senseless

Federal Elections: Twilight on the „German Dream“

Die AfD, bisher auf Platz drei, kommt nur noch auf 10,3 Prozent (12,6). In Thüringen und Sachsen wird sie aber stärkste Partei. In beiden Ländern steht die AfD im Visier des Landesverfassungsschutzes, in Thüringen wird sie als „gesichert extremistisch“ eingestuft und seit dem Frühjahr beobachtet.

https://www.n-tv.de/politik/SPD-gewinnt-Bundestagswahl-vor-Union-article22829982.html

Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von ’nem Hochhaus fällt. Während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: ‚Bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut, bis hierher lief’s noch ganz gut…‘. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!

Opening „Hass“
the wise man and the fool

in Deutschland geht es nicht um den Stress etwas neues zu machen, der Stress entsteht weil das Alte vor seinem Tode zittert. It’s not busy Beeing Born, It’s busy dying.

Vorweg nochmal Fridays und Klima“bewegung“

Vorweg noch mal Fridays und Klimabewegung, Scholz gewährt den Hungerstreikeden eine Audienz, damit sie ihm einen vorheulen können. Früher hat man noch politisch gehungerstreikt, oder weil die Zeche dicht macht, früher, heute tut man das, um mit Kanzlerkandidaten zu sprechen. Ihr fangt an zu nerven und bringt den Umweltschutz keinen Millimeter weiter, kein Wunder, bei der Elterngeneration. Genau wie Greta wieder, mit ihrer Braunkohletournee und dem ewigen postulieren von altbekannten Tatsachen auf niedrigstem Niveau, das muss aufhören, das sind leere Symbole. Aber bitte, dann bettelt, halt den Scholz an, damit er den bedeutungslosen deutschen Kohleausstieg vorzieht. Ihr seid wie eure Eltern und Großeltern, die den ganzen Mist verbockt haben. Glasgow muss brennen. Ich mein für Glasgow brennen, um eine Abkühlung von 1 Grad zu erreichen. Die verstehen keine andere Sprache, das war schon immer so.

Und die Alten sollten sich erschießen, das wäre ein Dienst an der Menschheit, wieso lasst ihr eure Kinder und Enkel allein? Ihr liebt sie doch so! Dysfunktionale Familien. So süß, wie sie die kleinen lieben, die in 50 Jahren verglühen oder ersaufen. Dagegen war die Elterngeneration, gegen die sich 68 wendete, eine einzige progressive Ansammlung von Linksliberalen. Angst um den Eigenheimkredit, der den Rest eures scheiß Langweiler Lebens an die Bank verkauft hat, oder was? Aber es hat sich ja so viel zum besseren gewendet, in all den Jahren. Hach ja.

Blutarme Demokratie? Warum?

Es ist eine Situation entstanden, die in eine Dreier Koalition zwingt, so meint man. Man kann nicht jeden Furz in eine „Volks“abstimmung geben, auch die Direktwahl eines Kanzler ist wenig sinnvoll. Darum geht es bei dieser Frage natürlich nicht, auch wenn es zu Deutschland gehört, dass ständig in entgegengesetzten Polen vereinfachend gedacht wird, nicht um direkte Demokratie vs. repräsentative Demokratie.

Für die repräsentative Demokratie ist eines jedoch existenziell: Sie muss ein lebendiges Parlament haben, was ein echtes Gegengewicht zur Regierung bilden kann, in dem wirklich über Sachfragen debattiert wird, um eine Entscheidung transparent und demokratisch zu fällen, die aus dem Parlament und nicht aus Hinterzimmern, Koalitionsverträgen und Fraktionszwängen geboren wird.

Genau hier ist Deutschland eines der am schlechtesten aufgestellten Länder, es ist auch völlig unerfahren mit diesen flexiblen, nicht koalitionsgebundenen Spielarten der Demokratie, die das Salz in der Suppe sind. Deutschlands Traum ist eine homogene Gesellschaft der Deutschen, die hat sich längst zum Alptraum entwickelt. Der jetzt einsetzende Koalitionsreflex ist Teil dieses Alptraums. Im Namen der Stabilität schaffen sie ein statisches Monster, was zuletzt Merkel hieß.

Es geht ihnen darum, die Macht einer Regierung über das Parlament zu stellen. Das war immer der grundlegende Fehler der Deutschen, weil sie ihre Demokratie nicht selbst erkämpfen konnten, wissen sie nicht wie Demokratie wirklich ist. Auch der Osten nicht. Gorbatschow hat sie ihnen verordnet und Kohl hat sie gekauft. Es fehlt die Erfahrung, dass Demokratie dann stark ist, wenn sie streitet und nicht nur ein Betriebsmodus der Macht ist.

Daher kann mit Fug und Recht behauptet werden, die reflexartig einsetzenden Koalitionsspielchen, auch in den gängigen Medien geht es um nichts anderes, dies ist fürwahr ein Zeichen, dass die Demokratie in Deutschland in den Kinderschuhen steckt und von einem schwerwiegenden Mangel an Diversität begleitet wird. Ja, regelrecht ein Zwang zum Stillstand besteht, weil man Angst vor der Ungewissheit hat, diese Ungewissheit aber, und mit ihr leben zu können, das zeichnet nicht nur eine lebendige Demokratie aus, sie ist auch der grundlegende Aspekt der Post Moderne und die objektiven Bedingungen des gesamten Planeten sind und bleiben ungewiss – unscharf. Und die Ungewissheit öffnet den Horizont in Richtung Veränderung und Experiment, in Richtung Fehler und Korrektur, um zu lernen. Genau dies brauchen wir, um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, denn sonst werden die neuartigen Schritte, die wir brauchen, ausbleiben. Diese kleinbürgerliche Sehnsucht nach dem Alten, nach der vermeintlichen Gewissheit über die Zukunft, dafür steht der Koalitionsreflex. Es ist aber auch das Ergebnis einer strukturell verkrusteten und überalterten Gesellschaft, die nur noch altbekannte Routinen abspult.

Der Koalitionsreflex ist ein Instrument zur Unterdrückung lebensnotwendiger Debatten und Widersprüche, nur daraus aber kann Zukunft entstehen, sie kommt nicht aus gespielter Harmonie und der Vereinheitlichung von Profilen. Damit macht man die Vergangenheit zur Zukunft.

Das Parlament ist schon während der Großen Koalition zu einer Lachnummer von Abwinkern geworden, hat sich in der existenziellen Coronakrise selbst entmachtet, reflexartig. Diese Selbstentmachtung haben wir auch bei der Afghanistan Intervention gesehen, das war keine Überraschung, aber das Parlament, fiel aus allen Wolken, weil es auf die eigene Blase hereingefallen ist. Das ist auf der Ebene des Intellekts, des Mindsets, von einer Volkskammer nicht mehr weit entfernt.

Die Corona Selbstentmachtung zugunsten eines erfolglosen Seuchenregimes, was immense Summen verbraten hat, aber nicht mehr geschafft hat als das nackte Überleben für einige zu sichern. Das war der erste echte Sündenfall nach dem Krieg. Auch für die nächste Seuche wurde deshalb nichts gelernt, weil wir keine Prozesse ausprobiert und einstudiert haben, die das ganze ohne Seuchenregime bewältigen. Dafür solle man auch bereit sein ein paar Leben zu riskieren, Demokratie ist wichtiger. Das wäre wesentlich besser gelaufen, wenn man auf das Parlament vertraut hätte. Also sehen wir hier auch die Gefahren des kleinbürgerlichen Parlamentarismus, er kann sich im Null Komma Nix in Luft auflösen.

Was machen wir bloß, wenn mal nicht eine banale Pandemie auf ein kaputtes Gesundheitssystem und eine Gesellschaft der Greise trifft, sondern ein echtes Problem kommt. Heil, Olaf, oder was? Nun haben wir ein Splitterergebnis aus dem nur sehr einseitige Stellungnahmen ableiten würden, es ist ein Ergebnis, was in Koalitionen zwingt. Es ist vielmehr ein Ergebnis und ein Auftrag wesentlich mehr Diversität und auch Unwägbares zuzulassen, es ist ein Ergebnis was Koalitionen letztlich eine Absage erteilt, und zur sachbezogen Arbeit eines streitbaren und lebendigen Parlamentes aufruft. Keine Partei konnte letztlich die Wähler überzeugen.

Wenn nun, ohne sich überhaupt nur die Frage zu stellen, welche Regierungsoptionen es ohne typisch deutsche Koalition gibt, wieder eine Koalition, diesmal eine ganz große an die Macht kommt, dann ist dies eine Selbstentmachtung des Parlamentes. Es kommen zwei Koalitionen infrage, Jamaika oder Ampel. Bei beiden wären die Opposition nur noch ein lächerlicher Witz ohne jeden parlamentarisch erwähnenswerten Einfluss und würde zudem der AfD alle Optionen einräumen, bis sie als einzige echte Opposition gilt. Kommt einem das bekannt vor? Durch die 3er-Koalition würde eine riesige Staatspartei regieren, denn auch Koalitionen werden in Deutschland wesentlich betonartiger gemacht als in anderen europäischen Ländern. Es muss eigentlich nicht mal einen Vertrag geben, auch so was ist typisch deutsch. Auch Neuwahlen sind nichts Böses, sondern ebenfalls Ausdruck einer lebendigen Demokratie, in Deutschland sind sie ein Weltuntergang. Was soll das für eine Angsthasendemokratie sein, die Angst vor Wahlen hat? Dann genau an dieser Stelle zeigt die repräsentative Demokratie ihr hässliches Gesicht, denn sie gibt den Parteien nach der Wahl die Möglichkeit einen programmatischen Block zu formen, der so überhaupt nicht zur Abstimmung stand. Dieses ganze Stabilitätsgelaber greift unter der Oberfläche dieser ganzen Absprachen-Systeme das Fundament an, weil es nicht erneuert wird. Also haben wir eine politische Situation, die ein nicht mehr vorhandenes Fundament adressiert, das wird nicht funktionieren.

Spiegel der Politik – die Ökonomie

Die mangelnde Diversität und die in Oligopolen mit staatlichen Eingriffen organisierte Industrie, die insbesondere als Autoindustrie ihre Karren schon seit Jahrzehnten nur mit staatlicher Hilfe loswird und überhaupt noch lebt, weil wir dafür bezahlen, arbeiten zu dürfen, ist der Spiegel der politischen Verkrustung.

Die aktuellen Kurzarbeiterzahlen haben nichts mehr mit Corona zu tun, sondern mit Problemen bei der Vorproduktion. Diese Probleme sind schon Ausdruck mangelnder Diversität, aber realisieren erst einen kleinen Teil des enormen Klumpenrisikos. Wenn es den Chinesen gefällt, dann stehen alle Bänder in Wolfsburg, Köln und sonst wo still. Von der Corona Kurzarbeit direkt in die Vorproduktion Kurzarbeit – Hurra!

The German Dream: Soziale Marktwirtschaft aka sozial-industrieller Komplex

Die Leute halten es für eine Erfolgsstory, dabei sind auch die gesamten Sozialversicherungssysteme von diesen alten Industriejobs abhängig, denn bei Dienstleistung und Niedriglohn zahlen die Systeme mehr als sie einnehmen. Und nun werden zu 50 % die Parteien gewählt, die daran nichts ändern wollen, können und werden, die SPD hat doch dieses halbstaatliche System bezogen auf die alte Industrie erst hervorgebracht, weil es ihre Basis bildet. Doch auch die Gewerkschaften sind längst auf dem Altenteil und ziehen keinen toten Fisch mehr vom Teller. Die CDU war für den Wunderteil zuständig, die alte Industriepolitik, die, wenn sie zu wild wurde, durch die SPD zurückgebunden wurde. Aber nicht an ein soziales System, sondern an eine Sozialbürokratie. Beide grundlegenden Politiken bezogen auf die Ökonomie und die Sozialbürokratie sind objektiv nicht mehr möglich, aber sie werden die Sau Soziale Marktwirtschaft wieder durchs Dorf treiben, weil sie nichts Besseres haben. Die Industrialisierung Deutschlands wird zu einer Deindustrialisierung, und damit ist klar, dass die Industrialisierung, im Gegensatz zu dem, was die SPD glaubt, keine automatisierte Erfolgsstory der Arbeiterklasse, der Angestellten, sondern der Bosse war, ist und bleibt. Es ist fatal nun eine Partei, zwar nur noch mit 25 %, zu haben, die immer noch diesen „German Dream“ träumt, der im klaren Widerspruch zu den Anforderungen der Zeit steht. Damit bleibt ihnen nur das Märchen von der grünen Industrie, vom grünen Wachstum.

Deutschland verlagert alles immer an die nächsten Generationen, bis die Substanz, von der es zehrt, aufgebraucht ist. Schon jetzt ist es eine Mär, dass Deutschland eine stabile Mittelschicht hat, sie bricht längst, wie in alles anderen Industrieländern, zugunsten des Prekariats weg. Mit dem weiteren Verschwinden der strukturell veralteten Arbeitsplätze der Industrie wird sich dieser Prozess beschleunigen.

Das System der Zwangsarbeit

Hieraus hat sich in Teilbereichen ein regelrechtes Zwangsarbeitssystem gebildet, oder besser Zwang zur Arbeit System, weil es darum geht leere Summen zwischen Kassen hin und her zu schieben. Der Klassiker ist im Niedriglohn zu finden, es gibt ihn in anderer Form aber auch in der alten Industrie. Merkmal dieses Systems ist, dass die Kosten der Arbeit nicht bezogen auf ihre gesamtgesellschaftlichen Folgen angeschaut werden.

Eine Krankenschwester kann alleinig nützlich sein, ihr Job erzeugt so gut wie keine störenden Interferenzen in irgendwelchen Systemen. Sie ist aber wesentlich schlechter bezahlt als ein Facharbeiter bei VW, und auch was die Lohnnebenleistungen angeht wesentlich schlechter dran. Der VW Job erzeugt viele schädliche Interferenzen, dies in Systemen, die gerade in der Allgemeinheit gehören. Oder die Reinigungskraft, die hin und wieder Hartz bezieht und hin und wieder im Niedriglohnbereich arbeitet, sie soll auf jeden Fall arbeiten, obschon diese Arbeit im Alter für sie und die Gesellschaft unter diesen Umständen eine große Qual wird.

Das alles gehört zu einem alten Denken, in dem Arbeit mit Ehre, Glück und Erfolg gleichgesetzt wurde. Jeder Generation soll es besser gehen als der Vorherigen. Das ist die Idee der SPD, weil sie das Glück auf die Enkel schiebt, was wenn es den Enkeln schlechter geht? Also hat man alle Systeme auf diese Arbeit gebaut, nun sind aber Voraussetzungen um so wirtschaften zu können weg. Seit Langem wird versucht, die Soziale Marktwirtschaft aufrechtzuerhalten, obschon klar ist, dass ihre Fundamente nicht mehr existieren und nicht mehr existieren können. Daraus wurde Zwangsarbeit, Arbeit um der Arbeit willen, um Summen hin- und herzuschieben, die spätestens im Alter ein dickes Minus ergeben, und zwar für alle. Insbesondere für die natürlichen Ressourcen. Das ist aus dem SPD Traum der gerechten Arbeit im Kapitalismus geworden, und aus dem CDU Traum wurden Oligopole, die eng mit dem Staat verwoben sind.

TESLA in Grünheide steht genau dafür, denn dort ist die Definition eines Bandarbeiters was völlig anderes als bei VW, das ist der eigentliche Druck den z.B. TESLA macht. Kaum jemand, der sich heute in der Blase eine Immobilie kauft, wird es erleben, dass er seinen Bankkredit noch abbezahlen kann. Und genau das ist eine der Sollbruchstellen des unteren Mittelstandes, sie werden nicht mehr die Teilhabe am Wohlstand erleben, wie ihre Eltern, das ist das eigentliche Problem. Es ist aber auch der Grund, warum die Radikalisierung immer mehr zunehmen wird. Darauf hat keine einzige Partei ein plausible Antwort, weil diese Antworten das Ende der homogenen politischen Blöcke voraussetzen. Jede Koalition wird dieses Prozess nur verkleistern, aber nicht angehen können. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gleichzeitig ist diese Angst der unteren Mittelschicht einer der Haupttreiber einer völlig falschen Klimapolitik, und der Kreis schließt sich, denn insbesondere auch Fridays sind diese Fragen vollkommen egal und sie kalkulieren sie nicht mit ein. Doch wenn die Menschen vor der Wahl stehen, dann interessiert sie nicht, was die Wissenschaft sagt, sondern was ihr Bankberater sagt. Es gibt keine belastbaren ökonomischen Vorstellungen in der gesamten Klimabewegung, dies wird sie scheitern lassen, auch, so sicher wie das Amen in der Kirche, oder nehmen wir doch mal den Muezzin auf dem Minarett.

Vielleicht hilft ja ein richtiger DAX Crash!

Die Grünen gewinnen – aber keiner weiß worin! Die Infantilisierung der Grünen

Was hier bei dieser Wahl passiert ist, dies ist das letzte Aufbäumen der aus der Zeit gefallenen Politiken der deutschen Nachkriegsparteien. Die Grünen haben den Fehler gemacht, dieses Nachkriegsmodell im Bund für sich zu antizipieren, dafür stehen Kretschmann und Habeck. Wir brauchen postmoderne Parteien und keine Parteien, die die Vorstellungen von Wachstum, wie es mit der Moderne entstanden ist, weiterführen. Das ist nur alte Gülle in grünen Schläuchen.

Die Berliner Grünen, die wesentlich deutlicher Links positioniert sind, ohne den Staatssozialismus Fehler der Linken zu machen, zeigen dagegen wie man Wahlen gewinnen kann. Das würde auch auf dem Lande funktionieren. Was nicht funktioniert, ist einem bürgerlichen Lager hinterherhecheln, was nicht mehr existiert.

Könnt euch also bei Habeck und Kretschmann bedanken, die Leute wählen bei zwei konservativen Heulsusenenparteien eben immer das Original.

Ach ne stimmt, ihr habt ja so zugelegt und seid die eigentlichen Gewinner, nur, worin? Wie sagte Fischer seinerzeit zu Kretschmann? Berggorilla, was will der eigentlich? Dabei bleibt es. Gewinner in der Erhaltung des letzten weißen älpischen Berggorillas, den es nie gab, möchte man weiter spinnen und spinnen, denn dann ist auch ein Alptraum auf der Alp dabei. Fischer, bei allem Respekt, man, man, man, was kommt der am Tag als die NATO von den Taliban verkloppt wurde um die Ecke und erzählt, dass die Intervention richtig war. Da hätte er schon den Schröder im Rücken gebraucht, der in Kandahar, oder wie dat Kaff da heißt, mit dem Taliban Boss ein Pilsken schlürft und sagt: „Dat hätte doch keiner gedacht“, ansonsten hätte es genauso laufen können. Aber so doch nicht.

Habeck ist ein Liebling und eine Geburt der liberalen Medien sowie eine Sturzgeburt aus Schwarz und Grün. Der Liebling der Schwiegermütter über 60, ein Grüner wie die Konservativen ihn sich wünschen. Er hat Politik in einem Bundesland gemacht, was weniger Einwohner als Hamburg hat und am Arsch der Welt liegt. Einzige Metropole Sylt. Seine gesamte mediale Person ist eine Erfindung. Seine inhaltlichen Vorschläge und Statements sind von mangelnder Abstraktionsfähigkeit geprägt, dazu kommen wir noch. Er ist das was deutsche Kleinbürger und die untere Schicht der Bildungsbürger (Lehrer, Journalisten, White Sonstwat etc.) sich als Intellektuellen vorstellen.

Seine Zeit in der Regierungsverantwortung entspricht der Erfahrung eines Kämmerers oder Umweltdezernenten in einer mittelgroßen Großstadt. Ich bitte euch, in Schleswig-Holstein leben mehr Kühe als Menschen. Der letzte Export war Björn Engholm, den man mit derselben vermeintlichen Intellektualität identifizierte, bis — ja bis. Da müsste man schon bescheuert sein, wenn man hier den Stallgeruch nicht röche. Was? Um Gottes willen, nicht den Badesalzgeruch, sondern den vom „an der Pfeife rumlutschen“, intelligent dreinblicken, mehr als zwei Relativsätze bedeutungsschwanger in einer Talkshow benutzen und dadurch zum Hoffnungsträger werden. Lassen wir das. Alles in Wirklichkeit die alte Feindschaft zwischen Hamburg und Lübeck, Kiel ist da ja mehr für Wikinger und Lübeck ist versandet, was Hamburg dank Scholz ja nie passieren wird. Wieso schweife ich ständig ab?

Das größte Problem ist, dass Habeck und Kretschmann für die Denunziation des Widerspruchs stehen, dies aber war das Lebenselixier der Grünen. Es wird behauptet, eine Partei, die sich nicht streitet sei reifer geworden, das Gegenteil ist der Fall. Die gespielte Harmonie, das Zukleistern von Widersprüchen, das machen auch die Eltern, um ihren Kindern eine Welt vorzumachen, die nicht existiert, weil die Tagesschau eigentlich schon FSK 18 ist.

Also ist das Gegenteil richtig, die Harmoniesucht Habecks steht für eine Infantilisierung der Grünen Partei. Sie haben den Grünen eine entschuldigende Grundhaltung, ein devotes Wegleugnen von Widerspruch, Radikalität und Aggression verordnet zugunsten butterweicher Moral. Das Wahlergebnis zeigt aber, die Leute haben die Schnauze voll von dieser ganzen Moral und Harmonie, der Wähler zeigt Profil, das versuchen die Parteien sogleich zu kaschieren. Das sollten die Grünen nicht tun, und zuallererst mit der FDP reden.

Man hätte Baerbock, trotz der Fehler, die sie gemacht hat, ganz anders verteidigen können. Herumgekommen ist aber eine einzige Selbstkasteiung. Aus den Fehlern Baerbocks hätte man auf ein verlogenes System verweisen können und sagen, dass man halt, den Fehler gemacht hat zu versuchen es genau so zu machen, wie die anderen.

In Berlin und bei der SPD wird eine akademische „Betrügerin“ offensichtlich geschätzt. Eine, von der wir nicht wissen, wie ihr Weg verlaufen wäre, wenn sie nicht mit fremden Federn geschmückt gewesen wäre. Bei den Grünen zählt man reumütig Erbsen. Sie finden keinen Weg, wegen ihrer moralischen Überlast, auf den Tisch zu hauen. Aggression und Wut, das ist seit Habeck & Kretsche ein Ausschlussgrund! Warum? Weil es zur menschlichen Existenz gehört, wie die Luft zum Atmen, aber nicht mehr zur Grünen Klimakonsens Partei? Macht euch das REAL? Macht es Klimapolitik REAL?

Bei Habeck wurde daraus die entschuldigende Grundhaltung, statt den Trotz und die Wut zu mobilisieren, wozu Baerbock sicher fähig gewesen wäre. Sie ist der Typ, sie muss es wieder versuchen, bis es klappt. Darin liegt das ganze Geheimnis für die nächste Wahl. Bei Habeck und Kretschmann geht es stets um Anpassung und nicht um Entwicklung, das ist das Problem. und es wird die Grünen, trotz einiger Erfolge, niemals dazu bringen wirklich eine Machtoption zu sein, sie werden einmal mehr auf die netten Stimmenbeschaffer für die wahre Macht reduziert. Schaut man sich die Fotos von Merkel an, wie sie bei den Fischern sitzt oder einen Kopf kürzer neben Kohl, wer hätte das, außer uns natürlich, gedacht? Schröder hat es nicht mal am Wahlabend geglaubt. So funktioniert das, das konnte die CDU mal, wie keine andere Partei. Dieses Geheimnis der Kanzlergeburt, da war die Union der Hohepriester. Die SPD dagegen schafft das nur, wenn die Union patzt, oder wenn Brandt kommt, aber der kommt schon lange nicht mehr. Egal, wir sind jedenfalls davon überzeugt, dass diese Kanzlermagie derzeit eigentlich bei Baerbock liegt, die Partei versteht es nicht, und sie auch nicht. Glück für Scholz, und Glück für die Union mit ihrem Kanzlerbengel Laschet.

Und für die Magie Merkels steht dieses Habeck Zitat, in der Form, dass er die Magie detailliert beschreibt, aber zugleich zeigt, dass ihm nicht bewusst ist, wie man sie erzeugt:

Sie (Merkel) habe über die letzten 16 Jahre „mit einer hohen Opferbereitschaft, mit einer sehr großen, höchsten persönlichen Integrität, mit ihrer ewigen Kraft zur Differenziertheit und ihrer großen Menschlichkeit diesem Land viel gegeben“, sagte er. Trotzdem sei es dringend erforderlich, dass eine politische Ära zu Ende gehe, „die Politik so interpretiert hat, dass sie möglichst unpolitisch sein sollte“.

und weiter zum Absturz der Grünen:

„Wir sind stecken geblieben in dämlichen, in dummen Debatten, die von den politischen Mitbewerbern immer wieder hochgezogen wurden und die eigentliche Diskussion verstellt haben. Stattdessen wurden Popänze (sic) aufgebaut.“

Habeck (der Plural von Popanz ist immer noch Popanze)#

Genau, denn zu dieser Haltung gehört, dass es immer die anderen waren, immer und immer und immer, bis einem die Sülze zu den Ohren rausläuft. Das muss man ändern. Man ist immer und ohne jede Ausnahme selber schuld, der zweite Vorname ist VERANTWORTUNG, wer das nicht begriffen hat, der hat in einer fortschrittlichen Partei nichts zu suchen. Sowas lieben die Deutschen, Felsen in der Brandung, aber doch keine sich entschuldigenden und konfliktscheuen Sozialpädagogen-Kongresse und eitle Selbstanalysen.

Im Zitat finden wir die ganze Problematik, einerseits ist die Politik von Merkel ja ganz toll, andererseits ist es der dämliche politische Gegner, der die Grünen klein macht. Das geht so nicht, es muss dialektisch aufgelöst werden, dazu sind weder Habeck noch Kretschmann in der Lage. Es geht nur durch eine sachbezogene Zusammenarbeit, die die grundlegenden Widersprüche nicht aufgibt, sondern aus ihnen die Power zur Zusammenarbeit erst schöpft. Ist der Partner dazu nicht in der Lage, dann sollte man die Opposition zunächst bevorzugen, das zahlt sich aus.

Im Grunde beschreibt Habeck im Zitat nicht die Lage der Partei, sondern die Lage, in die er die Partei gebracht hat, weil es seiner eigenen unentschiedenen Wahrnehmung entspricht. Also liebe großkotzigen Krötenschlucker, wie immer gilt: Macht doch was ihr wollt, aber macht wenigstens irgendwas auch mal richtig, statt ständig nur zu wollen.

Werden es die Briefwähler richten?

Linke, hm, Wohnungen, naja, Graz KPÖ gewinnt, Kurz mal im Arsch

Linke? Hm, tja, wir haben es ja gesagt, aber auf uns hört ja niemand …. bitte keine Kranzabwürfe mehr. Das wäre ein Anfang. Es gibt außerdem einen Sozialismus ohne bourgeoisen Staat, über den man alles regelt, aber na ja. Der Staat sollte Wohnungen kaufen und sie den Bürgern schenken, aber nicht selbst zum Besitzer werden, auch das ist besser, wird aber in Karlsruhe und beim Bankberater enden.

Na ja, in Graz hat die KPÖ gewonnen, weshalb Kurz mal im Arsch ist, KPD darf man ja nicht sein, was auch so ein Problem ist, denn es führt dazu, dass es keine KPD gibt, tja. Was drei Buchstaben und ihre Reihenfolge alles verändern, man glaubt es nicht und steht staunend neben Castros Mumie, ehe man dreimal Beelzebub sagen kann.

Deutschland ist und bleibt gruselig und eine ständige Gefahr für sich selbst

Wie auch immer, für mich ist Deutschland wirklich ein Gruselkabinett, richtig unheimliches Land, ich denke die werden wieder sehr gefährlich, wenn sie merken, dass der Rest der Welt nicht nach einer ewigen Diktatur der Harmonie, sondern nach Demokratie sich sehnt. Dann wähnen sie sich wieder umgeben von Risiken und wollen, dass die Welt wie Deutschland ist. Das ist gruselig. Verlasst euch darauf, ich kenn die Typen. Der Schlüssel liegt in der Ökonomie, und genau dort hat sich seit dem Kriege fast nichts bewegt. StartUp, das sind dort digitalisierte Kataloge von Neckermann, und Fahrradkuriere mit einer App.

Brot und Spiele

Macht euch doch einfach mal locker ihr scheiß Moffen und alles wird gut. *grmpf*

Brot und Spiele, gebt dem „Volk“ was es haben will. Danach reden wir weiter.

Es ist, was es ist.

This post was last modified on 27. September 2021 14:14

mr. & mrs. swashmark

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