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Maggie`s Farm

Update

Roots – die alte Frage und die alten Haudegen

So Herr Özdemir, wir haben lange gethinktankt, was wir als Landkinder wirklich in den nächsten 5 Jahren machen würden. Ich mein es kann ja nicht alles Reform sein usw. nicht alles lohnt sich aber – die Grundvoraussetzung, damit sich wirklich in der ländlichen Entwicklung und bei der Produktion von Lebensmitteln was ändern kann, das ist etwa seit den Bauernkriegen des 16 Jh die Landfrage. Die Franzosen haben mit „SAFER“ eine schöne Institution geschaffen, die Landgrabbing unterbindet.

Ich mein NEIN, das kann doch nicht sein, die ländliche Entwicklung hängt am Boden und dann erst an der Frucht, ja sapperlot, wer hätte es gedacht.

Und so kann der Boden, da er selbst einen vertretbaren Preis hat, und nicht von Investoren aufgekauft werden kann, die wunderbare Eigenschaft bekommen keinen Druck auf die Bauern in Richtung immer mehr Fläche und damit den ganzen weiteren Preiskrieg auszuüben. Das Land ernährt den Bauern ohne Bauernqual und Tierqual – zum gleichen Preis – denn die bourgeoisen Aufschläge entfallen und können in die Qualität gehen. Das ist eine alte Idee und ein altes Problem, was der Herr Engels aus Wuppertal besonders schön in seinen Abhandlungen über die Bauernkriege darlegte. Und einmal mehr sehen wir – ja – die alten Haudegen – sie wussten es schon immer.

Es ist eine Eigentümlichkeit gerade der Bourgeoisie gegenüber allen früheren herrschenden Klassen: in ihrer Entwicklung gibt es einen Wendepunkt, von dem an jede weitere Steigerung ihrer Machtmittel, vorab also ihrer Kapitalien, nur dazu beiträgt, sie zur politischen Herrschaft mehr und mehr unfähig zu machen. „Hinter den großen Bourgeois stehn die Prolelarier.“ In demselben Maß, wie die Bourgeoisie ihre Industrie, ihren Handel und ihre Verkehrsmittel entwickelt, in demselben Maß erzeugt sie Proletariat. Und an einem gewissen Punkt – der nicht überall gleichzeitig oder auf gleicher Entwicklungsstufe einzutreten braucht – beginnt sie zu merken, daß dieser ihr proletarischer Doppelgänger ihr über den Kopf wächst. Von dem Augenblick an verliert sie die Kraft zur ausschließlichen politischen Herrschaft; sie sieht sich um nach Bundesgenossen, mit denen sie, je nach Umständen, ihre Herrschaft teilt oder denen sie sie ganz abtritt.

Friedrich Engels
Vorbemerkung
[zum Zweiten Abdruck (1870)
„Der deutsche Bauernkrieg“]

Ja und die Gelegenheit ergab, dass die Bourgeoisie die Herrschaft nun mit den Grünen teilt weil sie in Sorge war, dass diese ihnen über den Kopf wachsen. Seltsam, dessen sind die Grünen sicher nicht verdächtig, aus der Sicht des Proletariats. Doch auch das Proletariat, sollte sich Bio ernähren können, und wie man das am besten erreicht, das wusste der Engels auch schon. Da sieht man es mal wieder alle Quelle allen Fortschritts, liebe Freunde, die trägt doch die Handschrift der Marxisten. Und es bedarf einiger modischer Verrenkungen, um die Räder neu zu erfinden.

Die kleinen Bauern – denn die größeren gehören zur Bourgeoisie – sind verschiedener Art. Entweder sind sie Feudalbauern und haben dem gnädigen Herrn noch Frondienste zu leisten. Nachdem die Bourgeoisie versäumt hat, was ihre Schuldigkeit war, diese Leute von der Fronknechtschaft zu erlösen, wird es nicht schwer sein, sie zu überzeugen, daß sie nur noch von der Arbeiterklasse Erlösung zu erwarten haben.

Vorbemerkung
[zum Zweiten Abdruck (1870)
„Der deutsche Bauernkrieg“]

Oder sie sind Pächter. In diesem Fall existiert meist dasselbe Verhältnis wie in Irland. Die Pacht ist so hoch getrieben, daß der Bauer mit seiner Familie bei Mittelernten nur eben knapp leben kann, bei schlechten Ernten fast verhungert, die Pacht nicht zahlen kann und dadurch ganz von der Gnade des Grundbesitzers abhängig wird. Für solche Leute tut die Bourgeoisie nur dann etwas, wenn sie dazu gezwungen wird. Von wem sollen sie Heil erwarten, außer von den Arbeitern?

Vorbemerkung
[zum Zweiten Abdruck (1870)
„Der deutsche Bauernkrieg“]

In diesem Sinne Junkerland in Bauernhand, und zwar Pronto. So leicht kann Landwirtschaft sein, man muss es nur richtig machen, und die Roots kennen.

Update Ende

Update

Amtseid von Scholz 7 mal gehört

Ich habe heute auf einer langen Autofahrt den Amtseid von Scholz allein beim DLF 7 Mal gehört, fast jede Sendung fing damit an. Leute – das verpasst niemand und es ist eine reine Formalität, man kann es auch übertreiben. Zumal das einzig Wichtige vergessen wurde, Özdemir fuhr mit dem Fahrrad nach Bellevue, als Einziger, braver Junge, hätte nen E Trecker vorausfahren lassen sollen mit der Aufschrift – Junkerland in Bauernhand.

Udate Ende

Es ist zu vermuten, dass die semantische Kopplung zweier differierender Funktionsräume den Grad symbolischer Gewalt erheblich erhöht. Das gilt nicht nur in Bezug auf die jeweiligen Motive, sondern auch für die „narrative Grammatik“

Mr & Mrs. Swashmark

Update

Nordstream 2 und Green Nuclear Deal

Eine Umfrage zeigt: Jeder zweite Deutsche ist der Ansicht, dass Kernenergie noch eine Zukunft hat. Und rund ein Fünftel findet, dass Atomkraft Solar- und Windenergie gleichgestellt werden sollte. In anderen EU-Ländern ist die Zustimmung noch größer

https://amp.welt.de/politik/deutschland/article235524348/Haelfte-der-Deutschen-aufgeschlossen-fuer-Atomkraft.html

Wachstum was nun?

Auf Arte läuft eine Doku,“Wachtum was nun?“ die Özdemirs Fachbeamte schauen sollten, um sie dann dem Minister häppchenweise zu servieren. Da geht es auch um die Urbanisierung der Landwirtschaft und glokales Handeln in Form von subsidärer Landwirtschaft, was zeigt, wie leicht die schwammigen Absichtserklärungen und das Story Telling der Politik auf den urbanen Acker geholt werden könnten – auf den ersten Blick. Man muss aber auf Details achten:

1. Es handelt sich im Toronto Beispiel um prototypische Ansätze in der Großstat, um Aussteiger, die es sich leisten können (zumindest, die, die vorgestellt werden). Ein Protagonist, der sein Leben als Wall Street Broker aufgegeben hat, sagt ungefähr: „Ich verdiene deutlich weniger als an Wall Street, aber meine Frau ist Justiziarin bei einer Organisation für Menschenrechte. Deshalb konnte ich mir den Ausstieg leisten“. Wenn ich solche Aussagen höre, dann würde ich normalerweise zum Spaten greifen, um schon mal Gräber auszuheben, Humus ist schließlich das A und O, aber ich bin zivilisiert. Das ist bodenloser Zynismus von Systemnutzern, von Profiteuren, eine kleinbürgerlichen „Elite“, die plötzlich ihre ganz individuelle Lebensform sucht, um sich über die Welt zu erheben. Identitätsmüll. Der behauptete Nutzen bzgl. Co2 Ausstoß ist in diesem Rahmen, nicht belegbar.

2. Es wird in der Realität eine ideologisch aufgeladene primitive, merkantile kapitalistische Ökonomie aufgebaut, die noch keine Arbeitsteilung hat, kaum Maschinen, keine Tarifverträge, keinen Betriebsrat, keine sonstwie Errungenschaften, die wir im Kapitalismus, und dem bürgerlichen Rechtsstaat, sehr wohl auch haben. Weiter hätte die Doku fragen müssen, was zum Beispiel bei einem Arbeitsunfall passiert, oder wenn das Lieferrad mal kaputt geht. Das ist so,oder.so katastrophale ideologisch getriggerte Selbstausbeutung par exellence, die den Menschen, die um soziale Fragen und Arbeitsbedingungen kämpfen, auch um gewerkschaftliche Organisation, den dicksten Fuckfinger Canadas zeigen, durch ihr gelebtes Beispiel der gnadenlosen Ausbeutung von Arbeitskraft für einen scheißdrecks Salat. Da haben wir noch nicht über Miet- und Grundstückspreise gesprochen.

3. Sobald etwa ganz Toronto so versorgt werden soll, stellen sich die gleichen Fragen nach Wachstum und Effizienz wie in der traditionellen Produktion, denn

4. ich selbst hätte keine Lust auf dem Acker zu stehen und im Dreck zu wühlen, aber Gemüse will ich – mein Geld verdiene ich aber woanders, mit etwas was mir ganz frei von aller Weltverbesserung Spaß macht, damit haben wir einen Markt. Ich frage Waren nach, der Wall Street Hippie bietet an, wir tauschen Geld, ich verdiene mein Geld mit bösartigen Dingen, vielleicht in der Pharmaindustrie. Der Kreis schließt sich. Kann man so dumm sein? Wenn die Hippies einen Überschuss erwirtschaften und die Nachfrage steigt, was ja erreicht werden soll, dann können sie sagen: Nein – oder sie reinvestieren mein Geld, um mehr Brokkoli, mein Lieblingsgemüse, anzubauen, oder um bei Missernten und Wetterkatastrophen eine Rücklage zu haben. Da er Wall Street Hippie ist, wird diese Rücklage angelegt werden müssen, da sie sonst an Wert verliert. Anlegen oder Investieren – oder sterben. Das ist Wachstum. Nur weil es im Moment völlig exotisch ist, scheint es keines zu sein. Tatsächlich wird bei diesen Projekten, gerade wenn sie Erfolg haben, das Wachstumsvirus injiziert, wie in allen Kreisläufen des Kapitals. Also – What The Fuck is this Fuck?

5. In dem Moment, wo ein professioneller Player den Markt des Urban Gardening mit KI Bewässerung, Nährsubstraten, vertikalen Beeten, Arbeitsteilung etc. betritt und eine online Distribution zu wesentlich besseren Preisen aufbaut, bleibt den Hippies nichts anderes als ihren Salat selbst zu essen. Gemein ne, das sind die Systemparameter, die eben den Kapitalismus ausmachen.

6. Es ist alles Wunschdenken, denn es hat keine Verankerung in der ökonomischen Realität, der Willen ist zwingender Bestandteil, und der ist so stark, wie der Bauch voll. Dabei bleibt es.

7. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“.

Adorno: Minima Moralia, I, 18; Gesammelte Schriften, Bd. 4, S.19

Therapie und Revolution


Das sind also keine systemischen Lösungen, sondern kleine Inseln der individuellen Glückseligkeit, die von therapeutischen Ansätzen kaum zu unterscheiden sind. Wie zuvor besprochen, die Analyse ist okay, aber das hat schon der Club of Rome 1973 festgestellt „Grenzen des Wachstums“. Aber auch das ist kalter Kaffee, wer das Kapital kennt, vom ollen Kalle, der weiß, die Fakten liegen seit Ende des 19 Jh. auf dem Tisch. Wow, so innovativ das Grünzeug. Das ist banal. Es geht darum ein System zu zeigen, was funktioniert, und dies wird es nicht geben, solange wir uns auf das Profitsystem einigen, wir werden es aber auch nicht als Amateur Gemüsebauern auf städtischen Äckern loswerden. Wir könnenn kein neues System im Alten laufenn lassen, die Illusion ist historisch eine Milliarde mal in sich zusammengebrochen, das alte muss erst weg, denn es blockiert auch den Verstand und die Emotionen, die wir brauchen um etwas neues überhaupt denken zu können. Wer sich sowas einbildet, der wird früher oder später zum Diktator. Die Einigung über die Abschaffung des Kapitalismus muss weltweit simultan erfolgen, danach kann man diskutieren, wie es nun weitergeht. Das Mittel ist der Generalstreik und die Weiterführng der Berriebe in Selbstverwaltung. Die Institutionen des alten kapitalistischen Staates können nicht verwendet werden, nicht unterwandert werden, sie können nicht erobert werden oder besetzt werden, sie müsssen zerschlagen werden und nach neuen Paradigmen anders errichtet werden. Ökolandbau kann man ja bis dahin ruhig fördern, man sollte die Kirche aber im Dorf lassen.

Mein Pool, Mein Auto, Mein Gemüsegarten

Weiter ist offensichtlich, dass wir hier über einen winzigen Teil der Landwirtschaft sprechen. Es geht vorwiegend um Gemüseanbau in einem gewissen Rahmen, das ist aber nicht das Problem. Auch nicht bei den konventionellen Bauern, mal abgesehen von Sklavenarbeitern. Die ganze Sommer auf den Höfen verbringen, aber nur für normale Schichten schlecht bezahlt werden, oft noch die Unterkunft beim Bauern selber zahlen müssen, lächerlich. Das Problem sind die Massenproduktionen von Getreide und Soja und Mais. Und da sieht die Realität völlig anders aus. Genau diese Ernten werden wie Derivate gehandelt, an einem internationalen Markt und die Ernten fließen in die industrielle Produktion – von Viehfutter und Bier, über Babynahrung, bis hin zu allen nur vorstellbaren Formen von Produkten.

Natürlich sind die verheerenden Massenernten von Soja fester Bestandteil des veganen Speiseplans. Diese Produktion muss in den Fokus – um aber die Weizenmenge zu bekommen, die New York benötigt, muss man New York abreißen, wenn man es in der Stadt anbauen will. Eine romantisierende Vorstellung ländlichen Lebens und schwerster Arbeit auf den Feldern ist unübersehbar.

Realtive und absolute Armut in den Schwellen- und Entwicklungsländern

Für die Schwellenländer stellt sich die Frage, ob man die relative Armut zulassen will und nur die absolute Armut bekämpfen möchte. Durch reformistische subsidiär Ökonomie kann nur die absolute Armut temporär bekämpft werden. Das Problem: Die Grenzen, an die man immer stößt, sind zunächst nicht die Grenzen des Wachstums, sondern die Grenzen der realen Welt, der Politik und des Kapitalismus. Da wird man in der Argumentation sehr viel Ideologie benötigen, was absolut strikt unerwünscht ist. Tatsächlich schreibt man jedoch die relative Armut fest. Wie ist denn der reale Stand der Massenproduktion von Mais und Weizen, z.B. Agriculture Edge Computing – bei dem schon die Rechenkapazität und die Software Engineering Fähigkeiten nur von absoluten Profis beretgestellt werden können, ohne Spaten und Dreck. Gülle auf der Platte, das ist ein Problem, genauso wie Moos auf dem Transistor, und Grünsspan im Grafikchip.

Industrielle Keinfamilie

Und äh ja, es tut mir leid, wir sind bald 10.000.000.000 Menschen. Die Grenzen des Wachstums – ha,ha,ha,na ja – der Club of Rome und andere schlagen eine Prämie vor, für Frauen, die bis 50 kinderlos bleiben, nun ja, die Familie steht in der Verfassung und wird gefördert, eigentlich dreht sich alles um Ficken, Bumsen, Blasen, Kinder bekommen, das Narrativ der industriellen Kleinfamilie, ein System der Arbeitsteilung, seid ihr Hirnis? Ihr seid Hirnis! Gut – also Kinder wollt ihr, dann müssen wir uns in der Tat was einfallen lassen. Die Flächen werden weder bei der Wohnungsnot in den Städten, noch bei Klimawandel und Wasserknappheit auf dem Lande, deutlich mehr. Mehr wird nur der Bedarf.

Ich stell mir gerade Urban Gardening in Mumbai vor, wahrscheinlich hat das Zeug einen höheren Arsengehalt, als der Kuchen, den ich für mein Schwiegermutter backte, einst. Sehen wir es uns an, die Pflanze als Biochip:

Gott sei dank ist Özdemir Vegetarier .

Grenzen des Wachstums – lächerlich – die Sonne auf die Erde holen, mit Atomkraft als Brückentechnologie zur Kernfusion und das als Zwischensschritt zur Besiededelung des Mars, öche, öche – Erde endsorgen für Anfänger

[ Das Ende der Atomkraft ist ein deutscher und österreichischer Sonderweg ( gibt es Österreich noch? Hab heute noch nicht nachgeschaut ) ]

Die Doku hat also erhebliche Schwächen in der unkritischen Rezeption der Protagonisten, und der vorgestellten „Theorien“, insbesondere wird die Bedeutung der Fossilen überbetont, es wird so getan als ob die „Grenzen des Wachstum“ schon erreicht wären – sie vergessen die Kernkraft, die für immer mehr Staaten, insbesondere auch Schwellenländer, Öl, Kohle etc. am Energiemarkt ersetzen wird. Selbst in der EU besteht immer noch die Möglichkeit, die Atomkraft im Rahmen des Green Deals unterzubringen. werden soll, damit geht sämtliche Umweltzerstörung, dank der End of Pipe fokussierten heimatlich-naiven Klimadiskussion, in eine neue, noch verheerendere, Phase über. Das hatte sich ebenfalls bereits in Südafrika angedeutet, ebenso baut Frankreich in Indien neue Reaktoren. In Frankreich ist es immer eine Mischnutzung aus Militär und Energie. Man darf sich hier nicht in Sicherheit wiegen, das ist mal wieder nichts als die Vorstellung: „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“, was sich keine Partei so sehr zu eigen gemacht hat wie die Grünen. Die globale Perspektive weicht einer eingebildeten moralischen und heimligen grünen Heimat. Es kann keine Entwarnung gegeben werden, die Kosten und die Sicherheitsfrage ist bei der Atomenergie schon immer zweitrangig gewesen. Darauf gehe ich jede Wette ein.

Damit würde sie, soweit die offenen Enden nicht berechnet werden, oder vom Steuerzahler getragen werden, zum eigentlichen Kern des Green Deal, zum Megageschäft. Deutschland ist umstellt von Reaktoren in Belgien, in Frankreich, in Polen …. in vielen Ländern wurde nie ernsthaft Kohle zur Stromerzeugung genutzt, auch das ist ein sehr deutsches Problem. Es ist ineffizient und die Konzerne machen drei Kreuze, je schneller die Politik sie aussteigen lässt. Der Rest ist Gezeter um möglichst hohe Ausstiegsprämien zu bekommen. Ein Beschäftigungsprogramm auf Staatskosten mit Hilfe von Vertragswerken rund um eine zentralistische Stromproduktion.

Was man also unterscheiden muss, dies sind objektive Grenzen von subjektiven Grenzen, bisher sind wir nur bei subjektiven Grenzen. Und man sollte nicht so tun, als ob die subjektiven Grenzen mit den objektiven übereinstimmen, das führt zu völlig falschen Annahmen und religiösen Handlungsmustern. Eine Objektivierung des Subjektiven ist immer Teil einer religiösen Propaganda, damit erreicht man weniger als 10 % der Menschen.

„Peak Oil“ ist eine Narration

Dann taut der Permafrost, die Eisschilde schmelzen ab – sicher ist Öl begrenzt, aber von Peak Oil kann belastbar keine Rede sein. Auch unter der Antarktis vermutet man Ölvorkommen. Gas wird gänzlich vergessen, ist aber ein Big Deal.

Weiter wird es erst mal nur dazu kommen, dass Öl weniger zu Benzin und Heizöl (Diesel) wird, weil das auch in den Augen vieler aus dem Öl Geschäft Verschwendung ist, wenn man bedenkt, wo Öl überall untergebracht ist – Düngemittelindustrie, Kunststoffindustrie, Chemische Industrie, Pharmaindustrie, Nahrungsmittelindustrie.

Wenn man all die Zerstörung und all das menschliche Leid hinnimmt, was der Kapitalismus produziert, dann wird es noch sehr lange Wachstum geben, und zwar so lange, bis die Erde nicht mehr bewohnbar ist. Was dem Universum vollkommen egal ist.

Es gibt Grenzen des Wachstums. Es gibt keine automatischen Grenzen des Wachstums.

Also – weite Teile sind von der Analyse her ein wenig, sagen wir religiös, ein Glauben, aber die Wege, die beschritten werden, etwa mit Urban Gardening sind sinnvoll. Die Wende werden sie nicht bringen, sie sind eine kleinbürgerliche Therapie für gestresste Aussteiger, es gibt auf absehbare Zeit dank der Atomkraft auch ohne klassisches Verbrennen keine automatischen Grenzen des Wachstums. Wir haben es also mit einer kleinbürgerlichen Interpretation von abstrakten Ansätzen zu tun, die letztlich zurückgehen auf Analysen des Club of Rome, ihren Ursprung aber in der bisher einzigen systemischen Analyse des Kapitalismus haben – Das Kapital. Allerdings stammt von Marx auch das Manifest, in dem er mit Engels verschiedenen Formen falsch verstandener Kapitalkritik oder Sozialismusvorstellungen aufschlüsselt und beschreibt – eine davon ist der romantisch oder kleinbürgerliche Sozialismus, in den radikalsten Formen haben wir es hier genau damit zu tun. Eine Sackgasse. Und man sollte für die Analyse nicht so tun, als ob man das Rad ständig neu erfinden müsste, das ist alles Kalter Kaffee.

Wenn die Notwendigkeit einer Ächtung der Atomkraft weiter unterschätzt wird, dann kann man sich das Gelaber sparen.

Doch es ist noch viel schlimmer, denn die Atomkraft tritt in Konkurrenz zu den Erneuerbaren, je mehr wir das zentralistische System der Stromerzeugung ausbauen und gleichzeitig auf eine Elektrifizierung von allem setzen. Dann ist es nur der politische Wille, der über den Nutzen dieser Elektrifizierung entscheidet. Das ist das Ziel Frankreichs.

Nehmen wir Deutschland, es will auf erneuerbare umstellen, was mit astronomischen Kosten verbunden ist, und auch bei der E-Mobilität größere praktische Schwierigkeiten macht und teurer ist als die Atomkraft, wenn die Kosten des Mülls und der Risiken nicht, wie in Frankreich, USA, etc., auf die Stromkosten umgelegt werden.

Also werden 100 Km mit einem E-Auto in Deutschland immer teurer sein als in Frankreich, erst recht, wenn die Atomkraft zum Green Deal gerechnet wird. Das ist aber nur die Sicht der Verbraucher, viel krasser ist es, wenn man an die Produktion denkt, und da hat dann eben BMW die Arschkarte gegen Renault gezogen.

Also hört auf zu träumen, die Welt ist die Welt, die sie ist, wenn es anders werden soll, muss zunächst die Wirtschaftsordnung anders werden. Daher muss im Falle der Landwirtschaft vorwiegend die soziale Frage im Mittelpunkt stehen, sie entscheidet auch über die Akzeptanz von etwas Neuem. Argumentationen, die ein Ende des Wachstums schon bald sehen und daraus einen Wandel ableiten wollen, die werden kommen und gehen, mit den Wachstumsindikatoren. Landwirtschaft und die Bauern müssen wieder sozial Integriert werden, und sie müssen in die Lage versetzt werden von ihrer Hände Arbeit selbstbestimmt leben zu können. Wenn man das mit Öko verbindet – umso besser ist das. Davon kann aber bisher keine Rede sein, nicht mal ansatzweise.

So gesehen tragen dieses Ansätze, die so tun, als ob irgendwas sich einfach ergeben wird, schon immer dazu bei, dass wir da sind, wo wir sind.

Das alte Missverständnis der Grünen ist dies auch, es gibt keinen evolutionären Weg, er ist der Weg in die Barbarei. Aus diesem Grunde hat die Natur das Gehirn mit einem Willen ausgestattet, der es erlaubt Entscheidungen zu treffen, wie es kein anderes Säugettier kann, wir können bestimmen wie unsere Entwicklung aussieht, überlassen wir dies dem Lauf der Dinge, dann entscheiden andere.

Update Ende

Full Control of supply Ownership

das ist Digitalisierung in der Agrarindustrie, sie ist weit fortgeschritten. Einer der Bereiche der, International gesehen, eines der Digitalisierungsfelder schlechthin ist, seit Langem. Und die Karten sind längst verteilt. Deutschland hat den schwarzen Peter.

Wenn Habeck dies mit seinem denunziatorischen und diskriminierenden Wort vom deutschesten aller deutschen Ministerien, dem nun ein Migrant vorsteht, meinte, meinetwegen. Dann sollte jedoch die Formulierung zurückgenommen werden, auch wenn sie die Denke eines Habecks jenseits von Talkschonselbstgesprächen anschaulich zeigt.

Wir jedenfalls hätten den Chem Talker, wenn schon, lieber als Innenminister gesehen, der seinen Arsch nach Polen bewegt und mal schaut was da los ist. Aber leider ist das Innenministerium nach Habecks Auffassung offensichtlich nicht Deutsch genug um von einem Migranten bespielt zu werden. Dabei ist doch jetzt auch schon ein Migrant an der Spitze, ein Bayer in Preußen, wenn das keine Migrationsstory ist – was dann?

Zeit für ein paar Bespiele.

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Epilog: Story Telling und die Neubesetzung des Agrarministeriums (Deutschestes Ministerium aller Ministerien DMAM)

Die Welt wartet auf die Özdemir getriggerte Bio-Digitalisierung der Landwirtschaft. Der Größenwahn vieler Grünen ist einfach nur zum kotzen. Ihre Ideen und Vorstellungen sind auf dem Niveau eines von der Welt abgekoppelten Dorfphilosophen.

Man braucht nicht mehr mit der Digitalisierung anfangen, sie ist weit fortgeschritten,

Man braucht nicht mehr mit der Digitalisierung anfangen, sie ist weit fortgeschritten, man sollte die entsprechenden Devices in Niederlande, USA, Australien und China ordern. Das mal zu den AgriBetrieben, die die nächsten 5 Jahre trotz Özdemir überleben wollen, ohne Polen und Rumänen, dafür mit Direktanschluss ans Logistikzentrum, und es muss schnell gehen, denn Amazon hat bereits Whole Foods gekauft, jetzt ist es bis zur Echtzeitproduktion, Verkauf und Versand von Food nur noch ein minimaler Schritt.

Liiiiiiinder – das nimmt kein gutes Ende – die digitale Agrikultur ist das BigThing überhaupt, wenn ihr da diese Kretschmann Schöpfungs Grünen Träumer werkeln lasst, wird dieses Geschäft an Deutschland vorbeiziehen, das fällt Finanzen und dem Klimaschutz auf die Füße.

Schulkantinen, Ernährung, Tierschutz – ihr habt sie nicht mehr alle. Keine Sau interessiert das. Gerade Nutz-Tierschutz. Alles, aber auch alles wird in Brüssel entschieden, nur die Haustiere, da kann man den Deutschnasenpudel verbieten. Aber nur die Haltung, denn in Deutschland haben die meisten Züchterverbände bereits Qualzuchten bei Hund und Katz aus dem Programm genommen. Wie will man etwa die schottische Faltohrkatze, eine der grausamsten Qualzuchten, verbieten? Nationales Tierschutzgesetz? Agrar ist ein knallhartes Geschäft, was bereits voll durchdigitalisiert, finanzialisiert und mit Optionen, Derivaten Landspekulation und Terminbörsen genaus einen Impact hat wie der Aktienhandel. Es ist sowas von entlarvend, mit welchem provinziellen und altbackenen Ansatz hier vorgegangen werden soll, dass ich im Prinzip der Meinung bin, die Grünen müssen raus. Andernfalls wird die Aussteuerung in eine völlig falsche Richtung gehen und Deutschland einen Zukunftsmarkt verspielen. Bauern – da lachen ja die Hühner. Die Vertikalen Salat Beete stehen auch schon in Amazons Offline Stores in USA. Die Bauern, das sind bald wir

Deutschland ist eine Insel. Was passiert in der Realität, sprich in der übrigen industrialisierten Welt? Voll digitale Player schicken sich an mit hybriden Formaten die Agrarindustrie zu revolutionieren, Niederlande: Führend am Weltmarkt. Özdemir will „Digitalisierung“. Digitalisierung bedeutet vor allem den Zwischenhandel auszuschalten und zu einer Situation zu kommen, bei denen die Produzenten auch den Verkauf und die dazu notwendige Infrastruktur schaffen. Full Control of supply Ownership

Das ist aber kein Hofladen. Dann will er Bioanbau – die Probleme, auch Klima, werden nicht durch erdgebundenen Bio Anbau gelöst, sondern durch Modifikationen der Pflanzen und Substrate, sowie des Wasserverbrauchs. Wir brauchen die Fläche als Wildnisräume, die Ackerböden sind heutzutage eher Sodermülldeponien und tragen einen erheblichen Anteil zur mangelden Artendiversität bei.

Weiter kann man auch durch den Klimawandel davon ausgehen, dass der ungeschützte, ungewässerte Erdanbau teuer, schwierig bis unmöglich wird. Die Bevölkerung steigt und Boden ist schon heute das knappe Gut schlechthin.

Bio ist Digiagri per Default,

das braucht nicht mehr erwähnt zu werden. Immerhin braucht man den meisten nicht-Bio Scheiß, um die eigentlich ungeeignete Erde, den Boden, die Umgebung gefügig zu machen. WIr haben keine Dreifelderwirtschaft mehr, Ertrag ist alles, also wird eine künstliche Umgebung mit Chemie und Saaten geschaffen, das ist teuer, gefährlich und Gift für das Klima und alle anderen natürlichen Bestandteile der Umwelt.

Warum? Um hauptsächlich Wurzeln zu züchten, die sollten aber nur einen Bruchteil der Biomasse ausmachen, schließlich essen wir keine Wurzeln, sondern die oberirdischen Früchte und Gemüse, Getreide, mal abgesehen von Knollen.

Egal, wir leben auf einer grünen Insel. Özdemir macht einmal bei DLF den Mund auf und schon lebt man im sicheren Gefühl der 80iger Jahre, dass passiert, wenn chronische Digitalisierungsmissversteher Digitalisierung machen: Es wird Digitization. Es ist zum Heulen, denn die Perspektive, die man auf einen Sektor hat ist das Entscheidende. DIese Perspektive ist in der Landwirtschaft eigentlich längst eine Perspektive wie sie auch Google, Amazon, Uber auf andere alte Bereiche haben. Es muss zum kompletten digitalen Umbau kommen, dabei sind dann die digitalen Tools keine schlichte Anbau- und Erntehilfe, sie ändern auch die Organisationsformate. Also wird etwa mit einem Salatcontainer oder mit Gemüsestockwerken im Hochhaus eine autonome Versorgung von Menschen im Veedel möglich. Da gibt es keine Grenzen mehr.

Das beste: Durch diese Reduzierung der Flächen im vertikalen Anbau wird viel Raum für echte Natur und Wildnis geschaffen, für Biodiversität, die wir als Schlüssel zur Lösung der Klimaprobleme begreifen sollten. Unsere Systeme werden wieder stabiler und damit resilienter.

Schulkantine

Schulkantine, da muss man nicht lang und breit Rumideologiesieren, den Zeigefinger auspacken und in jeder Talkshow das Für und Wider von Schweinefleisch erörtern, um sich selbst moralisch zu erhöhen, da gründet man ein Schüler*innen Start-up, was vertikalen Gemüseanbau auf dem Schulgelände ermöglicht und die Kinder pflegen dies selbst und programmieren die Nährstoffversorgung, die Roboternte etc. dann schmeckt das Zeug, soviel ist sicher. Und die Oberstufe schafft es vielleicht sogar, die ganze Anlage selbst aus Aluprofilen, Sensoren, Servos, Thermometern, Wasserleitungen etc. zusammenzubauen. Das ist Digitalisierung, nicht Facebook und Twitter und Anträge über das Web zu stellen. Das ganze Web hat nichts mit Digitalisierung zu tun, das ist nur Hypertext. Es muss immer zu einer fundamentalen Änderung der Organisationsmodelle und des Denkens kommen, die Möglichkeiten der Digitalisierung sind kein Selbstzweck, kein Hobby, keine Unterhaltung, sie sind Chancen, sie nehmen einem nicht das Denken ab, sie ermöglichen ein neues Denken. Das hat nicht mal immer was mit Computern zu tun, manchmal reicht schon ein kleiner Mikrocontroller und eine geniale Idee.

In der Landwirtschaft bedeutet dies, man muss zunächst vom erdgebundenen Anbau zu hybriden und hoch Technischen Substratanbau etc, kommen, auch zu KI Wasser/Nährstoffversorgung und zu einer drastischen Reduzierung der Transportlast und der menschlichen Arbeitskraft. Die Sklaven müssen von den Feldern runter, vom Lenkrad weg, sofort. Schon wg. CO₂. Das schafft Özdemir nur mit Heil zusammen.

Per Default bedeutet Vegan oder Vegetarier im Zusammenhang mit Klima und Umweltschutz zunächst gar nichts, denn es kommt darauf an, wie das Grünzeug entsteht und zu uns kommt. Deshalb ist es das allerwichtigste den Zeigefinger und die Moral wegzupacken, damit erreicht man gar nichts. Meine Katzen Archie und Angelo können Sitz, Platz, Komm, Männchen, Dreh Dich, Augen zu, Pfote rechts hoch und Pfote links hoch, Tod umfallen – ohne ein böses Wort, ohne Zwang, nur mit einem Belohnungssystem und mit Angeboten auf ein cooleres Katzenleben. So ist es eben, und das sind Katzen, der Mensch ist nur ein Affe.

Neulich, im deutschesten aller Ministerien, woanders:

  1. Die deutsche Landwirtschaft besteht praktisch nur noch aus Großbauern, die eher einer ländlichen Chemiefabrik entsprechen
  2. Land, insbesondere Ackerland, wird von internationalen Fonds und Großkonzernen aufgekauft und dann wieder an die Bauern verpachtet. Mittlerweile ist es sogar interessanter, das Land nicht zu bebauen, sondern zu verpachten, das Bebauen erledigt nur noch eine prekarisierte Bauernschaft.
  3. Weizen und andere Produkte werden an internationalen Terminbörsen gehandelt und stehen in direkter Konkurrenz am internationalen Markt
  4. Landwirtschaftliche Maschinen, Landchemie und alles, was dazu gehört, wird international globalisiert, praktisch ohne deutsche Beteiligung produziert. Es sein denn man versteht BASF und CO. als deutsches Unternehmen, was die Aktienlage nicht hergibt.
  5. Alle relevanten Entscheidungen bezüglich Landwirtschaft werden in Brüssel getroffen, hier ist das Hauptproblem die Förderung der Fläche
  6. Die meisten Probleme in der Fleischindustrie fallen in das Ressort von Heil, weil vor allem die Internationale Arbeitsteilung in Form von Subunternehmerketten die Probleme machen. Also müssten die kommunalen Schlachthöfe wieder installiert werden.
  7. Weiter ist die Landwirtschaft einer der ganz wenigen Bereiche, in denen die Digitalisierung weit fortgeschritten ist. Man denke nur an Treckerkanzeln, Navigationseinheiten, Warenterminsoftware, Melkanlagen, weitere durchgitalisierte Produktionsanlagen, Biogas etc. Wenn Özdemir, dann heute im Deutschlandfunk sagt, die Digitalisierung sei ihm ein Anliegen und Deutschland sei ein Entwicklungsland, dann ist das im Falle der Landwirtschaft eine Aussage, die nachweist, dass Özdemir noch niemals einen modernen Landwirtschaftlichen Betrieb von Innen gesehen hat. Schon mit seinen ersten Statements wird die Landwirtschaft, sowohl von Habeck, wie von Özdemir offensichtlich als rückschrittlich angesehen, das ist lächerlich und zeigt welche Vorstellung diese Kleinbürger von moderner Agrarindustrie haben. Das ist brandgefährlich.
  8. etc.

Habeck schwadroniert über den Kopf von Özdemir, um mit Kirchentags Argumenten wie, er würde die Ökonomie und Ökologie aussöhnen, was soll das genau bedeuten, zu punkten, gleichzeitig demonstriert er, dass er in einer naiven Traumwelt lebt, wenn er zudem noch betont, dass Özdemir Vegetarier sei. Jeder weiß, dass Tofi für den Regenwald tödlich ist.

Weiter behautet Habeck Özdemir sei ein guter Kommunikator, Özdemir ist bei den Grünen bisher immer ohne Amt ausgegangen, ist intern unbeliebt, hat nie ein öffentliches Amt bekleidet, ist Talkshowprofi. All das spricht sicher für seine großen kommunikativen Fähigkeiten.

Insgesamt sehen wir bei den Grünen und auch bei den ersten Äußerungen Özdemirs die alte Vorstellung von Bio Landbau, dieser ist aber abgesehen von wenigen Punkten, wie Chemieeinsatz, ebenso eine alte Form der Bewirtschaftung, auch er macht aus Naturlandschaften Kulturlandschaften, die ebenfalls sehr weit weg sind von realen Naturräumen, das ist keine Lösung. Daneben muss man die ökonomische Basis adressieren. Daher muss das Landwirtschaftsministerium eigentlich in was anderes überführt werden, denn es geht immer um High Tech.

Der Kampf konventionell gegen Bio ist ein Kampf zweier ungleicher Brüder, der aus der Position der Digitalisierung heraus aber lächerlich überflüssig ist, denn beides muss beendet werden und in eine völlig neue Form überführt werden. Auch irgendwelche bäuerlichen Lebensformen oder Kleinbetriebe und dergleichen mehr macht absolut keinen Sinn, da sie so nicht zu digitalen Playern werden können. Auch die Grünen müssen sich von diesen national romantischen Vorstellungen verabschieden und alles für einen internationalen technisierten Markt denken. Unnötig zu erwähnen, dass die heute üblichen Landmaschinen ebenfalls abgeschafft werden müssen.

Hier liegt auch das eigentliche Konfliktpotenzial, denn die ländliche Mentalität kann sich so was nicht vorstellen, und es geht auch darum den Anbau von vielen Nahrungsmittel den Bauern aus der Hand zu nehmen und vom Land in die Stadt zu verlagern. Das müsste Özdemir den Bauern sagen, es gibt sie in dieser Form nur noch aufgrund eines großen Modernisierungsrückstandes.

Der Strukturwandel wird kommen. Andernfalls werden die ländlichen Räume aber weiter, auch mental, veröden, ausbluten, denn an die alte Produktion sind auch Lebensentwürfe gekoppelt, von denen die meisten jungen Leute nichts mehr wissen wollen.

Man braucht einen Nerdclub und ein AgriTech Center, aber keinen Schützenverein und keine Landjugendvereinigung. Man braucht gar nichts mehr, was Ausdruck traditioneller Landwirtschaft war. Und man braucht auch keine Bio Höfe und Bioläden, denn auch das ist nur ein fragmentarischer, erfolgloser Updateversuch, den es so auch nur in Deutschland und Österreich gibt.

Diese altbackenen Lebensentwürfe bremsen die ländlichen Räume aus, sie müssen mental urbanisiert werden, durch die Agrarevolution, die vorwiegend neue Besitzverhältnisse und neue Formen der hoch qualifizierten Arbeit bringt. Je länger gewartet wird, umso größer wird das bäuerliche Elend, was in romantischen Anwallungen, leider auch von einschlägigen Verbänden und den Grünen, der CDU/CSU, als etwas Erstrebenswertes präsentiert wird, das ist kompletter Bullshit.

Normaler Bauer sein bedeutet heute und unter den Brüssler Bedingungen mehr denn je ein Leben in Dreck und Armut. Und aus diesem Dreck und aus dieser Armut entsteht die Ideologie, die Moral, denn wer so leben will, der braucht etwas anderes, an dem er sich festhalten kann. Sorry. Ich habe große Sympathien für Bauern, deshalb.

Weiter ist der entscheidende Fokus im Ressort der Wald, und da wird man sich anlegen müssen mit den Fichtenapologeten (in niedrigen Lagen) und mit der Art und Weise wie der Borkenkäfer bekämpft wird, da gibt es eine Menge Menschen in Deutschland, die hier absolute Expertise haben und perfekt geeignet wären aufzuräumen. Achten muss man aber auch auf Bauen und Wohnen, denn wir haben ein Krise beim Bauholz, die Preise explodieren.

Es bleibt dabei Özdemir wird besetzt, um Habecks schwarz grüne Linie im Auftrag Kretschmanns und der extrem rechten kleinbürgerlichen Grünen in BW durchzusetzen, es geht hier nicht um Landwirtschaft. Es geht vielmehr darum, die Linie aus BW mit ihrer biederen Anpassung an schwäbische Bedingungen durchzuziehen und nur auf dieser Ebene, auf der auch Kretschmann völlig wirkungslos unterwegs ist, spielt Özdemir überhaupt eine Rolle. Er hat keinerlei eigenständiges Profil außer ständig zu betonen, dass er schwäbelt.

Was ist also hier die schwäbische Linie? Özdemir wird an der Oberfläche kratzen, das bedeutet vorwiegend eine konsumorientierte Politik, während die Produktion weiter globalisiert und durchfinanzialisiert wird. Das bedeutet: Schulernährung, ein wenig Tierschutz, aber wg. Brüssel im Prinzip nur auf der Ebene der Haustiere (Qualzucht), nicht auf der Ebene der Nutztiere. Das ist auch Kretschmanns Konzept, es wird den Verbrauchern ein modifizierter Lebensstil auf nationaler Ebene verordnet, dadurch soll ein „ökologischer“ Lebensstil entstehen, der freilich die Produktion weitgehend unangetastet lässt und den Menschen nichts weiter abverlangt, primär kein Denken, damit landet man in irgendwelchen Statistiken auf Beliebtheitsplätzen, diese lassen sich aber nicht in Politik und reale Erfolge ummünzen.

Allzu oft ist der Preis der Beliebtheit eben bedeutungslose Feel Good Politik zu machen. Merkel ist der Prototyp für diese Talkshowpolitik. Der dumme ist man, wenn die Leute merken, was Sache ist, dann kippt es ins Gegenteil und genau das ist der Denkfehler des Grünen Esoterik Mainstream, obschon sie es bei dieser Wahl erlebt haben. Dann ist jede Glaubwürdigkeit über Nacht dahin, weil man kein Profil hat, außer BlaBlaBla.

Das Hauptproblem dieser Grünen ist, dass sie nicht verstehen, dass die gesamte Produktion nicht nur globalisiert, sondern auch finanzialisiert ist. Sie haben keine systemisch fundierte Analyse der Gesellschaft und der Märkte in und mit denen wir leben. Sie können keine Systemanalyse mehr, sondern hetzen von banalem Einzelpunkt, von emotionaler Ansprache zu emotionaler Ansprache – sie haben keine Köpfe, die abstrakt denken können. Sie haben nur opportunistische Handwerker der Macht. Sie können so lediglich ein emotionales kleinbürgerliches pseudo-ökologisches Lifestylerauschen schaffen. Das ist reaktionär, ideologisch, moralisch, romantisch und lenkt von den eigentlichen Problemen ab. Es soll den Menschen aber das Gefühl geben, es sei ja viel passiert, damit Ruhe an der Öko-Front herrscht.

Weiter wird diese Ideologie, die in Teilen an Mao Ansätze erinnert, davon getragen, dass man die Vorstellungen der Leute unkritisch aufgreift, am besten im örtlichen Dialekt, „zu einem von ihnen wird“, und in einer kulturell-emotionalen Ansprache versucht, sie abzuholen. Dies führt dazu, dass man vielleicht gewählt wird, es führt aber gleichzeitig dazu, dass man den Leuten nach dem Munde redet. Es sind aber gerade die alten Traditionen und kulturellen Vorlieben, die verändert werden müssen, man sollte die Menschen nicht ständig in falschen Vorstellungen bestärken, nur um gewählt zu werden. Dann hat man zwar einen Politjob, aber erreicht nichts.

Daher haben wir es hier auch genaugenommen nicht mit Realos, sondern mit Esoterikern zu tun. Das ist also reine Ideologie, aber keine Real-Politik, die sich an den realen Fakten der Märkte und Produktionsbedingungen orientiert, und versucht darauf eine Antwort zu geben. Daraus ergibt sich der nun extrem lange und wirkungslose Marsch der Grünen, der ihnen eigentlich nichts außer Regierungsfähigkeit im Sinne einer weiteren bedeutungslosen Regierung eingebracht hat. Ja, das ist Regieren um des Regierens willen. Und genau da landet man mit Kretschmann – Politik wird zu einem Selbstzweck, zum eigentlichen Inhalt des gesamten Lebens, zum einzigen Ausdruck der eigenen Identität. Das war nicht die Idee der Realos. Auch Özdemir bleibt so nur der Rückzug auf moralische Positionen, hier aus dem Tierschutz.

Der ganze Scope moderner Agrarindustrie wird von den Grünen bisher nicht verstanden, die Zeiten in denen Bauern kleine Familienbetriebe waren sind lange vorbei und diese Zeiten werden nur um den Preis der Verarmung ländlicher Räume zurückkommen.

Mal ganz abgesehen davon, ich komme vom Land, Münsterland, und hatte Bauernsöhne als Freunde und Bekannte, ich habe Ställe ausgemistet und Jauche verteilt, Kühe gefüttert und Kälbern beim Alt werden zugesehen, zwischen den Schweinen gespielt, das ist alles keine romantische Welt, es ist härteste Arbeit für ein Hartz Gehalt aus Brüssel, nie Urlaub, nie Wochenende, nichts, das ist die Realität der Kleinen und mittleren Betriebe.

Und alle Entscheidungen, die wirklich relevant sind, für die Agrarindustrie werden in Brüssel getroffen. Schon mit seinen ersten Äußerungen zeigt Özdemir, dass er keine aktuellen Kenntnisse hat und ideologisch vorgeht. Schulkantine und Haustierhaltung, das war’s. Aber wie Özdemir so ist, schon seine ersten Äußerungen im DLF zeigen, dass er eigentlich glaubt er sei Kanzler.

Das lieber Robert kann die CDU alles tausendmal besser. Es wird nun nur noch daran liegen, wie schnell sie aus dem Laschetkoma erwacht, dann sind diese rechtskonservativen Grünen und vielleicht die ganze Partei weg vom Fenster. Und genau dies sagt alles über die strategischen Qualifikationen des Vizekanzlers, und mancher Leute aus seinem Romanankerflügel, die Grünen sollten sich hüten, so weiterzumachen. Es wird nicht funktionieren ganz Deutschland in ein Ländle zu verwandeln, schon sprachlich nicht. Wenn es nach mir ginge, trotz Erfolge, so verfahren wie mit Palmer, denn mehr wird dabei auch nicht rumkommen. Oder abspalten.

Aber wie immer gilt: Diese Parteien müssen erst ihre Organisationsmodelle digitalisieren, sie müssen bei sich selbst anfangen, ansonsten wird auch diese Regierung zu Lachnummer. Das alte Modell funktioniert nicht und bringt auch nicht die Köpfe hervor, die wir bräuchten. Nur Resteverwertung.

Update Ende (Ernst Ende)

This post was last modified on 3. Januar 2022 18:18

Swash

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