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swashmark - deine persönliche arty Flaschenpost

Des Kaisers Neue Kleider

26/21: Idiokratie ersetzt Demokratie


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"Des Kaisers neue Kleider sind wirklich unvergleichlich! Wie schön die Schleppe doch ist, und wie gut alles sitzt!" Keiner wollte es sich anmerken lassen, dass er nichts sah. Denn jeder hatte Angst davor, als Taugenichts in seinem Amte oder als Dummkopf beschimpft zu werden. "Aber er hat ja gar nichts an!", sagte endlich ein kleines Kind. "Hört nicht darauf!", sagte der Vater. Aber man flüsterte sich jetzt gegenseitig zu, was das Kind gesagt hatte. Da rief plötzlich das ganze Volk: "Aber er hat ja gar nichts an!"

2

He says he don't believe in science
He thinks that all the news is fake
And late at night, he sits on his computer
And writes about the things he hates

Warten auf die ersten Hochrechnungen: Werden Rechtsradikale in Deutschland wieder an die Macht kommen? (PS. Sie sind es schon, denn sie zwingen die anderen Parteien zu Koalitionen und Zusammenarbeit, die deren eigenes Profil nachhaltig zerstört. )

s

Sie feiern nicht das Neue, nicht einen Aufbruch, sie feiern ihre eigene Angst vor dem Tode! Und dies auf Kosten anderer!

Die Gründung West, geboren aus dem 12 Jahre dauernden 1000-jährigem Reich, hat vermeintlich alles getan, um zu verhindern, was nun vielleicht in einem kleinen Ost Bundesland passiert. Tatsächlich steht das gesamte Konzept der Westrepublik mit Grundgesetz, sozialer Marktwirtschaft, Öffentlich-Rechtlichem Rundfunk und Tarifpartnerschaft am Scheideweg. Sachsen-Anhalt ist unbedeutend und kleiner, als die Metropolregion Köln/Bonn. Nach Aufholeffekten, nach der Wiedervereinigung, tritt das Bundesland seit langem auf der Stelle . Umso merkwürdiger ist, dass Wirtschaft bei der in den Umfragen führenden Partei keine Rolle spielt, oder nachweislich auf Amateurlevel angesiedelt ist, sich lächerlichen ideologischen Forderungen unterordnen soll. Diese ideologischen Forderungen produzieren nicht nur bei Migration gewaltige Zielkonflikte, die nicht ernsthaft im Wahlkampf thematisiert wurden. Das muss, mit oder ohne AfD Regierung, egal, wer unter diesen Bedingungen regiert im Stillstand enden. Auch eine krampfhaft zusammengeschusterte Anti.AfD Front wird das Bundesland nicht nach vorne bringen. Es sind die Menschen mit ihren tölpelhaften und emotionalen Entscheidungen, die den Stillstand ausläsen. Das ist nicht einfach zu lösen. Hinzu kommt eine gefährliche Schengen-, EU-, Eurofeindlichkeit. Die Ausgangsvoraussetzungen für dieses Bundesland könnten also schlechter nicht sein . Es besteht die große Gefahr, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes weiter sinkt, weil viele Leistungsträger bei weiter instabilen politischen Verhältnissen und zusammenhanglosen, moralischen politischen Forderungen das Bundesland verlassen. Also nicht nur im Fall einer AfD Regierung. Der Überalterungsfaktor und der Faktor Flucht nach Westen ist in Sachsen-Anhalt bereits jetzt sehr hoch.

Wir warten nun mal ab, wie diese Wahl ausgeht. Die erratischen und vorwiegend moralisch-ideologischen Forderungen der AfD jedenfalls, lassen nur einen Schluss zu, es geht nicht um Landespolitik, sondern um den Versuch ein Bundesland um jeden Preis zu erobern. Auf Kosten der Bürger:innen.

Strategisches Ziel ist die endgültige Legitimierung der AfD, die besonders durch die rechte Bundespolitik unter Merz/Klingbeil bereits erfolgt ist. Nun sollen die Früchte dieser Legitimation und der strategischen Fehlleistungen von Merz/Klingbeil (SPD schon unter der Ampel, namentlich Faser), aktuell besonders durch die Union, im Bund geerntet werden.

Das Motto der Wahlparty ist: Heute gehört uns Sachsen-Anhalt und morgen die ganze Republik. Die völlig verfehlte Politik, der Rechtsruck durch Merz und die CSU haben dies sehr leicht gemacht. Dobrintds Migrationspolitik, etwa, ist eine Aufforderung die AfD zu wählen. Die Menschen wählen nicht die Kopisten und Nachplapperer, sondern das Original. Dümmer geht es nümmer. Das ist wissenschaftlich in solchen Fällen seit Jahrzehnten belegt. War eine Lehre der Konservativen DNVP/Zentrum aus Weimar - war. Strauß kann nicht angewendet werden, die Gruppe rechts der CDU/CSU ist stärker als die CDU/CSU - der Zug ist abgefahren.

Die SPD wird nicht mehr als eigenständige Kraft wahrgenommen und kann so auch nicht weiter helfen. Sie hat sich selbst an die Wand gespielt, durch die lächerliche Münterfering Taktik, dass man immer in der Regierung sein muss. So gelingt keine Erneuerung, was auch für die Union gilt. Die AfD profitiert vor allem von den Fehlern und der nicht wissenschaftlich unterfütterten Strategie gegen Rechts, besonders der Union. Ein Land im Würgegriff einer katastrophalen politischen Klasse, von der die AfD nur am lautesten schreit. Das Land ist mit der AfD auf dem Weg in eine Kleptokratie, die nur vervollkommnet, was bisher unter den etablierten gelaufen ist.


Um die Heimat wieder herzustellen, musste aus Woppenroth, Dickenschied und Rohrbach, Schabbach werden . Swashmark's Perspektiven II: "Schabbach". ( I: "Herr Holz")


KI: Binnenmigration nach Westen und wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung

Die Wanderungsbilanz von Sachsen-Anhalt nach Westdeutschland war über Jahrzehnte hinweg massiv negativ, hat sich jedoch in den vergangenen Jahren im Gesamtsaldo weitgehend stabilisiert und ausgeglichen. Während das Land nach der Wiedervereinigung zu den größten demografischen Verlierern gehörte, sorgt die aktuelle Trendwende seit etwa 2015 für eine ausgeglichene Binnenwanderung, die primär durch internationale Zuzüge gestützt wird.

Phasen der Migration: Sachsen-Anhalt → Westdeutschland

Die ost-westdeutsche Binnenmigration lässt sich für Sachsen-Anhalt in drei wesentliche Phasen unterteilen:

Sachsen-Anhalt verzeichnete bundesweit die höchsten relativen Wanderungsverluste. Hauptmotive waren hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven. Der Wanderungssaldo flachte stark ab. Um das Jahr 2022 wurde die Netto-Abwanderung in die westlichen Bundesländer erstmals seit 1990 temporär gestoppt. Im Gesamtsaldo stabil. Allerdings hält die selektive Abwanderung junger Menschen (18 bis 30 Jahre) in den Westen unvermindert an.

Phasen Entwicklung & Tendenz
Phase 1: 1991 – 2009 Massenabwanderung nach Westdeutschland aus den bekannten Gründen. Hier verzeichnete SA ein überdurchschnittliches Problem. Besonders die zunächst unklare Lage der Chemiestandorte und die hohe Arbeitslosigkeit zwang in den Westen. Diese Menschen fehlen für immer, denn sie haben ihre Familien im Westen gegründet, bzw. ihre Lebenspartnerschaften.
Phase 2: 2010 – 2022 Stabilisierung & Trendwende, aber nur durch internationale Zuwanderung ausgeglichener Saldo. Fachkräftemangel besteht in industriellen Clustern, die durch den Weltmarkt strakt unter Druck stehen, wie Leuna.s
Phase 3: Ab 2023 Demografische Spaltung. Die Überalterung der Gesellschaft in SA liegt über dem Bundestrend. Die Abwanderung gut ausgebildeter Junger nach Westen hält an, es bildet sich eine Blase der im wahrsten Sinne des Wortes "zurückgebliebenen" Jungen. Sorry - Statistik ist manchmal, wie sie ist.
Aktuelle demografische Eckpunkte
  • Gesamtbilanz: Sachsen-Anhalt verzeichnet im Jahr 2025 das zwölfte Jahr in Folge einen positiven Gesamtwanderungssaldo (Zuzug aus dem Ausland und anderen Bundesländern übersteigt die Fortzüge).
  • Die Jugend-Lücke: Bei der Kernarbeitsgruppe der 18- bis unter 30-Jährigen verliert Ostdeutschland (ohne Berlin) weiterhin jährlich tausende Personen netto an den Westen.
  • Kompensation: Die Verluste an westliche Bundesländer werden rein rechnerisch durch Gewinne aus der Außenwanderung (internationale Zuwanderung) ausgeglichen.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Sachsen-Anhalt seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt. Nach dem Zusammenbruch der DDR-Planwirtschaft und der Schließung unrentabler Großbetriebe erlebte das Land zunächst eine schwere Deindustrialisierung und eine massiv ansteigende Arbeitslosigkeit. Seither hat sich die Wirtschaft jedoch durch gezielte Investitionen in moderne Cluster – insbesondere in der chemischen Industrie (wie dem Chemiepark Leuna), dem Maschinenbau, den erneuerbaren Energien und der Nahrungsmittelindustrie – stabilisiert.

Wichtige Meilensteine und Trends
  • Aufholprozess der 1990er und 2000er Jahre: Trotz massiver Transformation vervierfachte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner in den ostdeutschen Flächenländern seit 1990.
  • Arbeitsmarktstabilisierung: Lag die Arbeitslosenquote in den Spitzenzeiten nach der Wende zeitweise bei über 20 %, sank sie durch den Ausbau des Mittelstands sowie den demografischen Wandel im Verlauf der Jahre deutlich. Im Jahr 2025/2026 pendelte sich die Quote bei etwa 8,0 % bis 8,5 % ein.
  • Demografische Herausforderungen: Der wirtschaftliche Fortschritt wird kontinuierlich durch eine starke Abwanderung und Überalterung gebremst. Seit 2000 verlor das Land fast 18 % seiner Bevölkerung. Dies führt heute zu einem akuten Fach- und Arbeitskräftemangel.
  • Aktuelle Konjunktur: Die Wirtschaft Sachsen-Anhalts reagiert empfindlich auf globale Krisen. Umsatzrückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und im Bausektor dämpften zuletzt das reale Wachstum, wodurch das Land im innerdeutschen Vergleich leicht zurückfiel. Zudem verlor die Region durch die Absage der geplanten Intel-Großinvestition bei Magdeburg einen bedeutenden Wachstumsimpuls.
Wirtschaftsleistung im Vergleich zu anderen Bundesländern

Im Vergleich der 16 deutschen Bundesländer nimmt Sachsen-Anhalt beim nominalen Gesamt-BIP einen Platz im unteren Drittel ein (Rang 12) und erwirtschaftet rund 1,8 % der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung. Während die Wirtschaftskraft deutlich hinter den großen westdeutschen Flächenländern zurückbleibt, liegt sie auf Augenhöhe mit den direkten ostdeutschen Nachbarn Thüringen und Brandenburg.

Bundesland (Auswahl) & BIP-Anteil an Deutschland (ca.) Wirtschaftliches Profil / Entwicklungstendenz
Nordrhein-Westfalen / Bayernje ca. 17% – 21% Wirtschaftliche Schwergewichte; hohe absolute Wirtschaftskraft und starke Dienstleistungs- sowie Industriecluster.
Brandenburgca. 2,3% Führend unter den ostdeutschen Flächenländern, stark proftierend vom Berliner Umland (Tesla).
Sachsen-Anhaltca. 1,8% Solide industrielle Basis (Chemie, Maschinenbau, Solar/Wind), kämpft jedoch mit strukturschwachen ländlichen Räumen und Demografie. Solar wurde praktisch durch Subventionsstop abgewickelt, Chemie sehr Weltmarktabhängig.
Thüringenca. 1,8% Direkter wirtschaftlicher Zwilling zu Sachsen-Anhalt mit ähnlicher Branchenstruktur und vergleichbarem BIP-Volumen.
Mecklenburg-Vorpommernca. 1,4% Geringstes Gesamt-BIP der ostdeutschen Flächenländer; stark durch Tourismus und Landwirtschaft geprägt.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sachsen-Anhalt seit 1990 eine enorme Modernisierung vollzogen hat. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf bleibt jedoch aufgrund struktureller Nachteile – wie dem Fehlen von DAX-Konzernzentralen und einer kleinteiligen Unternehmensstruktur – weiterhin spürbar hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück. Ebenfalls ist die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Ost und West ein Problem. Durch die geringen privaten Vermögen im Osten, also auch in Sachsen-Anhalt konnte kein ernsthafter industrieller Mittelstand entstehen, maximal Handwerks-Klitschen, konnte kein nativer ostdeutscher Einfluss auf die Gestaltung der sog. Wiedervereinigung genommen werden.

Diese objektive und materialistische Ursache für das Gefühl "nicht ernst genommen" zu werden, transponieren die AfD und Publikationen, wie z.B. die "Ostdeutsche Allgemeine", zu einer destruktiv-idealistischen, romantisch-schmachtenden, nostalgischen Abgrenzungsidentität. Die freilich auch kein Vermögen bringt, aber die irreale Gemütslage für politische oder monetäre Absichten hijackt, ohne den Menschen die realen Ursachen ihrer gefühlten Machtlosigkeit zu erklären. Das ergibt eine toxische Mischung und eine toxische rückwärtsgewandte Identitätsvorstellung, die dann letztlich zu dem Gefühl der Selbstermächtigung führt, was schon die alten Nazis perfekt in ihre Deutschtümelei einbauten. Aber, wie schon bei den historischen Nazis, für "Deutsch sein" kann man sich nichts kaufen, es ist keine Qualifikation, kein Vermögen, kein Garnichts, sondern ein nataler Zufall ohne jede idealistische Bedeutung.

Bis es zu einem Krieg kommt, dann ist man eben Kanonenfutter und darf stolz darauf sein. Was bei der AfD ja nur die NATO Kriege problematisch macht, noch so ein hirnrissiges, ostdeutsches Trotz-Befindlichkeitsparadoxon, was aus dem Gefühl der Marginalisierung und Machtlosigkeit entspringt .

Praktisch keine einzige größerer Gründung, keine einzige größerer Investition konnte so nativ-ostdeutsch erfolgen. Diese Folgen mangelnden privaten Vermögens sind auf vielen Ebenen sichtbar und werden durch einen Wahlsieg der AfD und damit einer destruktiven, deutschtümelnden Abgrenzungsidentität, deutlich verstärkt werden. Zumal sich diese destruktive Identitätsschleuder auch auf EU/Euro/Schengen bezieht.

Mit der AfD wird der enge, deutschtümelnde Muff immer stärker. Weiter zeigt sich unter diesen Bedingungen, dass es vielleicht besser war keine DAX Zentrale in derartigem Provinzmief unterzubringen.

Eines der zentralen Probleme wird schon jetzt dramatisch verschärft: Fachkräftemangel und damit auch demografischer Wandel, wird durch die rechte- und rechtsradikale Politik gegen alles Fremde verstärkt. Angesichts der realen Zahlen kann kaum bezweifelt werden, dass gerade Sachsen-Anhalt nur durch internationalen Zuzug die Abwanderung nach Westen halbwegs lösen konnte.

Wer hier den Migrations-Kurs von AfD oder CDU/CSU unterstützt, der erweist seiner Heimat einen Bärendienst. Es sei denn, er versteht sie als totes Freilichtmuseum oder Friedhof. Dem sind die meisten in Sachsen-Anhalt, ohne jeden Zweifel, rein objektiv, näher als der Geburtsstation.

In dieser, mühelos für jeden, anhand von objektiven Zahlen, als selbstschädigend zu erkennenden, fremdenfeindlichen Haltung liegt das Hauptproblem. Diese Selbstzerstörung, die ja schon auf der Ebene der Propaganda und nicht erst bei realer Macht der AfD oder Bundes-Merz-CDU/CSU (Auch der Umgang mit Fakten nähert sich bei der BundesCDU unter Merz der AfD an. ) einsetzt, ist das große Rätsel. Weiter ist klar, dass nur die wenigsten dieser propagandistischen Inhalte überhaupt auf Landesebene verhandelt werden können.

Andererseits, wenn man auf andere Länder schaut und auf historische Tendenzen des Rechtsextremismus, sogar auch in Israel, findet man überall eine selbstzerstörerische Propaganda. Sie wollen, wie auch Dobrintd, eine Politik aus ideologischen Gründen unbedingt durchsetzen, fragen nicht nach den realen und belegbaren Folgen für die Ökonomie und viele andere gesellschaftliche Bereiche. Ideologische Verblödung ist das Bevorzugen von Ideologie, gegenüber Fakten. Das ist auch ein Problem der CDU/CSU bei ihrem Überbietungswettbewerb mit der AfD, was ein rückschrittliches Gesellschaftsbild angeht. Das Heil in der Vergangenheit suchen jene, die sich selbst für die Zukunft keine großen Chancen ausrechnen, die Fortschritt als Verlust ihrer eingebildeten Identität verstehen. Scheint in den Genen der Rechtsextremisten zu liegen. Kleine Selbstmörderlein. Wie bei den alten Nazis. Das was sie vorgeben am meisten zu lieben, ihr Land, zerstören sie durch ihre suizidale Politik und Propaganda. Also - Herzlich Beileid Glückwunsch!

Sie feiern nicht das Neue, nicht einen Aufbruch, sie feiern ihre eigene Angst vor dem Tode! Und dies auf Kosten anderer!

Pointed threats, they bluff with scorn
Suicide remarks are torn
From the fool’s gold mouthpiece the hollow horn
Plays wasted words, proves to warn
That he not busy being born is busy dying

Rare Electric!!! Uploaded by Don Draper, of course!!! I curse the day someone told him to play acoustically. Was it just him talking to himself about music?

Das Persilgedenken

Die Bücherverbrennungen in Deutschland waren das Ergebnis eines langen Prozesses, der bereits vor der Ermächtigung der NSDAP durch den Reichstag erfolgte. Es ist auch Unsinn dieser Verbrennungen an einem Tag zu gedenken, denn schon vor den Nazis gab es Verbrennungen und Schmähungen durch Rechtsnationale, Kaisertreue, Bürgerliche Rechte, Nationalsozialisten, die man heute Rechts-Populisten Sammelbecken nennen würde. Erst nach der Propagandashow Bücherverbrennungen setzte der eigentliche Prozess der Entfernung von Büchern aus dem öffentlichen Raum ein.

Das Ritual der Verbrennung selbst, ist lediglich eine besonders eindrückliche Manifestation gewesen, die aber im Grunde nicht wirklich wichtig war. Wichtig war vornehmlich der in Kulturbürgerkreisen geführte Kampf, um die Deutungshoheit in kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen.

Gerade dieser Prozess hat auch heute lange begonnen und wurde, genauso wie seinerzeit, von entscheidenden gesellschaftlichen Formationen nicht verstanden, wird heruntergespielt, als nebensächlich angesehen, nicht in einen Zusammenhang mit Wahlergebnissen gestellt, die aber als Grundlage jenen Kulturkampf haben

Unter Historikern:innen ist diese Prozesshaftigkeit und die Beteiligung der Institutionen der Bildung und Kultur - eine Kontinuität, vor und nach den Nazis, unumstritten. Umso verwunderlicher ist es, dass wir eine Gedenkkultur haben, und pflegen, die aus jener Kontinuität stammt und von jenen mitentwickelt wurde, die ohne jeden Zweifel zu den Tätern gehörten. Was steckt also hinter diesem Gap zwischen realer Gedenkkultur und realer historischer Forschung?

Wieder haben wir die Situation, dass gerade jene, die in diesen Institutionen tätig sind, den Fokus nicht auf den gerade in den Orten der Bildung und Kultur, dem Buchmarkt tobenden Kampf legen. Weil sie, wie damals, ein Selbstbild pflegen, welches einer offenen Thematisierung dieser Prozesse im Wege steht, weil auch diese heutigen Organisationen nie einer ernsthaften Revision unterzogen wurden, die insbesondere der Frage nachgeht: Welche Strukturen in unseren Institutionen der Kultur, der Bildung, des Gedenkens sind es, die gerade diesen Bereich zum Schlachtfeld für die in Wählerstimmen umgemünzte Deutungshoheit werden lassen? Trotz all der Bücher, die wir verleihen oder verkaufen? Was macht die Erinnerungskultur, die Kultur, die Bildung so harmlos und wirkungslos, dass die AfD mit 20-42 % punkten kann?

Dass in einigen Teilen Europas Rassismus, autoritäre Führung, phrasenhafte Politik - immer mehr an Bedeutung gewinnen konnten. Wie konnte der Wandertag der Mitte nach rechts schon wieder beginnen, und den Prozess der gesamtgesellschaftlichen Radikalisierung so weit treiben, dass ein CDU-Vorsitzender jede Sachlichkeit fahren lässt und rassistische Elemente zu christlicher Politik erklärt und seine C Partei schweigt? Wieso verstehen sie nicht, dass die AfD, wenn das Asylrecht abgeschafft ist, der erste Flüchtling, wie Spahn es gerne hätte, erschossen wurde, vom Bundesgrenzschutz, an irgendeinem Zaun, eben das nächste Fass aufmacht, warum begreifen diese Leute es immer noch nicht und lassen sich vor den Karren des Extremismus spannen? Sie haben trotz ihrer auf dem Papier vorhandenen, rein formalen Bildung und trotz, oder wegen, ihrer herausgehobenen politischen Positioned in Deutschland, keinen blassen Dunst davon, wie die Taktik der Nazis aussah.

Man kann aus ihnen einen neue lebende Form der Erinnerungskultur basteln, den Garten der Erinnerung mit ihnen als hilflose und getriebene Laborratten, die durch den Irrgarten - na, was -- irren: Ordnet man diese Leute so ein, dann sind sie ein lebendes Mahnmal dafür, wie aus "Nie Wieder", Wieder und Wieder wird, während sie Kränze abwerfen, mal so nebenbei im Alltag der Wahlkämpfe im Rausch der rasenden Socials, deren Algos sie füttern, füttern womit? Mit Toten an Grenzen, zum Nutzen des eigenen Volkes, Kinder, Frauen, die zuvor über einen Kulturkampf zu Untermenschen, gemacht werden. Schritt für Schritt. Wie weit ist es dann noch, wenn diese "Politiker der Mitte" keinen Halt mehr in dem finden, was sie selbst zuvor zur Mitte erklärten? Ist Mitte das Durchschnittseinkommen? Das Mittelmaß? Das, wo die Mehrheiten gerade ihren Hass und ihre Angst, ihren Sozialneid austoben? Was ist Mitte dann Morgen, oder gestern? Sie verwischen, sie etikettieren um, sie versinken in der ihnen nebulösen Taktik der Rechtspopulisten, und glauben, es hört auf, wenn sie den Popos immer ähnlicher werden, dabei bleibt reale Politik auf der Strecke, was das Tempo des Abstiegs beschleunigt - Wilders zeigt, dass sie Unrecht haben, ihre Taktik funktioniert nicht. Erst recht nicht Koalition - die VVD ist am Ende, wie zuvor der CDA - das ist das Ziel der Rechtspopulisten, nicht pragmatische Politik, dann würden ihnen ja die Phrasen abhandenkommen, wenn sie Koalitionen eingehen, dann um einen Einparteien Staat zu schaffen. So war es in Weimar mit dem Zentrum und anderen.

Sie haben sich Verirrt im Irrgarten, der fein säuberlich von den europäischen Rechtspopulisten seit Jahrzehnten gepflegt wird, ein Labyrinth ohne Ausgang, über dessen Hecken die Rufe der Politiker schallen - die eigentlich sagen - "Wie komm ich hier raus?" Da braucht man nur warten, bis ihnen die Puste ausgeht und sie zu allem Ja und Amen sagen, auch zu einem Ermächtigungsgesetz, denn sie hoffen dann endlich aus dem Irrgarten herauszukommen.

Der Wahlsieg Wilders und der Niedergang der VVD, nachdem schon die CDA in dieser Sache zerlegt wurde, zeigen haargenau, was auch der CDU bevorsteht, wenn sie hier die Fehler der Niederlande wiederholt.

Es begann mit dem Mord an Pim Fortuyn, den sogar ich garnicht mal dumm fand, eigentlich lustig, nur ein Anarcho Kapitalist, der nicht auf dem Fahrrad, sondern im rosa Rolls Royce mit Nerzmantel zur Parlamentssitzung kam, Champus im Anschlag. Und so nennt sich die Wilders Partei in Nachfolge und nach Spaltungen - Partei für die Freiheit - auch das ist das Muster des systematischen Umetikettierens, angesichts dessen die bürgerliche Politik erstarrt, wie der Frosch vor der Schlange. Diese Erstarrung hat auch sämtliche Kranzabwerfer:innen von SPD bis Grün erfasst. So werden extremistische Positionen Schritt für Schritt zum Mainstream, zur Notwendigkeit, bei Kretschmann / BW zum Ausdruck von Pragmatismus und Machtwillen, alles fügt sich zusammen, die Götterdammerung der Realität, aller Begriffe, das ist wichtigstes Instrument der Rechtsradikalen, wie Orwell in 1984 mit Neusprech eindrücklich zeigte.

Erinnerungskultur? Um-deutbar, weil unscharf und beliebig, weil symbolisch und tatenlos. Parlamentarismus und bürgerliche Demokratie? Mühelos zu instrumentalisieren, wenn die Zahnräder der Strategie ineinandergreifen, sind alle die warnen plötzlich Panikmacher, aus nacktem Rassismus werden pragmatische Rückführungsgesetze, Lebensmittelkarten, alleinreisende Kriminelle, Gewalttäter, die man zuvor so untergebracht und abgespeist hat, dass jeder mit dem es so machen würde, auch zur Gewalt neigen könnte, wieder Umkehr Täter Opfer und Umetikettierung, obschon selbst die Polizei sagt, dass es bei dieser Form der Unterbringung durch die Kommunen zu Gewalt kommen muss, so geht die Kette ohne Ende weiter, weil der der sorgsam aufgebaute "Volkszorn" von Oben, die Revolution der Kleinbürger und Rolatorlenins, es so will. Dann können sie es wieder von sich weisen: Wenn du Wahlen gewinnen willst, musst du Rassist sein, das Volk will es so. .

Das wird man kaum dem Antisemitismus von Muslimen anlasten können.

Auch das Wort Antisemitismus, was jeder im Munde führt, ist so ein Beispiel. Antisemitism ist erst seit 1879 im Zuge des gescheiterten Versuchs der Verwissenschaftlichung der "Rassenlehre" aufgekommen, er ist nur und ausschließlich ein bürgerlicher Vorbehalt, ein christlich bürgerliches Element des Nationalismus und zu unterscheiden von Judenhass.

Der Ursprung des Begriffs und Konzepts „Antisemitismus“

Das Wort und das spezifische politische Konzept des Antisemitismus tauchten im Jahr 1879 in Deutschland auf1.1.4. Geprägt und popularisiert wurde der Begriff durch den deutschen Journalisten und Publizisten Wilhelm Marr 1.1.5, die „Antisemiten-Liga“ war kein Fussball. Gegründet von Marr im gleichen Jahr. Das war die erste nachweisbare institutionalisierung des neuen Konzeptes des modernen Anti-Semitismus 1.2.2.

Wichtig zu wissen: Während die Judenfeindschaft (der christliche, muslimische Judenhass) eine jahrtausendealte Geschichte hat, markiert das Jahr 1879 die Geburtsstunde des modernen, säkularen Begriffs und Konzepts: Anti-Semitismus als Teil des rassistischen Fächers menschenverachtender Konzepte.
Das moderne, industrielle und rassistische Konzept dahinter

Mit der Schöpfung des Begriffs "Antisemitismus“ sollte eine wissenschaftliche Abgrenzung zum traditionellen, religiös motivierten Judenhass (dem Antijudaismus) vollzogen werden 1.1.4, 1.1.10. Die Intention der damaligen Akteure war es, ihrer Judenfeindlichkeit einen scheinbar modernen, wissenschaftlichen und rationalen Anstrich zu geben 1.1.1, 1.3.5.

Damit war ein neues Konzept geboren, was angelehnt wurde, an die endlosen Diskussionen der Anthropologie, der Ethnologie, um die Frage nach den Rassen in den Kolonien und welche Stellung sie im Verhältnis zur christlich, weißen, reinen Rasse standen. Wenn also heute über das Stadtbild diskutiert wird, als sei es das Problem "dreckiger" Flüchtlinge ist dies eine Neuaflage alter weißer "Reinheitsvorstellungen". Durch die einschlägigen Fettnäpfe eines Kanzlers erfolgt die Legitimation dieser Konzepte von "ganz oben". Das ist das Konzept des Ausschlusses. So wurde seinerzeit also letztlich auch der Auschluss der jüdisch Gläubigen aus dem Konzept der modernen Staatsbürgerschaften betrieben. Das ist ein entscheidender Punkt, den der alte Judenhass nicht leisten kann. Als er aktuell war, war Volk kein nationaler Begriff, sondern es war ein "Volk" dieses oder jenen Gottes. Ein solches altes Konzept kann in Industriegesellschaften nicht den Impact haben, der in Deutschland zur Shoa führte. Während bei Christen Deutsch ein Adjektiv ist, wurde dieses Adjektiv den Juden nun aberkannt, sie waren eine andere Rasse, somit keine "völkischen" Deutschen. Dieser Ansatz machte die Shoa im Gegensatz zu belibiegen Pogromen und Massakern, zu einer Sache, die der deutsche Staat industriell auf vermeintlich wissenschaftlicher Grundlage betreiben konnte. Die industrielle Form dieses Massenmordes ist also der direkte Spiegel der Verwissenschaftlichung des religiös motivierten Judenhasses.

Judenhass Antisemitismus
Religiös, Ablehnung des christlichen Glaubens, Vorwurf des "Christusmordes“ Pseudowissenschaftlich, rassistisch und sozialpolitisch 1.1.10, 1.1.12
Definiert über die Religion (Judentum) 1.1.1 Definiert über die vermeintliche biologische Abstammung (Rassismus) 1.1.2
Konversion, Übertritt zum Christentum / Taufe 1.2.3 Kein Ausweg. Da die Herkunft als unveränderlich galt, half auch eine Taufe nicht mehr 1.2.3, 1.3.3
Der sprachliche Trugschluss (Etymologie)

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht ist das Wort eine irreführende Neuschöpfung:

  • Der Begriff „semitisch“ stammt ursprünglich aus der Linguistik des späten 18. Jahrhunderts und beschreibt eine Sprachfamilie (zu der u.a. Hebräisch und Arabisch gehören) 1.1.1, 1.3.6.
  • Wilhelm Marr und andere Rassentheoretiker übertrugen diesen Begriff fälschlicherweise auf Menschengruppen, um eine vermeintliche „semitische Rasse“ zu konstruieren 1.1.12, 1.3.5.
  • Obwohl das Wort theoretisch alle „Semiten“ einschließen müsste, wurde es von seiner Entstehung an ausschließlich als Kampfbegriff gegen Jüdinnen und Juden verwendet 1.3.5.

Aber selbst Bundespräsidenten bezeichnen israelbezogenen Judenhass, der nicht das geringste mit dem Antisemitism zu tun hat, als Antisemitismus und ziehen im nächsten Satz eine Linie zur Shoa. Als ob sie in Wirklichkeit sagen wollten: "Antisemitismus, da sind wir Experten, aber sehet doch, "der Araber", er ist der Antisemit, wir haben ja gelernt" - gelernt was, dass man 10 Tausende umlegt, um eine beschissene IRA Kopie zu jagen, weil man zu blöde ist seine Grenzen zu schützen? Salafisten des Gen-denkens, in deren Land der Mob tobt, und Menschen sterben, NSU unerkannt wütet. .

Das ist Bullshit und wenn es vom höchsten Amt des Staates kommt, dann wissen wir, dass bis in die Referentenebene des Präsidialamtes, was neuerdings Erinnerungskultur des Amtes als neues Lieblingsthema entdeckt hat, keinen blassen Dunst hat. Diese Leute aber sind die Chefkranzabwerfer im Land der neuen und alten Nazis, wem da nicht das Grauen kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Im Grunde gibt es mit einem solchen Präsidenten keinerlei Diskussiongrundlage, weil sein Wissen über den Begriff Antisemitism offensichtlich auf Talkshowniveau ist.

Niemand der Mainstream Öffentlichkkeit scheint zu bemerken, wie wichtig derartige Differenzierungen sind, um HEUTE, zu bemerken, wie weit wir bereits in einem Kulturkampf stecken, der sich auf politischer Ebene da noch vergleichsweise milde äußert.

Wer nicht Ross und Reiter nennen kann, jene für die alles was gegen "Juden" ( also Deutsche oder mit migrantisch-jüdischem Hintergrund, denn Jude ist nach wie vor keine Nationalität oder Staatsangehörigkeit) unflätig gesagt wird, Antisemitismus ist, sogar in Gesetzen und Verordnungen, der zeigt doch nur eins: Er kann "Nie Wieder" nicht garantieren, weil die Grundlagen für ein solches Verständnis in einem Nebel der Beliebigkeit, der leeren immer gleichen Phrase
gleichen Phrase
gleichen Phrase

verschwinden - es mag eine Selbstvergewisserung sein, eine Geborgenheit im Erinnern, mehr nicht. Daraus wird schneller als man glaubt - ein Tanz auf Gräbern.

Diese Unschärfen, bei mangelnden realen Definitionen sind das Einfallstor des Kulturkampfes der Rechten, sie brauchen das Verwischen, Relativierung der Wissenschaft, das Unpräzise, um einfach alles zur Wahrheit erklären zu können, was sie gerade strategisch-politisch benötigen. Auch der Judenhass auf der sog. "Documenta" entsprang einer solchen Unschärfe und wir finden diese Prozesse auch bei allen anderen Formen von Rassismus et.al. Dieses zeigt auch, dass die Nazis keine im heutigen Sinne randständigen Extremisten waren, sondern aus der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft und insbesondere auch aus dem formal-akademischen Milieu kamen. Heute erleben wir bereits einen ähnlichen Kulturkampf, dessen Ausgang keineswegs gewiss ist. Es geht ja sogar, wie schon bei den Nazis, die für ihren Hokus Pokus berühmt sind, den Naturwissenschaften, den Naturgesetzen, der Physik an den Kragen, denn auch der Klimawandel wird zu einem eben solchen beliebigen Begriff, wie Antisemitismus.

Die Nazis geben ihrem Umsturz den usurpierten Namen Revolution. In Wirklichkeit läßt der Faschismus in Deutschland wie auch in Italien die Gesellschaftsordnung unangetastet. Hitlers Umsturz hat, isoliert betrachtet, nicht einmal Recht auf den Namen Konterrevolution. Aber man darf ihn nicht abgesondert sehen, er ist die Vollendung des Kreislaufs von Erschütterungen, der in Deutschland 1918 begann. Die Novemberrevolution, die die Macht den Arbeiter- und Soldatenräten übergab, war in ihrer Grundtendenz proletarisch. Doch die an der Spitze der Arbeiterschaft stehende Partei gab die Macht dem Bürgertum zurück. In diesem Sinne eröffnete die Sozialdemokratie die Ära der Konterrevolution, ehe es der Revolution gelang, ihr Werk zu vollenden. Solange die Bourgeoisie von der Sozialdemokratie und folglich von den Arbeitern abhängig war, enthielt das Regime aber immer noch Elemente des Kompromisses. Bald ließ die internationale und die innere Lage des deutschen Kapitalismus keinen Raum mehr für Zugeständnisse. Rettete die Sozialdemokratie die Bourgeoisie vor der proletarischen Revolution, so hatte der Faschismus seinerseits die Bourgeoisie vor der Sozialdemokratie zu retten. Hitlers Umsturz ist nur das Schlußglied in der Kette der konterrevolutionären Verschiebungen.
Trotzki, Leo, "Portrait des Nationalsozialismus"

Mit dem erstmaligen Aufritt nationalistischer, esoterisch-rechtspopulistischer, rechtsradikaler und pseudophilosophischer Verlage auf der Frankfurter Buchmesse wurde eine erste eindrückliche Marke gesetzt.

Wir haben bereits viel über Erinnerungskultur geschrieben, diese verleugnet bis heute, sowohl die Herkunft der Nazis aus einem bürgerlichen und akademischen Milieu, wie die Prozesshaftigkeit ihres allmählichen Aufstiegs, der stets von einem Kulturkampf und Populismus begleitet war. Man neigt dazu eine Wahrnehmung zu erzeugen, die wenige besonderes eindrückliche Ereignisse, wie auch den 9.11. in den Mittelpunkt stellen, dabei weder Täter noch Opfer hinreichend trennen, um das Ganze schließlich in Form von Einzelereignissen, die plötzlich da waren, abzuhandeln, stets mit einer Betonung auf das Leid und den Schrecken, nur selten mit einem Beitrag zum Überbau und zur Ideologie. Dabei gerät eine zentrale Forderung dieser Form des traditionellen und konservativen Gedenkens, das "Nie wieder" zur leeren Phrase, denn wenn man das Augenmerk nicht auf die vielen kleinen prozessualen Aspekte legt, die keineswegs im einzelnen besonders eindrücklich waren, dann versteht man nicht, wie eine Summe von kleinen und unscheinbaren Ereignissen sich allmählich verdichtet bis es zu einem Ausbruch kommt. Dieser formt ein neues Plateau. Von diesem Plateau starten dann wieder viele kleine Ereignisse, bis zum nächsten Burst. Dies haben die Deutschen und Juden ja nicht mal selbst wahrhaben wollen, als ihr Nachbar schon abgeführt wurde, denn zu diesem Konzept gehört auch, alle gegen alle auszuspielen, sodass das Abführen des Nachbarn eher die Hoffnung antreibt, selbst nicht dranzukommen. Das bringt Ruhe in die Sache. Auf diese Weise schreit man noch "Nie wieder", wenn es längst wieder so weit ist.

Eine Frage, der sich besonders Gilles Delleuze und Felix Guttari in Anti-Ödipus und Tausend Plateus gewidmet haben, formuliert als Augangspunkt die enschteidende Frage, die aber das tradtionelle Gedenken nicht beantworten kann und will, die aber gerade auch im Osten die entscheidende Rolle spielt:

Es gerät dabei der wichtigste Aspekt, um ein "Nie wieder" wirklich praktisch erreichen zu können völlig ins Abseits: Niemand wird als Nazi geboren, er muss einen langen Prozess der Radikalisierung durchgemacht haben, wie die Gesellschaft selbst. Dies galt, angesichts der Wahlergebnisse, auch für die NSDAP, in einem langen zähen Ringen ist die Mitte der Gesellschaft immer weiter nach rechts gerutscht, bis selbst die totale Übernahme der Macht ohne jede Gewaltanwendung und unter Beibehaltung der gesamten Verwaltung des Weimar"Staates" möglich war. Republik? Da lachen ja die Hühner, auch so eine Sprachverwirrung der Preußen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die bisherige Form des Gedenkens viel dazu beiträgt, so zu tun, als ob es nicht möglich wäre, dass eine gesamte Gesellschaft - mit ihrer Mitte - so weit nach rechts wandert, bis Hitler ein Vertreter der Mitte war, denn dies zeigt unmittelbar, dass es hier um keine Sonderform der Herrschaft ging, um keinen Putsch, um keinen ungeliebten Diktator, der nur mit Gewalt an der Macht bleiben konnte, sondern, um einen politischen Prozess, der die gesamte bürgerliche Gesellschaft und alle Unternehmen erfasst hat.

Das Meiste im Text unten ist so nichts Neues, aber wir haben uns bemüht, die Zusammenhänge so zu sortieren, dass die vorgenannten Aspekte deutlich hervortreten. Daneben ist auch jetzt längst der Kulturkampf zwischen Fortschritt und Blut und Boden auf einem Höhepunkt, denn dieser, ist Voraussetzung, dass der derzeitige Nationalismus und Rechtsradikalismus sich in einem mehrdimensionalen Prozess entwickeln kann: 1. Zunächst tritt der Rechtspopulismus auf, der sich stark bemüht nicht sofort als Rechtsradikalismus, Faschismus, Nationalsozialismus erkennbar zu sein, damit werden auf der politischen Bühne zunächst Erfolge erzielt. 2. Diese ersten Erfolge geben im Bereich der Kultur, wie bei der Frankfurter Buchmesse, erste Möglichkeiten in eine breitere Öffentlichkeit vorzudringen. Dieses wird genutzt, um eine weiter Verschriebung nach rechts auch als Kulturkampf durchzuführen. 3. Diese beiden Prozesse gehen Hand in Hand und scheinen nicht unbedingt gekoppelt zu sein. Wenn dann der Erfolg auf politischer Ebene, auch bei einer Radikalisierung der kulturellen Vorgehensweise anhält, kann weiter radikalisiert werden. Durch dieses parallele Vorgehen entsteht nicht der Eindruck, dass es sich um einen Radikalisierungsprozess handelt, der auch andere Gruppen erfasst. Die Art und Weise, mit der es auch der NSDAP gelang viele Konservative, Monarchisten, Nationalisten, bürgerliche weiter nach rechts zu ziehen, die Kultur verändert also das Gesamtklima und so ist das, was gestern noch Radikal war, heute normal. Das ist ein Prinzip, für dieses Pattern eines prozessualen gesamtgesellschaftlichen Wandertages nach Rechtsaußen, stehen die Bücherverbrennungen, sie sind die Spitze eines Eisberges.

Man sollte, wie bei allen anderen ähnlichen Ereignissen dringend beginnen die Prozesshaftigkeit in den Vordergrund zu stellen und nicht mehr das letztlich unbedeutende Einzelereignis. Dies wird mit dem Tod der letzten Zeitzeugen immer wichtiger. Es reicht nicht zu berichten: Was war? es muss gezeigt werden, wie es dazu kam. Also ist aus unserer Sicht, hanz konkret, z.B. das Mahnmal am Bebelplatz - äh - Opernplatz - in Berlin viel eher ein bürgerliches Instrument der Ablenkung, als ein realer Gedenkort. Wenn man sich überlegt, dass bis zum Ende des Krieges ein Prozess angehalten hat, der Bücher aus dem öffentlichen Raum, also aus Universitäten, Schulen, Bibliotheken fast unbemerkt entfernte und somit den gesamten öffentlichen Raum umfunktionierte, manipulierte, um eine Fakewelt zu schaffen, dann kann man die eigentlichen Bücherverbrennungen, die auch noch, jedenfalls bei den Gedenkprofis, an einem Tag stattgefunden haben sollen, nur als holen Theaterdonner bezeichnen. Daneben suggeriert das Mahnmal Bücherverbrennungen seien nichts alltägliches, sonder etwas besonderes, was irgendwie sogar noch an einen Ort gekoppelt ist, an ein Land, an eine Zeit, an einen Kontext. Damit reduziert man den realen Kontext so weit, bis eigentlich garnichts mehr stimmt, es bleibt ein Loch im Boden, mit ein paar Regalen. Ohne Schilder und künstliche Kontextuierung könnte es genauso gut an die Bücherverbrennungen in Sarajavo erinnern. Und an diesem Ort will man dann gedenken, was genau meint man damit, was gedenkt man? Pflegt man nicht viel eher seinen Fetisch der Hilflosigkeit, von dem man sich nach rituellen Zaubersprüchen Erleichterung und Einsicht erhofft, wie nach einem Gang durch glühende Kohlen?

Einfach jeder, mit jeden Gedanken im Kopf, kann da machen, was er will, kann es beliebig interpretieren, und wenn jemand davor "Heil Hitler" sagt, dann antwortet es nicht mal "Halt die Fresse" in 56 Sprachen, es löst sich auch kein Schwall braune Farbe aus dem Inneren, der die umstehenden Grüssenden abstraft. Keine Sensoren für sowas, sonst wäre es kein Mahnmal, denn der Mechanismus würde nicht zum Tourismus und zum Stadtmarketing passen. Und kein trauriger Regierender würde Krokodilstränen vergießen, wenn wieder mal Mai ist.

Die Macher dieses Denkmals, was leere Regale zeigt, haben sich zwar bemüht, auch durch Kooperation und lebendige Arbeiten in Bibliotheken, viel später, auch den Fokus auf die Prozesse zu lenken. Dennoch 1. ist das Mahnmal eben das Mahnmal, es wird als solches bespielt, 2. die Institutionen der Bibliotheken können bis heute keine Maßnahmen ausweisen, wie sie denn sowas verhindern wollen, wenn die AfD damit beginnt bestimmte Bücher aus Bibliotheken in Thüringen zu entfernen. Also Hypothetical z.B. Literatur, die gegen sie gerichtet ist. Dann kommt aber keine Truppe blau uniformierter und klaut Bücher, es kommt eine Dienstanweisung im feinsten Amtsdeutsch, dass dieser und jener Titel landesverfassungsrechtliche Bedenken auslöst und bis zu einem anders lautenden Urteil ins Archiv zu verbringen ist, mit Dienstsiegel, in feinstem Amtsdeutsch.

Da braucht mir keiner erzählen, eine durchschnittliche Angestellte einer solchen Kultur Organisation würde die Bücher nicht in den Keller bringen, sie wird es tun, so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn - es gibt viele weitere Aspekte - Disziplinarmaßnahmen aus dem öffentlichen Recht etc. Es gibt dabei nichts sensationelles - es ist Alltag. Dies st das Geheimnis des Erfolgs einer solchen Taktik. Die AfD würde sowas natürlich niemals machen, sie dient nur als Beispiel. Weiter gibt es sehr viele Aspekte, die auch hier Trennschärfe sehr wichtig machen. Wie soll eine Bibliotheksmitarbeiterin in der Praxis beurteilen was Sache ist, wenn auch Texte der Punk Band "Slime" aus ganz anderen Gründen überpiept werden mussten, in einem demokratischen Rechtsstaat BRD. Sie tun immer so, als ob alles ganz klar voneinander abgegrenzt wäre, als ob die Institutionen der Demokratie uns retten könnten, das Gegenteil ist der Fall.

Die Nazis operieren zunächst immer Niemandsland zwischen Demokratie und Diktatur, und das bringt jede hierarchische Institution schon von Hause aus mit - wir können nur die Spitzenpolitikerinnen wählen, schon die LIsten der Parteien sind nicht mehr in realer demokratischer Kontrolle, wir verlassen uns auf diese Parteien, wie wir uns auf die Institutionen des Parteienstaates verlassen. Die einzige Grenze ist die theoretische Gewaltenteilung - das wissen die Nazis, die Rechten, sogar in Israel, weshalb eines ihrer wichtigsten Anliegen, wie auch in Polen, die Abschaffung der Gewaltenteilung, zunächst eine Einschränkung des Verfassungsrechts ist, indem die Parteipolitik über das Verfassungsgericht gestellt wird.

Dennoch hält jeder Israel oder Polen oder Ungarn oder die Slowakei die Niederlande für eine stabile Demokratie. Die Nazis brauchen keine Revolution, sie können in einem formal demokratischen Prozess elementare Grundlagen der Demokratie abschaffen, leise, unbemerkt, schleichend - und plötzlich kann nur noch die außerparlamentarische Zivilgesellschaft verhindern, was eigentlich das Parlament verhindern soll.

Die Zivilgesellschaft gibt es in Israel, der Krieg zeigt aber auch, wie leicht sie wieder auf Linie gebracht werden kann, wenn eine äußere Bedrohung zum schlimmsten Pogrom seit der Shoa hochgejazzt wird, um dann tausende und abertausende Unschuldige zu ermorden, weil das alternativlos ist, weil die Hamas Israel sagt, was es zu tun hat, vermittelt durch eine rechtsradikale Regierung, die einen atemberaubenden Radikalisierungsprozess des Likud ermöglichte, den alten Likud, gefressen hat. Eigentlich eine nette Partei, vergleichbar mit der CDU - jetzt weit rechts von der AfD. So bauen Nazis ihre Staaten, sorry, der musste kommen, sie sind keine Revolutionäre, sie sind ein Teil der kapitalistischen Machtoptionen, und das ist auch diese Form des Gedenkens, es hört da auf, wo es anfangen müsste, bei der realen Tat. Bei einer Härtung der Demokratie gegen das unterliegende Wirtschaftssytem und die alten Institutionen.

Anhand des Waffenstillstandes, der am meisten auf die israelische Zivilgesellschaft zurückgeht, vor allem auf die Angehörigen der Verschleppten, sieht man auch, welche Macht dieses Zivile inmitten des Hasses entfalten kann - sie sind stärker als alle Armeen und alle Terroristen, sie können über alle Grenzen fliegen. Oder wie man bei uns sagt, mit der GDL, wenn dein Starker Arm es will, stehen alle Räder still. So und nicht anders muss es weitergehen, auch im Westjordanland, es muss auch darum gehen die Rassisten und Reaktionäre, die Judenhasser, die Korrupten, die Verräter der eigenen Gesellschaft zurückzudrängen, um eine Zukunft in Frieden und Wohlstand für alle zu ermöglichen. Die Kampfhandlungen dürfen nicht wieder aufgenommen werden. Die Plätze in Gaza und den wichtigsten Städten in Israel sind durch Bürger:innen zu besetzten, ggf. zu verteidigen, für den Frieden, Krieg dem Krieg. Das können keine Staaten, keine Armeen, das könnt nur ihr. Im Namen des Maidan, der für immer gezeigt hat, wie man es macht.

Also wurde auch im Falle des Bebel .äh - Opern Platzes nur der Mahnmal Charakter erweitert, durch die Einbeziehung einzelner Bibliotheken, und Büchern auf Reisen, aber die Frage nach wehrhaften Bibliotheken, die wohl eine ganz andere Organisationsstruktur benötigen würden, wird nicht einmal gestellt, auch nicht von den Bibliotheken und Büchereien selbst. Es gibt eine Verantwortung des "Nie Wieder", die kann aber nur aus einer Verantwortung für die eigene Passivität, Anticipation und Angst entstehen, nicht indem man "das absolut Böse vs. armes hilfloses z.B. Bibliothekenpersonal" letztlich zum Gegenstand des Gedenkens macht. Sie halten sich für demokratische Institutionen eines bürgerlichen Staates, denen sowas nicht passieren kann, jenes dachten die gleichen Institutionen vor 33 auch, sie haben es nicht bemerkt, weil die Nazis diese Prozesse schleichend angelegt haben, langsam, in Amtsdeutsch, nur für ihre Anhängerschaft und die Medien, den öffentlichen Raum, Rituale eindrücklicher Prägung erzeugt haben, die den eigentlichen Prozess überdecken ( damit sind natürlich keine expliziten gemeint ), wenn auch in guter Absicht. Dennoch, auf eine perverse Art folgen sie den falschen Spuren der Geschichte, sie fallen auf die Strategie der Nazis herein und werden, wie im Fall der Verbrennungen, selbst zu inszenieren Orten, zum Wi(e)dergänger, der den Inszenierungen der Nazis folgt.

Die Inszenierungen der Nationalsozialisten sollten sogar, so aussehen, wie heute gedacht wird, inszeniert als Volkszorn als Aufbegehren, wie stets beim Zeremonienmeister Göbbels, um die unterliegenden Prozesse zu verbergen.

Beispielsweise hat der Börsenverein des deutschen Buchhandels wichtige Listen erstellt, auf deren Basis die Bücher dann entfernt wurden. Eine ganz klare Kollaboration, um den Willen der Nazis zu vollstrecken, ein Beisiel dafür, wie Institutionen, die ungebrochen bis heute fortbestehen, mühelos in den Dienst der Nazis gestellt wurden, der Kreis zu den Bemerkungen eingangs schließt sich spätestens dann, wenn man erlebt, dass diese Organisation eben auch an der Frankfurter Buchmesse beteiligt ist, auf der nun auch wieder Verlage ausstellen, die klar zum rechtspopulistischen Spektrum gehören, Titel verbreitet werden, "Theoriebildung" der neuen Rechten.

Das ist die Ohnmacht des Gedenkens in "Feiertagen", es ist den Tätern immer schon nützlich gewesen, weil es durch die Ungenauigkeiten hinsichtlich der realen historischen Prozesse erlaubt einen Mantel des Schweigens im Schatten des Gedenkens aufzubauen. Insbesondere war diese Form des Gedenkens in Deutschland notwendig, damit die Tätergeneration sich von Schuld freimachen konnte, ohne Konfrontation, und eben die "neue" Republik aufbauen, mit den Institutionen und der personellen Zusammensetzung des 3. Reiches, dies war in den Unternehmen noch dramatischer, als beim Staat. In der Privatwirtschaft gab es nur Persilscheine.

Und daraus ergibt sich auch die treffende Bezeichnung für die rituell abgespulte Gedenktage: "Persilgedenken - nicht nur sauber, sondern rein". Daraus haben sich so festgefügte Rituale, regelrecht nach einem Drehbuch, gebildet, die aber kaum noch in die Gesellschaft ausstrahlen, dass man von "Erinnerungsbunkern" sprechen kann. In Sachsen Anhalt sind die Stolpersteine bald vielleicht in Hand einer rechtsextremistischen Landesregierung. Das alles ist so sinnvoll, wie die Marx Bronzen im Staatskapitalismus DDR.

Bunkers in their totality as spectacle colonize the mind, and construct the micro-bunker of reification, which in turn is the most difficult of all to penetrate and destroy. Bureaucracies, factories, malls, work stations, media—all are the products of the fortress mentality .

Übersetzung: Bunker in ihrer Gesamtheit als Spektakel kolonisieren das Denken und konstruieren den Mikro-Bunker der Verdinglichung, welcher wiederum am schwersten von allen zu durchdringen und zu zerstören ist. Bürokratien, Fabriken, Einkaufszentren, Arbeitsplätze, Medien – sie alle sind Produkte einer Festungsmentalität.

Warum diese Form des Gedenkens aber immer noch zu fast 100 % im Fokus steht, das ist eine ganz andere Frage. Jedenfalls kann am flächendeckenden Versagen dieser Form des Gedenkens nicht mehr der geringste Zweifel bestehen. Es ist wirkungslos und bietet stets die Möglichkeit nur die halbe Wahrheit zu erzählen, eine AfD Vorsitzende kann mühelos über Messermänner und Kopftuchmädchen hetzen und am 9.11. Blumen ablegen - alles kein Problem. Zum Kotzen.

Es ist ein heuchlerisches Gedenken, und das ist es vom ersten Tage an gewesen. Es wird mit Höcke als Kanzler genauso weiterlaufen, so harmlos ist es. Und wenn die ersten Moscheen geschlossen werden, geht es auch weiter. Eine Revision reicht nicht aus .

Diese Form ist succesesive in den Raum der Täter zu verbringen, das ist die wichtigste Aufgabe nachfolgender Generationen, sie muss das Gedenken der Alten in den Fokus nehmen, kritisch hinterfragen, darf die Rituale nicht mehr abspulen, sondern muss sie vor den Hintergrund der Tätergeneration stellen, die diese Form etablierte. Es ist selbst eine Nachwirkung der Diktatur und kein brauchbares Instrument einer wehrhaften Demokratie, es steht im Kontext und der Kontinuität der Nazidiktatur, auch der SED Kranzorgien, und nicht im Kontext einer neuen und wiedervereinigten Bundesrepublik - ein peinlicher, verräterischer Denkfehler, auch der damit befassten Institutionen, die natürlich denken, wie die damit befassten Institutionen. .

Steinmeier stellt ein Buch zur Aufarbeitung der Gedenkkultur des Präsidialamtes vor, Rückfragen von Journalisten waren nicht erlaubt. Was soll das?

Einen guten Ansatz haben wir bei Steinmeier gesehen, das Gespräch mit Schüler:innen zur Frage rassistischer Gewalt an Schulen, mal abgesehen davon, dass Antisemitismus als Wort hier auch zum modisch entkernten Begriff mutiert, immerhin. Aber natürlich wieder eine exclusive Veranstaltung mit sorgsam ausgewählten Repräsentanten in präsidialer Würde, mit weihevoller Rede und allen Einschüchterungen der Repräsentation. Dennoch, sowas weist in die richtige Richtung, aber es ist ein absoluter Ausnahmefall. Steinmeier sollte ohne Pomp die Schulen besuchen und mal einen Tag mitmachen, am besten als Referendar verkleidet. Haare färben nicht vergessen.



Was soll das hier?


swashmark.com - swashmark heißt Brandungsmarke oder Flutmarke - das feine Sediment - was jeder Wellenschlag am Strand zurücklässt und bei jedem Wellenschlag neu anordnet. So sind auch wir. Wir denken, dass es nichts gibt, was je "fertig" ist, wir verstecken uns nicht hinter einem angeblichen "Werk", wir streben keinen stabilen Zustand an, sondern nur einen Punkt, der erforderlich ist, um einen weiteren und viele weitere zu erreichen. Wir erweitern den Begriff des offenen Werkprozesses bei Nam Jun Pike, der fast immer als "Künstler bei der Arbeit zuschauen" grandios fehlinterpretiert wird (wahrscheinlich auch von Pike, oder auch nicht), und erneuern ihn postmodern, alles ist offen, alles ist transparent, das Werk lebt, das Werk entwickelt und verwirft, es beinhaltet alle möglichen "Fehler", und ist deshalb unsterblich. Genau so ist die Natur, in keiner Sekunde, in keiner Millisekunde steht etwas still, ist fertig, die ältesten und größten stabilen Urwaldriesen oder Mammutbäume, so statisch sie den unwissenden Menschen auch erscheinen mögen, in ihrem Inneren tobt immer das Leben. Die Sterne rennen vor der Erde weg, oder die Erde vor den Sternen, egal. Es ist der aussichtslose und blutige Kampf der "Macht", der immer wieder einen Zustand der Stabilität anstrebt, das macht die Macht zur Illusion. Es ist eine "Swashmark", in der all diese Theorie einfach zu besichtigen ist. Wir beziehen uns hier, wenn von Postkolonialismus die Rede ist, nicht auf sogenannte "Postcolonial Studies", die den Postkolonialismus weder erfunden haben, noch, aus unserer Sicht, bisher belastbare Beiträge geliefert haben. Es ist ein modisches und oft auch wenig wissenschaftliches Konzept, was eher politisch als wissenschaftlich ist. Dieser Satz ist nicht in Stein gemeißelt.

Unser wissenschaftlich - künstlerisches Fundament kommt aus: Ethnologie (Schwerpunkt Mittel- Südamerika), Neuere Geschichte (Europa & USA), Anthropologie, Mediale Künste ("Medienkunst"), Theoretische Informatik (im Sinne Computer Science), Linguistik, wissenschaftlicher Marxismus (aus dieser und nur aus dieser Sicht: klassische Ökonomie des Kapitalismus) Ihr könnt zuverlässig davon ausgehen, dass wir alles prüfen und euch keinen Bullshit erzählen, auch wenn wir nicht an jeden Satz ne Fussnote hängen. Es gibt natürlich satirisches und Verarschung, Prosa, Lyrik, das merkt ihr dann schon, äh hoffentlich. Fakenews gibts hier nicht unser Weltbild ist rational - wissenschaftlich. Es gibt darüber keine Diskussion.

Der Kampf geht weiter / The Struggle carries on

Wir verstehen diese Site als einzige abgesegnete Repräsentation, was auch bedeutet, wo auch immer ihr irgendetwas findet, was scheinbar mit swashmark zu tun hat, ist es Bullshit, wenn es nicht hier ist. Die Ausnahme bilden seriöse Medien, wie etwa öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, Tages- und Wochenzeitungen mit einschlägigem Ruf, Magazine und seriöser Online Journalismus oder andere seriöse online Quellen, wissenschaftliche Publikationen. Publication also, bei denen am Ende ausschließlich mit echtem Namen, Gesicht und Verstand publiziert wird. Wir sagen zu derartigen Dingen nichts, Diskussionen über diese Seite oder ihre Inhalte gehen uns am Arsch vorbei, es sei denn es geht um rechtlich relevantes. Diese Seite zeigt aber bei weitem nicht alle Aktivitäten, z.B. Offline oder an anderer Stelle. Als "swashmark" gibt es uns ausschließlich hier und wir sind nicht daran, interessiert irgendwelche Echo Kammern aufzubauen, alles soll schön still und intim bleiben, also Fresse halten. Berichterstattung und ähnliches akzeptieren wir freiwillig nur von seriösen Quellen, zu denen wir Social Media generell nicht zählen. Daher gibt es hier auch keine Kommentarmöglichkeiten oder ähnliches. Diese Medien werden zum weitaus größten Teil missbraucht. Uns ist es viel zu anstrengend da ständig hinterherzusein, zumal wir die Erfahrung gemacht haben, dass Likes und Follower nicht viel bedeuten, wenn man mit den Leuten auch was anfangen will, außer ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich einen darauf runter zu holen. Das bringt uns inhaltlich oder hinsichtlich der Qualität absolut rein gar nichts. Wir bitten alle dies ernsthaft zu respektieren und uns auch nicht in die eigenen Social Media Accounts einzuspielen, wir lehnen dies strikt ab. Die Ausnahme bilden Musikvideos und Filmschnipsel bei YouTube, der Rest dort ist für uns ebenfalls unerheblich. Gegebenenfalls müssen wir dagegen sogar im Rahmen der europäischen Rechtsordnungen vorgehen, was uns nervt. Wie heißt es so schön? Hunde die bellen beißen nicht. Das kann man durch Einstellen des Bellens leicht ändern. Das hier ist eben die Flaschenpost, wenn ihr sie gefunden habt, könnt ihr eh nichts mehr ändern.

Datenschutz und YouTube "Opt-in"

Wir setzen keine Cookies, wir erheben keine Daten, auch keine Statistiken, reiner Hypertext, so wie es sein soll. YouTube ist eingebunden nach DSGVO ohne Cookie, ohne Datenübermittlung, solange sie den orangenen Playbutton sehen, ist dies nur ein Vorabbild des Videos, und es besteht überhaupt keine Verbindung zu Youtube, wir laden lediglich dieses Vorabbild vom sog. Thumbnailsserver. Wenn Sie zu YouTube wechseln, oder wenn sie in ihren Google Accounts eingeloggt sind UND das Video auf unserer Seite starten findet ein Datenaustausch statt. Da sie aber bereits bei google eingeloggt sind, befinden sie sich eh schon in einer Position bei der ständig Daten ausgetauscht werden. Dann werden Cookies durch YouTube und andere Google-Dienste gesetzt. Ein Tracking unterbleibt allerdings. Es werden weniger Nutzerdaten an YouTube gesendet, keine an den Werbedienst DoubleClick. Wir integrieren youtube also mit sog. "Opt-in" - sie klicken zunächst den orangen Play Button, dann wird das Video vorgeladen, danach klicken Sie den roten Button, um das Video zu starten, wenn die dann bei youtube eingeloggt sind findet ein Tracking statt, sind sie nicht eingeloggt, dann bleibt es bei No Data. Dies ist in Chrome das Standardverhalten, wir haben es auch für Firefox etc. implementiert, damit sie nicht unbeabsichtigt ein Video starten, in Firefox würde das Video ansonsten schon direkt nach dem orangenen Button starten. Also: Solange sie das Video auf unserer Seite starten, und nicht bei google eingeloggt sind, findet kein Datenaustausch statt, wechseln sie zu youtube, dann findet ein Datenaustausch statt, auch wenn sie nicht eingeloggt sind.

Hier muss man aber auch mal sagen, dass youtube und damit google sich von allen Anbietern abhebt, da sie sich wirklich bemühen transparent und offen mit den Fragen des Datenschutzes umzugehen. Die personalisierte Werbung ist eben das Geschäftsmodell. Im Grunde ist das alles nur wichtig, wenn sie umfangreiche Accounts bei vielen Netzwerken anlegen, dort auch noch ihre echten Daten hinterlegen und diese Netze dann miteinander verknüpfen. Viele Cookies, die in der Regel gesetzt werden sind reine Session Cookies, die nur der Technik dienen und keinerlei Daten beinhalten, dafür ein Banner zu setzen zeigt mit wem wir es zu tun haben. Bürokraten. Wie auch immer wir setzen gar keine Cookies. Wir haben uns bemüht immer möglichst einfache Wege zu gehen, die ihnen den vollen Genuss ermöglichen, ohne in irgendwelche Datenfallen zu tappen. Diesen Anteil der DSGVO mit Banner und Warnung etc. halten wir für kompletten Schwachsinn. Wir zeigen, wie man es richtig macht. Das Banner etc. klickt eh jeder weg, der nicht völlig paranoid ist, sie gehen mit diesen Cookies auch nur ein sehr geringes Risiko ein, sie können ihren Browser so einstellen, dass alle Daten beim Schließen gelöscht werden, dann starten sie mit einem leeren Browser, und der ganze DSGVO Scheiß ist latte. Es bleibt ein Rätsel, warum nicht die Hersteller der Browser in Haftung genommen werden. Diese Browser sind bewusst auf das sog. Thin Client Modell getrimmt, das bedeutet, der Server entscheidet. Zwingt man die Browserhersteller also diese Fenster zur Welt so zu programmieren, dass die Defaulteinstellungen zunächst alles Blocken, und die Daten nach jeder Session löschen, kann man sich das ganze Theater sparen. Der Browser müsste also zur Datenschutzschaltstelle werden, nicht irgendwelche Websites serverseitig, dann lässt sich das alles auch nicht mehr einfach umgehen. Das ist ein fundamentaler und peinlicher Denkfehler, der sich eigentlich nur mit Lobbyarbeit erklären lässt. Am besten wäre den Browser zu einem FatClient zu machen. Aber das führt hier zu weit. Der Aufwand in der Entwicklung und damit die Kosten für Unternehmen stehen mal wieder in keinem Verhältnis zum Nutzen, weil man nicht über der Browser geht. Wir können es uns leisten den Content kostenlos anzubieten, weil wir andere Finanzierungsquellen haben, aber, Anbieter, die diese nicht haben und guten Content bieten wollen, müssen eben bis zu einem gewissen Grad Daten austauschen, das ist die einzige Währung, die zählt. Also, besser ist es, sie selbst sorgen dafür, dass ihre Daten wenig aussagekräftig sind, die können sie ja übermitteln, dann haben alle was davon. Die EU hat in dieser Frage einen an der Waffel, weil die nicht die individuelle Verantwortung in den Mittelpunkt stellt, sondern paternalistische Webanbieter erzeugt, die den Verbraucher bevormunden sollen, das ist nicht unser Ding. Aber bitte, so wie wir es machen gibt es so oder so keine Probleme und das dämliche Banner bleibt weg. Wir können nichts dafür, wenn jemand auf diese Seite verlinkt, das können wir leider bisher nicht verhindern - wir arbeiten dran. Daher raten wir auch davon ab, einen Link zu setzen. Das hier ist Medienkunst - eine digitale Flaschenpost, die sie ALLEIN UND GANZ PERSÖNLICH FÜR SICH zufällig gefunden haben in den unendlichen Weiten des digitalen Ozeans des Schwachsinns. Sie verlinken ja auch keine Skulpturen oder schmieren sie im Museum mit ihren Kommentaren voll. Festkleben könnt ihr euch ruhig, das ist okay, aber macht das Gerät hinterher wieder sauber.

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Bitte schreibt, wenn ihr uns was mitzuteilen habt einen Brief, alles andere ist nur sehr sporadisch. Wir finden ein Brief kann dieses Werk durchaus ergänzen, was nicht für Mail oder sonstiges gilt. "Unverlangt eingesand" machen wir nicht.

[GTA 5 Accounts sind zu, also erst wieder GTA 6] Online Meetings nur mit Einladung: Bar Super Luxusyacht "Swashmark". 1. Brief schreiben wg. Threema s.U., 2. den Lieblingswitz via Threema mitschicken, 3. Wenn der Witz ein Rating der Redaktion von über 5 von 10 bekommt, bekommst du einen Termin zur Einladungssession. Es ist nicht wichtig, ob wir den Witz bereits kennen oder nicht. Das genaue Vorgehen besprechen wir dann mit dir .

Alles erst ab 18, der Witz möglichst auch.


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