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swashmark - deine persönliche arty Flaschenpost

Des Kaisers Neue Kleider

26/21: Idiokratie ersetzt Demokratie


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"Des Kaisers neue Kleider sind wirklich unvergleichlich! Wie schön die Schleppe doch ist, und wie gut alles sitzt!" Keiner wollte es sich anmerken lassen, dass er nichts sah. Denn jeder hatte Angst davor, als Taugenichts in seinem Amte oder als Dummkopf beschimpft zu werden. "Aber er hat ja gar nichts an!", sagte endlich ein kleines Kind. "Hört nicht darauf!", sagte der Vater. Aber man flüsterte sich jetzt gegenseitig zu, was das Kind gesagt hatte. Da rief plötzlich das ganze Volk: "Aber er hat ja gar nichts an!"

2

He says he don't believe in science
He thinks that all the news is fake
And late at night, he sits on his computer
And writes about the things he hates

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Phantom-Politik: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit!

Was alle Statistiken seit etwa 1990 bestätigen ist eindeutig: Der Zusammenbruch der alten Ordnung hat den globalen Privatkapitalismus gebracht, die Erwartungen waren hoch, aber es kam vor allem zu einer großen Steigerung der globalen Effizienz. Diese gesteigerte Effizienz hat zu einem erheblichen Konzentrationsdruck geführt, in dessen Zusammenhang auch der Aufstieg Chinas zu sehen ist.

Dieser Konzentrationsdruck stürzt die alten sogenannten Mittelklassen, im alten Westen, also die mittlere kleinbürgerliche Schicht der kapitalistischen Gesellschaft, zunehmend ins Prekariat und Proletariat. Das bedeutet, die Tendenz des Kapitalismus das kleinere Kapital zugunsten von größerem zu konzentrieren, ist sehr stark. Durch KI wird auch in großen Industrieunternehmen zunächst der Mittelbau mit mittelgut bezahlten Managementstellen verschwinden, auch hier also der Abstieg der kleinbürgerlichen "Mitte" Manager ins Proletariat.

Beschleunigt schon durch Finanzkrise und Corona. Da sind ebenfalls sehr viele kleine Kapitale zugrunde gegangen. Diese Mitte, die immer noch beschworen wird, ist eigentlich eine ökonomische Mitte. Diese ökonomische "Mittellage" brachte auch die bekannten gemäßigten politischen Haltungen. Sie waren satt und ruhiggestellt, konnten sich im Eigenheim mit Mercedes vor der Tür für Gewinner halten. Das ist nun vorbei. Und kommt nicht wieder, je schneller die Politik das begreift, umso effizienter werden die Strategien gegen Rechts.

Diese Mitte verschwindet natürlich (noch) nicht hinsichtlich ihrer physischen Existenz, aber hinsichtlich ihrer ökonomischen Existenz. Dann erst, im Zuge dieser Marginalisierung, auch hinsichtlich ihrer liberalen Einstellung, gerät sie in Bewegung. Privilegienverteidigung wird zum Kampf der absteigenden Mitte, das ist naturgemäß kein besonders solidarischer Kampf, sondern einer, der sich an den ohnehin haltlosen Werten dieser Schichten orientiert. Sie kennen ja keine Gewerkschaften und keine Solidarität, nur Alle gegen Alle, auch sowas wie ein reines "Deutschland", was man sich von irgendwoher aber erst zurückholen muss. Wo ist es nur geblieben? Fundbüro der UN?

Sie haben also außer der AfD nicht viel, womit sie ihren aussichtslosen Kampf führen könnten. Das betrifft natürlich vor allem Mitglieder und Überzeugungstäter, bei weitem nicht alle Wähler, die auch aus anderen Milieus dazustoßen. Gemein ist aber auch den Wählern, das Gefühl irgendwas verloren zu haben. Der Zusammenhang zum Wirtschaftssystem wird aber auch bei der Masse der Wähler*innen nicht verstanden.

Alle Parteien sind von diesen Problemen betroffen und beschwören eine Mitte, die sich auch statistisch zunehmend auflöst, wundern sich aber, wenn damit auch die Einstellungen andere werden. Nur die AfD bedient dieses Problem, was sich auch als ein Gefühl der "Verlassenheit" einstellen kann. Die alten Parteien, die gestern noch die richtige Ansprache fanden, erscheinen nun als entfremdete politische Gruppen aus einer anderen sozialen Welt (der "Eliten"), weil sich die eigene Lage dramatisch verändert, weil sich die Weltlage verändert. Weil das eigene Leben einen enttäuschenden Verlauf genommen hat, der falsch "projiziert" wird.

Das wirkt sich auch erheblich auf die ländlichen Räume aus, die zu einem besseren Sibirien werden. Weil auch die Bauern keine Schlüsselrolle mehr spielen können. Auf dem Land bleibt, wer nicht anders kann.

In der Stadt sind die Probleme auch da - wenn gesagt wird, die Krankenschwester kann sich keine Wohnung in guten Vierteln mehr leisten, dann ist das nicht nur gesteigerte Miete - es ist immer ein Verhältnis zwischen Lohn und Lebenskosten. Eine absteigende Mitte kann sich also nun nur noch die Wohnungen leisten, die zuvor für die Unterschicht waren.

Damit treffen Unterschicht und ehemalige Mittelschicht aufeinander, als Konkurrenten. Der abgestiegene Kleinbürger meint, die Veedel der Unterschicht seien unordentlich. Er versteht noch nicht, dass sein Abstieg dauerhaft ist. Er meint, diese Viertel seien dreckig wegen der Ausländer, nicht wegen der ökonomischen Lage, auch der Städte und Gemeinden.

Es findet also eine grandiose Verschiebung sozialer Schichtungen auf der Basis des beschleunigten IT/KI Kapitalismus statt, weil dieser immer effizienter wird, damit steigt aber auch der Konzentrationsdruck. Kleine Kapitale, Handwerker, Bauern etc können aber die Einstiegskosten und den Unterhalt neuester Technologien nicht zahlen, sie können nicht investieren, also müssen sie aufgeben, oder sie werden einem größeren Kapitalisten einverleibt. Bleiben sie einfach nur bei den alten Verfahren sind sie auch weg vom Fenster, weil der Konkurrenzkampf vor allem über den Preis der Waren und den Preis der Arbeit geführt wird. In beiden Fällen sind die alten Verfahren bei einer neuen Effizienzrunde stets abgehängt und chancenlos außerhalb nostalgischer Nischen.

Genau das kann auch ganzen politischen Parteien passieren, ihre alten Antworten passen nicht mehr, sie haben den Anschluss verpasst und jetzt neu zu investieren würde eine Neuorganisation bedeuten, die eben auch zunächst keine Wahlsiege bringt, bis sie läuft.

Die CDU/CSU ist also so gesehen, einfach eine alte Politikmaschine, die nicht mehr mithalten kann und im Unterhalt zu teuer ist. Kaum noch Output liefert, kaum noch Personal rekrutieren kann, weil diese Gruppe offensichtlich keine Jobs mit Zukunft mehr bietet.

CDU/CSU - Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit!

Dies alles kann als Verlust der Identität, die ein Verlust alter und ineffizienter Produktionsverfahren und Produktionsorganisation ist, erlebt werden.

Daraus entsteht die romantische Sehnsucht nach gestern, genau bei den Leuten die vom Abstieg betroffen sind, oder diesen berechtigterweise fürchte müssen. Hier steht dann die AfD bereit um die Konservativen dieser Verängstigten und Verunsicherten abzufangen, während die Union noch, sozusagen, den alten Status dieser Leute anspricht.

Es ist also im Grunde dazugekommen, dass das große Modernisierungsproblem Deutschlands, was chronisch ist, nun auch eine politische Stimme gefunden hat, die diese Modernisierungsverweigerung in den politisch-parlamentarischen Kosmos hebt und an eine rückwärtsgewandte Ideologie mit großen Abgrenzungsschwächen gegen Rechtsradikalismus bindet.

Es ist sehr, sehr seltsam, dass die Leute nun alle überrascht sind, das kann nur den Schluss nahelegen, dass die grundsätzliche Dynamik, die hier eine Rolle spielt, bisher, leider in eine falsche Richtung, nur von der AfD verstanden wurde. Sie steht bereit. Was man also sehr ernst nehmen muss: Mit der Veränderung der ökonomischen Lage, durch die Effizienzsteigerung des Kapitalismus, verschieben sich auch die politischen Einstellungen. Aber wem sage ich das? Die Deutschen kennen doch Weimar.

Merz größter Fehler ist: Seine Reformen adressieren nicht ansatzweise die Zukunft dieser spätkapitalistischen Gesellschaft. Sondern ein altes Wachstumsmantra, nun aber kann dieses Wachstum erzeugt werden, ohne, dass die Leute einen Aufschwung überhaupt spüren. AUch die Sozialkassen werden dann nichts davon spüren.

Deshalb wurden die lächerlichen Reformen der Merz Regierung mittlerweile schon zu einem Fetisch und nie grundsätzlich inhaltlich diskutiert. Von vornherein stand in allen Fällen fest - das Grundlegende, also etwa die Umlage bei Rente, oder die Beitragsfinanzierung des Gesundheitssystems wird nicht infrage gestellt. Obschon gerade Umlage und Beiträge durch eine neue Form des Wachstums unter Druck geraten werden, wenn dies vor allem mit besseren Maschinen, weniger und schlechter bezahlter Arbeit erfolgt. Nein, es wird einfach so getan, als sie grundsätzlich alles in Ordnung, das ist lächerlich und ein Beitrag zum Absitieg der Mitte.

Sie adressieren also eine andere Zeit, alte Vorstellungen, eine falsche Vorstellung darüber, wo die Gesellschaft sich hinentwickelt. Nichtmal der Klimawandel ist bei den Sozialreformen ein Punkt - das ist schon grotesk, wenn man alles aus Arbeit, Beiträgen bezahlen will.

Merz ist absolut nicht selbstkritisch, er ist absolut ratlos, weil er nach wie vor keine inhaltliche Seite bei dem Sieg der AfD sieht. Er bleibt bei albernen und zusammenhanglosen MiniReförmchen seiner Scheuklappenkommisionen, die es nichtmal geschafft haben Rente und Gesundheit in einem zu denken, Silodenken, wie in den 80ern.

Er sagt erneut, es sei vor allem die Kommunikation, mangelnde Empathie. Das ist falsch. Die Reformen adressieren eine gesellschaftliche und ökonomische Situation, die schon bald obsolet sein wird, obsolet ist.

Die CDU - wird nie wieder eine Wahl gewinnen, weil sie ihr Klientel verloren hat, die Positionen nicht an den Abstieg der Mittelklasse anpasst. Die leeren Hüllen der sozialen Marktwirtschaft weiter beschwört, aber vollkommen igniriert, dass diese ihrem eigenen Anspruch trotz Billiarden Transfers und Umverteilung schon lange nicht mehr gerecht wird. In ihren Kernbereichen der sozialen Organisation ist sie gescheitert. Jetzt auch bei dem Ziel, dass keine Rechtsextremisten auch nur in die Nähe der Macht kommen. Dieses System für den Nachkriegswesten ist am Ende. Es kann die Anforderungen der Zeit nicht erfüllen, deshalb enwerfen sie derartige Frickeleien, wie die albernen aber sehr teure Reformen, die an den grundlegenden Problem der Finanzierung nur temporär etwas ändern, auf Kosten der Bürger*innen.

Die Union klammert sich an leere Hüllen, wie die albernen Reformen, hat inhaltlich und analytisch nichts mehr beizutragen, weil ihre ganz grundlegenden Problemanalysen komplett dumm sind. Komplett aus der Zeit gefallen und falsch. Diese leeren Schablonen, dieses seltsame Beschwören der Vergangenheit, der sozialen Marktwirtschaft, das macht die AfD stark.

Es geht also auch nicht darum, keine Kompromisse zu machen, sondern darum die richtigen zu machen, das setzt aber eine passende Problemanalyse voraus, davon ist die gesamte Öffentlichkeit, auch die mediale, in Deutschland, meilenweit entfernt, das erklärt die heuchlerische Überraschung am Tag danach, gepaart mit einem seltsamen Herunterspielen des Ereignisses. Wir müssen reden - na dann - redet mal schön.

Im Grunde ist es einfach: Reform um der Reform willen ist keine Perspektive. Die Reaktionen der Union sprechen Bände: Angeblich ginge es jetzt darum, die Reformen dennoch durchzudrücken. Es gab aber zu keinem Zeitpunkt eine größere inhaltliche Debatte über die sogenannten Reformen. Kommissionen, die weitgehend befangen sind, also aus dem System kommen, machen Vorschläge, wie Schrottsysteme, die viel kosten und im internationalen Vergleich wenig leisten, noch ein paar Jahre über die Runden kommen.

Hier wird ein Schräubchen gedreht, da wird ein Schräubchen gedreht, aber es werden keine grundlegenden Alternativen zu den gescheiterten deutschen Sozialversicherungen in Erwägung gezogen. Auch von linker Seite kommen maximal Umverteilungsphantasien, die aber nicht benennen, woher innerhalb des Kapitalismus die Resource kommen sollen. Diese Vorgehensweise ist keine Vorgehensweise, die Systeme einer kritischen und plausiblen Revision unterzieht.

Dennoch tut die Koalition so, als seien diese Reformen ein großer Wurf. Das sind sie nicht. Sie sind reine Kostenrunden, welche die großen grundlegenden Schwachstellen der Systeme nicht adressieren, sondern allenfalls dafür sorgen, dass diese Systeme weiter finanziert werden.

Aber: Wenn wichtige Teile dieser Reformen greifen, also in 20 Jahren, wie bei der Rente, dann sind die Eckdaten der grundlegenden globalen Ökonomie schon wieder völlig andere. Also wäre es Voraussetzung solcher Reformen, dass sich die Lage in den nächsten 20 - 30 Jahren nicht ändert, damit überhaupt der halluzinierte Erfolg der albernen Kommissionen, wie bei der Rente, überhaupt eintreten kann. Aber diese Kommissionen sitzen ja zusammen, weil bei den Reformen der Vergangenheit genauso gedacht wurde, aber die Lage sich nicht so entwickelte, wie die seltsamen Experten, die hier Fachidioten sind, es sich vorstellten.

Allein dieser banale Widerspruch fällt offensichtlich kaum jemandem auf. Derartige Vorgehensweisen sind typisch für statische Systeme, die nicht in der Lage sind aus einem dynamischen Setting heraus schnell und einfach an neue Entwicklungen angepasst werden zu können. Eingepreist wurde von diesen Experten garnichts, außer der feste Wille an komplettem Unsinn weiter festzuhalten. Da ist die "Rente mit 63" nur eine kleine Stilblüte. Sie betrifft ohnehin fast nur Sesselfurzer, denn alle anderen sind lange vorher aus dem Job. Da ist die Vorstellung einer "Schwerarbeit Rente" doch lächerlich, die müsste dann ab 50 gezahlt werden. Weiter wäre es sinnvoller z.B. Arbeitgeber zu zwingen Leute über 50 einzustellen. Arbeitslosigkeit von Leuten, die ihren alten Job mit über 50 verloren haben, ist ein viel wichtigeres Problem.

Es sind also reine Sparrunden innerhalb statischer Systeme ohne ernsthafte inhaltliche Veränderung, diese mussten erfolgen, weil schon die Reformen der Vergangenheit kein vernünftiges Ergebnis brachten, das passiert jetzt wieder. Global und technisch sind so viele Veränderungen unterwegs, dass abgesehen von politischen Vollpfosten und einigen Vertretern aus der Wirtschaft, Presse niemand ernsthaft glaubt diese Reformen könnten die Explosion der Sozialstaatskosten aufhalten.

Alle Parteien fabulieren sich irgendwelche romantischen, idealistischen Geschichtchen zusammen. Tatsache ist aber, dieses System läuft weiter. Damit kranken die Erzählungen und Vorstellungen der Parteien schon daran, dass sie mit allen Mittel versuchen von der brutalen Realität abzulenken, um sich Stimmen zu kaufen. Aber eine belastbare Antwort auf die realen Bedingungen der Produktion gibt keine Partei. Besonders der romantisch- deutsch, identitär-verkitschte Ansatz der AfD fällt durch ein großes Gap zur Realität auf. Was wollen sie machen? Auf all die Ergebnisse der Massenproduktion ein Schwarz-Rot-Goldenes Fähnchen pappen? Also - die Alternative für Deutschland ist sicher keine Alternative, nur eine weitere Traummaschine für Trottel.

Und so sieht sie aus, die Realität der breiten globalen Masse. Da mag dann jede selbst beurteilen, wie relevant unsere politischen Mainstream-Diskussionen, die sich weitgehend in Moral und Klugscheißerei erschöpfen, auch bei der AfD, wirklich sind. Solange das System so weiterläuft, sind sie tatsächlich irrelevant, machen Handlungsfähigkeit der Politik nur vor, sind vorgeschobene Ersatzdiskussionen für die Frage: Können wir so weiter machen? Die Antwort kennt eigentlich jede: Nein! Und weil jeder die Antwort auf die Frage kennt, werden die Hallucination, die ein "Weiter so ..." ermöglichen immer alberner, immer absurder, immer irrationaler - in diesen Kontext des Irrationalen muss auch die AfD einsortiert werden. Denn auch der politische Preis des Systemerhalts wird halt immer größer. Wie überraschend! Wie unvorhersehbar!

Andererseits erhält diese Verbürgerlichung des Proletariats eine eigene organisatorische Form in den menschewistischen Arbeiterparteien und der von ihnen beherrschten Gewerkschaftsführung (SPD, Die Linke, DGB Anm. d. Red.). Diese Organisationen arbeiten nun bewußt darauf, die bloße Spontaneität der Bewegungen des Proletariats (ihre Abhängigkeit von ihrem unmittelbaren Anlaß, ihre Zerstückelung nach Beruf, Land usw.) auf der Stufe der bloßen Spontaneität zu bewahren und ihr Umschlagen in der Richtung auf das Ganze, sowohl in der territorialen, beruflichen usw. Zusammenfassung wie in der Vereinheitlichung der wirtschaftlichen Bewegung mit der politischen zu verhindern. Wobei den Gewerkschaften mehr die Funktion der Atomisierung, der Entpolitisierung der Bewegung, des Verdeckens der Beziehung zum Ganzen zukommt; während die menschewistischen Parteien mehr den Beruf erfüllen, die Verdinglichung im Bewußtsein des Proletariats ideologisch und organisatorisch zu fixieren, es auf der Stufe der relativen Verbürgerlichung festzuhalten. Diese ihre Funktion können sie aber nur erfüllen, weil diese ideologische Krise im Proletariat vorhanden; weil ein ideologisches – Hineinwachsen in Diktatur und Sozialismus für das Proletariat auch theoretisch eine Unmöglichkeit ist; weil also die Krise zugleich mit der ökonomischen Erschütterung des Kapitalismus auch eine ideologische Umwälzung des im Kapitalismus, unter dem Einfluß der Lebensformen der bürgerlichen Gesellschaft entwickelten Proletariats bedeutet. Eine ideologische Umwälzung, die zwar infolge der ökonomischen Krise und der durch sie gegebenen objektiven Möglichkeit der Machtergreifung entstanden ist, deren Ablauf jedoch keineswegs eine automatisch – „gesetzmäßige“ Parallelität mit der objektiven Krise selbst aufnimmt, deren Lösung nur die freie Tat des Proletariats selbst sein kann.

Es fehlt also die übergeordnete Diskussion, ob diese deutschen Systeme, die im globalen Maßstab sehr exotisch sind, grundsätzlich den Herausforderungen noch gewachsen sind. Diese Diskussion könnte in eine viel größere Überlegung münden, eine viel größere politische Absicht: Klimawandel, demografischer Wandel, Nationalismus und Zusammenbruch von Welthandelsstrukturen, allein diese Punkte betreffen die soziale Marktwirtschaft wie kein anderes System. Es ist ein System was grundsätzlich auf Umverteilung innerhalb einer kapitalistischen Weltordnung setzt. Nun steuern wir aber auf eine Zeit zu, die diese grundlegende Umverteilung immer mehr infrage stellt, denn die Profitraten sinken und mit KI betritt ein Player das Feld, der erhebliche Auswirkungen auf die Verteilungspolitik haben wird.

Es wird durch den Klimawandel insgesamt weniger global zu verteilen sein. Der Kapitalismus tritt in eine Phase ein, in der seine auf Überproduktion angelegten ökonomischen Verfahren in eine Knappheit übergehen, weil dieser Überproduktionswahnsinn sehr viele Resourccen bereits unwiederbringlich vernichtet hat und auch den Klimawandel brachte. Damit wird es auch zu einer Staatsschuldenkrise kommen, denn je mehr umverteilt wird, umso mehr kann es in solchen Phasen nicht aus Steuern, sondern aus Schulden finanziert werden. Aber diese Schulden funktionieren durch die großen KI-Player Hyperscaler auch nicht mehr so leicht, so kostengünstig, denn die Hyperscaler konkurrieren mit ihren Investitionsanleihen mit den Staatsanleihen. Dadurch werden die Staatsanleihen unattraktiver für die Gläubiger und teurer für die Schuldner.

Auch darauf gibt weder die Merz Regierung noch irgendeine andere deutsche Partei eine Antwort. Besonders die AfD nicht. Das heißt die elementaren Grundlagen politischen Handelns, was in Deutschland stets mit Umverteilung zu tun hat, werden knapper.

Da sagt die AfD nur, dass sie mehr an Deutsche verteilt. Das ist aber eine Halluzination, denn schon jetzt sind praktisch nur Deutsche Nutznießer der Umverteilung. Die AfD stellt das Rad, an dem sie drehen kann, viel zu groß dar. Sie macht die Fehler, die alle anderen Parteien auch machen: Zwar bietet die AfD, im Gegensatz zu allen anderen Parteien eine systemische Narration, aber ihre Narration ist destruktiv, und abhängig von vielen politischen Lügen und nicht belegbaren Fakebehauptungen. Sie bietet ebenfalls keine Alternative zum Kapitalismus, sondern nur andere, fast immer herbeihalluzinierte, Aspekte einer "natonalen" Umverteilung.

Das ist es also was fehlt, die ehemalige und mehr und mehr marginalisierte Mitte sehnt sich nach einer großen Narration, die nicht mehr nur die alte Flickschusterei bedient, also Umverteilung ala reformistische Linke oder Sparorgien ala Union, nein es muss nun in all der Unsicherheit eine Perspektive geben, die das Kleinbürgertum, die ökonomische Mitte rettet. Diese Narration aber kann in Kapitalismus nur eine Lüge sein. Es gibt diese Option der Rettung einer Mitte im kapitalistischen System nicht.

Daran krankt es, wir haben es also eigentlich nicht mit einer Krise der Parteien zu tun, sondern mit einer Krise des kapitalistischen Systems, die sich nicht mehr ohne weiteres mit den alten ökonomistischen Laborlösungen lösen lässt. Die Menschen erwarten aber, da ihnen das ja auch ständig erzählt wird, irgendeine Partei könne ihren Abstieg aufhalten. Nein - können sie nicht, sie können nur immer mehr Lügen erfinden, solange sie am Kapitalismus inhaltlich festhalten, müssen sie lügen. Das merken die Menschen aber können natürlich keine derart abstrakte Einordnung selbst vornehmen - also stürzen sie sich in die Arme derjenigen, die es ihnen vermeintlich leicht machen.

An der Narration von einer demokratische, solidarischen Wirtschaft- und Politordnung sollte man jetzt arbeiten und dabei nicht vergessen, die Erkenntnis, dass der Kapitalismus immer wieder existentielle Krisen erzeugt uralt ist. Man sollte also nicht vergessen, die Gemeinsamkeiten der AfD mit allen anderen bürgerlichen Parteien sind größer,s als die Unterschiede, denn in der fundamentalen Systemfrage antworten sie alle gleich.

Es ist vor allem eine Frage der Perspektive auf den Kapitalismus, ob man eher Unterschiede oder eher Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Geschmacksrichtungen der kapitalistischen Parteien findet. Dass bei Abstieg der Mitte, aus diesem Spektrum auch eine starke rechte Kraft entstehen wird - das ist völlig normal - je mehr die Bedeutung der Mitte ökonomisch schwindet, umso lauter werden ihre Versuche noch eine Zukunft zu haben - dafür steht die AfD. Dieses Kleinbürgertum, diese angebliche Mitte kann eben nur noch versuchen mit totaler Abschottung wenigstens noch einige Jahre die eigene Prekarisierung und Proletarisierung aufzuhalten, gelingen wird es nicht, aber bis dahin kann die AfD viel Schaden anrichten.

Die Abschottungstendenzen, die Abgrenzungstendenzen, die Suche nach Sündenböcken, auch bei der Union, auch gegen die EU, haben unter Merz ebenfalls deutlich Fahrt aufgenommen. Alle diese Parteien fantasieren sich irgendwelche Abschottungen von den Realitäten des globalen Marktes herbei, die einen mit nationaler Umverteilung, die anderen mit Mauern und Zäunen und autoritärem Getue. Funktionieren wird nichts von alledem.

Dieses System wird sicher auch eine unmenschliche, eine brutale Lösung finden, um weiterzuexistieren, es kann alles tun, aber es ist vom Willen des Menschen abhängig was tatsächlich passiert, wir haben es in der Hand.

Es sollte also mindestens endlich damit aufgehört werden, irgendwelchen Pille Palle Scheiß, wie die lächerlichen Merz Reformen, als großen Wurf zu bezeichnen. Das Augenmerk muss auf die grundsätzlichen, internationalen systemischen Aspekte gelenkt werden. Auch die Umverteilung wird niemanden weiter bringen. Es ist jetzt an der Zeit grundsätzliche, systemische und internationale, ausserparlamentarische, solidarische Alternativen zu promoten. Es wird keine Lösung innerhalb der kapitalistischen Ordnung und der bürgerlichen Parlamente und Institutionen mehr geben. Es wird auch keinen Mittelstand, keine Mitte innerhalb der kapitalistischen Ordnung dauerhaft geben, denn die grundlegenden ökonomischen Gesetze führen zu einer Kapitalkonzentration, diese Kapitalkonzentration frisst immer mehr den Mittelstand. Sie kann aber nicht aufgehalten werden, innerhalb des Kapitalismus, ohne die eigenen ökonomischen Grundlagen zu gefährden.

Das ist besonders das Problem der Union, denn sie kann keine internationale Industriepolitik, aber Handwerk, Bauern, kleines Gewerbe, industrieller Mittelstand - all das, was im Zentrum der CDU/CSU Politik steht, das hat keine Zukunft mehr und so sind es auch diese Leute, die sich an den letzten Strohhalm AfD klammern, die Union verlassen, untergehen werden sie trotzdem.

Was prinzipiell auch mit KI passiert, das wusste schon Marx. Also verbirgt sich hinter dem Verschwinden der kleinen Industrie, des Handwerks, des Mittelstandes, der kleinen Bauern vor allem auch ein technischer Fortschritt, der eine völlig neue Logik in die Welt der Handarbeit brachte:

An vielem Handwerkszeug besitzt der Unterschied zwischen dem Menschen als bloßer Triebkraft und als Arbeiter mit dem eigentlichen Operateur eine sinnlich besonderte Existenz. Z.B. beim Spinnrad wirkt der Fuß nur als Triebkraft, während die Hand, die an der Spindel arbeitet, zupft und dreht, die eigentliche Spinnoperation verrichtet. Grade diesen letzten Teil des Handwerksinstruments ergreift die industrielle Revolution zuerst und überläßt dem Menschen, neben der neuen Arbeit die Maschine mit seinem Auge zu überwachen und ihre Irrtümer mit seiner Hand zu verbessern, zunächst noch die rein mechanische Rolle der Triebkraft. Werkzeuge dagegen, auf die der Mensch von vornherein nur als einfache Triebkraft wirkt, wie z.B. beim Drehn der Kurbel einer Mühle, bei[m] Pumpen, beim Auf- und Abbewegen der Arme eines Blasebalgs, beim Stoßen eines Mörsers etc., rufen zwar zuerst die Anwendung von Tieren, Wasser, Wind als Bewegungskräften hervor. Sie recken sich, teilweise innerhalb, sporadisch schon lange vor der Manufakturperiode zu Maschinen, aber sie revolutionieren die Produktionsweise nicht. Daß sie selbst in ihrer handwerksmäßigen Form bereits Maschinen sind, zeigt sich in der Periode der großen Industrie. Die Pumpen z.B., womit die Holländer 1836/37 den See von Harlem auspumpten, waren nach dem Prinzip gewöhnlicher Pumpen konstruiert, nur daß zyklopische Dampfmaschinen statt der Menschenhände ihre Kolben trieben. Der gewöhnliche und sehr unvollkommne Blasbalg des Grobschmieds wird noch zuweilen in England durch bloße Verbindung seines Arms mit einer Dampfmaschine in eine mechanische Luftpumpe verwandelt. Die Dampfmaschine selbst, wie sie Ende des 17. Jahrhunderts während der Manufakturperiode erfunden ward und bis zum Anfang der 80er Jahre des 18. Jahrhunderts fortexistierte, rief keine industrielle Revolution hervor. Es war vielmehr umgekehrt die Schöpfung der Werkzeugmaschinen, welche die revolutionierte Dampfmaschine notwendig machte. Sobald der Mensch, statt mit dem Werkzeug auf den Arbeitsgegenstand, nur noch als Triebkraft auf eine Werkzeugmaschine wirkt, wird die Verkleidung der Triebkraft in menschliche Muskel zufällig und kann Wind, Wasser, Dampf usw. an die Stelle treten. Dies schließt natürlich nicht aus, daß solcher Wechsel oft große technische Ändrungen des ursprünglich für menschliche Treibkraft allein konstruierten Mechanismus bedingt. Heutzutage werden alle Maschinen, die sich erst Bahn brechen müssen, wie Nähmaschinen, Brotbereitungsmaschinen usw., wenn sie den kleinen Maßstab nicht von vornherein durch ihre Bestimmung ausschließen, für menschliche und rein mechanische Triebkraft zugleich konstruiert.

(...)

Nachdem erst die Werkzeuge aus Werkzeugen des menschlichen Organismus in Werkzeuge eines mechanischen Apparats, der Werkzeugmaschine, verwandelt, erhielt nun auch die Bewegungsmaschine eine selbständige, von den Schranken menschlicher Kraft völlig emanzipierte Form. Damit sinkt die einzelne Werkzeugmaschine, die wir bisher betrachtet, zu einem bloßen Element der maschinenmäßigen Produktion herab. Eine Bewegungsmaschine konnte jetzt viele Arbeitsmaschinen gleichzeitig treiben.

Die Parteien scheitern, weil sie in Deutschland Politik für ein Phantom machen: Die Mitte.

Werden Rechtsradikale in Deutschland wieder an die Macht kommen? Sie sind es schon, denn sie zwingen die anderen Parteien zu Koalitionen und Zusammenarbeit, die deren eigenes Profil nachhaltig zerstört.

Die Wahl bringt das zu erwartende Ergebnis. Die SPD bekommt wahrscheinlich reichlich taktische Stimmen und sollte nicht den Fehler machen, dieses Ergebnis, also maximal das Halten des letzten Ergebnisses, als Stabilisierung für Klingbeil/Bass misszuverstehen. Immerhin ist es erneut das schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte, also muss auch der Landesverband ganz neu aufgestellt werden.

Daneben ist verschiedenen Akteuren aus der Zivilgesellschaft zu verdanken, dass eben taktisch gewählt wurde. Aber die AfD wird nicht verschwinden, also ist taktisches Wählen nicht sinnvoll, es ist allenfalls bei einzelnen Wahlen ein Instrument. Es ist nicht nachhaltig, soweit der adressierte Gegner, hier die AfD, damit nicht aufzuhalten ist. Daneben betonen diese Aktionen die Macht der Parlamente, obschon wir ihre Machtlosigkeit ja gerade erleben und in Weimar ebenfalls erlebt haben, in hunderten anderen Beispielen global ebenfalls .


Der reaktionäre Neo-Liberalismus - erfunden vom Dream-Team Kissinger/Pinochet bombt nach allerlei CIA Interventionen den gewählten Präsidenten Allende aus dem Amt. Allende hatte sich auf die Macht des Parlaments und des bürgerlichen Staates verlassen, weil er diesen eine demokratische Gesinnung unterstellte. Die verschwand schnell. Die AfD ist in ihrer Breite eine reaktionäre neo-liberale Partei, besonders im Westen, im Osten ist sie eine rechtsextremistische bis nationalsozialistische Formation. Dass diese Gruppen ausgerechnet mit Sozialpolitik punkten, bis sie an der Macht sind, das ist in Chile nicht anders gewesen.

Wenn Mehrheiten nur noch Idiotie reflektieren, Propaganda, ist die Demokratie am Ende. Dann muss man zu anderen Maßnahmen greifen. Die AfD strebt eine Diktatur der dumpfen Mehrheit an, das ist nicht die Idee der Demokratie, zeigt aber das hirnrissige Politikverständnis dieser Leute. Was man der aktuellen Bundesregierung aber ebenso vorhalten könnte. Diese ganzen autoritären Vorstellungen gerade auch der Merz Union haben diesem Ergebnis den Boden bereitet, auch Merz ganz persönlich. Wie zuletzt im Fall der Kinderärztin.

Nein, der Parlamentarismus und die Institutionen des bürgerlichen Staates sind keine zuverlässigen Partner im Kampf gegen Rechts. Diese Institutionen erreichen immer einen Kipppunkt. Auch der historische Nationalsozialismus war keine Revolution, sondern eine Übernahme der Macht, die mit Unterstützung der Konservativen gelang. Der Staatsapparat und seine Institutionen funktionierten unter den neuen Machthabern auch personell kaum verändert einfach weiter und führten auch die Shoa aus.

Die SPD war in der Regierung in SA - das ist die Quittung auch auf Landesebene.

Die Koalition in Berlin mit dem großen Verlierer Merz hat dieses Ergebnis maßgeblich mitgeprägt. Merz steht nun vor einem Scherbenhaufen der leeren Versprechen, der nur größer werden kann, sollten jetzt nicht auf Bundesebene die Konsequenzen gezogen werden. Vertrauensfrage und Rücktritt als Vorsitzender, was genauso Baas und Klingbeil zu raten ist.

Nur die Grünen haben was zu feiern, jedenfalls aus der gescheiterten Anti.AfD Front, sie fahren das beste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Alle sóllten sich davor hüten dieses Ergebnis schönzureden, nur weil der absolute Super-GAU vielleicht ausbleibt.

Die Politik der Brandmauer ist gescheitert und zieht alle Parteien, ausser die AfD, immer weiter runter, versetzt die Politik in profillose Handlungsunfähigkeit, die nur der AfD nützt.

Das ist auch der Fall bei Koalitionen mit der Union, sie ist die einzige Partei, die von der Brandmauer noch profitieren kann - aber wofür? In vielen Bereichen ist die Politik der Union, besonders im sozialpolitischen und gesellschaftspolitischen Bereich von der AfD nicht zu unterscheiden. Warum sollen die anderen Parteien dann zusammen mit der Union untergehen, um den Politikentwurf der Merzpartei ebenfalls zu verteidigen?

In Wirtschaft sind beide Parteien irgendwo im reaktionären Neo-Liberalismus hängen geblieben. Soweit man also diesen Kurs der Union mitfährt, macht man nichts anderes, als der AfD den Boden zu bereiten. Die Union ist zu isolieren, wenn man die AfD schrubben will. Beide Parteien sorgen für ein unerträgliches chauvinistisches und ausgrenzendes gesellschaftliches Klima, bei der Union ganz besonders der erfolglose Merz, der die Union halbiert und nicht die AfD. Dieser Rechtskurs von Merz/Dobrintd ist sofort zu stoppen, dass mus auch zur Bedingung jeder Kooperation mit der Union gemacht werden. Bei Bündnissen muss auch eine Mitsprache bei der Personalpolitik erfolgen!!

Ansonsten werden die Rechten und Rechtsnationalen auf lange Sichte die Politik bestimmen, weil es keine Alternativen zu diesem Konglomerat des reaktionären Konservativismus/Neo-Liberalismus/Rechtsextremismus mehr gibt. Dann geht man besser ins Ausland, bis die Rechten den Laden wieder vor die Wand gefahren haben. .

Merz ist auf ganzer Linie gescheitert, ist als Großschwätzer entlarvt, jeder Tag, den dieser Mann länger Kanzler ist, wird dieses Land dem Abgrund näher bringen. Schon wenn er seine Kommentare zu der Wahl abgibt, wird die nächste Peinlichkeit dem Land nicht erspart bleiben. Er ist der falsche Mann zur falschen Zeit. Weg mit Merz!



Die Gründung West, geboren aus dem 12 Jahre dauernden 1000-jährigem Reich, hat vermeintlich alles getan, um zu verhindern, was nun vielleicht in einem kleinen Ost Bundesland passiert. Tatsächlich steht das gesamte Konzept der Westrepublik mit Grundgesetz, sozialer Marktwirtschaft, Öffentlich-Rechtlichem Rundfunk und Tarifpartnerschaft am Scheideweg. Sachsen-Anhalt ist unbedeutend und kleiner, als die Metropolregion Köln/Bonn. Nach Aufholeffekten, nach der Wiedervereinigung, tritt das Bundesland seit langem auf der Stelle . Umso merkwürdiger ist, dass Wirtschaft bei der in den Umfragen führenden Partei keine Rolle spielt, oder nachweislich auf Amateurlevel angesiedelt ist, sich lächerlichen ideologischen Forderungen unterordnen soll. Diese ideologischen Forderungen produzieren nicht nur bei Migration gewaltige Zielkonflikte, die nicht ernsthaft im Wahlkampf thematisiert wurden. Das muss, mit oder ohne AfD Regierung, egal, wer unter diesen Bedingungen regiert im Stillstand enden. Auch eine krampfhaft zusammengeschusterte Anti.AfD Front wird das Bundesland nicht nach vorne bringen. Es sind die Menschen mit ihren tölpelhaften und emotionalen Entscheidungen, die den Stillstand ausläsen. Das ist nicht einfach zu lösen. Hinzu kommt eine gefährliche Schengen-, EU-, Eurofeindlichkeit. Die Ausgangsvoraussetzungen für dieses Bundesland könnten also schlechter nicht sein . Es besteht die große Gefahr, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes weiter sinkt, weil viele Leistungsträger bei weiter instabilen politischen Verhältnissen und zusammenhanglosen, moralischen politischen Forderungen das Bundesland verlassen. Also nicht nur im Fall einer AfD Regierung. Der Überalterungsfaktor und der Faktor Flucht nach Westen ist in Sachsen-Anhalt bereits jetzt sehr hoch.

Wir warten nun mal ab, wie diese Wahl ausgeht. Die erratischen und vorwiegend moralisch-ideologischen Forderungen der AfD jedenfalls, lassen nur einen Schluss zu, es geht nicht um Landespolitik, sondern um den Versuch ein Bundesland um jeden Preis zu erobern. Auf Kosten der Bürger:innen.

Strategisches Ziel ist die endgültige Legitimierung der AfD, die besonders durch die rechte Bundespolitik unter Merz/Klingbeil bereits erfolgt ist. Nun sollen die Früchte dieser Legitimation und der strategischen Fehlleistungen von Merz/Klingbeil (SPD schon unter der Ampel, namentlich Faser), aktuell besonders durch die Union, im Bund geerntet werden.

Das Motto der Wahlparty ist: Heute gehört uns Sachsen-Anhalt und morgen die ganze Republik. Die völlig verfehlte Politik, der Rechtsruck durch Merz und die CSU haben dies sehr leicht gemacht. Dobrintds Migrationspolitik, etwa, ist eine Aufforderung die AfD zu wählen. Die Menschen wählen nicht die Kopisten und Nachplapperer, sondern das Original. Dümmer geht es nümmer. Das ist wissenschaftlich in solchen Fällen seit Jahrzehnten belegt. War eine Lehre der Konservativen DNVP/Zentrum aus Weimar - war. Strauß kann nicht angewendet werden, die Gruppe rechts der CDU/CSU ist stärker als die CDU/CSU - der Zug ist abgefahren.

Die SPD wird nicht mehr als eigenständige Kraft wahrgenommen und kann so auch nicht weiter helfen. Sie hat sich selbst an die Wand gespielt, durch die lächerliche Münterfering Taktik, dass man immer in der Regierung sein muss. So gelingt keine Erneuerung, was auch für die Union gilt. Die AfD profitiert vor allem von den Fehlern und der nicht wissenschaftlich unterfütterten Strategie gegen Rechts, besonders der Union. Ein Land im Würgegriff einer katastrophalen politischen Klasse, von der die AfD nur am lautesten schreit. Das Land ist mit der AfD auf dem Weg in eine Kleptokratie, die nur vervollkommnet, was bisher unter den etablierten gelaufen ist.


Um die Heimat wieder herzustellen, musste aus Woppenroth, Dickenschied und Rohrbach, Schabbach werden . Swashmark's Perspektiven II: "Schabbach". ( I: "Herr Holz")


KI: Binnenmigration nach Westen und wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen-Anhalt seit der Wiedervereinigung

Die Wanderungsbilanz von Sachsen-Anhalt nach Westdeutschland war über Jahrzehnte hinweg massiv negativ, hat sich jedoch in den vergangenen Jahren im Gesamtsaldo weitgehend stabilisiert und ausgeglichen. Während das Land nach der Wiedervereinigung zu den größten demografischen Verlierern gehörte, sorgt die aktuelle Trendwende seit etwa 2015 für eine ausgeglichene Binnenwanderung, die primär durch internationale Zuzüge gestützt wird.

Phasen der Migration: Sachsen-Anhalt → Westdeutschland

Die ost-westdeutsche Binnenmigration lässt sich für Sachsen-Anhalt in drei wesentliche Phasen unterteilen:

Sachsen-Anhalt verzeichnete bundesweit die höchsten relativen Wanderungsverluste. Hauptmotive waren hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven. Der Wanderungssaldo flachte stark ab. Um das Jahr 2022 wurde die Netto-Abwanderung in die westlichen Bundesländer erstmals seit 1990 temporär gestoppt. Im Gesamtsaldo stabil. Allerdings hält die selektive Abwanderung junger Menschen (18 bis 30 Jahre) in den Westen unvermindert an.

Phasen Entwicklung & Tendenz
Phase 1: 1991 – 2009 Massenabwanderung nach Westdeutschland aus den bekannten Gründen. Hier verzeichnete SA ein überdurchschnittliches Problem. Besonders die zunächst unklare Lage der Chemiestandorte und die hohe Arbeitslosigkeit zwang in den Westen. Diese Menschen fehlen für immer, denn sie haben ihre Familien im Westen gegründet, bzw. ihre Lebenspartnerschaften.
Phase 2: 2010 – 2022 Stabilisierung & Trendwende, aber nur durch internationale Zuwanderung ausgeglichener Saldo. Fachkräftemangel besteht in industriellen Clustern, die durch den Weltmarkt strakt unter Druck stehen, wie Leuna.s
Phase 3: Ab 2023 Demografische Spaltung. Die Überalterung der Gesellschaft in SA liegt über dem Bundestrend. Die Abwanderung gut ausgebildeter Junger nach Westen hält an, es bildet sich eine Blase der im wahrsten Sinne des Wortes "zurückgebliebenen" Jungen. Sorry - Statistik ist manchmal, wie sie ist.
Aktuelle demografische Eckpunkte
  • Gesamtbilanz: Sachsen-Anhalt verzeichnet im Jahr 2025 das zwölfte Jahr in Folge einen positiven Gesamtwanderungssaldo (Zuzug aus dem Ausland und anderen Bundesländern übersteigt die Fortzüge).
  • Die Jugend-Lücke: Bei der Kernarbeitsgruppe der 18- bis unter 30-Jährigen verliert Ostdeutschland (ohne Berlin) weiterhin jährlich tausende Personen netto an den Westen.
  • Kompensation: Die Verluste an westliche Bundesländer werden rein rechnerisch durch Gewinne aus der Außenwanderung (internationale Zuwanderung) ausgeglichen.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Sachsen-Anhalt seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist von einem tiefgreifenden Strukturwandel geprägt. Nach dem Zusammenbruch der DDR-Planwirtschaft und der Schließung unrentabler Großbetriebe erlebte das Land zunächst eine schwere Deindustrialisierung und eine massiv ansteigende Arbeitslosigkeit. Seither hat sich die Wirtschaft jedoch durch gezielte Investitionen in moderne Cluster – insbesondere in der chemischen Industrie (wie dem Chemiepark Leuna), dem Maschinenbau, den erneuerbaren Energien und der Nahrungsmittelindustrie – stabilisiert.

Wichtige Meilensteine und Trends
  • Aufholprozess der 1990er und 2000er Jahre: Trotz massiver Transformation vervierfachte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner in den ostdeutschen Flächenländern seit 1990.
  • Arbeitsmarktstabilisierung: Lag die Arbeitslosenquote in den Spitzenzeiten nach der Wende zeitweise bei über 20 %, sank sie durch den Ausbau des Mittelstands sowie den demografischen Wandel im Verlauf der Jahre deutlich. Im Jahr 2025/2026 pendelte sich die Quote bei etwa 8,0 % bis 8,5 % ein.
  • Demografische Herausforderungen: Der wirtschaftliche Fortschritt wird kontinuierlich durch eine starke Abwanderung und Überalterung gebremst. Seit 2000 verlor das Land fast 18 % seiner Bevölkerung. Dies führt heute zu einem akuten Fach- und Arbeitskräftemangel.
  • Aktuelle Konjunktur: Die Wirtschaft Sachsen-Anhalts reagiert empfindlich auf globale Krisen. Umsatzrückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und im Bausektor dämpften zuletzt das reale Wachstum, wodurch das Land im innerdeutschen Vergleich leicht zurückfiel. Zudem verlor die Region durch die Absage der geplanten Intel-Großinvestition bei Magdeburg einen bedeutenden Wachstumsimpuls.
Wirtschaftsleistung im Vergleich zu anderen Bundesländern

Im Vergleich der 16 deutschen Bundesländer nimmt Sachsen-Anhalt beim nominalen Gesamt-BIP einen Platz im unteren Drittel ein (Rang 12) und erwirtschaftet rund 1,8 % der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung. Während die Wirtschaftskraft deutlich hinter den großen westdeutschen Flächenländern zurückbleibt, liegt sie auf Augenhöhe mit den direkten ostdeutschen Nachbarn Thüringen und Brandenburg.

Bundesland (Auswahl) & BIP-Anteil an Deutschland (ca.) Wirtschaftliches Profil / Entwicklungstendenz
Nordrhein-Westfalen / Bayernje ca. 17% – 21% Wirtschaftliche Schwergewichte; hohe absolute Wirtschaftskraft und starke Dienstleistungs- sowie Industriecluster.
Brandenburgca. 2,3% Führend unter den ostdeutschen Flächenländern, stark proftierend vom Berliner Umland (Tesla).
Sachsen-Anhaltca. 1,8% Solide industrielle Basis (Chemie, Maschinenbau, Solar/Wind), kämpft jedoch mit strukturschwachen ländlichen Räumen und Demografie. Solar wurde praktisch durch Subventionsstop abgewickelt, Chemie sehr Weltmarktabhängig.
Thüringenca. 1,8% Direkter wirtschaftlicher Zwilling zu Sachsen-Anhalt mit ähnlicher Branchenstruktur und vergleichbarem BIP-Volumen.
Mecklenburg-Vorpommernca. 1,4% Geringstes Gesamt-BIP der ostdeutschen Flächenländer; stark durch Tourismus und Landwirtschaft geprägt.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sachsen-Anhalt seit 1990 eine enorme Modernisierung vollzogen hat. Die Wirtschaftsleistung pro Kopf bleibt jedoch aufgrund struktureller Nachteile – wie dem Fehlen von DAX-Konzernzentralen und einer kleinteiligen Unternehmensstruktur – weiterhin spürbar hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück. Ebenfalls ist die ungleiche Vermögensverteilung zwischen Ost und West ein Problem. Durch die geringen privaten Vermögen im Osten, also auch in Sachsen-Anhalt konnte kein ernsthafter industrieller Mittelstand entstehen, maximal Handwerks-Klitschen, konnte kein nativer ostdeutscher Einfluss auf die Gestaltung der sog. Wiedervereinigung genommen werden.

Diese objektive und materialistische Ursache für das Gefühl "nicht ernst genommen" zu werden, transponieren die AfD und Publikationen, wie z.B. die "Ostdeutsche Allgemeine", zu einer destruktiv-idealistischen, romantisch-schmachtenden, nostalgischen Abgrenzungsidentität. Die freilich auch kein Vermögen bringt, aber die irreale Gemütslage für politische oder monetäre Absichten hijackt, ohne den Menschen die realen Ursachen ihrer gefühlten Machtlosigkeit zu erklären. Das ergibt eine toxische Mischung und eine toxische rückwärtsgewandte Identitätsvorstellung, die dann letztlich zu dem Gefühl der Selbstermächtigung führt, was schon die alten Nazis perfekt in ihre Deutschtümelei einbauten. Aber, wie schon bei den historischen Nazis, für "Deutsch sein" kann man sich nichts kaufen, es ist keine Qualifikation, kein Vermögen, kein Garnichts, sondern ein nataler Zufall ohne jede idealistische Bedeutung.

Bis es zu einem Krieg kommt, dann ist man eben Kanonenfutter und darf stolz darauf sein. Was bei der AfD ja nur die NATO Kriege problematisch macht, noch so ein hirnrissiges, ostdeutsches Trotz-Befindlichkeitsparadoxon, was aus dem Gefühl der Marginalisierung und Machtlosigkeit entspringt .

Praktisch keine einzige größerer Gründung, keine einzige größerer Investition konnte so nativ-ostdeutsch erfolgen. Diese Folgen mangelnden privaten Vermögens sind auf vielen Ebenen sichtbar und werden durch einen Wahlsieg der AfD und damit einer destruktiven, deutschtümelnden Abgrenzungsidentität, deutlich verstärkt werden. Zumal sich diese destruktive Identitätsschleuder auch auf EU/Euro/Schengen bezieht.

Mit der AfD wird der enge, deutschtümelnde Muff immer stärker. Weiter zeigt sich unter diesen Bedingungen, dass es vielleicht besser war keine DAX Zentrale in derartigem Provinzmief unterzubringen.

Eines der zentralen Probleme wird schon jetzt dramatisch verschärft: Fachkräftemangel und damit auch demografischer Wandel, wird durch die rechte- und rechtsradikale Politik gegen alles Fremde verstärkt. Angesichts der realen Zahlen kann kaum bezweifelt werden, dass gerade Sachsen-Anhalt nur durch internationalen Zuzug die Abwanderung nach Westen halbwegs lösen konnte.

Wer hier den Migrations-Kurs von AfD oder CDU/CSU unterstützt, der erweist seiner Heimat einen Bärendienst. Es sei denn, er versteht sie als totes Freilichtmuseum oder Friedhof. Dem sind die meisten in Sachsen-Anhalt, ohne jeden Zweifel, rein objektiv, näher als der Geburtsstation.

In dieser, mühelos für jeden, anhand von objektiven Zahlen, als selbstschädigend zu erkennenden, fremdenfeindlichen Haltung liegt das Hauptproblem. Diese Selbstzerstörung, die ja schon auf der Ebene der Propaganda und nicht erst bei realer Macht der AfD oder Bundes-Merz-CDU/CSU (Auch der Umgang mit Fakten nähert sich bei der BundesCDU unter Merz der AfD an. ) einsetzt, ist das große Rätsel. Weiter ist klar, dass nur die wenigsten dieser propagandistischen Inhalte überhaupt auf Landesebene verhandelt werden können.

Andererseits, wenn man auf andere Länder schaut und auf historische Tendenzen des Rechtsextremismus, sogar auch in Israel, findet man überall eine selbstzerstörerische Propaganda. Sie wollen, wie auch Dobrintd, eine Politik aus ideologischen Gründen unbedingt durchsetzen, fragen nicht nach den realen und belegbaren Folgen für die Ökonomie und viele andere gesellschaftliche Bereiche. Ideologische Verblödung ist das Bevorzugen von Ideologie, gegenüber Fakten. Das ist auch ein Problem der CDU/CSU bei ihrem Überbietungswettbewerb mit der AfD, was ein rückschrittliches Gesellschaftsbild angeht. Das Heil in der Vergangenheit suchen jene, die sich selbst für die Zukunft keine großen Chancen ausrechnen, die Fortschritt als Verlust ihrer eingebildeten Identität verstehen. Scheint in den Genen der Rechtsextremisten zu liegen. Kleine Selbstmörderlein. Wie bei den alten Nazis. Das was sie vorgeben am meisten zu lieben, ihr Land, zerstören sie durch ihre suizidale Politik und Propaganda. Also - Herzlich Beileid Glückwunsch!

Sie feiern nicht das Neue, nicht einen Aufbruch, sie feiern ihre eigene Angst vor dem Tode! Und dies auf Kosten anderer!

Pointed threats, they bluff with scorn
Suicide remarks are torn
From the fool’s gold mouthpiece the hollow horn
Plays wasted words, proves to warn
That he not busy being born is busy dying

Rare Electric!!! Uploaded by Don Draper, of course!!! I curse the day someone told him to play acoustically. Was it just him talking to himself about music?

Das Persilgedenken

Die Bücherverbrennungen in Deutschland waren das Ergebnis eines langen Prozesses, der bereits vor der Ermächtigung der NSDAP durch den Reichstag erfolgte. Es ist auch Unsinn dieser Verbrennungen an einem Tag zu gedenken, denn schon vor den Nazis gab es Verbrennungen und Schmähungen durch Rechtsnationale, Kaisertreue, Bürgerliche Rechte, Nationalsozialisten, die man heute Rechts-Populisten Sammelbecken nennen würde. Erst nach der Propagandashow Bücherverbrennungen setzte der eigentliche Prozess der Entfernung von Büchern aus dem öffentlichen Raum ein.

Das Ritual der Verbrennung selbst, ist lediglich eine besonders eindrückliche Manifestation gewesen, die aber im Grunde nicht wirklich wichtig war. Wichtig war vornehmlich der in Kulturbürgerkreisen geführte Kampf, um die Deutungshoheit in kulturellen und gesellschaftspolitischen Fragen.

Gerade dieser Prozess hat auch heute lange begonnen und wurde, genauso wie seinerzeit, von entscheidenden gesellschaftlichen Formationen nicht verstanden, wird heruntergespielt, als nebensächlich angesehen, nicht in einen Zusammenhang mit Wahlergebnissen gestellt, die aber als Grundlage jenen Kulturkampf haben

Unter Historikern:innen ist diese Prozesshaftigkeit und die Beteiligung der Institutionen der Bildung und Kultur - eine Kontinuität, vor und nach den Nazis, unumstritten. Umso verwunderlicher ist es, dass wir eine Gedenkkultur haben, und pflegen, die aus jener Kontinuität stammt und von jenen mitentwickelt wurde, die ohne jeden Zweifel zu den Tätern gehörten. Was steckt also hinter diesem Gap zwischen realer Gedenkkultur und realer historischer Forschung?

Wieder haben wir die Situation, dass gerade jene, die in diesen Institutionen tätig sind, den Fokus nicht auf den gerade in den Orten der Bildung und Kultur, dem Buchmarkt tobenden Kampf legen. Weil sie, wie damals, ein Selbstbild pflegen, welches einer offenen Thematisierung dieser Prozesse im Wege steht, weil auch diese heutigen Organisationen nie einer ernsthaften Revision unterzogen wurden, die insbesondere der Frage nachgeht: Welche Strukturen in unseren Institutionen der Kultur, der Bildung, des Gedenkens sind es, die gerade diesen Bereich zum Schlachtfeld für die in Wählerstimmen umgemünzte Deutungshoheit werden lassen? Trotz all der Bücher, die wir verleihen oder verkaufen? Was macht die Erinnerungskultur, die Kultur, die Bildung so harmlos und wirkungslos, dass die AfD mit 20-42 % punkten kann?

Dass in einigen Teilen Europas Rassismus, autoritäre Führung, phrasenhafte Politik - immer mehr an Bedeutung gewinnen konnten. Wie konnte der Wandertag der Mitte nach rechts schon wieder beginnen, und den Prozess der gesamtgesellschaftlichen Radikalisierung so weit treiben, dass ein CDU-Vorsitzender jede Sachlichkeit fahren lässt und rassistische Elemente zu christlicher Politik erklärt und seine C Partei schweigt? Wieso verstehen sie nicht, dass die AfD, wenn das Asylrecht abgeschafft ist, der erste Flüchtling, wie Spahn es gerne hätte, erschossen wurde, vom Bundesgrenzschutz, an irgendeinem Zaun, eben das nächste Fass aufmacht, warum begreifen diese Leute es immer noch nicht und lassen sich vor den Karren des Extremismus spannen? Sie haben trotz ihrer auf dem Papier vorhandenen, rein formalen Bildung und trotz, oder wegen, ihrer herausgehobenen politischen Positioned in Deutschland, keinen blassen Dunst davon, wie die Taktik der Nazis aussah.

Man kann aus ihnen einen neue lebende Form der Erinnerungskultur basteln, den Garten der Erinnerung mit ihnen als hilflose und getriebene Laborratten, die durch den Irrgarten - na, was -- irren: Ordnet man diese Leute so ein, dann sind sie ein lebendes Mahnmal dafür, wie aus "Nie Wieder", Wieder und Wieder wird, während sie Kränze abwerfen, mal so nebenbei im Alltag der Wahlkämpfe im Rausch der rasenden Socials, deren Algos sie füttern, füttern womit? Mit Toten an Grenzen, zum Nutzen des eigenen Volkes, Kinder, Frauen, die zuvor über einen Kulturkampf zu Untermenschen, gemacht werden. Schritt für Schritt. Wie weit ist es dann noch, wenn diese "Politiker der Mitte" keinen Halt mehr in dem finden, was sie selbst zuvor zur Mitte erklärten? Ist Mitte das Durchschnittseinkommen? Das Mittelmaß? Das, wo die Mehrheiten gerade ihren Hass und ihre Angst, ihren Sozialneid austoben? Was ist Mitte dann Morgen, oder gestern? Sie verwischen, sie etikettieren um, sie versinken in der ihnen nebulösen Taktik der Rechtspopulisten, und glauben, es hört auf, wenn sie den Popos immer ähnlicher werden, dabei bleibt reale Politik auf der Strecke, was das Tempo des Abstiegs beschleunigt - Wilders zeigt, dass sie Unrecht haben, ihre Taktik funktioniert nicht. Erst recht nicht Koalition - die VVD ist am Ende, wie zuvor der CDA - das ist das Ziel der Rechtspopulisten, nicht pragmatische Politik, dann würden ihnen ja die Phrasen abhandenkommen, wenn sie Koalitionen eingehen, dann um einen Einparteien Staat zu schaffen. So war es in Weimar mit dem Zentrum und anderen.

Sie haben sich Verirrt im Irrgarten, der fein säuberlich von den europäischen Rechtspopulisten seit Jahrzehnten gepflegt wird, ein Labyrinth ohne Ausgang, über dessen Hecken die Rufe der Politiker schallen - die eigentlich sagen - "Wie komm ich hier raus?" Da braucht man nur warten, bis ihnen die Puste ausgeht und sie zu allem Ja und Amen sagen, auch zu einem Ermächtigungsgesetz, denn sie hoffen dann endlich aus dem Irrgarten herauszukommen.

Der Wahlsieg Wilders und der Niedergang der VVD, nachdem schon die CDA in dieser Sache zerlegt wurde, zeigen haargenau, was auch der CDU bevorsteht, wenn sie hier die Fehler der Niederlande wiederholt.

Es begann mit dem Mord an Pim Fortuyn, den sogar ich garnicht mal dumm fand, eigentlich lustig, nur ein Anarcho Kapitalist, der nicht auf dem Fahrrad, sondern im rosa Rolls Royce mit Nerzmantel zur Parlamentssitzung kam, Champus im Anschlag. Und so nennt sich die Wilders Partei in Nachfolge und nach Spaltungen - Partei für die Freiheit - auch das ist das Muster des systematischen Umetikettierens, angesichts dessen die bürgerliche Politik erstarrt, wie der Frosch vor der Schlange. Diese Erstarrung hat auch sämtliche Kranzabwerfer:innen von SPD bis Grün erfasst. So werden extremistische Positionen Schritt für Schritt zum Mainstream, zur Notwendigkeit, bei Kretschmann / BW zum Ausdruck von Pragmatismus und Machtwillen, alles fügt sich zusammen, die Götterdammerung der Realität, aller Begriffe, das ist wichtigstes Instrument der Rechtsradikalen, wie Orwell in 1984 mit Neusprech eindrücklich zeigte.

Erinnerungskultur? Um-deutbar, weil unscharf und beliebig, weil symbolisch und tatenlos. Parlamentarismus und bürgerliche Demokratie? Mühelos zu instrumentalisieren, wenn die Zahnräder der Strategie ineinandergreifen, sind alle die warnen plötzlich Panikmacher, aus nacktem Rassismus werden pragmatische Rückführungsgesetze, Lebensmittelkarten, alleinreisende Kriminelle, Gewalttäter, die man zuvor so untergebracht und abgespeist hat, dass jeder mit dem es so machen würde, auch zur Gewalt neigen könnte, wieder Umkehr Täter Opfer und Umetikettierung, obschon selbst die Polizei sagt, dass es bei dieser Form der Unterbringung durch die Kommunen zu Gewalt kommen muss, so geht die Kette ohne Ende weiter, weil der der sorgsam aufgebaute "Volkszorn" von Oben, die Revolution der Kleinbürger und Rolatorlenins, es so will. Dann können sie es wieder von sich weisen: Wenn du Wahlen gewinnen willst, musst du Rassist sein, das Volk will es so. .

Das wird man kaum dem Antisemitismus von Muslimen anlasten können.

Auch das Wort Antisemitismus, was jeder im Munde führt, ist so ein Beispiel. Antisemitism ist erst seit 1879 im Zuge des gescheiterten Versuchs der Verwissenschaftlichung der "Rassenlehre" aufgekommen, er ist nur und ausschließlich ein bürgerlicher Vorbehalt, ein christlich bürgerliches Element des Nationalismus und zu unterscheiden von Judenhass.

Der Ursprung des Begriffs und Konzepts „Antisemitismus“

Das Wort und das spezifische politische Konzept des Antisemitismus tauchten im Jahr 1879 in Deutschland auf1.1.4. Geprägt und popularisiert wurde der Begriff durch den deutschen Journalisten und Publizisten Wilhelm Marr 1.1.5, die „Antisemiten-Liga“ war kein Fussball. Gegründet von Marr im gleichen Jahr. Das war die erste nachweisbare institutionalisierung des neuen Konzeptes des modernen Anti-Semitismus 1.2.2.

Wichtig zu wissen: Während die Judenfeindschaft (der christliche, muslimische Judenhass) eine jahrtausendealte Geschichte hat, markiert das Jahr 1879 die Geburtsstunde des modernen, säkularen Begriffs und Konzepts: Anti-Semitismus als Teil des rassistischen Fächers menschenverachtender Konzepte.
Das moderne, industrielle und rassistische Konzept dahinter

Mit der Schöpfung des Begriffs "Antisemitismus“ sollte eine wissenschaftliche Abgrenzung zum traditionellen, religiös motivierten Judenhass (dem Antijudaismus) vollzogen werden 1.1.4, 1.1.10. Die Intention der damaligen Akteure war es, ihrer Judenfeindlichkeit einen scheinbar modernen, wissenschaftlichen und rationalen Anstrich zu geben 1.1.1, 1.3.5.

Damit war ein neues Konzept geboren, was angelehnt wurde, an die endlosen Diskussionen der Anthropologie, der Ethnologie, um die Frage nach den Rassen in den Kolonien und welche Stellung sie im Verhältnis zur christlich, weißen, reinen Rasse standen. Wenn also heute über das Stadtbild diskutiert wird, als sei es das Problem "dreckiger" Flüchtlinge ist dies eine Neuaflage alter weißer "Reinheitsvorstellungen". Durch die einschlägigen Fettnäpfe eines Kanzlers erfolgt die Legitimation dieser Konzepte von "ganz oben". Das ist das Konzept des Ausschlusses. So wurde seinerzeit also letztlich auch der Auschluss der jüdisch Gläubigen aus dem Konzept der modernen Staatsbürgerschaften betrieben. Das ist ein entscheidender Punkt, den der alte Judenhass nicht leisten kann. Als er aktuell war, war Volk kein nationaler Begriff, sondern es war ein "Volk" dieses oder jenen Gottes. Ein solches altes Konzept kann in Industriegesellschaften nicht den Impact haben, der in Deutschland zur Shoa führte. Während bei Christen Deutsch ein Adjektiv ist, wurde dieses Adjektiv den Juden nun aberkannt, sie waren eine andere Rasse, somit keine "völkischen" Deutschen. Dieser Ansatz machte die Shoa im Gegensatz zu belibiegen Pogromen und Massakern, zu einer Sache, die der deutsche Staat industriell auf vermeintlich wissenschaftlicher Grundlage betreiben konnte. Die industrielle Form dieses Massenmordes ist also der direkte Spiegel der Verwissenschaftlichung des religiös motivierten Judenhasses.

Judenhass Antisemitismus
Religiös, Ablehnung des christlichen Glaubens, Vorwurf des "Christusmordes“ Pseudowissenschaftlich, rassistisch und sozialpolitisch 1.1.10, 1.1.12
Definiert über die Religion (Judentum) 1.1.1 Definiert über die vermeintliche biologische Abstammung (Rassismus) 1.1.2
Konversion, Übertritt zum Christentum / Taufe 1.2.3 Kein Ausweg. Da die Herkunft als unveränderlich galt, half auch eine Taufe nicht mehr 1.2.3, 1.3.3
Der sprachliche Trugschluss (Etymologie)

Aus sprachwissenschaftlicher Sicht ist das Wort eine irreführende Neuschöpfung:

  • Der Begriff „semitisch“ stammt ursprünglich aus der Linguistik des späten 18. Jahrhunderts und beschreibt eine Sprachfamilie (zu der u.a. Hebräisch und Arabisch gehören) 1.1.1, 1.3.6.
  • Wilhelm Marr und andere Rassentheoretiker übertrugen diesen Begriff fälschlicherweise auf Menschengruppen, um eine vermeintliche „semitische Rasse“ zu konstruieren 1.1.12, 1.3.5.
  • Obwohl das Wort theoretisch alle „Semiten“ einschließen müsste, wurde es von seiner Entstehung an ausschließlich als Kampfbegriff gegen Jüdinnen und Juden verwendet 1.3.5.

Aber selbst Bundespräsidenten bezeichnen israelbezogenen Judenhass, der nicht das geringste mit dem Antisemitism zu tun hat, als Antisemitismus und ziehen im nächsten Satz eine Linie zur Shoa. Als ob sie in Wirklichkeit sagen wollten: "Antisemitismus, da sind wir Experten, aber sehet doch, "der Araber", er ist der Antisemit, wir haben ja gelernt" - gelernt was, dass man 10 Tausende umlegt, um eine beschissene IRA Kopie zu jagen, weil man zu blöde ist seine Grenzen zu schützen? Salafisten des Gen-denkens, in deren Land der Mob tobt, und Menschen sterben, NSU unerkannt wütet. .

Das ist Bullshit und wenn es vom höchsten Amt des Staates kommt, dann wissen wir, dass bis in die Referentenebene des Präsidialamtes, was neuerdings Erinnerungskultur des Amtes als neues Lieblingsthema entdeckt hat, keinen blassen Dunst hat. Diese Leute aber sind die Chefkranzabwerfer im Land der neuen und alten Nazis, wem da nicht das Grauen kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Im Grunde gibt es mit einem solchen Präsidenten keinerlei Diskussiongrundlage, weil sein Wissen über den Begriff Antisemitism offensichtlich auf Talkshowniveau ist.

Niemand der Mainstream Öffentlichkkeit scheint zu bemerken, wie wichtig derartige Differenzierungen sind, um HEUTE, zu bemerken, wie weit wir bereits in einem Kulturkampf stecken, der sich auf politischer Ebene da noch vergleichsweise milde äußert.

Wer nicht Ross und Reiter nennen kann, jene für die alles was gegen "Juden" ( also Deutsche oder mit migrantisch-jüdischem Hintergrund, denn Jude ist nach wie vor keine Nationalität oder Staatsangehörigkeit) unflätig gesagt wird, Antisemitismus ist, sogar in Gesetzen und Verordnungen, der zeigt doch nur eins: Er kann "Nie Wieder" nicht garantieren, weil die Grundlagen für ein solches Verständnis in einem Nebel der Beliebigkeit, der leeren immer gleichen Phrase
gleichen Phrase
gleichen Phrase

verschwinden - es mag eine Selbstvergewisserung sein, eine Geborgenheit im Erinnern, mehr nicht. Daraus wird schneller als man glaubt - ein Tanz auf Gräbern.

Diese Unschärfen, bei mangelnden realen Definitionen sind das Einfallstor des Kulturkampfes der Rechten, sie brauchen das Verwischen, Relativierung der Wissenschaft, das Unpräzise, um einfach alles zur Wahrheit erklären zu können, was sie gerade strategisch-politisch benötigen. Auch der Judenhass auf der sog. "Documenta" entsprang einer solchen Unschärfe und wir finden diese Prozesse auch bei allen anderen Formen von Rassismus et.al. Dieses zeigt auch, dass die Nazis keine im heutigen Sinne randständigen Extremisten waren, sondern aus der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft und insbesondere auch aus dem formal-akademischen Milieu kamen. Heute erleben wir bereits einen ähnlichen Kulturkampf, dessen Ausgang keineswegs gewiss ist. Es geht ja sogar, wie schon bei den Nazis, die für ihren Hokus Pokus berühmt sind, den Naturwissenschaften, den Naturgesetzen, der Physik an den Kragen, denn auch der Klimawandel wird zu einem eben solchen beliebigen Begriff, wie Antisemitismus.

Die Nazis geben ihrem Umsturz den usurpierten Namen Revolution. In Wirklichkeit läßt der Faschismus in Deutschland wie auch in Italien die Gesellschaftsordnung unangetastet. Hitlers Umsturz hat, isoliert betrachtet, nicht einmal Recht auf den Namen Konterrevolution. Aber man darf ihn nicht abgesondert sehen, er ist die Vollendung des Kreislaufs von Erschütterungen, der in Deutschland 1918 begann. Die Novemberrevolution, die die Macht den Arbeiter- und Soldatenräten übergab, war in ihrer Grundtendenz proletarisch. Doch die an der Spitze der Arbeiterschaft stehende Partei gab die Macht dem Bürgertum zurück. In diesem Sinne eröffnete die Sozialdemokratie die Ära der Konterrevolution, ehe es der Revolution gelang, ihr Werk zu vollenden. Solange die Bourgeoisie von der Sozialdemokratie und folglich von den Arbeitern abhängig war, enthielt das Regime aber immer noch Elemente des Kompromisses. Bald ließ die internationale und die innere Lage des deutschen Kapitalismus keinen Raum mehr für Zugeständnisse. Rettete die Sozialdemokratie die Bourgeoisie vor der proletarischen Revolution, so hatte der Faschismus seinerseits die Bourgeoisie vor der Sozialdemokratie zu retten. Hitlers Umsturz ist nur das Schlußglied in der Kette der konterrevolutionären Verschiebungen.
Trotzki, Leo, "Portrait des Nationalsozialismus"

Mit dem erstmaligen Aufritt nationalistischer, esoterisch-rechtspopulistischer, rechtsradikaler und pseudophilosophischer Verlage auf der Frankfurter Buchmesse wurde eine erste eindrückliche Marke gesetzt.

Wir haben bereits viel über Erinnerungskultur geschrieben, diese verleugnet bis heute, sowohl die Herkunft der Nazis aus einem bürgerlichen und akademischen Milieu, wie die Prozesshaftigkeit ihres allmählichen Aufstiegs, der stets von einem Kulturkampf und Populismus begleitet war. Man neigt dazu eine Wahrnehmung zu erzeugen, die wenige besonderes eindrückliche Ereignisse, wie auch den 9.11. in den Mittelpunkt stellen, dabei weder Täter noch Opfer hinreichend trennen, um das Ganze schließlich in Form von Einzelereignissen, die plötzlich da waren, abzuhandeln, stets mit einer Betonung auf das Leid und den Schrecken, nur selten mit einem Beitrag zum Überbau und zur Ideologie. Dabei gerät eine zentrale Forderung dieser Form des traditionellen und konservativen Gedenkens, das "Nie wieder" zur leeren Phrase, denn wenn man das Augenmerk nicht auf die vielen kleinen prozessualen Aspekte legt, die keineswegs im einzelnen besonders eindrücklich waren, dann versteht man nicht, wie eine Summe von kleinen und unscheinbaren Ereignissen sich allmählich verdichtet bis es zu einem Ausbruch kommt. Dieser formt ein neues Plateau. Von diesem Plateau starten dann wieder viele kleine Ereignisse, bis zum nächsten Burst. Dies haben die Deutschen und Juden ja nicht mal selbst wahrhaben wollen, als ihr Nachbar schon abgeführt wurde, denn zu diesem Konzept gehört auch, alle gegen alle auszuspielen, sodass das Abführen des Nachbarn eher die Hoffnung antreibt, selbst nicht dranzukommen. Das bringt Ruhe in die Sache. Auf diese Weise schreit man noch "Nie wieder", wenn es längst wieder so weit ist.

Eine Frage, der sich besonders Gilles Delleuze und Felix Guttari in Anti-Ödipus und Tausend Plateus gewidmet haben, formuliert als Augangspunkt die enschteidende Frage, die aber das tradtionelle Gedenken nicht beantworten kann und will, die aber gerade auch im Osten die entscheidende Rolle spielt:

Es gerät dabei der wichtigste Aspekt, um ein "Nie wieder" wirklich praktisch erreichen zu können völlig ins Abseits: Niemand wird als Nazi geboren, er muss einen langen Prozess der Radikalisierung durchgemacht haben, wie die Gesellschaft selbst. Dies galt, angesichts der Wahlergebnisse, auch für die NSDAP, in einem langen zähen Ringen ist die Mitte der Gesellschaft immer weiter nach rechts gerutscht, bis selbst die totale Übernahme der Macht ohne jede Gewaltanwendung und unter Beibehaltung der gesamten Verwaltung des Weimar"Staates" möglich war. Republik? Da lachen ja die Hühner, auch so eine Sprachverwirrung der Preußen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die bisherige Form des Gedenkens viel dazu beiträgt, so zu tun, als ob es nicht möglich wäre, dass eine gesamte Gesellschaft - mit ihrer Mitte - so weit nach rechts wandert, bis Hitler ein Vertreter der Mitte war, denn dies zeigt unmittelbar, dass es hier um keine Sonderform der Herrschaft ging, um keinen Putsch, um keinen ungeliebten Diktator, der nur mit Gewalt an der Macht bleiben konnte, sondern, um einen politischen Prozess, der die gesamte bürgerliche Gesellschaft und alle Unternehmen erfasst hat.

Das Meiste im Text unten ist so nichts Neues, aber wir haben uns bemüht, die Zusammenhänge so zu sortieren, dass die vorgenannten Aspekte deutlich hervortreten. Daneben ist auch jetzt längst der Kulturkampf zwischen Fortschritt und Blut und Boden auf einem Höhepunkt, denn dieser, ist Voraussetzung, dass der derzeitige Nationalismus und Rechtsradikalismus sich in einem mehrdimensionalen Prozess entwickeln kann: 1. Zunächst tritt der Rechtspopulismus auf, der sich stark bemüht nicht sofort als Rechtsradikalismus, Faschismus, Nationalsozialismus erkennbar zu sein, damit werden auf der politischen Bühne zunächst Erfolge erzielt. 2. Diese ersten Erfolge geben im Bereich der Kultur, wie bei der Frankfurter Buchmesse, erste Möglichkeiten in eine breitere Öffentlichkeit vorzudringen. Dieses wird genutzt, um eine weiter Verschriebung nach rechts auch als Kulturkampf durchzuführen. 3. Diese beiden Prozesse gehen Hand in Hand und scheinen nicht unbedingt gekoppelt zu sein. Wenn dann der Erfolg auf politischer Ebene, auch bei einer Radikalisierung der kulturellen Vorgehensweise anhält, kann weiter radikalisiert werden. Durch dieses parallele Vorgehen entsteht nicht der Eindruck, dass es sich um einen Radikalisierungsprozess handelt, der auch andere Gruppen erfasst. Die Art und Weise, mit der es auch der NSDAP gelang viele Konservative, Monarchisten, Nationalisten, bürgerliche weiter nach rechts zu ziehen, die Kultur verändert also das Gesamtklima und so ist das, was gestern noch Radikal war, heute normal. Das ist ein Prinzip, für dieses Pattern eines prozessualen gesamtgesellschaftlichen Wandertages nach Rechtsaußen, stehen die Bücherverbrennungen, sie sind die Spitze eines Eisberges.

Man sollte, wie bei allen anderen ähnlichen Ereignissen dringend beginnen die Prozesshaftigkeit in den Vordergrund zu stellen und nicht mehr das letztlich unbedeutende Einzelereignis. Dies wird mit dem Tod der letzten Zeitzeugen immer wichtiger. Es reicht nicht zu berichten: Was war? es muss gezeigt werden, wie es dazu kam. Also ist aus unserer Sicht, hanz konkret, z.B. das Mahnmal am Bebelplatz - äh - Opernplatz - in Berlin viel eher ein bürgerliches Instrument der Ablenkung, als ein realer Gedenkort. Wenn man sich überlegt, dass bis zum Ende des Krieges ein Prozess angehalten hat, der Bücher aus dem öffentlichen Raum, also aus Universitäten, Schulen, Bibliotheken fast unbemerkt entfernte und somit den gesamten öffentlichen Raum umfunktionierte, manipulierte, um eine Fakewelt zu schaffen, dann kann man die eigentlichen Bücherverbrennungen, die auch noch, jedenfalls bei den Gedenkprofis, an einem Tag stattgefunden haben sollen, nur als holen Theaterdonner bezeichnen. Daneben suggeriert das Mahnmal Bücherverbrennungen seien nichts alltägliches, sonder etwas besonderes, was irgendwie sogar noch an einen Ort gekoppelt ist, an ein Land, an eine Zeit, an einen Kontext. Damit reduziert man den realen Kontext so weit, bis eigentlich garnichts mehr stimmt, es bleibt ein Loch im Boden, mit ein paar Regalen. Ohne Schilder und künstliche Kontextuierung könnte es genauso gut an die Bücherverbrennungen in Sarajavo erinnern. Und an diesem Ort will man dann gedenken, was genau meint man damit, was gedenkt man? Pflegt man nicht viel eher seinen Fetisch der Hilflosigkeit, von dem man sich nach rituellen Zaubersprüchen Erleichterung und Einsicht erhofft, wie nach einem Gang durch glühende Kohlen?

Einfach jeder, mit jeden Gedanken im Kopf, kann da machen, was er will, kann es beliebig interpretieren, und wenn jemand davor "Heil Hitler" sagt, dann antwortet es nicht mal "Halt die Fresse" in 56 Sprachen, es löst sich auch kein Schwall braune Farbe aus dem Inneren, der die umstehenden Grüssenden abstraft. Keine Sensoren für sowas, sonst wäre es kein Mahnmal, denn der Mechanismus würde nicht zum Tourismus und zum Stadtmarketing passen. Und kein trauriger Regierender würde Krokodilstränen vergießen, wenn wieder mal Mai ist.

Die Macher dieses Denkmals, was leere Regale zeigt, haben sich zwar bemüht, auch durch Kooperation und lebendige Arbeiten in Bibliotheken, viel später, auch den Fokus auf die Prozesse zu lenken. Dennoch 1. ist das Mahnmal eben das Mahnmal, es wird als solches bespielt, 2. die Institutionen der Bibliotheken können bis heute keine Maßnahmen ausweisen, wie sie denn sowas verhindern wollen, wenn die AfD damit beginnt bestimmte Bücher aus Bibliotheken in Thüringen zu entfernen. Also Hypothetical z.B. Literatur, die gegen sie gerichtet ist. Dann kommt aber keine Truppe blau uniformierter und klaut Bücher, es kommt eine Dienstanweisung im feinsten Amtsdeutsch, dass dieser und jener Titel landesverfassungsrechtliche Bedenken auslöst und bis zu einem anders lautenden Urteil ins Archiv zu verbringen ist, mit Dienstsiegel, in feinstem Amtsdeutsch.

Da braucht mir keiner erzählen, eine durchschnittliche Angestellte einer solchen Kultur Organisation würde die Bücher nicht in den Keller bringen, sie wird es tun, so sicher wie das Amen in der Kirche. Denn - es gibt viele weitere Aspekte - Disziplinarmaßnahmen aus dem öffentlichen Recht etc. Es gibt dabei nichts sensationelles - es ist Alltag. Dies st das Geheimnis des Erfolgs einer solchen Taktik. Die AfD würde sowas natürlich niemals machen, sie dient nur als Beispiel. Weiter gibt es sehr viele Aspekte, die auch hier Trennschärfe sehr wichtig machen. Wie soll eine Bibliotheksmitarbeiterin in der Praxis beurteilen was Sache ist, wenn auch Texte der Punk Band "Slime" aus ganz anderen Gründen überpiept werden mussten, in einem demokratischen Rechtsstaat BRD. Sie tun immer so, als ob alles ganz klar voneinander abgegrenzt wäre, als ob die Institutionen der Demokratie uns retten könnten, das Gegenteil ist der Fall.

Die Nazis operieren zunächst immer Niemandsland zwischen Demokratie und Diktatur, und das bringt jede hierarchische Institution schon von Hause aus mit - wir können nur die Spitzenpolitikerinnen wählen, schon die LIsten der Parteien sind nicht mehr in realer demokratischer Kontrolle, wir verlassen uns auf diese Parteien, wie wir uns auf die Institutionen des Parteienstaates verlassen. Die einzige Grenze ist die theoretische Gewaltenteilung - das wissen die Nazis, die Rechten, sogar in Israel, weshalb eines ihrer wichtigsten Anliegen, wie auch in Polen, die Abschaffung der Gewaltenteilung, zunächst eine Einschränkung des Verfassungsrechts ist, indem die Parteipolitik über das Verfassungsgericht gestellt wird.

Dennoch hält jeder Israel oder Polen oder Ungarn oder die Slowakei die Niederlande für eine stabile Demokratie. Die Nazis brauchen keine Revolution, sie können in einem formal demokratischen Prozess elementare Grundlagen der Demokratie abschaffen, leise, unbemerkt, schleichend - und plötzlich kann nur noch die außerparlamentarische Zivilgesellschaft verhindern, was eigentlich das Parlament verhindern soll.

Die Zivilgesellschaft gibt es in Israel, der Krieg zeigt aber auch, wie leicht sie wieder auf Linie gebracht werden kann, wenn eine äußere Bedrohung zum schlimmsten Pogrom seit der Shoa hochgejazzt wird, um dann tausende und abertausende Unschuldige zu ermorden, weil das alternativlos ist, weil die Hamas Israel sagt, was es zu tun hat, vermittelt durch eine rechtsradikale Regierung, die einen atemberaubenden Radikalisierungsprozess des Likud ermöglichte, den alten Likud, gefressen hat. Eigentlich eine nette Partei, vergleichbar mit der CDU - jetzt weit rechts von der AfD. So bauen Nazis ihre Staaten, sorry, der musste kommen, sie sind keine Revolutionäre, sie sind ein Teil der kapitalistischen Machtoptionen, und das ist auch diese Form des Gedenkens, es hört da auf, wo es anfangen müsste, bei der realen Tat. Bei einer Härtung der Demokratie gegen das unterliegende Wirtschaftssytem und die alten Institutionen.

Anhand des Waffenstillstandes, der am meisten auf die israelische Zivilgesellschaft zurückgeht, vor allem auf die Angehörigen der Verschleppten, sieht man auch, welche Macht dieses Zivile inmitten des Hasses entfalten kann - sie sind stärker als alle Armeen und alle Terroristen, sie können über alle Grenzen fliegen. Oder wie man bei uns sagt, mit der GDL, wenn dein Starker Arm es will, stehen alle Räder still. So und nicht anders muss es weitergehen, auch im Westjordanland, es muss auch darum gehen die Rassisten und Reaktionäre, die Judenhasser, die Korrupten, die Verräter der eigenen Gesellschaft zurückzudrängen, um eine Zukunft in Frieden und Wohlstand für alle zu ermöglichen. Die Kampfhandlungen dürfen nicht wieder aufgenommen werden. Die Plätze in Gaza und den wichtigsten Städten in Israel sind durch Bürger:innen zu besetzten, ggf. zu verteidigen, für den Frieden, Krieg dem Krieg. Das können keine Staaten, keine Armeen, das könnt nur ihr. Im Namen des Maidan, der für immer gezeigt hat, wie man es macht.

Also wurde auch im Falle des Bebel .äh - Opern Platzes nur der Mahnmal Charakter erweitert, durch die Einbeziehung einzelner Bibliotheken, und Büchern auf Reisen, aber die Frage nach wehrhaften Bibliotheken, die wohl eine ganz andere Organisationsstruktur benötigen würden, wird nicht einmal gestellt, auch nicht von den Bibliotheken und Büchereien selbst. Es gibt eine Verantwortung des "Nie Wieder", die kann aber nur aus einer Verantwortung für die eigene Passivität, Anticipation und Angst entstehen, nicht indem man "das absolut Böse vs. armes hilfloses z.B. Bibliothekenpersonal" letztlich zum Gegenstand des Gedenkens macht. Sie halten sich für demokratische Institutionen eines bürgerlichen Staates, denen sowas nicht passieren kann, jenes dachten die gleichen Institutionen vor 33 auch, sie haben es nicht bemerkt, weil die Nazis diese Prozesse schleichend angelegt haben, langsam, in Amtsdeutsch, nur für ihre Anhängerschaft und die Medien, den öffentlichen Raum, Rituale eindrücklicher Prägung erzeugt haben, die den eigentlichen Prozess überdecken ( damit sind natürlich keine expliziten gemeint ), wenn auch in guter Absicht. Dennoch, auf eine perverse Art folgen sie den falschen Spuren der Geschichte, sie fallen auf die Strategie der Nazis herein und werden, wie im Fall der Verbrennungen, selbst zu inszenieren Orten, zum Wi(e)dergänger, der den Inszenierungen der Nazis folgt.

Die Inszenierungen der Nationalsozialisten sollten sogar, so aussehen, wie heute gedacht wird, inszeniert als Volkszorn als Aufbegehren, wie stets beim Zeremonienmeister Göbbels, um die unterliegenden Prozesse zu verbergen.

Beispielsweise hat der Börsenverein des deutschen Buchhandels wichtige Listen erstellt, auf deren Basis die Bücher dann entfernt wurden. Eine ganz klare Kollaboration, um den Willen der Nazis zu vollstrecken, ein Beisiel dafür, wie Institutionen, die ungebrochen bis heute fortbestehen, mühelos in den Dienst der Nazis gestellt wurden, der Kreis zu den Bemerkungen eingangs schließt sich spätestens dann, wenn man erlebt, dass diese Organisation eben auch an der Frankfurter Buchmesse beteiligt ist, auf der nun auch wieder Verlage ausstellen, die klar zum rechtspopulistischen Spektrum gehören, Titel verbreitet werden, "Theoriebildung" der neuen Rechten.

Das ist die Ohnmacht des Gedenkens in "Feiertagen", es ist den Tätern immer schon nützlich gewesen, weil es durch die Ungenauigkeiten hinsichtlich der realen historischen Prozesse erlaubt einen Mantel des Schweigens im Schatten des Gedenkens aufzubauen. Insbesondere war diese Form des Gedenkens in Deutschland notwendig, damit die Tätergeneration sich von Schuld freimachen konnte, ohne Konfrontation, und eben die "neue" Republik aufbauen, mit den Institutionen und der personellen Zusammensetzung des 3. Reiches, dies war in den Unternehmen noch dramatischer, als beim Staat. In der Privatwirtschaft gab es nur Persilscheine.

Und daraus ergibt sich auch die treffende Bezeichnung für die rituell abgespulte Gedenktage: "Persilgedenken - nicht nur sauber, sondern rein". Daraus haben sich so festgefügte Rituale, regelrecht nach einem Drehbuch, gebildet, die aber kaum noch in die Gesellschaft ausstrahlen, dass man von "Erinnerungsbunkern" sprechen kann. In Sachsen Anhalt sind die Stolpersteine bald vielleicht in Hand einer rechtsextremistischen Landesregierung. Das alles ist so sinnvoll, wie die Marx Bronzen im Staatskapitalismus DDR.

Bunkers in their totality as spectacle colonize the mind, and construct the micro-bunker of reification, which in turn is the most difficult of all to penetrate and destroy. Bureaucracies, factories, malls, work stations, media—all are the products of the fortress mentality .

Übersetzung: Bunker in ihrer Gesamtheit als Spektakel kolonisieren das Denken und konstruieren den Mikro-Bunker der Verdinglichung, welcher wiederum am schwersten von allen zu durchdringen und zu zerstören ist. Bürokratien, Fabriken, Einkaufszentren, Arbeitsplätze, Medien – sie alle sind Produkte einer Festungsmentalität.

Warum diese Form des Gedenkens aber immer noch zu fast 100 % im Fokus steht, das ist eine ganz andere Frage. Jedenfalls kann am flächendeckenden Versagen dieser Form des Gedenkens nicht mehr der geringste Zweifel bestehen. Es ist wirkungslos und bietet stets die Möglichkeit nur die halbe Wahrheit zu erzählen, eine AfD Vorsitzende kann mühelos über Messermänner und Kopftuchmädchen hetzen und am 9.11. Blumen ablegen - alles kein Problem. Zum Kotzen.

Es ist ein heuchlerisches Gedenken, und das ist es vom ersten Tage an gewesen. Es wird mit Höcke als Kanzler genauso weiterlaufen, so harmlos ist es. Und wenn die ersten Moscheen geschlossen werden, geht es auch weiter. Eine Revision reicht nicht aus .

Diese Form ist succesesive in den Raum der Täter zu verbringen, das ist die wichtigste Aufgabe nachfolgender Generationen, sie muss das Gedenken der Alten in den Fokus nehmen, kritisch hinterfragen, darf die Rituale nicht mehr abspulen, sondern muss sie vor den Hintergrund der Tätergeneration stellen, die diese Form etablierte. Es ist selbst eine Nachwirkung der Diktatur und kein brauchbares Instrument einer wehrhaften Demokratie, es steht im Kontext und der Kontinuität der Nazidiktatur, auch der SED Kranzorgien, und nicht im Kontext einer neuen und wiedervereinigten Bundesrepublik - ein peinlicher, verräterischer Denkfehler, auch der damit befassten Institutionen, die natürlich denken, wie die damit befassten Institutionen. .

Steinmeier stellt ein Buch zur Aufarbeitung der Gedenkkultur des Präsidialamtes vor, Rückfragen von Journalisten waren nicht erlaubt. Was soll das?

Einen guten Ansatz haben wir bei Steinmeier gesehen, das Gespräch mit Schüler:innen zur Frage rassistischer Gewalt an Schulen, mal abgesehen davon, dass Antisemitismus als Wort hier auch zum modisch entkernten Begriff mutiert, immerhin. Aber natürlich wieder eine exclusive Veranstaltung mit sorgsam ausgewählten Repräsentanten in präsidialer Würde, mit weihevoller Rede und allen Einschüchterungen der Repräsentation. Dennoch, sowas weist in die richtige Richtung, aber es ist ein absoluter Ausnahmefall. Steinmeier sollte ohne Pomp die Schulen besuchen und mal einen Tag mitmachen, am besten als Referendar verkleidet. Haare färben nicht vergessen.



Was soll das hier?


swashmark.com - swashmark heißt Brandungsmarke oder Flutmarke - das feine Sediment - was jeder Wellenschlag am Strand zurücklässt und bei jedem Wellenschlag neu anordnet. So sind auch wir. Wir denken, dass es nichts gibt, was je "fertig" ist, wir verstecken uns nicht hinter einem angeblichen "Werk", wir streben keinen stabilen Zustand an, sondern nur einen Punkt, der erforderlich ist, um einen weiteren und viele weitere zu erreichen. Wir erweitern den Begriff des offenen Werkprozesses bei Nam Jun Pike, der fast immer als "Künstler bei der Arbeit zuschauen" grandios fehlinterpretiert wird (wahrscheinlich auch von Pike, oder auch nicht), und erneuern ihn postmodern, alles ist offen, alles ist transparent, das Werk lebt, das Werk entwickelt und verwirft, es beinhaltet alle möglichen "Fehler", und ist deshalb unsterblich. Genau so ist die Natur, in keiner Sekunde, in keiner Millisekunde steht etwas still, ist fertig, die ältesten und größten stabilen Urwaldriesen oder Mammutbäume, so statisch sie den unwissenden Menschen auch erscheinen mögen, in ihrem Inneren tobt immer das Leben. Die Sterne rennen vor der Erde weg, oder die Erde vor den Sternen, egal. Es ist der aussichtslose und blutige Kampf der "Macht", der immer wieder einen Zustand der Stabilität anstrebt, das macht die Macht zur Illusion. Es ist eine "Swashmark", in der all diese Theorie einfach zu besichtigen ist. Wir beziehen uns hier, wenn von Postkolonialismus die Rede ist, nicht auf sogenannte "Postcolonial Studies", die den Postkolonialismus weder erfunden haben, noch, aus unserer Sicht, bisher belastbare Beiträge geliefert haben. Es ist ein modisches und oft auch wenig wissenschaftliches Konzept, was eher politisch als wissenschaftlich ist. Dieser Satz ist nicht in Stein gemeißelt.

Unser wissenschaftlich - künstlerisches Fundament kommt aus: Ethnologie (Schwerpunkt Mittel- Südamerika), Neuere Geschichte (Europa & USA), Anthropologie, Mediale Künste ("Medienkunst"), Theoretische Informatik (im Sinne Computer Science), Linguistik, wissenschaftlicher Marxismus (aus dieser und nur aus dieser Sicht: klassische Ökonomie des Kapitalismus) Ihr könnt zuverlässig davon ausgehen, dass wir alles prüfen und euch keinen Bullshit erzählen, auch wenn wir nicht an jeden Satz ne Fussnote hängen. Es gibt natürlich satirisches und Verarschung, Prosa, Lyrik, das merkt ihr dann schon, äh hoffentlich. Fakenews gibts hier nicht unser Weltbild ist rational - wissenschaftlich. Es gibt darüber keine Diskussion.

Der Kampf geht weiter / The Struggle carries on

Wir verstehen diese Site als einzige abgesegnete Repräsentation, was auch bedeutet, wo auch immer ihr irgendetwas findet, was scheinbar mit swashmark zu tun hat, ist es Bullshit, wenn es nicht hier ist. Die Ausnahme bilden seriöse Medien, wie etwa öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, Tages- und Wochenzeitungen mit einschlägigem Ruf, Magazine und seriöser Online Journalismus oder andere seriöse online Quellen, wissenschaftliche Publikationen. Publication also, bei denen am Ende ausschließlich mit echtem Namen, Gesicht und Verstand publiziert wird. Wir sagen zu derartigen Dingen nichts, Diskussionen über diese Seite oder ihre Inhalte gehen uns am Arsch vorbei, es sei denn es geht um rechtlich relevantes. Diese Seite zeigt aber bei weitem nicht alle Aktivitäten, z.B. Offline oder an anderer Stelle. Als "swashmark" gibt es uns ausschließlich hier und wir sind nicht daran, interessiert irgendwelche Echo Kammern aufzubauen, alles soll schön still und intim bleiben, also Fresse halten. Berichterstattung und ähnliches akzeptieren wir freiwillig nur von seriösen Quellen, zu denen wir Social Media generell nicht zählen. Daher gibt es hier auch keine Kommentarmöglichkeiten oder ähnliches. Diese Medien werden zum weitaus größten Teil missbraucht. Uns ist es viel zu anstrengend da ständig hinterherzusein, zumal wir die Erfahrung gemacht haben, dass Likes und Follower nicht viel bedeuten, wenn man mit den Leuten auch was anfangen will, außer ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen und sich einen darauf runter zu holen. Das bringt uns inhaltlich oder hinsichtlich der Qualität absolut rein gar nichts. Wir bitten alle dies ernsthaft zu respektieren und uns auch nicht in die eigenen Social Media Accounts einzuspielen, wir lehnen dies strikt ab. Die Ausnahme bilden Musikvideos und Filmschnipsel bei YouTube, der Rest dort ist für uns ebenfalls unerheblich. Gegebenenfalls müssen wir dagegen sogar im Rahmen der europäischen Rechtsordnungen vorgehen, was uns nervt. Wie heißt es so schön? Hunde die bellen beißen nicht. Das kann man durch Einstellen des Bellens leicht ändern. Das hier ist eben die Flaschenpost, wenn ihr sie gefunden habt, könnt ihr eh nichts mehr ändern.

Datenschutz und YouTube "Opt-in"

Wir setzen keine Cookies, wir erheben keine Daten, auch keine Statistiken, reiner Hypertext, so wie es sein soll. YouTube ist eingebunden nach DSGVO ohne Cookie, ohne Datenübermittlung, solange sie den orangenen Playbutton sehen, ist dies nur ein Vorabbild des Videos, und es besteht überhaupt keine Verbindung zu Youtube, wir laden lediglich dieses Vorabbild vom sog. Thumbnailsserver. Wenn Sie zu YouTube wechseln, oder wenn sie in ihren Google Accounts eingeloggt sind UND das Video auf unserer Seite starten findet ein Datenaustausch statt. Da sie aber bereits bei google eingeloggt sind, befinden sie sich eh schon in einer Position bei der ständig Daten ausgetauscht werden. Dann werden Cookies durch YouTube und andere Google-Dienste gesetzt. Ein Tracking unterbleibt allerdings. Es werden weniger Nutzerdaten an YouTube gesendet, keine an den Werbedienst DoubleClick. Wir integrieren youtube also mit sog. "Opt-in" - sie klicken zunächst den orangen Play Button, dann wird das Video vorgeladen, danach klicken Sie den roten Button, um das Video zu starten, wenn die dann bei youtube eingeloggt sind findet ein Tracking statt, sind sie nicht eingeloggt, dann bleibt es bei No Data. Dies ist in Chrome das Standardverhalten, wir haben es auch für Firefox etc. implementiert, damit sie nicht unbeabsichtigt ein Video starten, in Firefox würde das Video ansonsten schon direkt nach dem orangenen Button starten. Also: Solange sie das Video auf unserer Seite starten, und nicht bei google eingeloggt sind, findet kein Datenaustausch statt, wechseln sie zu youtube, dann findet ein Datenaustausch statt, auch wenn sie nicht eingeloggt sind.

Hier muss man aber auch mal sagen, dass youtube und damit google sich von allen Anbietern abhebt, da sie sich wirklich bemühen transparent und offen mit den Fragen des Datenschutzes umzugehen. Die personalisierte Werbung ist eben das Geschäftsmodell. Im Grunde ist das alles nur wichtig, wenn sie umfangreiche Accounts bei vielen Netzwerken anlegen, dort auch noch ihre echten Daten hinterlegen und diese Netze dann miteinander verknüpfen. Viele Cookies, die in der Regel gesetzt werden sind reine Session Cookies, die nur der Technik dienen und keinerlei Daten beinhalten, dafür ein Banner zu setzen zeigt mit wem wir es zu tun haben. Bürokraten. Wie auch immer wir setzen gar keine Cookies. Wir haben uns bemüht immer möglichst einfache Wege zu gehen, die ihnen den vollen Genuss ermöglichen, ohne in irgendwelche Datenfallen zu tappen. Diesen Anteil der DSGVO mit Banner und Warnung etc. halten wir für kompletten Schwachsinn. Wir zeigen, wie man es richtig macht. Das Banner etc. klickt eh jeder weg, der nicht völlig paranoid ist, sie gehen mit diesen Cookies auch nur ein sehr geringes Risiko ein, sie können ihren Browser so einstellen, dass alle Daten beim Schließen gelöscht werden, dann starten sie mit einem leeren Browser, und der ganze DSGVO Scheiß ist latte. Es bleibt ein Rätsel, warum nicht die Hersteller der Browser in Haftung genommen werden. Diese Browser sind bewusst auf das sog. Thin Client Modell getrimmt, das bedeutet, der Server entscheidet. Zwingt man die Browserhersteller also diese Fenster zur Welt so zu programmieren, dass die Defaulteinstellungen zunächst alles Blocken, und die Daten nach jeder Session löschen, kann man sich das ganze Theater sparen. Der Browser müsste also zur Datenschutzschaltstelle werden, nicht irgendwelche Websites serverseitig, dann lässt sich das alles auch nicht mehr einfach umgehen. Das ist ein fundamentaler und peinlicher Denkfehler, der sich eigentlich nur mit Lobbyarbeit erklären lässt. Am besten wäre den Browser zu einem FatClient zu machen. Aber das führt hier zu weit. Der Aufwand in der Entwicklung und damit die Kosten für Unternehmen stehen mal wieder in keinem Verhältnis zum Nutzen, weil man nicht über der Browser geht. Wir können es uns leisten den Content kostenlos anzubieten, weil wir andere Finanzierungsquellen haben, aber, Anbieter, die diese nicht haben und guten Content bieten wollen, müssen eben bis zu einem gewissen Grad Daten austauschen, das ist die einzige Währung, die zählt. Also, besser ist es, sie selbst sorgen dafür, dass ihre Daten wenig aussagekräftig sind, die können sie ja übermitteln, dann haben alle was davon. Die EU hat in dieser Frage einen an der Waffel, weil die nicht die individuelle Verantwortung in den Mittelpunkt stellt, sondern paternalistische Webanbieter erzeugt, die den Verbraucher bevormunden sollen, das ist nicht unser Ding. Aber bitte, so wie wir es machen gibt es so oder so keine Probleme und das dämliche Banner bleibt weg. Wir können nichts dafür, wenn jemand auf diese Seite verlinkt, das können wir leider bisher nicht verhindern - wir arbeiten dran. Daher raten wir auch davon ab, einen Link zu setzen. Das hier ist Medienkunst - eine digitale Flaschenpost, die sie ALLEIN UND GANZ PERSÖNLICH FÜR SICH zufällig gefunden haben in den unendlichen Weiten des digitalen Ozeans des Schwachsinns. Sie verlinken ja auch keine Skulpturen oder schmieren sie im Museum mit ihren Kommentaren voll. Festkleben könnt ihr euch ruhig, das ist okay, aber macht das Gerät hinterher wieder sauber.

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Bitte schreibt, wenn ihr uns was mitzuteilen habt einen Brief, alles andere ist nur sehr sporadisch. Wir finden ein Brief kann dieses Werk durchaus ergänzen, was nicht für Mail oder sonstiges gilt. "Unverlangt eingesand" machen wir nicht.

[GTA 5 Accounts sind zu, also erst wieder GTA 6] Online Meetings nur mit Einladung: Bar Super Luxusyacht "Swashmark". 1. Brief schreiben wg. Threema s.U., 2. den Lieblingswitz via Threema mitschicken, 3. Wenn der Witz ein Rating der Redaktion von über 5 von 10 bekommt, bekommst du einen Termin zur Einladungssession. Es ist nicht wichtig, ob wir den Witz bereits kennen oder nicht. Das genaue Vorgehen besprechen wir dann mit dir .

Alles erst ab 18, der Witz möglichst auch.


Wir nutzen ausschließlich "Threema", es gibt keine sonstigen Social Media / Messanger Accounts von uns, das gibts auf Anfrage und mit Begründung zuvor, via Brief Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch und Polnisch. Auch die Threema Server-Infrastruktur befindet sich in der Schweiz, und im Gegensatz zu US-Diensten, die z.B. dem CLOUD Act unterstellt sind, ist Threema vollständig DSGVO-konform.

Wir grinden YouTube sehr okay, und benutzen es auch, betreiben dort einen privaten Channel - der ggf. angeschaut werden kann, meistens ist YouTube für uns ein sehr guter MTV-Ersatz.

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