit Kryptowährungen zu beschäftigen.
Darüber hinaus könnte die Zulassung von Bitcoin Spot ETFs auf Wall Street den Weg
für weitere Kryptoprodukte ebnen. Etherum ETFs, Krypto-Indexfonds und andere
strukturierte Produkte könnten in Zukunft eine Genehmigung erhalten. Dies könnte zu
einer breiteren Akzeptanz und Integration von Kryptowährungen in das traditionelle
Finanzsystem führen. Daneben bestünde die Möglichkeit das andere Währungen, die Bitcoin technisch weit
überlegen sind, moderner sind, endlich kein Schattendasein unter Experten mehr führen müssen. Es bleibt
dann noch der Schritt zu den rechtssicheren Vereinbarungen auf Basis von Code, die sogenannten Smart
Contracts. Da ist Bitcoin sicher nicht das Mittel der Wahl, schon Etherum ist nach allgemeiner Ansicht
besser geeignet, um Verträge und damit verbundene Zahlungen abzuwickeln, was nicht bedeutet, es
geht nicht mit Bitcoin.
Da kann z.B. an politisch verfolgte Autor:innen oder Journalist:innen gedacht werden. Angenommen ein
Journalist in Russland liefert wichtige Informationen und gute Artikel zur wahren Lage in Russland, bringt
Insiderinformationen aus dem Kreml. Wie soll sie dafür bezahlt werden? Sie kann, schon aus Gründen der Anonymität,
sicher kein Konto bei der Kremlin Bank eröffnen, sie kann aber mit einer ausländischen Redaktion einen Smart
Contract schließen und Bitcoin als Gehalt bekommen.
Insgesamt könnten Bitcoin Spot ETFs einen bedeutenden und agilen Wendepunkt für die
Wall Street darstellen, da sie die Tür zu einer neuen Ära der digitalen
Vermögensverwaltung öffnen. Damit auch eine Chance das Finanzsystem zu verjüngen, inclusive der
relevanten Akteure.
Die weiteren Reaktionen der großen Fonds und Banken, sowie die regulatorische Entwicklung
werden entscheidend sein für die Zukunft und das Potenzial von Kryptowährungen an
Wall Street, damit für ihre reale Bedeutung um globalen Finanzsystem.
Sachsen-Anhalt im Pott - oder die letzte Sau
Wer eine Politik für die herbei halluzinierte Mitte macht, der macht eine Politik für
ein
Fantom. In den Städten (60 % leben in Städten über 20.000 Einwohnern und davon 36 % in Städten über 100.000.
Die Flucht aus Dörfern und sehr kleinen Ortschaften unter 10.000 ist dabei sehr stark, wenn sie nicht in
einer Metropolregion liegen. )
kommt hinzu, dass Familienpolitik
angesichts eines Singleanteils, oder
alleinlebenden Anteils, von mehr als 50 %, eben auch nicht mehr reicht. Diese Lebensform ist also auch stark
in die Jahre gekommen und steht nicht nur ökonomisch unter Druck, sondern auch, weil diese traditionelle
Familie ein Auslaufmodell ist. Die Menschen leben gerne anders. Ob mit oder ohne Kinder, anders. Auch
Senioren, also fast immer Frauen, denen der Lebenspartner gestorben ist, leben allein. Was durch die
Überalterung ebenfalls zunehmen wird.
Vermutlich
schaffen die
selbsternannten "Mitteparteien", alle zusammen, schon bald
keine 40 %
mehr. Aber sie schwadronieren weiter von einer Politik, die auf den Müllhaufen der Geschichte gehört,
samt ihrer Parteien und Apologeten. Diese illusionären, herbei halluzinierten Politiken, für ein Phantom
der Mitte, das macht die AfD stark, weil sie behauptet (ohne jeden Beleg), sie könnte das Rad der Zeit
zurückdrehen, während
die anderen mit ihrer Fantompolitik scheitern müssen, somit von der AfD zum Teil des Problems erklärt
werden können, was traditionelle Lebensformen angeht. Diese
Politiken müssen aus ökonomischen Gründen im
Kapitalismus
scheitern. Das weiß die AfD so genau, wie es seinerzeit die Nazis wussten. Die AfD weiß aber auch, mit
hohlen Parolen für die dumpfen Massen, erobert man die Macht vielleicht, aber man hält sie damit nicht.
Der Konkurrenzkampf wird durch Verwohlfeilerung (Preis/Stückzahl Anm. d. Red.) der Waren geführt.
Die Wohlfeilheit der Waren hängt, caeteris paribus, von der Produktivität der Arbeit, diese aber von der
Stufenleiter der Produktion ab. Die größeren Kapitale schlagen daher die kleineren.
( ... )
Abgesehn hiervon bildet sich mit der
kapitalistischen Produktion eine ganz neue Macht, das Kreditwesen, das in seinen Anfängen verstohlen,
als bescheidne Beihilfe der Akkumulation, sich einschleicht, durch unsichtbare
Fäden die über die Oberfläche der Gesellschaft in größern oder kleinem Massen
zersplitterten Geldmittel in die Hände individueller oder assoziierter Kapitalisten zieht,
aber bald eine neue und furchtbare Waffe im Konkurrenzkampf wird und sich schließlich
in einen ungeheuren sozialen Mechanismus zur Zentralisation der Kapitale verwandelt.
Im Maß wie die kapitalistische Produktion und Akkumulation, im selben Maß entwickeln sich
Konkurrenz und Kredit, die beiden mächtigsten Hebel der Zentralisation.
Daneben vermehrt der Fortschritt der Akkumulation den zentralisierbaren Stoff,
d.h. die Einzelkapitale, während die Ausweitung der kapitalistischen Produktion,
hier das gesellschaftliche Bedürfnis, dort die technischen Mittel jener gewaltigen
industriellen Unternehmungen schafft, deren Durchführung an eine vorgängige
Zentralisation des Kapitals gebunden ist. Heutzutage ist also die gegenseitige Attraktionskraft
der Einzelkapitale und die Tendenz zur Zentralisation stärker als je zuvor.
Besonders krank ist, dass
ausgerechnet SPD und Linke ebenfalls immer noch Partei für linke Kleinbürger machen, während weite
Teile der Gesellschaft ins Proletariat und Prekariat stürzen.
Diese beiden Parteien haben so gut wie
keine Stimmen von Menschen, die lohnabhängig beschäftigt sind. Allenfalls von Beamten und vom Kultur-
und Lifestyle Prekariat, in ganz wenigen Branchen. Auch wenn sie vielleicht noch einzelne Erfolge erzielen
sind diese Parteien, praktisch Geschichte, wenn sie ihre Ansprache hinsichtlich einer neuen Wähler:innenbasis nicht deutlich
in Richtung revolutionärer Sozialismus, ohne vermeintliche Abkürzung über Umverteilungsphantasien,
verschieben. Auch der bürgerliche Staat und die
Umverteilungsideen werden keinen Erfolg bringen, solange der Kapitalismus ihnen alle Entscheidungen real
abnimmt und sie nur ein paar Pflaster auf die Wunden kleben wollen, die dieses System bei den Menschen
reißt.
Diese Pflaster, wie auch eine angedachte Enteignung, das sind reine Symbole, Wahlgeschenke, wie
die Mütterrente, die durch
die Dynamik
des Systems, wieder nur dazu führen, dass die öffentlichen Haushalte kleiner werden.
Es dürfen keine Bewegungen unterstützt werden, die ihre Forderungen passiv an einen bürgerlichen Staat
richten. Das ist eine Politik aus den 50er Jahren, die auch aus dem Blickwinkel des Postkolonialismus
meist strikt
als kleinbürgerlich verpeilte illusionäre Politik des reichen Nordens abzulehnen ist. Wir haben es hier ja auch
immer nur
mit relativer Verelendung zu tun, wie wir in den Food Soldiers oben gelernt haben. Das muss adressiert werden.
In diesen Vergesellschaftung-mit-bürgerlichem-Staat-und-Justiz-im
kapitalistischen-Rahmen "Bewegungen" liegt
kein
emanzipatives Potenzial um weiterreichende
Ziele erreichen zu können, dafür die Gefahr großer reaktionärer Entwicklungen und die Gefahr der
Desillusionierung.
Richtig wäre es in diesem Fall eine Bewegung der Mieter
(streiks) zu unterstützen. Dann zu sehen, welche realen Forderungen nach Ausweitung einer solchen Bewegung
entstehen, welche Zusammenhänge zum Kapitalismus gesehen werden.
Das ist der eklatante
Denkfehler, es ist sehr bequem an den Staat zu appellieren, ihn zu nutzen, um bestimmte Dinge zu fordern. Aber
daraus entsteht die Illusion, dieser Staat wolle oder könne sowas durchziehen, ohne die Kosten wieder an jene
zurückzuspielen, die diesen Staat eben finanzieren. Dadurch entstehen reaktionäre Kreisläufe, die im
konkreten Fall wieder zu der altbekannten Korruption aus dem Fall der "Neuen Heimat" führen müssen.
Das
umgebende Wirtschaftssystem bleibt ja gleich, dem muss sich auch eine kommunale oder eine irgendwie
genossenschaftlich organisierte WBG stellen. Das wird keine wirklich günstigen Mieten bringen, es sei denn,
es bleibt in einem sehr kleinen Rahmen und wird nur genossenschaftlich organisiert.
Zunächst müsste also keine Verstaatlichung, keine Vergesellschaftung stehen, sondern eine Zerschlagung der
Großstrukturen. Dann muss man sich über eine Neuorganisation in viel kleineren und genossenschaftlichen
Einheiten Gedanken machen und all das muss im laufenden Betrieb, ohne den Staat auskommen. Also ist der
juristische Ankerpunkt für
den laufenden Betrieb die kleine Genossenschaft.
Aber - diese Rechnungen müssen auch abhängig von
Entschädigungen plausibel bleiben, denn diese zahlen alle Berliner, aber nur sehr wenige werden, wenn es den
gibt, in den Genuss des Vorteils der kleinen WBG kommen.
Also bei den derzeitigen Ansätzen ist nichtmal
ein
reformistischer Gewinn für die gesamte Berliner Bevölkerung erkennbar. Das ist eben das Problem der Idealisten,
sie erklären sich die Dinge aus ihrem Wunschtraum heraus, nicht aus der Realität der mietenden Massen und der
pflegebedürftigen
Bausubstanzen. Da ist Berlin halt mal wieder die altbekannte ideologische Insel der Moderne von 1900, als diese
Stadt zum letzten Mal Metropole von Weltrang war. Bis 1933 waren es noch 33 Jahre. Jetzt ist das Hauptdorf auch
noch isoliert und umgeben von AfDistan. Ein Schritt über die Stadtgrenze (lächerlicherweise auch Landesgrenze)
und man muss aufpassen, könnte man genausogut die Mauer wieder aufbauen. Der Rest der Menschheit hat
allemal andere Sorgen. Ts, Ts, Ts.
In der Realität sind es
auch nur diese kleinen Genossenschaften, wie einige wenige auch in Köln, die hier messbare Vorteile bieten.
Schaut man auf die großen ehemaligen kommunalen WBG, etwa der GAG in Köln, ist kein Vorteil messbar,
bei der Miete nur um den Preis schlechter Lagen und schlechten Gesamtzustandes. Baut die GAG, wie in Kalk auf
dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik Kalk (CFK),
neue Wohnungen, sind sie so teuer, wie am Privatmarkt. Weiter ist die Stärkung der kleinen
Vermieter in
Betracht zu ziehen, das aber wird in der Praxis dann den Entschädigungen geopfert. Halten wir es mit Franz
Fanon, und sagen diesen ganzen Institutionen die Wahrheit über sie stets ins Gesicht:
Verlassen wir dieses Europa, das nicht aufhört, vom Menschen zu reden,
und ihn dabei niedermetzelt, wo es ihn trifft, an allen Ecken
seiner eigenen Straßen, an allen Ecken der Welt.
Ganze Jahrhunderte hat Europa nun schon den Fortschritt bei
anderen Menschen aufgehalten und sie für seine Zwecke und
seinen Ruhm unterjocht; ganze Jahrhunderte
hat es im Namen seines angeblichen ‚geistigen Abenteuers‘
fast die ganze Menschheit erstickt. …
Also, meine Kampfgefährten, zahlen wir Europa nicht
Tribut, in dem wir Staaten, Institutionen und Gesellschaften
gründen, die von ihm inspiriert sind.
Also, das alte
Pendelspiel, was man an der einen Stelle gibt, muss an der anderen Stelle genommen
werden.
Dass es
bei
Linken im Jahr 2026 noch solche Pipi Langstrumpf Phantasien gibt, ist ernüchternd und bedauerlich. Die
Beamtenschaft dieses bürgerlichen Staates, der vermeintlichen Demokratie, in der man nur
wählen kann, welche Farbe der Kapitalismus haben soll, wird auch den Staat schrumpfen, gewaltig
schrumpfen, sich selbst also schrumpfen, denn auch dieser vermeintlich mächtige Staat macht nur das, was die
Ökonomie verlangt und ist selbst Teil der Bilanzsumme.
Sobald eine Ratingagentur bei Deutschland
zuschlägt, war es das, dann frisst die Tilgung der Geschenke "das Soziale", was man mit diesen Schulden
ermöglichen wollte. Dann werden vielleicht Zinsen gesenkt, Inflation setzt ein, um die Tilgung zu
reduzieren, dann passiert was? Genau - die Preise steigen, nicht die Empfänger der Transfers profitieren
dann, nein, sie zahlen für die zuvor erhaltenen Wohltaten, was die erfolgte Umverteilung wieder kassiert
und die Menschen, denen die Pipi Langstrumpf Politik einer Linken, einer SPD helfen wollte, hat ihnen
geschadet.
Um das zu verstehen, wenn man keine Theorie, sondern nur Gelaber und Wunschdenken hat, muss
man
auf die mittlere
Zeitschiene schauen, sie aber
schauen nur
von Wahl
zu Wahl. Die anderen Parteien sind keine Alternative, ihre Politik hat die Rechten salonfähig
gemacht, wird sie weiter stärken. Das defensive Konstrukt der Brandmauer nutzt nur den CDU-
Resteverwertern, macht die AfD stärker. Die CDU propagiert eine Politik, besonders im
gesellschaftlichen Bereich, im Bereich Migration, Umwelt, Wirtschaft und KLima, die fast ununterscheidbar
ist, von
der
AfD. Die CDU ist komplett entkernt und hat keinerlei Aussichten mehr wieder zu wachsen.
Ihr solltet
sie jetzt im
Osten und Berlin auf keinen Fall wählen, genauso wenig, wie die AfD.
Kohl hat von Anfang an den rechten
Mob
genutzt, um
im Osten Linke klein zuhalten.
Bei den Randalen in Rostock und Hoyerswerda, fiel sowohl SPD, wie CDU
nichts
Besseres ein, als den Mob durch Änderungen am Asylrecht zu bedienen. Das war schon mit Scharping problematisch.
Für diese
Ostpolitik, die zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gegen Rechtsextremismus vorgegangen ist, aber gegen
"Asylanten", bekommen
sie die
Rechnung, neben den Betroffenen der unmenschlichen Migrationspolitik. Das Spiel ist doch auch jetzt zu sehen,
was hat das ganze Migrationstheater gebracht? Eine erstarkte AfD. Das war damals genauso. Die Randale in
Rostock und Hoyerwerda haben also nicht zu einem Umdenken geführt, sondern aufgrund der falschen Antworten
von SPD und CDU den Rechtsextremismus legitimiert und verfestigt. Jetzt soll man sich mit diesen Hirnis
hinter einer Brandmauer verschanzen? Da führt dazu, dass man dann selbts an diesen Politiken beteiligt ist,
die aber nur den Rechtsextremismus verfestigt haben. Und dann bringt die CDU auch noch Merz. Das ist sehr
einseitige Solidarität, zumal hauptsächlich SPD und CDU große Verluste zu verzeichnen haben. Sowohl Grüne wie
Linke gewinnen eher dazu.
Das werden wir
in
einem anderen Artikel ausführlich belegen und
zeigen. Die Union
kämpft dort mit den Geistern, die Kohl gerufen hat, die Merkel laufen ließ. Die aber auch schon in der DDR
ein gut gehütetes Geheimis waren. Aber mehr, als nicht über die Nazis der DDR sprechen, hat auch die
antifaschistische Republic zu keinem Zeitpunkt hinbekommen. Die Kontinuität war ebenso hoch, wie im Westen.
Die CDU bietet
einen Kanzler, der nicht nur rassistische Klischees bedient, mehrfach, belegbar, z.B. Zahnärzte und
Stadtbild, sondern diese unsäglichen
Debatten
mit offen migrationsfeindlichen Statements bewusst ins Rollen brachte. Er hat geglaubt durch Übernahme von
AfD propaganda könne man sie "halbieren" - Merz hat die AfD verdoppelt. Die SPD hält diesen Mann im Amt. Damit
ist die
SPD UNWÄHLBAR auch gerade aus taktischen Gründen, man wählt auch in Sachsen-Anhalt nicht diejenigen, die die
Probleme verursachen, indem sie den schlechtesten und rechtestein Kanzler in der Geschichte der BRD im Amt
halten. Wählt nur Grüne oder Linke, wenn ihr wählen wollt, um die AfD zu verhindern, nur diese beiden sind
hier auf einem halbwegs glaubwürdigen Kurs, nur ihnen ist auch zuzutrauen nicht am Ende ständig umzukippen,
wie die SPD. Auch die SPD toleriert einen
deutschnationalen aus dem Gauweiler Flügel
der CSU als
Innenminister, Der seine
Leute an Grenzen herumstehen lässt, um ein paar Eierdiebe zu fangen, während Russland einen hybriden Krieg lange
begonnen hat. Die Innenpolitik ist IDEOLOGISCH und nicht rational.
Eine solche Partei kann nicht
unterstützt
werden, denn sie bereitet die Machtübernahme durch die AfD in der Praxis vor. Ob sie es will oder nicht, ihr
hohler rechtsnationaler Populismus ist ununterscheidbar von der AfD. Also müssen an eine Brandmauer klare
Forderungen
auch
hinsichtlich der Personalpolitik geknüpft werden. Ein Dobrindt ist genauso wenig brandmauergeeignet,
wie
Reiche, wie Linnemann, wie diese neue Kanzleramtsministerin zuvor Gesundheit, eher aber Krankheitsministerin.
Gefeiert wird nicht was sie inhaltlich durchbekommen hat, sondern, dass sie es durchbekommen hat. Reform um
der Reform willen, das ist das Credo dieser Leute. Alles nur Show.
Wenn
die SPD
keinen Zugriff
auf die
Personalpolitik der Union hat, hat sie auch keinen
Zugriff auf die Inhalte. Die Kabinettsumbildung des Gruselkanzlers hat zu einem Gruselkabinett geführt, da
hängt die SPD mit drin. Das wird die SPD kleinmachen, aber
nicht die AfD. Wir erinnern uns an die Werteunion.
Schließlich ist auch die AfD selbst aus dem Schoß der rechten Konservativen in Deutschland gekrochen, weil
Merkel alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Wer also, nach all den Jahren und der
katastrophal schlecht gemachten Wiedervereinigung durch Kohl, immer noch Zweifel daran hat, woher der
ekelhafte Rechtsruck in diesem Land maßgeblich kommt, der sollte bei der CDU anrufen und sie fragen, ob sie
glaubt, was damit zu tun zu haben. Neiiiiiin, wir doch nicht. Die CDU versucht nun, den "liberalen"
populistischen Geist
von Merkel mit rechtsnationaler Politik im Bund wieder einzufangen, namentlich Merz/Dobrintd, mit Ausgreifen
weit nach Rechtsaussen in
allen Resoorts, mit
AfD Kopien, nicht mit Fortschritt, nicht mit einem fortschrittlichen
Gesellschaftsbild, das macht Merkel noch schlimmer. Die CDU ist ein Teil des Problems und nicht ein Teil der
Lösung. Merz muss weg!
Insbesondere die CSU hat im Bund eigentlich eh nichts zu suchen. So machen
ihre
Minister auch die abscheulichste, rechtsnationale Provinzpolitik, neben Merz selbst. Aber auch in
Bayern selbst kann keine Rede davon sein, dass diese Politik erfolgreich ist. Über Schwätzattacken für Leute
mit 3 Promille, im Bierzelt, hinaus. Selbst bei der EU - dann soll Merz doch mal im Inland mit guten
Beispiel vorangehen, oder Eurobonds endlich einführen, damit die Verschuldung günstiger zu haben ist. Beides
nicht zu tun ist komplett irre.
.
Das
ist
die
falsche Strategie.
Abstrakt ist eine Brandmauer der Demokraten zwar richtig, wenn auf der anderen
Seite der Brand auch gelöscht wird. Dazu braucht man entschlossene und sehr fortschrittliche
Demokraten, die in der Lage sind eine solche Strategie auch glaubhaft umzusetzen, diese hat Deutschland
derzeit nicht auf der Ebene der sichtbaren Politik.
Solange
also
werden sie auf
der
Stelle treten mit kleinen Auf und Abs - bis diese linksreformistischen Parteien genauso
verschwinden werden, wie die bürgerlichen, die ebenfalls den Popanz der Fantom-Mitte bedienen.
Die bisherigen kleinen Mittelstände, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen stürzen ins Proletariat hinab, teils weil ihr kleines Kapital für den Betrieb der großen Industrie nicht ausreicht und in der Konkurrenz mit den größeren Kapitalisten erliegt, teils weil ihre Geschicklichkeit durch neue Produktionsweisen entwertet wird.
Dieses über 170 Jahre altes Zitat beschreibt exakt den Druck durch industriellen Fortschritt. Was bei Marx
und Engels noch vorwiegend auf kleinere Betriebe und Handwerk, Bauern anzuwenden war, das trifft mit
fortschreitender Rationalisierung und einer Effizienzsteigerung durch die Weiterentwicklung der "großen
Maschinerie" längst auch die Industrie selbst, siehe Stahl, Auto, etc. Das grundlegende Prinzip bleibt immer
gleich. Da sich ja nun darüber beschwert wurde, dass in Wattenscheid nur noch hoch spezialisierte Betriebe,
wie etwa Halal Metzger, das Fleischersterben überlebt haben, bleiben wir im Bilde:
Das handwerkliche Metzger*innen-Wissen (Bei Marx die "Geschicklichkeit") wird durch die vollautomatisierte,
hochgradig arbeitsteilige Fließbandarbeit in Großschlachthöfen wie Tönnies ökonomisch entwertet.
Der kleine Betrieb kann bei den Stückkosten der Industrie schlicht nicht mehr konkurrieren und wird "ruiniert".
Dabei ist sehr wichtig, dass diese neue Maschinerie der Fleischbearbeitung mit sehr viel weniger Fachwissen
auskommt. Das erst macht es möglich unterqualifizierte Menschen an das Fließband zu stellen. Der Lohndruck
wird hier maximal ausgenutzt, da hier besonders EU Bürger:innen z.B. aus Rumänien und Bulgarien beschäftigt
werden. Kein Deutscher teilt Schweinehälften für wenig über Mindestlohn im Akkord. Da darf man gespannt sein,
wie die AfD Schweine teilen will, wir vermuten mit Sträflingen, die dem deutschen Volkskörper geschadet haben.
Der Brain Fuck (Shitstorm) gegen Radtke
zeigt auch: Social Media kommen langsam an ihr Ende, wie wir sie kannten, was die
Techs ganz genau wissen. Je mehr KI im Einsatz ist, umso unsinniger werden die Userbeiträge auf Social Media,
denn die Wahrheit zu diesem Stammtisch der Vollposten und Selbstdarsteller*innen ist im gleichen Konzern nur
einen Klick entfernt. Zudem, was auch durch Zahlen belegt ist, werden die User zunehmend kritischer, weil sie
auch mit immer mehr sog. Ki Slop konfrontiert sind. Daher nehmen aus den Communitys Forderungen nach
Authentizität einen größeren Raum ein.
Beispiel Bundestagssitzungen. Gerade bei der AfD wird der Bundestag und seine Debatten zweckentfremdet. Das
Parlament wird zu einem Social Media Studio, die Schnipsel tragen Titel wie "Weidel nimmt Reichinneck in 3
Sekunden auseinander" dann folgen zusammenhanglose Schnipsel, kontextlos zusammengeschnitten auf TikTok
Niveau gebracht. Dabei ist erkennbar, dass Weidel manche Aussagen nur trifft, damit sie im Video wirken, da
sie ansonsten albern sind. Weidel nur als Beispiel, weil sie diesen besonders hysterischen Stil hat. Das
erklärt auch manch zusammenhangloses Zeug in Reden von Weidel, wie
die
bekannten alimentierten Messermänner, die zum rassistischen GIF wurden, aber eigentlich in der Dramaturgie,
der zugegeben schlechten Rede, nicht passen.
Gerade bei Weidel sieht man immer wieder, wie sie
zusammenhangloses Zeug quatscht, was dann in derartiger Aufbereitung Sinn ergibt. Das sind also keine Reden
mehr, sondern Scripts für Social Media, die den Raum des Bundestages missbrauchen. Auch die Tonalität passt
nicht zu einer ehrenwerten Rede im hohen Haus, aber zu TikToc. Grausam wäre es, wenn andere Parteien es
nachmachen würden. Das könnte sogar verfassungsmäßige Implikationen haben. Das ist nicht der Sinn des
Bundestages und damit wird sein eigentlicher Auftrag und seine Würde nachhaltig infrage gestellt.
Das ist
schlimmer als eine
Regenbogenfahne, gell, Klöckner von Berlin, wo sie doch immer so auf die Würde bedacht ist. Oder Merz - das
ist Zirkus, was die AfD da aus dem Hause macht.
Da sollte
auch die
Bundestagsverwaltung sich fragen, wie das Haus, bzw. Tollhaus, damit umgeht.
Hier wäre die Forderung nach einem ungeschnittenen Beleg der gesamten Rede von Reichinnick und Weidel sicher
der richtige Weg.
In vielen Communitys werden solche und ähnliche Forderungen lauter. In diesen Fällen
wäre
von hier sogar eine gesetzliche Regulierung in Erwägung zu ziehen. Diese nicht unbeding mit KI erstellten
Filmchen desavouieren nicht nur das Parlament, sondern wirken im Prinzip genauso, wie Deepfakes, da der
komplette Zusammenhang verloren geht und durch einen neuen Kontext, etwa aus dem Titel des Videos ersetzt
wird.
Also
- wer seinen Influencer immer noch nicht mit KI gegencheckt, der gehört schon lange nicht mehr zur digitalen
Elite, sondern zum digitalen Neanderthal. Die Techs brauchten die Socials auch nicht für Inhalte, die holen
sie für die KI aus seriösen Quellen, sie brauchten sie nur um Verhaltensmuster zu analysieren, um dann auch
bei KI passgenau werben zu können und Apps zu entwickeln.
Es zeichnet sich also ab, dass die
inhaltliche Seite der Social Media weniger prägend wird. Dafür nehmen die Social Commerce Aspekte deutlich zu
. Es ist also denkbar, dass die Socials weiter ihren Dienst tun, als ein Community-KI-Shopping Assistent
.
Das
schließt
insbesondere einen Hardwarenachfolger
für das Smartphone ein, wenn dieser nicht aus Deutschland, sondern von Nvidia kommt, kann
nicht nur Apple einpacken. Also - die Tage von Social
Media auf dem
gegenwärtigen Niveau dürften
selbst bei AfD Wähler*innen gezählt sein, was dann von diesem Unsinn der Gehirnamputierten bleibt, woran die
prekarisierten Massen
sich
dann erfreuen - wir werden sehen. Vermutlich werden sie abgehängt, denn die Bedienung von KI setzt einen
anderen Level voraus. Die Antworten also erst recht. Aber gut - können sie keinen Schaden mehr anrichten,
wenn sie ihren depressiven Schwachsinn in die KI kübeln, oda? Vermutlich werden sie es sein, die den
Weltuntergang
durch dumme KI Fragen auslösen.
Wie KI das Userverhalten in Social Media verändert: Userscope
Die Integration Künstlicher Intelligenz in den Alltag hat die Erwartungen und das Nutzungsverhalten von weltweit über 5,6 Milliarden Social-Media-Usern grundlegend verschoben. Verbraucher agieren heute weniger passiv und nutzen Plattformen zunehmend als dynamische, KI-gestützte Ökosysteme.
Zentraler Wandel: Über 72 Prozent der privaten Smartphone-Nutzer setzen in ihrem Alltag bereits direkt auf KI-Funktionen – ein Verhalten, das sich eins zu eins auf die Interaktion mit sozialen Netzwerken überträgt.
1. Social Media wird zur primären KI-Suchmaschine
Das klassische Suchverhalten bricht auf. Nutzer scrollen nicht mehr nur durch Feeds, sondern nutzen Social Media wie eine dialogorientierte Suchmaschine:
- Surch-Substitution: Bereits 15 Prozent der Nutzer verwenden primär KI-Tools für Online-Recherchen. Auf Social-Media-Plattformen entfallen bereits 8 Prozent des Suchvolumens – zulasten klassischer Suchmaschinen.
- Kaufentscheidungen: Über 60 Prozent der Produktentdeckungen finden mittlerweile direkt über algorithmisch gesteuerte Empfehlungen auf TikTok, Instagram und YouTube statt. User vertrauen der KI-gestützten Personalisierung, die passende Produkte ohne langes Suchen in den Feed spült.
2. Höhere Interaktionsrate mit algorithmischen Inhalten
User konsumieren KI-Inhalte nicht nur, sie bevorzugen sie oft unbewusst aufgrund der perfekten algorithmischen Abstimmung:
- Bessere Performance: Daten zeigen, dass KI-generierte oder KI-optimierte Social-Media-Beiträge eine erhebliche Akzeptanz erfahren. 72 Prozent der Marketer berichten, dass KI-gestützte Posts performancetechnisch klassische, rein manuell erstellte Inhalte übertreffen.
- Engagement-Schub: Durch die punktgenaue, datenbasierte Anpassung an Nutzerinteressen lassen sich durch KI-Inhalte wiederholbare Steigerungen der Interaktionsrate (Engagement Lift) von 31 bis 32 Prozent erzielen.
3. Das Vertrauens-Paradoxon: Sinkende Akzeptanz bei sichtbarer KI
Obwohl Nutzer personalisierte Feeds schätzen, wächst die Skepsis gegenüber offensichtlicher Künstlicher Intelligenz massiv:
- Komfort-Verlust: Das generelle Vertrauen und Wohlbefinden von Konsumenten im Umgang mit KI-Inhalten ist rückläufig. Der Anteil der User, die sich mit rein KI-basierten Interaktionen wohlfühlen, sank im Vorjahresvergleich deutlich von 57 Prozent auf 46 Prozent.
- Furcht vor Fake News: Rund 67 Prozent der Plattformverantwortlichen und kritischen User sorgen sich aktiv um die Verbreitung von Fehlinformationen ("Slop"-Content) in ihren Feeds. Das zwingt User zu einem skeptischeren Konsumverhalten. Sie fordern als Gegenbewegung vermehrt "Hyper-Authentizität" (wie ungeschnittene Videos oder Live-Formate).
4. Shopping-Verhalten: Social Commerce wird zum Standard
Durch die nahtlose KI-Vorauswahl und Chatbot-Unterstützung im Hintergrund mutieren soziale Netzwerke zu digitalen Einkaufszentren:
- Direktkäufe: Mehr als die Hälfte (über 50 Prozent) aller Social-Media-Nutzer weltweit gibt an, Käufe direkt innerhalb der jeweiligen Plattform zu tätigen, ohne diese für den Bezahlvorgang zu verlassen.
- Umsatzhebel KI: Personalisierte Empfehlungen im Social-Shopping-Bereich sorgen bei den Plattformen für eine Steigerung der Kauffrequenz um 35 Prozent sowie einen um 21 Prozent höheren durchschnittlichen Warenkorbwert (Order Value).
Datenquellen & Studien: Die Zahlen basieren auf globalen Erhebungen und Trendberichten aus den Jahren 2025 und 2026, darunter der Salesforce State of Marketing Report, Bitkom Anwenderstudien, Nordlight Research, Sprout Social Trendanalysen sowie Daten von DataReportal / We Are Social (2026).
Wie KI die Social-Media-Nutzung verändert: Professional Marketing Scope
Aktuelle Erhebungen aus dem Jahr 2026 zeigen, dass Künstliche Intelligenz im Social-Media-Marketing kein reiner Hype mehr, sondern flächendeckender Standard ist. Die Nutzung wandelt sich von der einfachen Contenterstellung hin zur tiefen datengestützten Strategie.
Trend 1: Explosion des Tool-Einsatzes & steigende Budgets
Social-Media-Manager verlassen sich nicht mehr auf nur ein einziges KI-Werkzeug, sondern bauen komplexe Workflows auf:
- 37 Prozent der Fachkräfte nutzen mittlerweile mehr als vier KI-Anwendungen gleichzeitig (2025 lag dieser Wert noch bei 14 Prozent).
- 75 Prozent zahlen für mindestens eines ihrer KI-Tools selbst oder über ihr Unternehmen.
- 13 Prozent geben sogar mehr als 100 US-Dollar pro Monat für KI-Anwendungen aus (ein massiver Anstieg im Vergleich zu nur 3 Prozent im Vorjahr).
Trend 2: Verschiebung von reiner Text-Generierung zu Strategie & Analyse
Während die Texterstellung (86 %) und Ideenfindung (84 %) die Basis bilden, verzeichnen strategische und analytische Aufgaben die größten Zuwächse bei der KI-Unterstützung:
| Aufgabenbereich im Social-Media-Marketing |
KI-Nutzung im Vorjahr |
KI-Nutzung aktuell (2026) |
| Strategieentwicklung |
39 % |
62 % |
| Trend- und Themenrecherche |
36 % |
61 % |
| Analyse von Kennzahlen (KPIs) |
32 % |
59 % |
| Automatisierung von Routineaufgaben |
20 % |
43 % |
Trend 3: Massiver Zeitgewinn im Arbeitsalltag
Der messbarste Vorteil der KI-Integration ist die Effizienzsteigerung der Teams:
- 65 Prozent der Anwender sparen durch KI-Tools zwischen einer und sechs Arbeitsstunden pro Woche ein.
- Knapp ein Viertel (24 Prozent) verzeichnet sogar eine Entlastung von sieben oder mehr Stunden wöchentlich.
Trend 4: Das Messbarkeits-Paradoxon und die Qualitätsfrage
Trotz des flächendeckenden Einsatzes ist bei der Performance-Kontrolle offensichtlich noch viel Luft nach
oben, wenn das mal keine bösen Überraschungen gibt. Gerade bei der Erfolgskontrolle und bei
Performancebenchmarks kann gesagt werden, dass diese eine native KI Domain sind.
- Nur 4 Prozent der Fachkräfte messen konkret nach, ob KI-generierte Beiträge eine bessere Reichweite oder Interaktionsrate erzielen als menschliche Inhalte.
- Nur 6 Prozent erheben systematisch die Content-Qualität.
- 14 Prozent der Befragten vermuten sogar, dass reine KI-Inhalte schlechter performen als organisch erstellte Posts – weshalb 39 Prozent alle KI-Inhalte intensiv an die eigene Markenstimme anpassen, bevor sie live gehen.
Datenquellen: Ergebnisse basieren auf der weltweiten Fachkräftebefragung „State of AI in Social Media Study 2026“ von Metricool sowie Marktanalysen von Hootsuite (2026).
Mal ehrlich, die AfD, wenn sie nicht ernste Politik versuchen, die Hirne der Leute durchlöchern würde,
wäre
sie die
beste Comedy Truppe seit Monty Python.
Jetzt hat sie das Metzger-für-Wattenscheid Thema entdeckt.
Klar,
wenn
da in der Fussgängerzone kein Halal Hammel Metzger wäre, dann wäre da was? Hm ....., tja, was - vielleicht ein
Trachtenmodengeschäft? Ein Delikatessenladen? Ein neuer Slogan? Ein Shop für Nazidevotionalien? Ein Bio Metzger?
Vielleicht ein 3-Sterne-Restaurant?
Ein Rückführungszentrum für Halal Metzger? Eine Großfamilien-Mütterberatungsstelle? Das Linnemann
"Stütze der Gesellschaft CDU-Zentrum für Neue Pflege" in der pflegekraftlosen
Gesellschaft? Verbraucherzentrale?
Alles
falsch, es wäre dort
eine neue
Werbeagentur, bezahlt vom Land NRW, damit die Leute sich besser fühlen. Eine präsidiale Werbeagentur!
Anlass genug als
letzten Teil
dieses
Hungerthreads
auf die
Versorgungslage der
angestammten deutschen Bevölkerung in Bochum zu schauen.
Sicher ist, dieser Brain Fuck gegen Radtke,
einen der
letzten Kommunisten (Christen für Marx) in der CDU, wird nur von Leuten gefüttert, die sich vom Discounter
ernähren, falls es dafür noch reicht. Aber, dass ihr schlechter sozialer Status es war, ihre miesen Löhne, der
gescheiterte Strukturwandel, der jeden Metzger vertrieben hat - nein.
Alle Zechen und Stahlwerke sind
weg,
ersetzt wurden sie durch Billo-Einkaufszentren am Rande der Stadt. Was also die SPD von Anfang an bei diesem
schwachsinnigen Strukturwandel nicht berücksichtigt hat: Dienstleistung bringt andere Strukturen als Industrie.
Das kann man mit Händen greifen, aber sie fabulieren am Stadtbild des Strukturwandels rum. In jeder dieser Städte
ist die
alte
Industriekultur nur noch ein Museum, Ruinen wurden aufgeblasen zum Weltkulturerbe für Touristen, die
Einheimischen sind Museumswärter, Sicherheit, Parkplatzservice.
.
Es gibt sogar
Fälle, wo
Industriearbeiter nun konkret persönlich Museumswärter sind. Dieser Museumswärter verdient locker 50 % weniger, als
der Kumpel. Jetzt
steht er wehmütig vor der Kohlenwäsche auf Zollverein und erklärt den Touristen was das ist, statt die Maschinen
zu bedienen. Also ist die Wertschöpfung nicht Kohle, sondern Gelaber vor toten Maschinen, die aber dennoch
geputzt und instandgehalten werden, damit sie weiter "Kulturgut" sind, vor dem sich Politiker ungemein gerne
fotografieren lassen. Und dann kommen irgendwelche
Hirnis mit Ausländern um die Ecke.
Kein einziges dieser kulturellen "Leuchtturmprojekte" wie Zeche Zollverein trägt sich selbst, schafft
nennenswerte
Arbeitsplätze hat irgendwas im Pott gebracht außer dumme Nostalgie und die Anbetung von Vergangenheit. Wer
bezahlt den Scheiß also mit? Z.B. die Stadt Essen, Bochum hat aber bestimmt ebenfalls viele
Subventionen für den kulturellen Wandel zu bezahlen, Dortmunder U. Keine der Genossinnen, auch Wüst nicht, hat
sich je
Gedanken darüber gemacht, wie man mit einer alten Zech Geld verdienen kann.
Keiner. Und man kann es
nicht.
Abreissen, neues Gewerbegebiet mit Sonderwirtschaftskonditionen für KI und IT, einmalig in Europa - dafür
sollte man
Geld in die Hand
nehmen, nicht um Schaustellen des verklärten gestern mit belangloser Spießerkultur zu bespielen, dann hätten
wir eine
andere Situation.
Innenstädte fördern - mit dem Ziel aus der toten Fussgängerzone Leben und Arbeiten in
kleinteiligen und lebendigen Strukturen machen - Pilotprojekte für die klimagerechte Stadt - das ist
Zukunft! Und für eine solche Zukunft, die alle mitnimmt, braucht man auch alle und fängt nicht an
irgendwelchen Leuten die Schuld in die Schuhe zu schieben, wie so eine scheiß Schwiegermutter. Aber nein - wie
die Ossis, Motzen, Meckern, Fordern - Schuld sind immer die anderen.
Entwicklung der Schlachthöfe und des Metzgerhandwerks in Deutschland
Kernfazit: Extreme Marktkonzentration bei Großschlachthöfen führt zu einem historischen Betriebskollaps im traditionellen Metzgerhandwerk.
1. Entwicklung der Schlachthöfe (Konzentration & Großindustrie)
Die deutsche Fleischerschließung hat sich in den letzten Jahrzehnten von der Fläche in die Hände weniger Großkonzerne (wie Tönnies, Vion, Westfleisch) verlagert:
- Marktdominanz: Die Top 3 der Schlachthof-Konzerne teilen sich heute über 55-60 % des gesamten deutschen Schweinemarktes.
- Rückgang der Schlachtstätten: Innerhalb der letzten 20 Jahre sank die Zahl der zugelassenen gewerblichen Schlachtstätten in Deutschland um über 40 %.
- Einbruch der Schlachtzahlen: Durch sinkenden Fleischkonsum und Exportprobleme sank die Zahl der Schweineschlachtungen von rund 59,5 Millionen (2016) auf zuletzt etwa 43,8 Millionen Tiere pro Jahr (ein Minus von rund 26 %).
- Auslastung: Kleine, regionale Schlachthöfe sterben aus, da sich der Betrieb durch hohe Auflagen erst ab riesigen Stückzahlen wirtschaftlich rentiert.
2. Auswirkungen auf das Metzgerhandwerk (Zahlen & Fakten)
Der Strukturwandel bei den Schlachtstätten sowie verändertes Konsumverhalten hinterlassen tiefe Spuren im Fleischereihandwerk:
- Betriebssterben: Gab es im Jahr 2000 noch rund 17.500 selbstständige Fleischerfachgeschäfte in Deutschland, sind es heute weniger als 9.500 Betriebe (ein Verlust von fast 45 %).
- Filialnetz-Schrumpfung: Inklusive aller Filialen sank die Gesamtzahl der Verkaufsstellen im gleichen Zeitraum von über 28.000 auf rund 16.000 Läden.
- Umsatzverschiebung: Das Metzgerhandwerk erwirtschaftet nur noch rund 10-15 % des gesamten Fleischumsatzes in Deutschland. Die restlichen 85-90 % entfallen auf den Lebensmitteleinzelhandel (Supermärkte und Discounter), die von den Großschlachthöfen beliefert werden.
- Nachwuchsmangel: Die Zahl der Auszubildenden (Fleischer/in und Fachverkäufer/in) ist im letzten Jahrzehnt um über 50 % eingebrochen. Viele Betriebe schließen mangels Nachfolger, nicht aus Geldnot.
- Logistik-Krise: Durch das Sterben regionaler Schlachthöfe müssen die verbleibenden handwerklichen Metzger, die noch selbst schlachten, oft Transportwege von über 100 bis 150 Kilometern für ihre Tiere in Kauf nehmen. Das widerspricht dem Regionalitätsprinzip und erhöht die Kosten drastisch.